Bonn

Johanniter-Krankenhaus Bonn

Johanniterstraße 3-5, 53113 Bonn
0228-5430

Studien

Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms (GMMG-CONCEPT)

Eine offene, multizentrische Phase-2-Studie zur Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie mit Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (I-KRd) in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms. Es können Patienten bis 70 Jahre eingeschlossen werden, die für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind (Arm A), Patienten > 70 Jahre oder nicht für eine Stammzelltransplantation geeignete Patienten können in Arm B eingeschlossen werden.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG-CONCEPT
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000432-17
Clinicaltrials.gov NCT03104842
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Satus: Rekrutierung läuft, geplant bis Juli 2023

Ziel:

Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Toxizität der Kombination von Isatuximab , Carfilzomib, Lenalidomid  und Dexamethason (I-KRd-Regime) als Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie bei Hochrisiko-Patienten (siehe Einschlusskriterien). Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt:

  • Studienarm A für Patienten ≤ 70 Jahren, die für eine Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation infrage kommen: 6 Zyklen I-KRd Induktionstherapie, gefolgt von 4 Zyklen I-KRd nach Hochdosistherapie sowie einer I-KR Erhaltungstherapie
  • Studienarm B für Patienten >70 Jahren, die nicht für eine Hochdosistherapie geeignet sind: insgesamt 12 Zyklen I-KRd mit anschließender Erhaltungstherapie mit I-KR

Hauptziel der Studie ist die Bestimmung des Anteils von Patienten ohne  minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach Induktion und Konsolidierung = 10 Zyklen I‐KRd (Studienarm A) bzw. nach 12 Zyklen I‐KRd bei Patienten ohne Transplantation (Studienarm B)

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der bei Verabreichung von Carfilzomib (Kyprolis®), Lenalidomid (Revlimid®) and Dexamethason [I‐KRd-Regime] getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose einen bisher unbehandelten multiplen Myeloms (nach den überarbeiteten Kriterien der IMWG) mit messbarer Krankheitsaktivität. (Serum-M-Protein ≥ 1 g/dl oder Urin‐M‐Protein ≥ 200 mg/24 Stunden). Oligosekretorisches Myelom: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis. Asekretorisches Myelom: > 1 fokale Läsion, die im MRT messbar ist.
  • Nachweis einer Hochrisikokonstellation durch FISH-Analyse von:
    - del17p oder
    - t(4;14) oder
    - mehr als 3 Kopien von +1q21
    - sowie ein ISS-Stadium 2 oder 3.
    Liegt eine FISH‐Analyse aus einem anderen Labor als aus der Universitätsklinik Heidelberg vor, wird diese nach Rücksprache akzeptiert (Liste der Labors, aus denen eine FISH‐Analyse für die Studie akzeptiert wird, liegt in der Studienzentrale vor).
  • WHO-Leistungsstatus 0‐3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das multiple Myelom und nicht durch eine Begleiterkrankung verursacht)

 Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation gegen eine der benötigten Begleit‐ oder Supportivmedikamente einschließlich einer Kontraindikation gegen antivirale Substanzen. Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Captisol® (zur Lösung von Carfilzomib), Mannitol, Sucrose, Histidin und Polysorbat 80 oder gegen eine der Bestandteile der in der Studienbehandlung verwendeten Medikamente zur Vormedikation (Steroide, H2-Blocker).
  • Systemische AL‐Amyloidose (ausgenommen AL-Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)
  • Schwere Herzerkrankung (NYHA Klassifikation III‐IV), symptomatische kardiale Ischämie oder unkontrollierte Herzrhythmusstörungen. Herzinfarkt innerhalb von 4 Monaten vor Studieneinschluss.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Universitätsklinikum Bonn, Med. Univ.-Klinik und Poliklinik III, Hämatologie und Onkologie

Sigmund-Freud-Str. 25, 53105 Bonn
0228-287-17236

Studien

Monotherapie mit PEGyliertem liposomalem Dexamethason (Amethyst)

Eine multizentrische, offene Phase 1-2a-Studie zur Dosisfindung und Evaluation der Sicherheit von intravenös applizierten PEGylierten liposomalen Dexamethason ("Oncocort") als Monotherapie bei Patienten mit vorbehandeltem und fortschreitendem Multiplen Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: 14-097
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-005137-32
Clinicaltrials.gov: NCT03033316
DRKS:  
Sponsor: ENCELADUS Pharmaceuticals BV in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum RWTH Aachen und Accelovance
Studienphase: Phase 1/2a
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 12/2018

Ziel:

Ziel der Studie ist die Beurteilung der Sicherheit, Verträglichkeit und vorläufigen Wirksamkeit der kurzzeitig verabreichten Monotherapie mit intravenös appliziertem pegylierten Dexamethason (Oncocort®) bei Patienten mit multiplem Myelom

Hintergrund:

Präklinische Studien haben gezeigt, dass Oncocort die extrem aktiven Prozesse in und um Tumoren mithilfe zielgerichteter liposomaler Kortikosteroide (zu denen u.a. Cortisol, Prednisolon oder Dexamethason gehören) u.a. beim metastasierendem multiplen Myelom "herunterregeln" kann. Dies könnte eine vielversprechende, neue Strategie sein, Tumorwachstum und –verbreitung im Körper zu verlangsamen. (Quelle u.a.: http://enceladus.nl/products/)

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Diagnose eines multiplen Myeloms nach den Kriterien der Internationalen Myeloma Working Group (IMWG)
  • Mindestens zwei Vortherapien, die mindestens einen Proteasomeninhibitor und mindestens eine immunmodulatorische Substanz enthalten haben
  • Rückfall oder Progress unter der letzten Therapie
  • Messbare Erkrankung (M-Protein und/oder freie Leichtketten im Serum und /oder Urin)

Ausschlusskriterien:

  • Multiples Myelom, das auf eine Dexamethason Monotherapie a in den letzten 6 Monaten nicht angesprochen hat
  • Plasmazellleukämie
  • Patient mit positivem Hepatitistest
  • Schwere Einschränkung der Organfunktion zum Screeningzeitpunkt
  • Aktive Infektion, die systemische Therapie erfordert

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.