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29 Okt. 2017 13:34
  • Diddlmaus
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    21 Oktober 2012
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Lieber Christian,

Ich danke Dir sehr für Deinen Text. Ich habe ihn ein paar Mal aufmerksam durchgelesen. Aber ich glaube, ich brauche ein paar weitere Male um ihn ganz zu begreifen.:whistle:

Im Ansatz bin ich in den letzten Tragödien meines Lebens schon selber draufgekommen, dass sich alles wieder ändert, dass die schlimmste Verzweiflung verfliegt, jede Wut sich legt etc. Das hab ich bis anhin gelernt. Jetzt, wo ich aber gerade wieder mittendrin stecke, trübt sich der Blick wieder, das Gelernte vernebelt und ich fange an zu zweifeln, ob es diesmal auch wieder so sein wird!

Ich habe meinen Blick vorhin bewusst auf was anderes gerichtet, bin mit Regenklamotten raus in die Natur. Das hat gutgetan.

Ich danke Dir, dass Du dir die Mühe genommen hast, mir zu schreiben!

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

29 Okt. 2017 13:27
  • Diddlmaus
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    21 Oktober 2012
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Liebe Angela

Du hast sicher recht mit den ganzen neuen Medikamenten. Aaaaaber zuerst müssen die eben auch noch von der KK bezahlt werden. Aber die Forschung macht Mut, ja, definitiv.

Danke, dass Du mir geschrieben hast und alles Liebe für Dich! Panik ist was Doofes, gell?

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

29 Okt. 2017 13:24
  • Diddlmaus
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    21 Oktober 2012
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Katharina: weisst Du was? Genau Deinen Vorschlag hab ich umgesetzt vorhin.

Rein in die Regenklamotten, Sohnemann neben mir und wir sind durch den Regen marschiert. Die kühle Luft um die Nase hat gut getan. Das Klopfen des Regentropfen auf meiner Kapuze haben mich aufgemuntert und nach ein paar Mal so riiiiiiiiiiiiiiiiiiiichtig tief ein- und ausatmen hat die Welt schon ein wenig besser ausgesehen! Ich hoffe wirklich, diese Angstspirale bald durchbrechen zu können. Denn mittlerweile zieht sie einfach alles in sich rein. Sorgen um meinen Sohn, meine Eltern, meinen Mann....

Ich MUSS den Nothalt finden :-)

Ich danke Dir für Deine Worte. Geniess den Urlaub daheim!

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

29 Okt. 2017 13:20
  • Diddlmaus
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    21 Oktober 2012
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Liebe Christine,

Du hast recht, wie Du schreibst. Ich hab doch gute Chancen nach einer Therapie erneut eine ganze gute Weile Ruhe vor dem Myelom zu haben. Das sag ich mir auch immer und immer wieder. Und dann kommt da immer diese andere Stimme in mir. Die fragt zweifelnd: und wenn nicht? Wenn Du ab jetzt in Dauertherapie leben musst? Was, wenn alles nicht wirkt? Was wenn? *urks*

Ich denke momentan wirklich darüber nach, mir jemand professionelles zum Reden zu suchen. Einfach mal alles abladen, womit man sonst keinen belasten möchte...

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag! Danke!

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

29 Okt. 2017 12:24
  • CLE084
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    10 September 2026
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Hallo Diddlmaus,

ich bin mir nicht sicher, ob das was ich dir hier schreibe hilft mit der Depression und deinen Ängsten umzugehen, aber ich versuch's einfach mal.

Ich schicke mal noch voraus, dass ich vor mehr als 25 Jahren zu den Buddhistischen Lehren Zuflucht genommen habe und seit ca. 10 Jahren Dzogchen praktiziere. (Falls Begriffe auftauchen die dir unbekannt sind, einfach mal googeln).

Durch meine Buddhistische Praxis habe ich gelernt, dass alles und zwar wirklich alles vergeht. Jeder Moment trägt bereits sein Ende in sich. Jede Zelle unseres Körpers, die gesamte erfahrbare Welt um uns herum, unsere Gedanken, Gefühle, Emotionen - alles kommt, verändert sich und geht wieder.

Eben noch war ich durstig, ich trinke etwas Wasser und der Durst ist weg. Gerade noch war ich traurig, dann erlebe ich eine komische Situation und meine Trauer ist verschwunden. Ich bin wütend und nach geraumer Zeit verschwindet die Wut und eine andere Emotion taucht auf. Ich folge einem Gedanken und dieser löst sich auf, weil meine Aufmerksamkeit von etwas anderem in Beschlag genommen wird. Das ist das ganz normale (Er)Leben und wir alle kennen das.

Leider verwechseln die allermeisten Menschen dieses stete Kommen und Gehen mit sich selbst.
Sie sagen "ich bin... traurig, wütend, fröhlich, hungrig, etc". Statt zu erkennen, dass derjenige, der all dies erlebt, niemals all dies ist und auch nie sein wird, sondern immer nur erlebt.

Der Vergleich mit einem Spiegel mag hier hilfreich sein: Ein Spiegel zeigt alles was sich in ihm reflektiert, wird aber niemals davon berührt. Der Spiegel geht nicht kaputt, wenn er eine schreckliche Szene widerspiegelt, noch freut der sich, wenn er etwas wunderschönes zeigt. Der Spiegel ist einfach immer nur er selbst.

Dies zu erkennen nennen die Buddhisten allgemein "Erleuchtung". Daran ist nichts mysteriöses oder geheimnisvolles, denn es ist - wenn man die buddhistische Praxis ausübt auch leicht selbst herauszufinden - der natürliche Zustand unseres Geistes.
Das Besondere an diesem (unserem) Geist ist, dass er niemals geboren wird und daher auch nie vergeht (Bitte nicht mit dem Konzept der "unsterblichen Seele" des Christentums oder auch anderer Buchreligionen verwechseln).

Leiden entsteht aus der Tatsache, dass wir die Reflektionen für echt, wahrhaft und für uns selber oder Teile von uns selbst halten. Wir verechseln also den Spiegel mit den Reflexionen die er zeigt. Das nennen die Buddhisten "Unwissenheit".

Diese Unwissenheit führt dann konsequenterweise zu fälschlichen Annahmen aus denen dann Handlungen entstehen, die uns in einer Abwärtsspirale immer tiefer in unser selbstgebasteltes Leiden hinunterziehen.

Bitte nicht falsch verstehen: Multiples Myelom oder z.B. auch ein Unfall sind nicht selbstverursacht sondern Ereignisse die nunmal so passieren. Nur wie wir damit umgehen obliegt unserer Führung.

Wie soll/kann das hier gesagte dir nun helfen? Nunja, mach dir klar, dass was immer du erlebst - sei es schön, schrecklich, beängstigend, freudvoll, was auch immer - einfach nur vorübergehende Reflexionen sind die wie bei einem Kaleidoskop von deinem Geist erlebt werden. Deinen wahren natürlichen Geist zu entdecken könnte dir dabei helfen die Angst und Betrübnis zu überwinden, denn auch diese sind nur vorübergehende Spiegelungen.

Der Erste Schritt wäre z.B. diese Reflexionen so zu akzeptieren wie sie sind und dann einfach gehen zu lassen. Wenn du z.B. dich vor den möglichen Konsequenzen deiner Krankheit fürchtest, diese Furcht anzunehmen und dann gehen zu lassen. Denn da du ja noch weiteratmest.lebst du ja noch und hast somit alle anderen Möglichkeiten die dir dein Leben bietet immer noch zur Verfügung. Vielleicht machst du dann einen Spaziergang, oder eine Tasse Teee, oder du planst eine Urlaubsreise - was auch immer, der Moment JETZT das ist genau der Moment in dem wir Leben - weder in der Zukunft, noch in der Vergangenheit.

Ich wünsche dir das Beste!

Christian

29 Okt. 2017 12:22 - 29 Okt. 2017 12:28
  • Angelika52
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Liebe Maus..

An dem Wetter können wir leider nichts ändern aber an unserem Gemütszustand können wir versuchen zu arbeiten. Ich bin noch nicht in Behandlung und bewundere immer wieder mit welchem Mut hier von Behandlungen berichtet wird.Ich glaube so ein Tief machen hier alle einmal durch und ich wünsche Dir von Herzen das Du aus diesem Tief schnell herrauskrabbelst und wieder als Mäuschen auf die Käsejagd gehst.Wenn ich so die ganzen Berichte über neue Medikamente und Behandlungen lese so glaube ich ganz fest das unsere Krankheit in wenigen Jahren noch besser(zur heutigen Zeit ist sie schon gut zu behandeln) zu behandeln ist. Also die Mausenase in den Wind und vorran..Hinter der nächsten Ecke liegt ein gutes Stück Käse..Auch wenn er manchmal stinkt (es schwer ist) er wird schmecken und Dir gut tun..lg Angelika. .
Die die auch oft Panik schiebt
Letzte Änderung: 29 Okt. 2017 12:28 von Angelika52.