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22 Okt. 2014 17:09
  • AngelaR
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Liebe Mäusemutter,
Sohnemann oh ja, er hat mir den letzten Nerv geraubt und mir ist auch die Hand ausgerutscht und ich habe mich aufgeregt und gebrüllt. Allerdings war er schon ein schreiender Säugling und hätte vermutlich Chiropraktische Hilfe gebraucht... gab es damals noch nicht, hinterher ist man schlauer...
Funktioniert hat es erst, als ich Schilder gemalt habe, und dazu geschwiegen. Zum Beispiel ein Stopschild und auf der anderen Seite stand: ich will es können. Da war er aber schon 11 und hat sich immer noch auf den Boden geschmissen und gebrüllt, weil er keine Hausaufgaben machen wollte.
Ganz ruhige klare Ansagen und die durchziehen, am Besten Schweigen und das Schreikind in einen Ruheraum verfrachten, wo es sich beruhigen kann. Zurückbrüllen gaaaaanz falsch.
Habe ich erst gelernt, nachdem ich viele Bücher gewälzt habe und meine Kuschelliebe akurat versagt hat.
Jetzt ist der Knuddelbär 22 und läßt sich maximal den Rücken massieren oder die Füße... Schulrausschmisse, Lehreabbruch alles durch, der Junge hat sein Abi nachgemacht mit "Minimalaufwand" und macht jetzt eine Lehre, die ihn begeistert und in diese Richtung will er eventuell auch einmal studieren.
Und ich mache mir immer Vorwürfe nicht gut genug gewesen zu sein, aber alleine mit 2 Kindern, arbeiten gehen, keine Alimente ( der Selbstbehalt ist wohl bei 1200€, ich hatte nur 918 € raus für 3 Personen und Miete ect. und das 7 jahre lang gleich) Witzig war das nicht.
Und dann beide Kinder zu intelligenten Wesen heranziehen, das mach erst einmal einer nach.. ( meine Tochter schreibt gerade an ihrer Masterarbeit über internationalen Naturschutz)
Erziehung per Telefon funktioniert nämlich nicht und die Schule will das fertige Kind haben. Erziehung findet nach deren Meinung zu Hause statt....
Auch von Männern, also "richtigen" Familien habe ich solche Sachen über Söhne gehört, mach Dir also keinen Kopf, Du gibst Liebe, das ist das Wichtigste und ansonsten klare Ansagen, feste Ruhezeiten für Dich, feste Spielzeiten, Regeln ect, alles das, was ich immer gahaßt habe, aber das hilft!

Sagt die alte Mutter Angela

PS: Wenn schon keine Reha, dann REHA zu Hause, mal einen Tag Welness und Sohni mit Papa ect. Mach doch regelmäßige Papawochenenden draus, so aller 14 Tage einen Samstag für Dich ganz frei!


21 Okt. 2014 19:49
  • susid.69
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Ach Mäusel !

Alles was Du schreibst , kenne ich nur zu gut.
Bei mir ist die HD nun bald 2 Jahre her, aber die Kraft und Kondition sind bis jetzt noch nicht so, wie ich möchte. So langsam gewöhne ich mich aber daran.
Ich muß mich aber nicht mit meinem Sohn auseinandersetzen, denn der ist schon 21 Jahre. Dafür muß ich schwere Kämpfe mit meinen Chefs auskämpfen, die der Meinung sind, ich würde doch gar nicht so krank aussehen und solle mich nicht so anstellen. Dabei bekomme ich halbe EU-Rente und gehe nur noch 20 Std die Woche arbeiten. Das mache ich ja nicht zum Spaß. Ich muß dazu sagen,daß ich im Krankenhaus arbeite.
Ich hoffe, es geht Dir bald besser und Dein Sohnemann hat seine widerspenstige Phase bald hinter sich. Ich glaube, er merkt mit seinen 7 Jahren schon alles ganz genau. Dr kann es wahrscheinlich nur nicht so einordnen und ist vielleicht deshalb so, wie er gerade ist. War nur so eine Idee.
Ich wünsche Dir auf alle Fälle alles, alles Gute. Und wenn die Mäusetränchen mal laufen, dann laß es zu. Danach kannst Du Dein Mäusenäschen um so besser wieder in den Wind stellen.
Alles Liebe und fühl Dich umarmt
Susi

21 Okt. 2014 18:48
  • Monalisa
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Weißt du Sibylle, die meisten von uns sind schon Oma oder Opa.
Es ist in dieser Situation etwas einfacher. Wir betreuen ab und an unsere Enkel, wenn sie uns zu frech werden können wir sie wieder zurück geben.
Wir haben immer wieder Zeit uns zu regenerieren. Du mußt versuchen dir diese Zeit zu nehmen und den kleinen auf seinen Vater zu verweisen. Sodass du wenigstens abends , wenn er denn da ist etwas Kraft tanken kannst.:roll::wink:
Das ist bestimmt nicht leicht ich weiß das.
Auch ich war noch nie in Reha es geht mir wie dir, ich kann nicht von Zuhause weg. Krieg dann ganz doll Heimweh.:bang::bang:
So was blödes.
Mit 7 Jahren will man halt die Grenzen finden. Er sucht halt die Konfrontation. Unsere Kinder waren auch mal frech und wir dachten wie soll das nur weiter gehen. Für dich ist die Situation halt eine andere. Er ist ja bestimmt nicht immer aufmüpfig. Wenn er gut drauf ist kannst vielleicht versuchen ein gutes Gespräch mit ihm zu führen.
Er versteht mehr als du denkst.
Wir haben gut reden, gell.:D:(


21 Okt. 2014 17:38
  • Lucy
  • 408 Beiträge seit
    12 Dezember 2012
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Liebe Sybille,

ne, da bist Du ganz bestimmt nicht alleine betroffen. Ich könnte ganz viel zu all den Themen schreiben, die Dich momentan beschäftigen, aber ich fürchte, wenn ich einmal ins Klönen komme, sprengt das hier den Rahmen des Forums :wink: Wichtig fand ich für mich, dass ich die Zeit zum "Denken" hatte, auch wenn man sich nicht dauernd mit der Krankheit beschäftigen will. Aber dafür ist das Erlebte zu krass und einschneidend gewesen, das muss man ja erst mal verdauen. Ich mache das beim Nordic Walking. Trotz vieler nett gemeinter Angebote zum Walken in der Gruppe, gehe ich lieber alleine los und kann dabei je nach Laune abschalten oder meine Gedanken ordnen. Das hat mir sehr geholfen, ebenso meine Entspannungs CDs. Ja, und versuchen, die Ansprüche an sich als Mutter, Hausfrau und Frau herunterzuschrauben, aber ich verstehe Dich gut, fällt mir auch heute noch nicht leicht.
Übrigens, ich hatte Dir am Geburtstag Deines Sohnemanns eine PN geschickt, ich hoffe, Du hast sie bekommen. Da habe ich auch ein bisschem zu diesem Thema geschrieben. Also nicht unterkriegen lassen!

LG,
Lucy

PS: Mickey, schön mal wieder von Dir zu hören. Wie geht es Dir?

21 Okt. 2014 12:37
  • Diddlmaus
  • Autor
  • 1300 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
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Joseph,

ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich hemals getraut hätte mich so zu benehmen früher. Allerdings, wie Du sagst, die Leinen sind heut um ein Vielfaches länger als früher. Und die Kinder werden heut zu Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein geradezu hingefördert und geführt. Das macht sich dann eben auch den eigenen Eltern gegenüber bemerkbar....

Jede Medaille hat eben zwei Seiten...Seufzel...

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

21 Okt. 2014 12:15
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Diddlmaus schrieb: Momentan nutzt mein Sohn jede Schwäche von mir aus. Er testet die Grenzen jeden Tag neu aus und bevor ich nicht etwas wirklich in lauterem Ton und mit Nachdruck sage, wird sowieso nicht gehört.


Hi

Haben wir das nicht auch versucht bei unseren Eltern, nur die Leine war damals um ein vielfaches kürzer:oops:

Liebe Grüsse

Joseph