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02 Juli 2021 13:28
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Mope,

sorry dass ich so spät reagiere.

Es wird viel zum Thema Vitamin D3 geschrieben, allerdings auch immer vor Überdosierung gewarnt. Allgemein heißt es, 20 Minuten in der Sonne würden ausreichen, um über die Haut genügend Vitamin D zu bilden und - supplementieren sollte man nur, wenn man wirklich im Mangel ist.
Wo genau der Mangel anfängt, darüber scheiden sich die Geister. Wissenschaftler sagen, ein Mangel beginnt bei <30 ng/ml, wohingegen in letzter Zeit von eher nicht offiziellen Seiten immer häufiger zu lesen ist, dass Werte von 50 - 80 ng/ml empfohlen werden. Ich meine diese Empfehlung auch von Onkologen gelesen zu haben, ebenso im Zusammenhang mit Corona. Unser Körper braucht Vitamin D3 insbesondere für ein gut funktionierendes Immunsystem und für unsere Knochen. Das Immunsystem leistet nicht nur wertvolle Arbeit in der für uns so offensichtlichen Infektabwehr. In irgendeiner Form sind fast alle Krankheiten irgendwann auf unser Immunsystem zurückzuführen. Jegliche Art von Entzündungen, Entstehung von aktiver Krebserkrankung, Autoimmunerkrankungen. Ich möchte fast sagen, damit sind nahezu alle körperlichen Unzulänglichkeiten in irgendeinem Stadium inbegriffen.

In einschlägigen Kreisen (Alternativheilkundler, Menschen mit verschiedenen Erkrankungen die sich auf ihre eigenen Wege begeben) hab ich nun des öfteren gelesen, dass Verbesserungen erst bei 120 ng/ml aufwärts gesehen werden. An dem Punkt schlagen Ärzte die Hände über dem Kopf zusammen. Oder wie bei meinem Mann bei einem Wert von 87 ng/ml. Solche Werte erreichen die wenigsten Menschen nur durch Sonneneinstrahlung oder von den allgemein empfohlenen Einnahmen von 20.000 i.E. Dekristol alle 14 Tage. Wir haben zwei Wochen in Hammerdosierung aufgefüllt und nehmen zur Erhaltung täglich im Wechsel 10.000 bis 15.000 i.E..
Wie vor bereits geschrieben, tut es meinem Mann gut. Ich bin in diesem Forum eigentlich nur die Randfigur. Habe seit einigen Jahren eine "gesicherte MS-Diagnose", entdeckt auf Grund von Symptomen die dann aber doch nicht mit der Diagnose in Einklang zu bringen waren. Fluorchinolon/Ciprofloxacin, das steht auf einem anderen Blatt. Hinzu gekommen Gadolinium-Vergiftung nach zahlreichen dicht aufeinander gefolgten Kontrastmittelgaben im Rahmen der Diagnostik. Ich bin wohl nicht der bestangesehene Patient in der neurologischen Klinik, weil ich mich von Anfang an quergestellt hab und jeglicher Behandlung entsagt habe. Keine der Prophezeiungen ist in mittlerweile sechs Jahren eingetroffen. Ganz im Gegenteil hatte ich letztes Jahr das Gefühl, der Neurologe war nun auch etwas verunsichert, weil meine Erkrankung "so überhaupt keine Dynamik" zeigt. Damit war ich dann endlich auch aus der Empfehlung einer Basistherapie heraus. Ob das Vitamin D3 einen Beitrag dazu geleistet hat, kann ich natürlich nicht behaupten. Zumindest geht's mir diesbezüglich gut, wieso sollte ich hinterfragen.

Ärzte sagen, das wäre gefährlich - weil:
Vitamin D3 sorgt für maximale Gewinnung des über die Nahrung aufgenommenen Calciums. Wenn dies nicht verstoffwechselt werden kann, kommt es zu Ablagerungen in Gefäßen, Gelenken und in den Nieren. Letzteres war betreffend MM meine größte Sorge. Im Blut zeigt sich das als Hyperkalzämie.
Was Ärzte nicht sagen:
Vitamin D3 braucht zwingend Magnesium zur Umwandlung in seine aktive Form, um das gewonnene Calcium zu verwerten braucht es Vitamin K2, für den Transport (K2 beeinflusst die Fließbarkeit im Blut, jedoch nicht zu verwechseln mit K1). Dann kommt noch Vitamin A hinzu (benötigen die Zellrezeptoren damit D andocken kann).
Das alles laienhaft unter Vorbehalt.
Wie gesagt, um eine möglichst hohen Effekt zu erzielen, benötigt man relativ hohe Dosen von D3. Ohne Berücksichtigung der Kofaktoren könnte das ins Auge gehen, deshalb kann das "gefährlich" sein. Und in höherer Dosierung sollte man tatsächlich nicht zusätzlich Calcium zuführen. Gerade bei Autoimmunerkrankungen gibts eine Behandlungsform - das Coimbra-Protokoll. Da wird Vitamin D3 in schwindelnd hohen Dosierungen verabreicht, dann kommts sogar so weit, dass die Calciumaufnahme über Ernährung gut kontrolliert werden muss, weil es sonst eben zu besagten Ablagerungen kommen kann.
Ich praktizier das so seit drei Jahren. Ein Rheumatologe hat drauf bestanden, Hände und Füße zu röntgen, um die Ablagerungen sichtbar zu machen. Der Urologe hat die Niere geschallt. Keine Ablagerungen, weder in Gelenken noch in der Niere. Infekte hatte ich die letzten Jahre kaum, selbst als unser im gemeinsamen Haushalt lebender Sohn nachgewiesene Influenza hatte, sind wir beide standhaft geblieben.

Ich bin weit davon entfernt, jemandem ne Empfehlung geben zu wollen, nur ich für meinen Teil bin von meinem Tun insoweit überzeugt. Und es soll auch überhaupt nicht in die Richtung gehen, dass man allein mit einer guten Versorgung von Vitaminen dem MM begegnen könnte. Ich denke man kann die Entwicklung positiv beeinflussen, aber ein aktives Myelom lässt sich nach meiner Meinung ohne chemische Keule nicht maßgeblich beeindrucken.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

02 Juli 2021 13:25
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Themenbezogen kopiere ich meine Beiträge aus "Myelompatienten die länger abwesend sind hierher:

Hallo zusammen,

13 Jahre nach der Diagnose meines Mannes mal ein kurzer Mutmachpost.

2008 Diagnose bei Endstadium. 2009 Autolog, 2010 Auto-Allo, danach Revlimid, Donor-Lymphozyten, Pomalidomid. Bis 2014 alle möglichen Nebenwirkungen und ein ständiges Auf und Ab. Seit dem relativ stabil. Hautkrebs, aber Myelom nur zuletzt 2017 eine Bestrahlung, sonst keine Therapie.
Hochdosiert eigenverantwortlich Vitamin D3/Magnesium/K2. Der Onkologe meinte das sei gefährlich, konnte aber keine der bekannten Risiken diagnostizieren, außer dass sich die Tumormarker im Vergleich zu September 2020 wieder gebessert haben. Was auch immer das heißt, welche Art von Remission... Körperlich fit, ans Myelom denken wir eher selten.

Liebe Grüße, stabile Gesundheit, denen es im Moment nicht so gut geht - gute Besserung

Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

13 März 2020 09:52
  • Mapoli
  • 1736 Beiträge seit
    18 Juni 2011
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Danke lieber Joachim, das mache ich.

12 März 2020 22:34
  • PMF2SZT
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Liebe Ma,

da würde ich ihm mal beide Dokumente mitnehmen, die ich verlinkt habe. Viel Erfolg!

12 März 2020 22:22
  • Mapoli
  • 1736 Beiträge seit
    18 Juni 2011
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Hallo Joachim,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung und den Link.

Schon mehrmals hatte ich den Arzt auf Vitamin K angesprochen, er hat es immer belächelt, da ich keine wissenschaftlich fundierten Berichte liefern konnte. Ich werde mir den Link mal anschauen, vielleicht ist da etwas dabei, was ich nächste Woche zum Termin mitnehmen kann.

Liebe Grüße
Ma

12 März 2020 15:31 - 12 März 2020 15:38
  • PMF2SZT
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    11 September 2026
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Noch mal zur Klarstellung, s.a. www.osd-ev.org/osteoporose-therapie/oste...ehrung/vitamin-k-k2/
Vitamin K ist nicht gleich Vitamin K. Vitamin K1, das wir bei einer ausgewogenen Ernährung genügend aufnehmen, wirkt sich u.a. stark auf die Blutgerinnung aus und ist deshalb ausschließlich für Phenprocoumon-Patienten (z.B. Marcumar) mit Vorsicht zu behandeln. Andere Blutverdünner, wie ASS oder die NOAKs (z.B. Eliquis, Lixiane, o.ä.) hemmen die Blutgerinnung auf eine völlig andere Art und Weise und sind deshalb m.W. bzgl. Vitamin K unproblematisch.

Kommen wir jetzt zum Vitamin K2, das wir leider nur in völlig unzureichender Menge über die Nahrung aufnehmen (oder ist hier jemand, der regelmäßig Natto auf seinem Speiseplan hat?), in Verbindung mit Calcium und Vitamin D3: Es ist ja schon mal ein Fortschritt, wenn man verstanden hat, dass man - vor allem im Winter - zu wenig Vitamin D3 über die Haut bildet und deshalb welches zuführen muss. Tut man dies nun ohne gleichzeitige Zufuhr von Vitamin K2, wandert das Calcium, das wir so dringend für unsere Knochen benötigen, nicht dorthin, wo es gebraucht wird, sondern in die Gefäßwände, wo wir es ganz sicher nicht brauchen können. Dort sorgt es dann für gefährliche Gefäßveränderungen.

Noch mal vereinfacht:
D3 mit Calcium, aber ohne K2 = Gefäßprobleme,
D3 mit Calcium und mit K2 = Vorbeugung gegen Osteoporose

Leider sind diese Zusammenhänge vielen Ärzten nicht bekannt. Es ist aber auch ein sehr spezielles Thema.
Letzte Änderung: 12 März 2020 15:38 von PMF2SZT.