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14 Juni 2013 20:18
  • Julanka
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo Dani,

der Arzt meines Mannes fragte natürlich auch nach dem Rauchen.
Es ging ihm aber nicht darum dass er aufhört, sondern dass wir solange es so kalt ist, zum Rauchen nicht rausgehen damit mein Mann sich nicht erkältet.

Den Ärzten ist durchaus bewußt das Raucher damit Streß abbauen. Aufzuhören wäre zusätzlicher Streß zu deiner Diagnose obendrauf.

Gönn dir lieber die Zigaretten bewußt und genieße sie.

Es wird wohl eine Zeit kommen in der du freiwillig nicht rauchst.

Liebe Grüsse,
Sabine

14 Juni 2013 16:48
  • abifiz
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Oder anders und prägnant: Nicht die Zeit fürs große Handeln, sondern diejenige fürs Sich-Besinnen.

abifiz

14 Juni 2013 15:10
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Liebe Dani,

ich kann mich Abifiz und Jürgen nur anschließen - mach nicht alles auf einmal. Kind und Firma müssen sein, das mit der Ernährung auf alle Fälle mit den Onkologen abklären. Sei Dir bewusst, dass es während der Hochdosis ein paar Tage - bei meinem LG waren es 11 - sein können, an denen Du gar nicht essen kannst. Da musst Du Reserven haben. Du solltest vorher NICHT abnehmen. Für meinen LG war es ein Glück, denn er hat während der HD fast 10 kg abgenommen und war vorher schon kein Schwergewicht.
Und was das Rauchen betrifft - auf Dauer sicherlich ein guter Vorsatz damit aufzuhören. Aber meinem LG - auch starker Raucher - wurde vor der HD sogar von den Ärzten davon dringend abgeraten, gerade zu dem Zeitpunkt damit aufzuhören,weil durch die Chemos der Körper stark in Stress kommt und diesen zusätzlichen nicht noch brauchen kann.
Also setz Dich nicht selbst mehr unter Druck als nötig. Lieber würde ich an Deiner Stelle für die Seele was tun - Psychotherapie oder Yoga oder Autogenes Training, was Dir am ehesten liegt.

Herzliche Grüße

Caro

jürgenk antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
14 Juni 2013 13:43
  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
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Hallo Dani

Fühlen wie ein Gefäß, dann will ich mal hoffen, dass es dem Gefäß gut geht. Dieser Punkt war mit den Worten des Kürzer-Tretens gemeint. Verstanden hast Du das längst, nur die Umsetzung klappt nicht. Du halst Dir stattdessen immer mehr auf. Schauen wir mal gemeinsam auf Deinen Zettel.
Firma organisieren
Behandlung vorbereiten
Sohn anders versorgen
Rauchen aufgeben
Futterplan ändern

Hallo Dani, wo bist Du gerade?
Mit der Firma musst Du Dich beschäftigen, das Kind kommt ohne Versorgung nicht zurecht, eine mentale Vorbereitung auf die Behandlung sollte schon sein.
Wenn Du mit dem Rauchen nicht sofort aufhören kannst, dann schmök weiter bis Du Zeit dafür gefunden hast.
An der Stelle habe ich leicht reden. Mit der Entscheidung, das Rauchen zu lassen, hörte ich sofort auf und fasste nie wieder eine Schachtel an.
Die Umstellung der Ernährung ist ein großer Schritt. Muss der gerade jetzt sein?
Die Ketogene Ernährung ist gut und sinnvoll. Besonders für uns MM-ler bringt sie aber im Bezug auf die Erkrankung vermutlich nichts. Damit kannst Du Dich doch noch nach der Normalisierung Deines Lebens beschäftigen.
Auch hier habe ich leicht reden, den Entzug vom Zucker habe ich vor gut zwanzig Jahren als sehr anstrengend empfunden. Damit verbannte ich auch andere isolierte Kohlenhydrate vom Teller. Nun noch den von mir sowieso geliebten Anteil an Fett und Einweiß zu erhöhen war dann ein kleiner Schritt. Obst und Gemüse sind erlaubt, jedoch nur in reduzierter Form. Eine solche Umstellung ist für die meisten Menschen ein großer Schritt. Den sollte man nicht einfach so dazwischen schieben wenn man durch veränderte Lebensumstände sowieso gerade stolpert.
Bleib erst mal bei den unausweichlichen Veränderungen Deines Lebens. Die Wünschenswerten können doch noch einen Moment warten. Dann passt auch wieder mehr in das Gefäß.
Liebe Grüße
Jürgen

13 Juni 2013 23:55
  • abifiz
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo Dani, sei gegrüßt.



Nein, kein Tier zur Schlachtbank... Ein Mensch mit seiner Tragik, seiner Schönheit, seinen biographischen Schmerzen, seinen Möglichkeiten, seinen Grenzen.

Ein Schiffbrüchiger aus dem selben Boot, aus dem wir alle kommen; ein wunderbares Versprechen und eine Hoffnung.


Zur Diät: Ist sie von den Onkologen empfohlen? Wenn nicht: Finger weg! Ich verstehe, ich verstehe wirklich, ich kann es liebevoll nachvollziehen, daß so viele -- auch hier im Forum -- nach magischen Hilfsmittelchen fahnden und grapschen. Erstens ist allen uns Sterblichen der Nachhall des kindlichen magischen Denkens zueigen; zweitens ist die Placebowirkung nicht zu verachten und entsprechend hinreichend mächtig; drittens -- und vielleicht am wichtigsten -- bekommt somit der Danach-Greifende einen Schub heraus aus der gefühlten Passivität, tut "etwas", was ihn ja u.U. sehr belebt und ermutigt.

Kopfschüttelnd ablehnend werde ich lediglich dort, wo die Suche nach den magischen Kieseln und Splittern auf Kosten ernsthafter therapeutischer Einwirkungen geht, und wo jene schädlich in der Wirkung sein/werden könnten. Jede Diät ist ein jeweils fragwürdiger Eingriff, für den es sehr gute Gründe geben muß. Eine ketogene Diät ist in mehreren Hinsichten problematisch bis sehr problematisch. Sie sollte immer ärztlich eingeleitet und überwacht werden, vor allem (aber nicht nur) in der sehr heiklen ersten Zeit. Für Deine erwähnten klinischen Bilder sehe ich so auf Anhieb und aus der Ferne keinerlei Indikation für sie. Wohl könnte sie Dich völlig destabilisieren, ohne daß ich jetzt mich im Klein-klein von Einzelheiten verlustiere.


Zum Rauchen: Ja, das ist was anderes, etwas Heilsames (sogar auch spezifisch Heilsames). Freilich -- wie Du ja auch selber festhältst -- etwas arg, arg Schwieriges. Deswegen empfehle ich Dir dazu Unterstützung. Sie kann mannigfaltiger Art sein: In manchen Fällen kann eine leichte antidepressive Begleitmedikation für vier Monate hilfreich sein. Das ist aber je nach Persönlichkeit und jeweilige Motivation für das Rauchen so. Bei etlichen Rauchern wäre sie unangebracht. Verschiedene Formen von Nikotin-Substitution ausschleichend für sieben bis acht Monate können bei einigen stark helfen. Die Ausgestaltung von einer Menge Rituale, Kniffe und kleine Tricks und konkrete Vermeidungen und Unterlassungen kann enorm wirksam sein. Dazu gibt es Literatur, Beratungen, Online-Beratungen, Foren. Es gibt Gruppenunterstützung (nicht ganz unproblematisch!), womöglich auch an Deinem Wohnort. Es gibt für das Aufhören sogar persönliche Anleitung und Langzeitbegleitung durch Professionelle im Internet.

Mitentscheidend ist die Unterstützung durch die Familie, durch den Freundeskreis, nach Möglichkeit durch die sonstige Umwelt.

Und eine ganze Menge innere Zuversicht, Selbstachtung (Liebe), Selbstvertrauen, Humor und Durchhaltewillen.

Der Anfang ist meistens schrecklich. Nach ca. sechs (bis neun in Einzelfällen) Monaten fühlt man sich wie komplett neugeboren.


Die vorgezogene Menopause: Das ist ein harter Brocken; unter Umständen eine massive Bedrückung. Da könnten Gespräche mit einem Professionellen eventuell Dir helfen. Auch persönliche Gespräche mit Vertrauten sind nicht zu verachten. Und manchmal hilft sogar ein Tagebuch...


Unser Forum ist auf Deiner Seite. Auch ich denke an Dich.



abifiz

13 Juni 2013 19:23 - 15 Feb. 2017 10:52
  • dani999
  • Autor
  • 416 Beiträge seit
    09 Juni 2013
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Hallo meine lieben Unterstützer, heute ging es mir schon etwas besser. Ich kann jetzt wieder klarer Denken. Aber ich fühle mich wie ein Gefäß in das fast jetzt nichts mehr passt. Ich habe jetzt begriffen, dass ich mich auf die Therapie einlassen muss. Ich komme mir zwar vor wie ein Tier das jetzt zur Schlachtbank geführt wird. Aber vielleicht übertreibe ich. Das gute (bzw. schlimme geistig) ist an dieser Krankheit, dass ich mich gesundheitlich momentan nicht krank fühle. Dadurch finde ich das noch schlimmer, dass man so krank ist. Durch die Therapie soll man bewahrt werden, aber man muss sich darauf einlassen. Irgendwie kommt einen es immer vor als hätte man eine Falschdiagnose. Jetzt habe ich auch beschlossen das Rauchen aufzuhören ab Montag will ich loslegen. (Das wird schwer bei 30-40 Zigaretten am Tag) Am meisten habe ich jetzt vor der harten Chemo Angst. Heute habe ich von einem Kunden die Patienteninformation über Ketogene Ernährung bekommen. Diese ist von der Universität-Frauenklinik Würzburg. Bin ganz schön erschrocken, dass man keine Kohlehydrate mehr essen darf. Kein Zucker. Kein Obst. usw. Kennt sich da jemand damit aus? Der Frauenarzttermin hat mich einerseits beruhigt andererseits beunruhigt. So ist alles in Ordnung, Krebsabstrich eingeschickt. Durch die Bestrahlung und die Chemo werde ich frühzeitig in die Wechseljahre geschickt. :roll: Gut unsere Familienplanung habe wir sowieso abgeschlossen. Aber trotzdem. snief Morgen steht wieder Zahnarzt auf dem Programm und Uni Simulation für Bestrahlung. Gut das heute so schönes Wetter ist. (Ich bin ja aus Nbb. wo jetzt die ganze Zeit auch Hochwasserwarnung war) Ich lese immer wieder eure Ermunterungen durch und das gibt mir viel Kraft. Vielen Dank.
Letzte Änderung: 15 Feb. 2017 10:52 von dani999.