Margret antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
12 Juni 2013 09:34
- Margret
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11 September 2026
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Liebe dani,
die Strahlentherapie ist wirklich gut verträglich.
Wenn die Prozedur des Ausmessens überstanden ist, ist das eine Sache von ein paar Minuten - kaum liegst du, kannst du wieder aufstehen. Da das MM schon auf geringe Strahlung gut reagiert, musst du nicht mit starken Nebenwirkungen rechnen. Vermutlich wird die bestrahlte Stelle etwas rot, wie bei einem leichten Sonnenbrand. Dagegen gibt es Gel zur Kühlung oder ein Babypuder.
Etwas ist mir noch eingefallen, was bisher noch nicht erwähnt wurde: Bitte sprich die Ärzte auf Bishposphonate an (wir nennen sie hier scherzhaft "Bifis", weil kaum jemand auswendig weiss, wie man Bishpo.. schreibt...). "Bifis" hemmen den Abbau von Knochensubstanz und gehören bei MM-Patienten zum Standard der Behandlung.
Es wird natürlich etwas dauern, bis die Knochen auf die Strahlen reagieren - selbst Bestrahlung ist ja kein Zaubermittel. Also etwas Geduld... Glaub mir, der Wirbel ist ein vergleichsweise kleines und lösbares Problem.
Nun bring erstmal den Zahnarzt heute hinter dich - alles Schritt für Schritt. Und zwischendurch ruhiges ein- und ausatmen nicht vergessen. Du brauchst noch deine Kraft und Energie für viele, viele weitere Lebensjahre!
Pass auf dich auf, liebe Grüße,
Margret
die Strahlentherapie ist wirklich gut verträglich.
Wenn die Prozedur des Ausmessens überstanden ist, ist das eine Sache von ein paar Minuten - kaum liegst du, kannst du wieder aufstehen. Da das MM schon auf geringe Strahlung gut reagiert, musst du nicht mit starken Nebenwirkungen rechnen. Vermutlich wird die bestrahlte Stelle etwas rot, wie bei einem leichten Sonnenbrand. Dagegen gibt es Gel zur Kühlung oder ein Babypuder.
Etwas ist mir noch eingefallen, was bisher noch nicht erwähnt wurde: Bitte sprich die Ärzte auf Bishposphonate an (wir nennen sie hier scherzhaft "Bifis", weil kaum jemand auswendig weiss, wie man Bishpo.. schreibt...). "Bifis" hemmen den Abbau von Knochensubstanz und gehören bei MM-Patienten zum Standard der Behandlung.
Es wird natürlich etwas dauern, bis die Knochen auf die Strahlen reagieren - selbst Bestrahlung ist ja kein Zaubermittel. Also etwas Geduld... Glaub mir, der Wirbel ist ein vergleichsweise kleines und lösbares Problem.
Nun bring erstmal den Zahnarzt heute hinter dich - alles Schritt für Schritt. Und zwischendurch ruhiges ein- und ausatmen nicht vergessen. Du brauchst noch deine Kraft und Energie für viele, viele weitere Lebensjahre!
Pass auf dich auf, liebe Grüße,
Margret
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dani999 antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
12 Juni 2013 05:35 - 15 Feb. 2017 10:51
- dani999
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09 Juni 2013
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Hallo liebe Mitstreiter, ich konnte heute nur 4 Stunden schlafen trotz Schlaftablette. Ich bin jetzt dann fix und fertig und zittere am ganzen Körper. Habe so Angst vor einem Nervenzusammenbruch. Eure Worte sind wirklich sehr beruhigend für mich. Aber ich brauche jetzt doch meine ganze Kraft für diese Woche noch. Heute habe ich Zahnarzttermin. Es geht alles so schnell und ich fühle mich doch gar nicht krank. Wie gesagt der Wirbel sollte erst mit Zement gemacht werden aber der Unfallchirurg hat abgeraten. Werde heute gleich nochmal bei der Uni nachfragen ob das mit den Stammzellen in Ordnung geht. Vielen Dank für Eure Tipps bitte wenn möglich weitere, dass auch nichts vergessen wird. Trotzdem hat jemand schon so eine Strahlentherapie am Anfang bekommen und wie waren dann die Reaktionen der Knochen und alles. Am Montag soll die Strahlentherapie schon anfangen. :roll:
Letzte Änderung: 15 Feb. 2017 10:51 von dani999.
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sergio antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
11 Juni 2013 23:13
- sergio
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27 Oktober 2009
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Trotz der verschiedenen Krankenverlaeufe haben viele, oder alle von uns das durchgemacht, was du gerade erlebst. Durch deine Worte fuehle ich mich auch 5 Jahre zurueckversetzt. Es sind genau 5 Jahre her da bekam ich die Diagnose. Die meisten Wirbel angegriffen, 2cm Loch im Schlusselbein etc.etc.
Ich habe nie Bestrahlung gehabt, die Wirbelkoerper wurden durch Kyphoplastie stabilisiert, 5 insgesamt. Ich hatte danach keine Schmerzen und Probleme mehr (zum Glueck).
Es wurde gleich eine systemische Therapie eingeleitet.
Du solltest mit den Aerzten reden ob die Bestrahlung jetzt nicht die evtl. Sammlung von stammzellen wegen Transplantation beeintraechtigen koennte. Das ist wichtig. Also so akut auch die Gefahr ist, ist die Krankheit doch relativ "langsam", man sollte sich die zeit nehmen um genau zu beraten wie vorzugehen ist.
Ich war bei Diagnose 48, die Kinder waren damals 3 und 5 Jahre alt und ich hatte von der Krankheit nie was gehoert. Jetzt, 5 Jahre spaeter nach einigen Therapien, zwei autologen SZT und einer Spendertransplantation habe ich gelernt damit umzugehen, psychisch kein Vergleich zur Zeit nach Diagnose.
Man muss kaempfen und dagegen angehen, aber man schafft das, du wirst auch lernen, damit umzugehen, und du wirst ganz neue Erfahrungen machen wie stark dein Geist und auch dein Koerper sein koennen, wir unterschaetzen uns meistens.
Ich druecke Dir die Daumen
Ich habe nie Bestrahlung gehabt, die Wirbelkoerper wurden durch Kyphoplastie stabilisiert, 5 insgesamt. Ich hatte danach keine Schmerzen und Probleme mehr (zum Glueck).
Es wurde gleich eine systemische Therapie eingeleitet.
Du solltest mit den Aerzten reden ob die Bestrahlung jetzt nicht die evtl. Sammlung von stammzellen wegen Transplantation beeintraechtigen koennte. Das ist wichtig. Also so akut auch die Gefahr ist, ist die Krankheit doch relativ "langsam", man sollte sich die zeit nehmen um genau zu beraten wie vorzugehen ist.
Ich war bei Diagnose 48, die Kinder waren damals 3 und 5 Jahre alt und ich hatte von der Krankheit nie was gehoert. Jetzt, 5 Jahre spaeter nach einigen Therapien, zwei autologen SZT und einer Spendertransplantation habe ich gelernt damit umzugehen, psychisch kein Vergleich zur Zeit nach Diagnose.
Man muss kaempfen und dagegen angehen, aber man schafft das, du wirst auch lernen, damit umzugehen, und du wirst ganz neue Erfahrungen machen wie stark dein Geist und auch dein Koerper sein koennen, wir unterschaetzen uns meistens.
Ich druecke Dir die Daumen
Sergio
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dani999 antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
11 Juni 2013 21:36 - 15 Feb. 2017 10:51
- dani999
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Heute ist es mir etwas besser gegangen.
Ich gehe momentan etwas sachlicher an die Krankheit ran. War heute natürlich immer nur mit Organisation für meine Firma beschäftigt. Es ist so viel zu regeln. Aber habe dafür heute ein paar gute Neuigkeiten erhalten. Aus Uniklinik kam vom Arzt die Aussage das meine Nieren in Ordnung sind. puh! und ich in die Studie passen würde und teilnehmen kann. Habe noch einen zweiten Onkologen die Befunde gefaxt. Dieser hat sich telefonisch für mich Zeit genommen. Da ja alles wie gesagt sich bei mir überstürzt. Der hat alles nur bestätigen können. Er meinte auch das ich in der Uniklinik und in der Studio gut aufgehoben bin. Gestern habe ich mir noch eine halbe Schlaftablette genommen und konnte tatsächlich bis 06.00 schlafen. Vielen Dank an alle für die aufmunternden Worte. Vielleicht ist ja doch noch jemand dabei, der ähnliche Erfahrungen vor der Therapie mit Knochenschädigungen hat. Da ich so Angst um meinen Lendenwirbel habe.
Letzte Änderung: 15 Feb. 2017 10:51 von dani999.
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christine antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
11 Juni 2013 19:23
- christine
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Ich habe heute 2 Mitpatientinnen getroffen und wir haben u.a. über unseren Diagnosetag gesprochen. Bezeichnend dafür ist, dass jede von uns das Datum genau benennen kann - das war also ein Erlebnis dass man nicht mehr vergisst und doch scheint es eine Ewigkeit her zu sein (2007 bei mir) Ich habe damals keine Antidepressiva genommen, aber doch ab und zu Einschlaftabletten, bin nicht sicher ob ich das heute noch mal machen würde (.....also die Antidepressiva weglassen:o). Ich kenne nach wie vor kein Präparat, würde das aber beim Arzt ansprechen. Ein Trost, der im Moment völlig unglaublich wirkt: Die Seele passt sich den neuen Gegebenheiten an, bei manchen schneller bei andern langsamer, aber anpassen tut sie sich - garantiert
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Virginia57 antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
11 Juni 2013 18:02
- Virginia57
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Liebe Dani,
es tut mir so leid, was Du jetzt durchmachen musst! Aber - glaube mir - ich habe es auch durch.
Ich erhielt die Diagnose MM Studium III vor gut einem Jahr aus heiterem Himmel. Ich ging in der Mittagspause zu einer Routinekontrolle zum Arzt. Ein Blutbild wurde gemacht, Knochenmarkspunktion und eine Woche später hatte ich die Diagnose. Ich hatte die Worte "Multiples Myelom" vorher nie gehört. Meine Ärztin musste sie mir auf einen Zettel schreiben.
Dann nahmen die Behandlungen ihren Lauf.
Für mich brach eine Welt zusammen. Ich machte Sachen wie Konten auflösen, meinen Nachlass zu sortieren und alles für meine Beerdigung zu veranlassen.
Ein halbes Jahr später gings mir wieder gut und auch jetzt geht es mir gut, und es besteht kein Grund daran zu zweifeln, dass es noch lange so bleiben wird.
Ich würde Dir raten, Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen (z.B. Deine Firma betreffend). Du bist in guten Händen. Es kann gut sein, dass Du bald wieder arbeiten kannst.
Lass' Dir ruhig ein Schlafmittel geben und eventuell ein Beruhigungsmittel (habe ich zu Anfang auch genommen).
Suche Dir einen Psychoonkologen. Kann man Internet finden. Gehe am besten mit Deinem Partner hin.
(Machen mein Mann und ich auch - und das hat uns sehr geholfen).
Versuche, trotz Schock und Behandlung ein Stück Normalität im Alltag beizubehalten.
Ich wünsche Dir sehr, dass es Dir bald besser geht.
Herzlichst,
Virginia
es tut mir so leid, was Du jetzt durchmachen musst! Aber - glaube mir - ich habe es auch durch.
Ich erhielt die Diagnose MM Studium III vor gut einem Jahr aus heiterem Himmel. Ich ging in der Mittagspause zu einer Routinekontrolle zum Arzt. Ein Blutbild wurde gemacht, Knochenmarkspunktion und eine Woche später hatte ich die Diagnose. Ich hatte die Worte "Multiples Myelom" vorher nie gehört. Meine Ärztin musste sie mir auf einen Zettel schreiben.
Dann nahmen die Behandlungen ihren Lauf.
Für mich brach eine Welt zusammen. Ich machte Sachen wie Konten auflösen, meinen Nachlass zu sortieren und alles für meine Beerdigung zu veranlassen.
Ein halbes Jahr später gings mir wieder gut und auch jetzt geht es mir gut, und es besteht kein Grund daran zu zweifeln, dass es noch lange so bleiben wird.
Ich würde Dir raten, Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen (z.B. Deine Firma betreffend). Du bist in guten Händen. Es kann gut sein, dass Du bald wieder arbeiten kannst.
Lass' Dir ruhig ein Schlafmittel geben und eventuell ein Beruhigungsmittel (habe ich zu Anfang auch genommen).
Suche Dir einen Psychoonkologen. Kann man Internet finden. Gehe am besten mit Deinem Partner hin.
(Machen mein Mann und ich auch - und das hat uns sehr geholfen).
Versuche, trotz Schock und Behandlung ein Stück Normalität im Alltag beizubehalten.
Ich wünsche Dir sehr, dass es Dir bald besser geht.
Herzlichst,
Virginia
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