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15 Juni 2013 12:12 - 15 Feb. 2017 10:53
  • dani999
  • Autor
  • 416 Beiträge seit
    09 Juni 2013
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Hallo nochmal, nochmal vielen Dank für eure Zeilen. Zu meiner Person ist folgendes anzuführen: Ich bin 39 Jahre alt bin verheiratet seit 15 Jahren (und dies glücklich) wir haben einen Sohn von 10 Jahren. Vor ca. 7 Jahren hat mein Mann (Maurer) unser Haus erbaut. Wir sind recht glücklich mit unserem Haus und haben einen schönen Garten. Selbständig habe ich mich vor 10 Jahren gemacht (Buchhalterin). Mein Geschäft bringt viel Stress in unseren Alltag aber läuft fantastisch. Ich habe mir in den letzten Jahren einen sehr guten Kundenstamm aufbauen können. Dadurch jagt ein Termin den nächsten. Vor vier Jahren als die Schule unseres Sohnes begann haben wir uns entschieden, dass mein Mann zu Hause bleibt. Seit dem verdiene ich die Brötchen. Jetzt dass 21.05.2013 Kernspinnt, 31.05.2013 Biopsie, 05.06.2013 Ergebnis Plasmozytom, 10.06.2013 MM Stufe 3. und LW5 Bruchgefahr. Jetzt 16.06.2013 Anfang Strahlentherapie. Ich weiß gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. Alles muss geregelt werden in so kurzer Zeit. Arbeit (bzw. Verdienst für die ganze Familie). Ihr könnt euch gar nicht vorstellen was das alleine für ein Brocken ist. Dann Ärzte Krankenhäuser usw. Fahrten zum Krankenhaus usw. unser Sohn ist ja noch in der Schule und muss gefahren werden bzw. abgeholt werden. Ich bin ja ein so Sicherheitsbewusster Mensch. Das muss ich mir wohl abschminken. Ich komme mir vor als wäre ich in einem Actionfilm.
Letzte Änderung: 15 Feb. 2017 10:53 von dani999.

15 Juni 2013 09:59
  • abifiz
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    11 September 2026
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Hallo Dani.


Wenn Dein Entschluß aber feststeht, mit dem Rauchen jetzt und nicht erst in vier oder fünf Monaten aufzuhören, und es auch für die Wahl des jetzigen Zeitpunktes halt notgedrungen "gute" Gründe gibt, dann ermuntere ich Dich doch sehr, Dich -- dem ähnlich wie von mir an Möglichkeiten skizziert -- dabei auch unterstützen zu lassen. Meine Erfahrungen, die Erfahrungen von Kollegen und die gesamte ernstzunehmende Literatur konvergieren auf einen Kernpunkt: Für ca. 7% der Patienten ist der Versuch aufzuhören nicht sonderlich psychisch und körperlich belastend, für die anderen jedoch eine große schwere Prüfung. Verstehe mich recht: Ich bin nicht der Meinung, daß es wurscht sei, ob morgen oder erst in drei Jahren jener Versuch gewagt wird: Der richtige Zeitpunkt aufzuhören ist für mich der Tag vor der ersten Zigarette, und jede Verzögerung ist prinzipiell natürlich von Übel. Wenn man aber schon "in sehr schwerer See" mit dem beinah "schicksalhaften" Versuch startet, sollte man sich gut dabei wappnen.

Die Zahl der nachhaltig erfolgreichen Entwöhnungen ist leider auch nicht allzu berauschend hoch, muß man schon einräumen. Einigen gelingt wie von Zauberhand (oder eher von eiserner Hand?) der Entzug ruckzuck von heute auf Morgen, anderen mißlingt das Vorhaben, oder der Erfolg ist nicht von Dauer. Hol Dir also lieber doch passende Unterstützung dazu.

Von Mengenreduktionen rate ich mit aller Entschiedenheit ab: Sie scheitern fast alle durch die Bank, sind hirnphysiologisch eigentlich ein Unding, und hindern daran, den notwendigen geistigen Bruch zu vollziehen.

Ich drücke Dir die Daumen.

Konzentrier Dich auf Dich selber, ziele einige Gelassenheit an, und gehe nun optimistisch durch alle Deine schweren Prüfungen in der Klinik (und auch sonst): Es stehen sehr, sehr lange erfolgreiche und fruchtbare und gut zu lebenden Zeiten Dir weiter zur Verfügung. Ein Grund eher zur Freude als zu irgendeiner Niederschlagenheit. Es wirkt auf mich aber eigentlich so, daß Du schon jetzt die ursprüngliche tiefste Beklemmung überwunden hast.


abifiz

christine antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
15 Juni 2013 09:23
  • christine
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    11 September 2026
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Guten Morgen
Ich sehr mit Freude, das Du von deinem hilfreichen Mann schreibst. Irgendwie hatte ich angenommen, dass du alleinstehend bist, bei genauerem Hinsehen steht aber nur "Familienversorger" ......na dann sieht die Situation doch schon viel besser aus! Was die Wirksamkeit von Chemo als Raucher angeht, bin ich unsicher ( das check ich doch glatt nach) Wie wärs mit starker Reduktion ( morgens 1, mittags 2, abends 3?) Wenn du zur HD Im KrHaus bist, wirst du sowieso wenig Gelegenheit haben, zu rauchen und es vielleicht ganz einstellen:)
Und dann die Schlafpillen: Du braucht ja keine Schlafpillen sondern Einschlafpillen. Das Wichtigste ist jetzt dein Allgemeinzustand - da gehört guter Schlaf dazu!!! Also sei nicht zögerlich - Schaff dir einige Gute Nächte und dann kannst du die Dinger auch mal wieder weglassen.
Christine
( Erstaunlich mit dem Zahnarzt: bei uns in N ist Putzen bei den halbjährlichen Kontrollen immer angesagt)

15 Juni 2013 08:22 - 15 Feb. 2017 10:52
  • dani999
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    09 Juni 2013
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Hallo, gestern war ich bei meiner ersten Zahnmedizinischen Zahnreinigung. Da wird einfach alles weggeputzt. Es Hat über 1,5 Stunden gedauert. Dadurch habe ich mir eine Freude gemacht. Meine Zähne sehen wieder aus wie mit 20 :) Nachmittags war ich dann nochmal in der Uni. In der Simulation für Bestrahlung wurde jetzt mein ganzer Oberkörper mit Stift und Klebebändern angemalt. Ich bekomme doch ab Montag die punktuelle Bestrahlung auf meine Schulter und meinen LW 5. Sie wollen ja genau nur diese zwei stark befallenen Herde bestrahlen. Ich hoffe das die nächsten 14 Tage alles hinhaut. Die Angst das der Lendenwirbel brechen könnte hält mich ganz schön in Schach. Ich bloß noch ganz vorsichtig. Gottseidank ist mir mein Mann eine riesige Stütze. Leider hat er sich jetzt einen Virus eingefangen. Hoffentlich werde ich jetzt nicht auch noch krank. Heute Nacht hab ích´s ohne Schlafmittel probiert. Es war leider nicht möglich um 2.00 musste ich mir wieder eine halbe reinpfeiffen. Für mich was ich mir ab Montag vorgenommen habe, ist das ein harter Schritt mit dem Rauchen aufzuhören. Gestern in der Uni haben sie aber auch gesagt, wenn ich es nicht mache könnte es bei den Chemos Probleme geben. Da die Wirkung dieser dann abgeschwächt werden könnte. Vielen Dank für Eure aufmunternden Worte.:roll:
Letzte Änderung: 15 Feb. 2017 10:52 von dani999.

pinocchio60 antwortete auf Hilfe mein Leben bricht gerade zusammen
15 Juni 2013 07:29
  • pinocchio60
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    11 September 2026
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Dani,

PN
Marion

15 Juni 2013 04:08
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Hallo Dani999,

bei mir wurden auch erhebliche Schäden an den Lendenwirbelkörper (LWK) 1 + 2 festgestellt. Ich konnte Monate lange nur noch im Sitzen schlafen, mich nicht mehr flach hinlegen. Glücklicherweise hat man mir von einer Strahlentherapie abgeraten, weil der Körper eh schon genug mit der Chemo beschäftigt sei. Man hat sich für ein Auffüllen mit Zement entschieden. Das habe ich in der Uniklinik Köln machen lassen. Mit beachtlichem Erfolg - ich bin beschwerdefrei!!!

Und was die Spezial-Kliniken betrifft: ich wurde an die sog. Heidelberger Studie angedockt. Erkannt wurde das Myelom bei mir 12/2012, dann mehrere Chemo-Phasen einschl. Transplantation der eigenen Stammzellen. Heute, 06/2012, also 7 Monate später, ist das Blutbild wieder in Ordnung, nur meine Ausdauer ist noch nicht ganz wieder hergestellt. Dies soll sich aber mit der Zeit auch wieder normalisieren.

Du siehst also, dass es auch in sehr kurzer Zeit möglich ist, gute Erfolge zu erzielen, auch bei älteren Patienten (ich bin 54). Wichtig ist, dass du an das Gute glaubst. Nur so ist es möglich, alles auch mit dem entsprechenden Erfolg abzuschließen. Und lass dich von Nebenwirkungen der Behandlung (z.B. Übelkeit) nicht zermürben. Das pendelt sich alles wieder ein, du wirst sehen. Hab Geduld, und alles wird gut.

Ich drücke dir die Daumen, dass du das Mistding bald im Griff hast.

LG Klaus