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Neuigkeiten zum Multiplen Myelom

 

Talquetamab plus Teclistamab erzielt häufig Remissionen

Die beiden BiTE-Antikörper Talquetamab und Teclistamab, die 2023 zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen wurden, könnten aufgrund ihrer unterschiedlichen Angriffspunkte eine synergistische Wirkung erzielen.

Die Kombination hat sich in einer Phase-1-Studie als sicher erwiesen und bei 80 % der Patienten zu einem Rückgang des Tumors geführt, der in der Regel 2 Jahre oder länger anhielt. Die Ergebnisse wurden jetzt im New England Journal of Medicine (NEJM 2025; DOI: 10.1056/NEJMoa2406536) publiziert.

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Neuigkeiten vom ASH

Der 66. Kongress der Hämatologen in den USA ASH (Meeting der American Society of Hematology) fand vom 7. bis 10. Dezember 2024 statt.

Neben der wunderbaren Zusammenfassung in unserem Patientenforum von unserer Mitpatientin Sevil, die für uns an der Hybrid - Veranstaltung teilgenommen hat, berichtet die Myelomspezialistin Frau Prof. Dr. Weisel (Hamburg) in der Reihe LymphomKompetenz KOMPAKT des KML (Kompetenznetzwerk Maligne Lymphome) von Studienergebnissen und neuen Entwicklungen im Bereich der Myelomforschung. Fr. Prof Dr. Weisel hat uns bei unserm Barcamp im November schon so hilfreich mit ihrem Wissen begleitet. Sie fasst hier in dem Video die wichtigsten in San Diego vorgestellten Highlights vor Ort zusammen.

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Videos zum 8. digitalen Myelom Forum jetzt verfügbar

Am 23.11.2024 fand das 8. digitale Myelom Forum in Kooperation des Vereins Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. und dem Universitätsklinikum Würzburg statt.

Es gab wie immer sehr interessante Themen die vorgestellt wurden und auch wie immer wurden Videos der Beiträge gedreht und veröffentlicht.

Die Videos finden Sie auch in unserer Mediathek.

Folgende Beiträge sind dort verfügbar:

Prof. Dr. Hermann Einsele: Neue Therapiemöglichkeiten beim Multiplen Myelom
Prof. Dr. Dr. Alexander Kübler: Prävention von Kiefernekrosen unter antiresorptiver Therapie
Dr. med. Johannes Waldschmidt: Der Stellenwert von Liquid Biopsy
Dr. med. Anke Heidemeier: Radiologische Bildgebung bei Multiplem Myelom
Prof. Dr. Andreas Buck: Nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie
Prof. Dr. Dr. Andreas Beilhack: Aktivierung der körpereigenen Immunantwort gegen das Multiple Myelom
Prof. Dr. Maximilian Rudert: Behandlung von Myelompatienten in der Orthopädie
PD Dr. med. Claudia Löffler: integrative Onkologie - Strategien gegen (chemo-) therapierindizierter Polyneuropathie

DGHO 2024: Carfilzomib als Backbone in 4 Therapiekombinationen beim Multiplen Myelom etabliert

Seit nunmehr 9 Jahren ist der irreversible Proteasominhibitor Carfilzomib fester Bestandteil der Therapielandschaft beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom (RRMM). Als Kombinationspartner in 4 zugelassenen Therapieregimen leistet die Substanz einen Beitrag dazu, die Behandlung von Patient:innen an die individuelle Situation anzupassen und damit die Versorgung insgesamt zu verbessern, was beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2024 zu hören war.

pdf2024-10-24 rrmm-carfilzomib-therapiekombinationen-etabliert.pdf Quelle: Journal Onkologie

DGHO 2024: BCMA-gerichtete Zweitlinientherapien beim MM – was für einen möglichst frühen Einsatz spricht

Auf einer Pro-und-Kontra-Session anlässlich des DGHO in Basel stellten Prof. Dr. Martin Kortüm, Würzburg, und Prof. Dr. Maria-Theresa Krauth, Wien, die Vor- und Nachteile einer gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichteten Zweitlinientherapie von Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) dar. Dabei beleuchteten sie insbesondere CAR-T-Zell-Therapien und Antikörper Wirkstoff-Konjugate (ADCs).


DGHO 2024: BCMA-gerichtete Zweitlinientherapien beim MM – was für einen möglichst frühen Einsatz spricht  Quelle: Journal Onkologie - Information für Fachpersonal

Multiples Myelom: Bei der Salvagetherapie scheinen CAR-T-Zellen bispezifischem Antikörper überlegen zu sein

Das Multiple Myelom stellt für Patienten in fortgeschrittenen Stadien nach wie vor eine große Herausforderung dar. Obwohl die Therapieoptionen in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt wurden, bleibt die Krankheit in den meisten Fällen unheilbar. In diesem Zusammenhang spielen innovative Immuntherapien eine immer größere Rolle, insbesondere CAR-T-Zellen und bispezifische Antikörper, die gegen das BCMA-Antigen auf Myelomzellen gerichtet sind. Während direkte Vergleichsstudien fehlen, zeigt eine aktuelle retrospektive Analyse, die auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Barcelona vorgestellt wurde, vielversprechende Ergebnisse. Insbesondere bei älteren Patienten scheint die CAR-T-Zell-Therapie im Vergleich zu bispezifischen Antikörpern wie Teclistamab überlegen zu sein, was sowohl das Überleben als auch das Sicherheitsprofil betrifft. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der optimalen Therapie für Patienten mit weit fortgeschrittenem multiplen Myelom spielen.

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CHMP-Empfehlung für Daratumumab-VRd beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Zulassungserweiterung für Daratumumab in subkutaner Formulierung empfohlen. Es soll in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (D-VRd) zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom (NDMM), die für eine autologe Stammzelltransplantation in Frage kommen, eingesetzt werden.

In der internationalen Phase-III-PERSEUS-Studie wurden die Kombinationstherapie D-VRd und die Erhaltungstherapie mit Daratumumab und Lenalidomid (D-R) mit der Standardtherapie VRd und Lenalidomid (R) verglichen. Die Studie umfasste 709 Patient und untersuchte das progressionsfreie Überleben (PFS) als primären Endpunkt sowie die Ansprechraten und den MRD-negativen Status als sekundäre Endpunkte.

Die Ergebnisse zeigten, dass D-VRd das PFS signifikant verbesserte: Nach 48 Monaten lag das PFS in der D-VRd-Gruppe bei 84,3% im Vergleich zu 67,7% in der VRd-Gruppe, was einer 58% geringeren Wahrscheinlichkeit für Krankheitsprogression entspricht. Auch die vollständigen Ansprechraten (CR) und die MRD-Negativität waren in der D-VRd-Gruppe höher. Das Sicherheitsprofil entsprach den bisherigen Daten, wobei Neutropenie und Thrombozytopenie zu den häufigsten Nebenwirkungen zählten.

pdfCHMP-Empfehlung für Daratumumab-VRd beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom

Ursachen für Toxizitäten und mangelhaftes Ansprechen von CAR-T-Zellen

Die Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Barcelona präsentierte zwei Untersuchungen zu CAR-T-Zellen, die auf neue Erkenntnisse zu deren Wirksamkeit und Toxizitäten hinweisen.

Erstens wurde eine Studie von Myriam Ben Khelil vorgestellt, die eine hämatologische Toxizität bei vielen Patienten beschreibt, die ab dem 2. Monat nach der CAR-T-Zell-Infusion auftritt. Diese Toxizität tritt unabhängig vom Antigen auf, gegen das der CAR gerichtet ist. Bei 43 % der retrospektiv untersuchten Patienten entwickelte sich eine solche Toxizität, wobei niedrige Hämoglobin- und Thrombozytenwerte als Risikofaktoren identifiziert wurden. Weiterhin zeigte sich, dass CAR-T-Zellen ins Knochenmark eindringen und durch die Freisetzung von Zytokinen das hämatopoetische Stammzellkompartiment beeinträchtigen. Dies führt zu einer gestörten Blutbildung, insbesondere einer Thrombozytopenie. Zudem wurde die Expansion von Zellen mit Mutationen, die auf eine Clonal Hematopoiesis of Indeterminate Potential (CHIP) hindeuten, beobachtet.

Zweitens untersuchten Lauro Marcos-Kovandzic und Kollegen den Einfluss des Darm-Mikrobioms auf das Ansprechen auf CAR-T-Zellen. Sie fanden heraus, dass Patienten mit einer höheren Prävalenz von Akkermansia-Bakterien im Darm nach 6 Monaten besser auf die Behandlung ansprachen. In einem Mausmodell verbesserte die Zugabe von Akkermansia-Bakterien den Anti-Tumor-Effekt von CAR-T-Zellen und führte zu einer verstärkten Infiltration der Organe und Tumoren mit diesen Zellen. Dieser Effekt scheint über den Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor vermittelt zu werden, der durch Metabolite der Akkermansia-Bakterien aktiviert wird. Ob eine Supplementierung mit diesen Bakterien auch bei Patienten wirksam ist, bleibt in klinischen Studien zu klären.

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Was gibt es Neues im Myelom? Heidelberger Myelomtage mit Prof. Hartmut Goldschmidt im Interview

In diesem Interview im Rahmen der Heidelberger Myelomtage 2024 spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt über die neuesten Entwicklungen in der Myelomforschung und -behandlung. Er gibt spannende Einblicke in aktuelle Studien, innovative Therapieansätze und zukünftige Perspektiven für Myelom-Patienten. Ein wichtiger Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft und Medizin!

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STIKO Beschluss zur RSV-Impfempfehlung für ältere Erwachsene

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine Mitteilung zum Beschluss zur RSV-Impfempfehlung für ältere Erwachsene veröffentlicht.. Es sollen alle Personen ab 75 Jahren, sowie Personen im Alter von 60-74 Jahren mit schweren Grunderkrankungen, oder die in einer Einrichtung der Pflege leben, vor dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) geschützt werden.

Auf die Empfehlung der STIKO folgt nun ein formaler Prozess bis zur Aufnahme in die Schutzimpfungs-Richtlinie, womit die Impfung eine allgemeine Pflichtleistung für alle gesetzlichen Krankenkassen wird. Bis zum Beginn der RSV-Saison im kommenden Herbst sollten sich Risikopatienten frühzeitig auch vor Aufnahme der Empfehlung in die Schutzimpfungs-Richtlinie mit einer Impfung schützen. So können sie das Risiko einer schweren Erkrankung reduzieren. Private Krankenversicherungen übernehmen ab der STIKO-Empfehlung in der Regel die Kosten. Gesetzlich Versicherte können bereits jetzt in vielen Fällen von einer freiwilligen Kostenerstattung ihrer Krankenkasse profitieren. Ab Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie erstatten alle Krankenkassen die RSV-Impfung.

Link zur STIKO-Empfehlung

Pressemitteilung Uniklinik Würzburg

Max Köppel vom Universitätsklinikum Würzburg wurde mit dem José Carreras-DGHO-Promotionsstipendium in Höhe von 12.400 Euro ausgezeichnet, um ein Jahr lang in Vollzeit an seiner Doktorarbeit zu arbeiten. Sein Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Entwicklung von Zellkulturmodellen zur Untersuchung von Leukämien, die durch CAR-T-Zelltherapien bei Patienten mit Multiplem Myelom ausgelöst werden könnten. Dabei untersucht er insbesondere die Risiken, die durch Anti-BCMA-CAR-T-Zellen entstehen. Ziel seiner Forschung ist es, das Risiko von Zweitneoplasien besser einschätzen zu können und die Sicherheit dieser Therapieform zu erhöhen.

pdfPressemitteilung Uniklinik Würzburg

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