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Neuigkeiten zum Multiplen Myelom

 

Neu diagnostiziertes multiples Myelom: Daratumumab subkutan zusätzlich zur Standard- Erstlinientherapie vermindert Risiko für Progression

Die Standardtherapie für neu diagnostiziertes multiples Myelom umfasst eine Induktionsbehandlung mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (VRd), gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation (aSCT), falls möglich, sowie einer Erhaltungsbehandlung mit Lenalidomid.

In der internationalen Phase-3-Studie PERSEUS wurde untersucht, ob die zusätzliche subkutane Gabe von Daratumumab (Anti-CD38-Antikörper) zur Standardbehandlung (VRd) sicher und effektiv ist. 709 Patienten wurden randomisiert in zwei Gruppen: eine erhielt die VRd-Behandlung, die andere zusätzlich Daratumumab (D-VRd). Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS).

Nach 48 Monaten Follow-up betrug das PFS in der D-VRd-Gruppe 84,3 % im Vergleich zu 67,7 % in der VRd-Gruppe, was einem um 58 % reduzierten Risiko für Krankheitsprogression oder Tod in der D-VRd-Gruppe entspricht. Dies war statistisch signifikant (p < 0,001). Das komplette Ansprechen erreichten 87,9 % in der D-VRd-Gruppe gegenüber 70,1 % in der VRd-Gruppe. Der Anteil der Patienten ohne nachweisbare minimale Resterkrankung (MRD) lag bei 75,2 % vs. 47,5 % (p < 0,001).

Die Studie zeigt, dass Daratumumab die Ansprechraten erhöht und das progressionsfreie Überleben verbessert, ohne die Sicherheit oder die Durchführung einer geplanten aSCT zu beeinträchtigen.

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Die Zulassung der CAR-T Therapie CARVYKTI® (Ciltacabtagen Autoleucel; Cilta-cel) wurde von der EMA erweitert

Basierend auf den Daten der CARTITUDE-4-Studie erfolgte Ende April eine Zulassungserweiterung der Therapie.

Die CAR-T Therapie, die gegen das B-Zell-Reifungs-Antigen (BCMA) gerichtet ist, kann nunmehr bereits  beim 1. Rezidiv eingesetzt werden.

Sie ist zugelassen für Patientinnen/Patienten die zuvor bereits mindestens eine Therapie erhalten haben, darunter einen Immunmodulator (IMiD) und einen Proteasom-Inhibitor (PI), und die während der letzten Therapie eine Krankheitsprogression zeigten und gegenüber Lenalidomid refraktär sind.

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Pressemitteilung der Uni Leipzig

 Biomarker für Therapie-Erfolg bei Tumorerkrankung im Knochenmark identifiziert
  • Forscher identifizierten Biomarker für den Therapieerfolg bei Multiplem Myelom im Knochenmark im Rahmen einer klinischen Studie.
  • Die Studie wurde von der Universitätsmedizin Leipzig und dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie durchgeführt und in Nature Cancer veröffentlicht.
  • CAR-T-Zelltherapie gilt als wirksame Behandlung für hämatologische Krebserkrankungen, aber nicht bei allen Patienten gleichermaßen erfolgreich.
  • Die Therapie besteht darin, T-Zellen genetisch zu modifizieren, sodass sie Krebszellen erkennen und zerstören können.
  • Mithilfe modernster Einzelzell-Sequenzierungsverfahren können Patienten vor der Behandlung identifiziert werden, die gut auf die CAR-T-Zelltherapie ansprechen.
  • Die Studie ergab, dass das normale Immunsystem auch von den CAR-T-Zellen lernt, Myelomzellen zu zerstören.
  • Blut und Knochenmark von Patienten mit Multiplem Myelom wurden vor und nach der CAR-T-Zelltherapie auf Biomarker untersucht.
  • Die Ergebnisse sollen helfen, den richtigen Zeitpunkt für die Therapie zu bestimmen und die Behandlungsplanung zu verbessern.
  • Ein großes internationales Projekt namens CERTAINTY soll einen virtuellen Zwilling zur besseren Therapieplanung entwickeln, finanziert mit rund zehn Millionen Euro.

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Mitgliederversammlung 2024 in Schwelm

 Am 19. April 2024 haben wir uns zur Jahreshauptversammlung in Schwelm getroffen. 
  • Da wir alle in unterschiedlichen Regionen leben, sehen wir uns regelmäßig zu Meetings am Bildschirm. Es tat sehr gut, wieder einmal persönlich zusammen zu kommen, um einiges ausführlich zu besprechen und die Belange der AMM für Euch zu planen und zu regeln.
  • Wir freuen uns alle, tatkräftig am Gelingen der Arbeitsgemeinschaft Multiples Myelom mitwirken zu können.
Damit unsere Arbeit auch weiterhin möglich ist, würden wir uns sehr über eine Spende freuen.
• Wir halten die Homepage fortlaufend aktuell
• Ihr werdet immer gut über den sich rasch ändernden Wissensstand in Diagnostik und Therapie informiert 
• Wir tragen dazu bei, dass Ihr immer wieder Rat und das Erfahrungswissen von Patienten und Angehörigen im Patientenforum finden könnt
• Informationen zu Studien zum Multiplen Myelom werden fachkundig aufgearbeitet und für Euch bereitgestellt
• Termine zu Veranstaltungen werden laufend aktualisiert
• Infos zu Selbsthilfegruppen vor Ort findet Ihr auf unserer Homepage
 
Mit einer Spende könnt Ihr uns in der Finanzierung der technischen Wartung und Pflege der Homepage unterstützen.

Helft mit, damit wir weiterhin für Euch da sein können! Wir freuen uns über Eure Unterstützung.

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Zusätzliche Belastung bei Knochenmarkkrebs

  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert ein Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Würzburg zum Einfluss von Übergewicht und Bewegung auf die Knochensubstanz beim Multiplen Myelom mit rund 645.000 Euro. Französische Partner erhalten zusätzlich 420.000 Euro von der französischen Agence Nationale de la Recherche (ANR).
  • Das Projekt "Oh My Bone" untersucht die Auswirkungen von Fettleibigkeit und mechanischer Belastung auf die Knochengesundheit bei Multiplem Myelom.
  • Bei Multiplem Myelom greifen bösartige Plasmazellen im Knochenmark den Knochenstoffwechsel an, was zu Knochenlöchern, Brüchen und Schmerzen führen kann.
  • Mechanische Stimulation konnte bei Mäusen mit Multiplem Myelom dem Knochenabbau entgegenwirken und die Knochenheilung fördern.
  • Das Projekt untersucht, wie sich Fettleibigkeit auf die Myelom-Knochenerkrankung auswirkt und ob mechanische Belastung helfen kann, die Krankheit zu behandeln.
  • Die steigende Zahl von Menschen mit Fettleibigkeit und Bewegungsmangel wirft Fragen zur Entstehung und dem Verlauf von Tumorerkrankungen auf.
  • Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit französischen Partnern durchgeführt und umfasst die Verwendung von Tiermodellen und Zellkulturmodellen zur Untersuchung der Knochenmikroarchitektur und zur Messung der Tumorlast.
  • Es wird empfohlen, Inaktivität zu vermeiden und sich ausreichend zu bewegen, um Muskeln und Knochen zu beanspruchen.
  • Weitere Forschungsförderungen der DFG zum Thema Myelom-Knochenkrankheit werden ebenfalls erwähnt, darunter Projekte zur molekularen Dissektion von Signalwegen und zur Charakterisierung von Interaktionen zwischen Plasmazellen und Knochenzellen.

Multiples Myelom: Erfolg mit bispezifischem Antikörper

  • Der bispezifische Antikörper Elranatamab zeigt Erfolg bei mehrfach vorbehandeltem rezidivierten Multiplen Myelom.
  • Elranatamab bindet an BCMA und CD3, lenkt T-Zellen auf die Tumorzellen und ermöglicht effektive Abtötung.
  • Im Vergleich zur BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie bietet Elranatamab Vorteile wie Off-the-Shelf-Verfügbarkeit und weniger aufwändige Anwendung.
  • Die Phase-II-Studie MagnetisMM-3 mit 123 Patienten zeigte eine objektive Ansprechrate von 61% und ein medianes progressionsfreies Überleben von 17,2 Monaten.
  • Das mediane Gesamtüberleben betrug 21,9 Monate, im Vergleich zu üblichen 11-12 Monaten.
  • Unerwünschte Ereignisse wie Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) und Infektionen wurden beherrschbar.
  • Elranatamab wird stufenweise aufdosiert, stationär überwacht und kann ab der dritten Dosis auch in kleineren Zentren und onkologischen Praxen durchgeführt werden.

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Multiples Myelom: Intensivierung der Therapie lohnt

  •  Zusätzliche Anwendung eines Anti-CD38-Antikörpers unter die Haut verlangsamt das Fortschreiten des multiplen Myeloms.
  • Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom, die für eine Stammzelltransplantation in Frage kommen, profitieren von der Kombination von Immunmodulatoren und einem unter die Haut gespritzten Anti-CD38-Antikörper.
  • Studie mit 709 Patienten zeigte nach knapp vier Jahren, dass das Risiko des Krankheitsfortschritts oder Todes durch das Myelom in der Gruppe mit Anti-CD38-Antikörper geringer war.
  • In der D-VRd-Gruppe hatten 84% der Patienten kein Fortschreiten der Krankheit, im Vergleich zu gut zwei Dritteln in der VRd-Gruppe.
  • Die D-VRd-Gruppe erreichte häufiger ein komplettes Ansprechen und einen höheren Anteil an Patienten ohne nachweisbare minimale Restkrankheit.
  • Beide Gruppen erlebten häufig Nebenwirkungen (Grad 3 bis 4), am häufigsten einen Mangel an weißen Blutzellen und Blutplättchen.
  • Studienautoren schlussfolgern, dass Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom von der zusätzlichen Gabe eines Anti-CD38-Antikörpers unter die Haut profitieren können.

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Standardtherapie bereits sehr effektiv – neuer Antikörper bringt keinen Zusatznutzen

  • Die German-Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG) führt Therapiestudien zum Multiplen Myelom durch.
    Ergebnisse einer Phase-3-Studie im "Lancet Haematology" zeigen, dass der Antikörper Elotuzumab keinen Zusatznutzen gegenüber der Standardtherapie für neudiagnostizierte Patienten mit Multiplem Myelom bringt
  • Die Standardtherapie, entwickelt von der GMMG-Studiengruppe, ist bereits hoch-effektiv
  • Die Studie umfasste 564 Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom an 67 deutschen KlinikenElotuzumab zeigt keinen Vorteil in Bezug auf krankheitsfreies Überleben oder durchschnittliche Dreijahres-Überlebenschance in Kombination mit der Standardtherapie
  • Elotuzumab bleibt jedoch ein fester Bestandteil der Therapie für Patienten mit wiederaufgetretenem oder therapieresistentem Multiplem Myelom
  • Das Heidelberger Myelomzentrum ist eines der größten Therapiezentren weltweit und behandelt mehr als 1.400 Patienten pro Jahr
  • Trotz Fortschritten in den letzten 20 Jahren besteht weiterhin Bedarf an neuen Therapieverfahren für das Multiple Myelom
  • Etablierte Therapien beinhalten verschiedene Medikamentenkombinationen und bei geeigneten Patienten eine hochdosierte Chemotherapie mit Stammzelltransplantation

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Standardtherapie beim Knochenmarkkrebs „Multiples Myelom“ bereits sehr effektiv – neuer Antikörper bringt keinen Zusatznutzen

  • Die German-Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG) führt Therapiestudien zum Multiplen Myelom durch.
    Ergebnisse einer Phase-3-Studie im "Lancet Haematology" zeigen, dass der Antikörper Elotuzumab keinen Zusatznutzen gegenüber der Standardtherapie für neudiagnostizierte Patienten mit Multiplem Myelom bringt
  • Die Standardtherapie, entwickelt von der GMMG-Studiengruppe, ist bereits hoch-effektiv
  • Die Studie umfasste 564 Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom an 67 deutschen Kliniken
  • Elotuzumab zeigt keinen Vorteil in Bezug auf krankheitsfreies Überleben oder durchschnittliche Dreijahres-Überlebenschance in Kombination mit der Standardtherapie
  • Elotuzumab bleibt jedoch ein fester Bestandteil der Therapie für Patienten mit wiederaufgetretenem oder therapieresistentem Multiplem Myelom
  • Das Heidelberger Myelomzentrum ist eines der größten Therapiezentren weltweit und behandelt mehr als 1.400 Patienten pro Jahr
  • Trotz Fortschritten in den letzten 20 Jahren besteht weiterhin Bedarf an neuen Therapieverfahren für das Multiple Myelom
  • Etablierte Therapien beinhalten verschiedene Medikamentenkombinationen und bei geeigneten Patienten eine hochdosierte Chemotherapie mit Stammzelltransplantation

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Neuer bispezifischer Antikörper verfügbar

Anwendung und Zulassung:

  • Elranatamab, ein bispezifischer Antikörper, wurde Anfang des Jahres für die Behandlung von rezidiviertem und refraktärem multiplen Myelom zugelassen.
  • Zielgruppe: Stark vorbehandelte Patienten, die mindestens drei vorherige Therapien, darunter immunmodulatorischen Wirkstoff, Proteasom-Inhibitor und Anti-CD38-Antikörper, erhalten haben.

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Neue Therapien beim Rezidiv

  • Patienten mit Multiplem Myelom erleiden trotz intensiver Therapie oft Rückfälle, was die Prognose verschlechtert
  • Mit jedem Rezidiv sinken Prognose und Lebensqualität der Patienten
  • In den letzten zehn Jahren wurden 14 neue Arzneistoffe zugelassen, darunter bispezifische Antikörper wie Teclistamab, Talquetamab und Elranatamab
  • Die CAR-T-Zelltherapie Ciltacabtagen autoleucel wurde 2023 zugelassen
  • Neue Therapieoptionen haben die Fünf-Jahres-Überlebensraten verbessert, aber es besteht weiterhin Bedarf an innovativen Therapien
  • Starke Oberflächenantigene auf Plasmazellen, insbesondere das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA), sind wichtige Zielstrukturen
  • Bispezifische Antikörper wie Elranatamab und Teclistamab binden an CD3-Rezeptoren auf T-Zellen und an BCMA-Proteine auf Myelomzellen
  • Dies führt zur Bildung einer immunologischen Synapse und zur Zerstörung der Tumorzellen durch zytotoxische T-Zellen
  • Neue Therapieansätze zielen darauf ab, die Symptomlast zu reduzieren und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern

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Klonale Plasmazellen könnten prognostischer Biomarker sein

  • Bei neu diagnostiziertem Multiplem Myelom könnte das Vorhandensein klonaler Plasmazellen (CPCs) im Blut auf schlechtere Überlebenschancen hindeuten
  • Ziel ist die frühzeitige Identifizierung von Hochrisikopatienten für eine optimale Therapie
  • Aktuelles Stadieneinteilungssystem basiert auf zytogenetischen und klinischen Biomarkern
  • Metaanalyse von 11 Studien mit 2.704 Patienten zeigt, dass CPC-Positivität mit schlechterem Gesamt- und progressionsfreiem Überleben assoziiert ist
  • Autologe Stammzelltransplantation beseitigt nicht den negativen Effekt auf Überlebensraten
  • Weitere Studien sind erforderlich, um zu prüfen, ob CPCs als Prädiktoren für das Therapieansprechen genutzt werden können

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