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joseph antwortete auf Therapie/ Chemo
26 Okt. 2014 11:44
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Einfach mal eine kurze Frage in den Raum

In Luxemburg haben wir die Möglichkeit Sozial-Urlaub zu nehmen, das heisst maximal 6 Tage pro Jahr für Sonderfälle wie zbs.. Erkrankung eines Elternteiles, eine Kindes oder des Ehegatten

Diese 6 Tage müssen von der Krankenkasse bewilligt werden und können im 2 oder 3 Tages Takt beansprucht werden

Nun zur Frage : Existiert eine solche Reglung eventuel auch in Deutschland ?

Liebe Grüsse

Joseph

Margret antwortete auf Therapie/ Chemo
26 Okt. 2014 10:46
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Es deutet einiges darauf hin, dass deine Mutter zwei Krebserkrankungen parallel hat. Das ist jetzt aber auch unwichtig.

Zum Praktischen: Du darfst reisen, trotz Krankenschein. Rede mit deinem Arzt. Du bist in einer psychischen Ausnahmesituation. Wenn er dich deswegen krank schreibt, bist du weder bettlägerig noch ans Haus gebunden. Wichtig ist, dass die Diagnose und die Reise sich nicht gegenseitig ausschliessen. Ich habe damals auch ganz offen mit meinem Arbeitgeber gesprochen - du musst abschätzen, ob das für dich auch sinnvoll ist. Ein paar Tage Auszeit haben mir mehr geholfen, wieder Boden unter die Füsse zu bekommen, als irgendwelche Beruhigungspillen (hatte sie immer in der Tasche, habe sie nie genommen). Pass gut auf dich auf!

Nochmals herzlich alles Liebe für euch alle,
Margret



joseph antwortete auf Therapie/ Chemo
26 Okt. 2014 09:14
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Liebe Anne

Krebs in der Lunge ==> kann es sein, dass bei deiner Mutter der Ausgangherd übersehen wurde?

Bei mir wurden 5 Wochen nach einem Ausgangsherd gesucht, da mein Onkologe von einer Krebsform ausging, der in die Knochen überging, was nicht der Fall war

Ich kann euch nur die Daumen drücken

Liebe Grüsse

Joseph

ABo antwortete auf Therapie/ Chemo
26 Okt. 2014 08:07
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danke für eure lieben worte!
ich fahre jetzt dienstag zu meinem vater, und mittwoch fahren wir gemeinsam in die klinik.
an das krankschreiben lassen hab ich noch gar nicht gedacht...ich bin irgendwie immer der typ der so ganz verbissen noch weitermacht, hab jetzt in letzter zeit auch noch überstunden gemacht um zeit zu bekommen. darf ich denn wegfahren wenn ich krankgeschrieben bin? wäre dann ja nicht daheim, sondern in HD. auf der anderen seite dient urlaub ja der erholung, und bei mir wirken jetzt nicht mal mehr die beruhigungspillen vom arzt.

ich hadere natürlich total. und ich verstehs nicht, wieso das so schnell geht. die in HD haben ja gesagt, so eine aggressive form haben selbst die nur ganz selten...aber dann googelt man wieder wieder herum und da steht nirgends dass es beim Myelom auch Krebs in der Lunge gibt etc. Wieso dann bei ihr.
der Zeitraum ist einfach so kurz....vor ein paar wochen hat man noch gehofft dass sie dann bald wieder gehen kann damit man die therapie anfängt, und ich hab dann noch so mit ein paar guten jahren gerechnet. dann fiel die hoffnung auf gehen schon mal weg, dann hat man eben auf rollstuhl gehofft und unterdrückung von dem mm, auch noch mit ein paar guten jahren, jetzt ist man an dem punkt wo man wirklich hofft dass sie Frieden findet.
Dazu dann natürlich der Wunsch, irgendwie die Zeit zurückzustellen, wir haben in den letzten Jahren so wenig Zeit zusammen verbracht, und die Gewissheit, dass das nicht mehr nachzuholen ist. das nagt natürlich, und zwar ziemlich tief.

übertherapieren: da hab ich auch schon dran gedacht. eigentlich war alles was jetzt gemacht wurde (die spritzen, die schläuche, katheder, operation, bestrahlung) doch alles für die katz und hat nur schmerz und leid gebracht. ich habe gestern noch ein bild von ihr angeschaut, im Juli aufgenommen. völlig fit, gute laune, und wenn man sich dieselbe frau jetzt im krankenhaus anschaut...
und wir sind nur 3 monate später.

es ist einfach so grausam und gewalttätig.
sorry für den langen text. ich komme mir einfach vor wie in einem albtraum, aus dem man irgendwie nicht aufwacht und man wünscht sich einfach dass alles so war wie vorher.
:cry:



Jeanny150765 antwortete auf Therapie/ Chemo
26 Okt. 2014 00:26
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Liebe Anne,

Margret hat alles gesagt,was es zu Eurer momentanen Situation zu sagen/raten gibt.Es ist sehr hart für Dich und Deinen Vater damit klar zu kommen...Lass Dich krankschreiben und fahr zu Deinen Eltern...zu Deiner Mutter...die brauchen Dich jetzt ganz dringend...Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und doch noch Hoffnung...Liebe Grüße

Jeanny

Margret antwortete auf Therapie/ Chemo
25 Okt. 2014 21:52
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Liebe Anne,

bei solchen Berichten schwankt man zwischen dem fast schon reflexhaften "Mut machen" (man muss kämpfen) und dem Rat, in Frieden und aus Liebe loszulassen, wenn jemand nicht kämpfen kann oder wenn kämpfen nichts mehr nützt.

Es ist schwer bis unmöglich, aus der Ferne und ohne genaue Kenntnis das Richtige zu raten.

Falls(!) es so sein sollte, dass deine Mutter leider so schnell am Ende ihres Weges angekommen ist, sorge bitte dafür, dass sie nicht übertherapiert und noch unnötig gequält wird und dass sie mit einer guten Schmerztherapie versorgt den Weg gut begleitet zu Ende gehen kann. Sei für sie da, sei für deinen Vater da und achte trotzdem auch gut auf dich selbst (wie beinahe unmöglich dieser Seelenspagat ist, weiss ich nur zu gut...).

Die Hoffnung, dass sich doch noch etwas zum Guten wendet, darf man trotzdem haben. Die Hoffnung sollten wir nie aufgeben, aber eben auch realistisch bleiben.

Wie auch immer sich alles entwickdlt: Von Herzen alle guten Wünsche für dich und deine Eltern!
Margret