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08 Apr. 2020 18:40
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
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Es gibt eine neue Riskoeinschätzung zu Covid-19 und Myelompatienten bzw. zu Behandlungsoptionen, nachzulesen auf Onkopedia (Stand 7.4.20, also brandaktuell)
www.onkopedia.com/de/onkopedia/guideline...line/html/index.html

Kurzfassung: Therapie fortsetzen, Cortison kann veringert werden, autologe Stammzelltransplantation kann bei stabler Krankheit verschoben werden.

6.2.48Multiples Myelom
6.2.48.1Evidenz zu COVID-19

Nein, bisher nur wenige internationale Erfahrungen.
6.2.48.2Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19

Ja, da Patienten mit Multiplem Myelom oft eine eingeschränkte Immunkompetenz haben. Risikofaktoren sind Alter, Komorbidität, sekundäres AK-Mangelsyndrom, hochdosierte Steroide, Z. n. Stammzelltransplantation (allogen > autolog), siehe auch Patienteninformation [46].
6.2.48.3Betreuung angesichts der Bedrohung durch COVID-19

Eine nach den aktuellen Leitlinien indizierte Therapie soll durch- bzw. fortgeführt werden. Grundsätzlich ist eine kontrollierte Tumorerkrankung besser für die Infekt-Kontrolle.

Wenn möglich, können Steroide niedrigdosiert eingesetzt werden. Nach erfolgreicher Induktion kann die Einleitung einer autologen Stammzelltransplantation verzögert werden, hier sind weitere Faktoren wie Alter des Patienten, Risikoprofil des Myeloms, Komorbiditäten, Remissionsstatus vor Hochdosis und Toxizität der Induktionstherapie zu berücksichtigen.

Bei geringem Therapiedruck, z.B. langsamem Anstieg von Paraprotein oder Leichtketten, kann – unter Berücksichtigung der regionalen Versorgungssituation - die Therapie verschoben werden.

Die Substitution von Immunglobulinen bei Hypogammaglobulinämie mit funktionellem AK-Mangel erfolgt entsprechend den EMA-Kriterien [13]. Beim Risiko einer Therapie-induzierten Neutropenie ist die supportive Gabe von G-CSF indiziert.

Patienten mit Multiplem Myelom wird eine besondere Achtsamkeit in der Befolgung der allgemeinen Regeln empfohlen.
6.2.48.4Änderung der Betreuung bei Nachweis von SARS-CoV-2

Patienten werden umgehend isoliert. Das weitere Vorgehen soll individuell sein und sich auch an der Symptomatik orientieren. Bei infektiös symptomatischen Patienten können Therapien verschoben werden, wie dies auch bei anderen Virusinfektionen z.B. Influenza, geschehen muss.

06 Apr. 2020 10:25 - 06 Apr. 2020 10:32
  • Mapoli
  • 1735 Beiträge seit
    18 Juni 2011
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Lieber Martin,

danke für das Einstellen des für uns sehr wichtigen Links aus "Science Daily" zu dem Artikel aus der "American Society of Hematology". Ich finde es für uns Patienten besonders wichtig, zu beachten, dass die Symptome nicht immer eindeutig sind. Viele Patienten klagen über Herzbeschwerden und nicht über Husten. Dadurch geht man Gefahr, die Infektion zu übersehen und fälschlich nur auf das Herzproblem hin behandelt zu werden. Von vielen ehemaligen Kolleginnen habe ich gehört, dass manche Kliniken deswegen dazu über gehen, direkt ein CT der Lunge zu machen.


Liebe Mitpatienten,

bitte beachtet die Symptome bei Euch! Auch ohne Fieber und Husten, kann es bei Herzbeschwerden oder Engegefühl in der Brust eine Infektion mit dem COVID 19 Erreger sein.


Lieber Klaus,

auch Dir Danke für den Link zum übersetzten Artikel.



Passt alle auf Euch auf und bleibt alle gesund!

Liebe Grüße
Ma
Letzte Änderung: 06 Apr. 2020 10:32 von Mapoli.

06 Apr. 2020 07:24
  • MAKI EIS
  • 137 Beiträge seit
    08 Juni 2019
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♥️-lichen Dank für die Übersetzung.
Liebe Grüße und die besten Wünsche an alle bitte bleib gesund !

05 Apr. 2020 19:02
  • klaus99
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
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Hallo zusammen,

hier der link zu einer deutschen Version des Beitrags von Martin.Q

myelom.online/aktuelles/136-fallstudie-c...n-mit-blutkrebs.html

Gruß Klaus

Wir sterben nur einmal - Wir leben jeden Tag
myelom.online
facebook.com/myelom.online

04 Apr. 2020 23:33
  • Martin.Q
  • 512 Beiträge seit
    18 August 2009
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04 Apr. 2020 22:17
  • Mimau
  • 194 Beiträge seit
    15 Oktober 2017
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@christine, ist das nicht ein ziemlich zweischneidiges Schwert für uns ?
Eigentlich sollten wir doch unser Immunsystem eher nicht "pushen" !?
Meine Ärztin ist schon etwas nervös das ich eigenständig seit Karneval die Revlemid weggelassen habe.
Eben um wegen Corona mist , das Immunsystem nicht noch mehr zu schwächen.
Andererseits...... könnte sein das die elenden Zellen das für sich nutzen. Muss nicht, kann aber. Das wäre nicht so gut.
Ich bekomme nächste Woche die Ergebnisse der neusten elektrophorese. Bin gespannt ob die Pause sich negativ ausgewirkt hat.
Hoffe nicht.