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19 Aug. 2018 10:08
  • Kaeferle
  • 175 Beiträge seit
    07 Januar 2018
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super, trotz meiner anderen Herangehensweise interessiert mich das auch sehr.
herzliche Grüße
Monika

19 Aug. 2018 10:01
  • Jo
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Liebe Katharina,
ja, ich bin von Essenspausen für mich kurz vor und während der HD überzeugt und werde es ausprobieren, wenn man mich läßt. Das Gespräch mit meiner Onkologin hierzu steht allerdings noch aus . Meine HD steht im Oktober an, ich werde natürlich ausführlich darüber berichten. LG Jo

19 Aug. 2018 09:28
  • hase25
  • 423 Beiträge seit
    15 Februar 2017
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Hallo,

meine HD liegt nun gute 8 Monate zurück. Ich hatte mich im Vorfeld sehr bewußt ernährt (hatte über eine APP mir meinen Tagesbedarf an Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett bestimmen lassen). Mit dem Intervallfasten auf Grundlage meiner Ernährungs-App hatte ich gute Erfolge. Aber kurz vor der HD war ich so angespannt, dass ich mir als "Nervennahrung" Schokolade und Co gegönnt hatte und mit meiner "Diät" pausierte. Körperlich gehöre ich zu der "gepolsterten Franktion" und ich glaube, mir hat das nicht geschadet, einige Reserven auf der Hüfte zu haben.

Die HD hatte ich gut vertragen. Die Schleimhäute sind auch nicht direkt angegriffen gewesen, sondern die Beschwerden Übelkeit, Magendruck, Empfindlichkeit auf Gerüche, Ekel auf Lebensmittel etc. traten erst einige Tage später auf. Ich glaube es war erst um den 5. oder 8. Tag. Im Nachhinein würde ich für mich keinen Sinn sehen, vor oder an den HD-Chemo-Tagen zu fasten. Da habe und hätte ich Angst, dass meine Magenschleimhaut zu sehr angegriffen wird. Ich war die einzige Patientin auf Station, die die HD fieberfrei überstanden hatte. Für mich stand an erster Stelle mobil zu bleiben, d. h. jeden Tag durch die Gänge zu tappern - alleine, mit einem Besucher oder dem Physiotherapeuten. Meine Bettnachbarin hatte von Anfang an mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Sie würgte ständig. Gegessen hat sie während des stationären Aufenthaltes so gut wie gar nichts, letztendlich bekam sie Nahrung über die Vene. Leider kann nicht jedes Medikament venös verabreicht werden, sie kotzte auch jeden Schluck Wasser raus, wenn sie versuchte eine Tablette zu schlucken. Vor der HD hatte sie auch während jeder Chemo-Phase mit Durchfall und Erbrechen zu kämpfen und bekam oft tagelang keinen Bissen runter.

Das sollte nur ein Beispiel sein, wie unterschiedlich auf die gleichen Medikamente reagiert werden.

Jo, wenn du der Meinung bist, dass dir das Fasten gut tut, dann probiere es aus und berichte uns davon. Wahrscheinlich wirst du auch im Zweibettzimmer sein. Dann hast du unter Umständen den direkten Vergleich mit einem Patienten, der sich um Nahrungsaufnahme bemüht.

Wünsche dir viel Erfolg!

Es grüßt

Katharina

Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!

19 Aug. 2018 09:16 - 19 Aug. 2018 09:24
  • Jo
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo alle miteinander noch 'mal, ,
ich möchte hier betonen, dass es mir ganz fern liegt, Foristen hier missionieren zu wollen. Natürlich muß jeder hier seinen eigenen Weg finden und auch in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Onkologen finden. Wenn wir allerdings die Komplementärmedizin ernst nehmen , können wir uns für solche Ansätze wie "Essenspausen" öffnen und sensibilisiert werden, dies mit unserem behandelnden Arzt auf Augenhöhe zu besprechen. In diesen Sinne wünsche ich allen eine erfolgreiche Therapie, LG Jo
Letzte Änderung: 19 Aug. 2018 09:24 von Jo. Begründung: TIPPFEHLER

19 Aug. 2018 08:38
  • Kaeferle
  • 175 Beiträge seit
    07 Januar 2018
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Hallo in die Runde,

es ist doch sicher so, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Daher bin ich für die Darstellung unterschiedlicher Positionen dankbar.
Im Sinne gelungener Vielfalt in diesem Forum möchte ich unsere Herangehensweise zu Vorbereitung /Nachbereitung der Hochdosischemo darstellen:

Mein Mann hat nun die Tandemtransplantation hinter sich und es ist ohne größere Schwierigkeiten verlaufen.

Da er (im Gegensatz zu mir :)) recht schlank ist habe ich ihn im Vorfeld der Hochdosis sehr intensiv und hochwertig bekocht so das er noch etwas " zu zu setzen" hatte.
Während und nach der Hochdosischemo hat er wenig gegessen und ich hatte den Eindruck, dass er auf seinen Körper hört und das zu sich nimmt, was für ihn gut ist.
Danach habe ich ihn mit Rücksicht auf seine angegriffenen Schleimhäute wieder aufgepäppelt (Rindfleischsuppe usw.).


Das war für uns der richtige Weg . Sicher war diese Herangehensweise nicht nur vom Kopf gesteuert sondern ich habe mir überlegt, was meinem Mann körperlich und emotional gut tun könnte. (Es ist ja auch so schon schwer genug).


Ich wünsche allen, die das Ganze noch vor sich haben eine gute individuelle Vorbereitung und einen guten Verlauf!


herzliche Grüße
Monika


.

19 Aug. 2018 07:50 - 19 Aug. 2018 08:05
  • Jo
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Du hast sicher Recht, dass " Fasten" oder "Heilfasten" für viele Foristen zunächst einmal sehr bedrohlich klingt und impliziert, dass der Körper dadurch noch weiter geschwächt wird. Vielleicht sollte ich einmal vorausschicken, wie ich mich ernähre. Vielleicht ist auch das Bewußtsein für eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung nach meiner Diagnose noch gestärkt. Ich ernähre mich weder vegan noch vegetarisch, esse gern ein gutes Stück Fleisch, liebe Fisch- und Meeresfrüchte. Obst und Gemüse und leckere frische Salate stehen bei uns ganz oben auf dem Speiseplan. Essen hat für mich auch etwas mit Sinnlichkeit zu tun und dient nicht nur dem "Sattwerden". Ich möchte hier auch eigentlich auf nichts verzichten; und wer meinen selbstgebackenen Zwetschgenkuchen kennt, wird verstehen, dass ich zum Ende der Sommerzeit auch darauf nicht verzichten möchte; und der enthält viel Zucker! Vielleicht versuche ich aber den Zuckerkonsum insgesamt zu reduzieren, indem ich weniger auf gesüßte Getränke, Schokolade und Industriesüßigkeiten (vom Gummibärchen zum Kaudragee, die Supermarktregale stehen voll davon) zurückgreife. Auch die Industriemarmeladen sind mir viel zu süß und Schokolade /Nutella muß ich mir morgens nicht auch noch aufs Brot schmieren. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass ich hier auf etwas verzichte. Ich verzichte momentan nur auf alkoholische Getränke. Hier tut auch ein schön gekühlten Krombacher 00. Ich ziehe Vollkornprodukte mit hohem Dinkel und Roggen Toast und weitere Weißbrotvarianten aus hochfein gemahlenem Weizen vor. Vielleicht wäre ein Ampelsystem von Lebensmitteln für den einen oder anderen ganz hilfreich, um bewußt einzukaufen. Und nun zurück zur "Essenspause" kurz vor und während der Chemo. Ich habe Biologie studiert und greife natürlich nicht immer konkret auf irgendwelche aktuellen Artikel zurück. Wenn ich zu meinen Beiträgen etwas Aktuelles im Netz finde, setzte ich auch gern mal einen weiterführenden link. Sind diese links allerdings kompliziert l, versuche ich diese Dinge auch für Nichtnaturwissenschaftler herunterzubrechen ( Lehrer eben). Die Essenspause vor und während der HD rät mir mein naturwissenschaftliches Verständnis und der klare Menschenverstand. Den Einwand, dass man auch ohne Essensaufnahme Galle und Wasser Erbrechen kann, mag stimmen, ist allerdings für die HD alles andere als bewiesen. Wenn unsere Schleimhautzellen (Mund, Rachen, Speiseröhre und Darm) gereizt und teilweise zerstört sind, wie soll da eine vernünftige Nahrungsaufnahme stattfinden? Es macht für mich keinen Sinn, dem ohnehin aus den Fügen geratenen Magen und Darmsystem auch noch nach den Erbrechen wieder Nahrung zuzuführen. Alles wird nur noch stärker gereizt. Gönnt dem Stoffwechsel doch mal ein wenig Ruhe. Naja das ist ja auch nur die eine Seite. Ich fand das Bild vom vom Zwei-Frontenkrieg von Dorothee ganz prima. Neben der Hochdosischemie ( die vorerst leider noch ihre Daseinsberechtigung hat, bevor die Immuntherapien klinisch werden) kann die Biologie helfen, unseren Körper vor Kollateralschäden zu schützen und die Tumorzellen auszuhungern. LG Jo
Letzte Änderung: 19 Aug. 2018 08:05 von Jo. Begründung: Tippfehler