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Frage zur Erstdiagnose

Betreff: Frage zur Erstdiagnose 08 Okt 2018 08:30Uhr
  • Speedly
  • Speedlys Avatar
  • Beiträge: 2
  • Registriert seit:
    08. Okt 2018

Hallo zusammen,

erst einmal schönen guten Tag zusammen.
Ich bin neu hier und verfolge seit einiger Zeit dieses Forum, da meine Frau (49 Jahre) nach einigen Monaten mit Rückenschmerzen plötzlich einem Bruch des 6ten Brustwirbels bekommen hatte und folgende Diagnose zur weiteren Untersuchung bekommen hat.

Ich schreibe den Nachbericht vom Krankenhaus folgend auf:

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Wir haben das Material weiter aufgearbeitet und Immunhistochemisch Ki-67, SMA, CD 138, CD 99, Kappa und Lambda überprüft.

Mikroskopisch sieht man beim Nachweis von Ki-67, dass die Zellelemente klonal positiv sind. Beim Nachweis von SMA lassen sich einige wenige Gefäße finden. Beim Nachweis von CD 138 sind zahlreiche Plasmazellen zu sehen. Beim Nachweis von CD 99 sind die Plasmazellen ebenfalls positiv. In der Giemsa-Färbung sind die Plasmazellen gut zu sehen. Sie sind vermehrt bzw. bandartig angeordnet. Beim Nachweis von Lambda finden sich keine positiven Zellen. Beim Nachweis von Kappa ist das Zytoplasma der Plasmazellen massiv und kräftig leuchtend angefärbt.

KRITISCHE gutachterliche Stellungnahme:
Es handelt sich im einen Stanzzylinder mit einem gewissen Ödem des blutbildenden Knochenmarkes, eine Rarefizierung der Myelopoese und eine erheblichen Vermehrung von Plasmazellen, monoklonal positiv für den Nachweis der Leichtkette Kappa.

Bis zum Beweis des Gegenteils läßt dieses Bild an ein Plasmazellmyellon denken.
Höflichst bitte ich um Bekanntgabe der Ergebnisse der Protein-Elektrophorese und der übrigen Klink.

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Darauf hin sind wir sofort zum Onkologen der eine Knochenmarkbiopsie aus dem Beckenknochen gemacht hat (das Ergebnis liegt aktuell noch nicht vor).

Es wurde auch Blut abgenommen und 24 Stunden Urin sowie ein weiterer CT gemacht.
Der Onkologe sagte uns jetzt, dass im Blut und dem Urin keine Nachweise eines Plasmazellmyellon vermuten lässt und die Werte absolut normal sind. Ein Freund von uns, der Orthopäde ist und bereits den Bricht kennt, sagte uns, dass dieser Bruch nicht einfach so zusammenwachsen könne. Jetzt ist es so, dass der Radiologe, der einen weiteren CT nach 6 Wochen durchführte dachte, das bereits eine Therapie angefangen habe - da im Vergleich auf dem ersten Röntgenbild und dem aktuell neuen Bild, es so aussieht, als wenn sich der Brustwirbel um die Hälfte selber repariert hat.

Der Onkologe wollte jetzt auch noch einmal Urin haben (keinen 24 Stunden Urin)

Jetzt warten wir noch auf die Ergebnisse der Biopsie und der weiteren Urinprobe - das soll am kommenden Freitag sein.

Nun meine Frage:

Ich habe von einem seltenen Myelon im seltenen Myelon gelesen, dass sich nicht in Blut und Urin nachweisen lässt. Stimmt das und könnte das so etwas sein? Wir hoffen das es sich von alleine heilen wird.

Danke für vielleicht eine Rückinformation und grüße

Letzte Änderung: 08 Okt 2018 09:42 von Speedly. Begründung: Schreibfehler geändert

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Antwort auf: Frage zur Erstdiagnose 08 Okt 2018 15:25Uhr
  • lisa_kotschi
  • lisa_kotschis Avatar Moderator
  • Beiträge: 1003
  • Registriert seit:
    26. Okt 2009

Lieber Speedly,

tut mir Leid, dass Du Dich nun in unserem Forum aus gegebenem Anlass anmelden musstest. Trotzdem herzlich willkommen.

Wie ich sehe, seid Ihr schon mittendrin in der Diagnostik. Da heißt es erst einmal abwarten. Erst aus der Summe aller Werte kann man sehen, ob Deine Frau ein MM hat, oder eine Vorstufe oder sogar erst noch ein MGUS.

Ich fürchte, Ihr müsst also noch Geduld haben, auch wenn das sehr schwer fällt.

Wenn es dann Zweifel am Resultat gibt, bietet sich eine Zweitmeinung in einem Myelomzentrum an, falls Deine Frau nicht schon in einem ist.

Ich halte euch die Daumen, dass noch alles so weit gut ist.

Beste Grüße
Lis

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Antwort auf: Frage zur Erstdiagnose 08 Okt 2018 19:41Uhr
  • gex
  • gexs Avatar
  • Beiträge: 339
  • Registriert seit:
    15. Jun 2016

Hallo Speedly,
ja, es gibt auch die sogenannte asekretorische Form des Myeloms, bei dem im Blutbild nichts zu finden ist (Monoklonale Immunglobuline, freie Leichtketten).
Dann muss man direkt das Knochenmark untersuchen. Das ist ja schon in die Wege geleitet. Leider müsst ihr jetzt die Zeit abwarten, bis die Ergebnisse vorliegen.
Wie Lisa schon schrieb, wendet euch an Myelomspezialisten, fallls euer Onkologe nicht so ganz Bescheid weiss.
Alles Gute Gex

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Antwort auf: Frage zur Erstdiagnose 12 Okt 2018 13:25Uhr
  • Speedly
  • Speedlys Avatar
  • Beiträge: 2
  • Registriert seit:
    08. Okt 2018

Hallo zusammen,

danke für die Antworten.

Heute ist die finale Diagnose gekommen.

Es handelt sich um ein solitäres Plasmozytom, dass nicht im Blut und Urin nachweisbar ist.
Der Plasmazell(anteil/wert) gemäß dem Biopsie-Ergebnis ist knapp 10% (etwas drunter noch) und wird wohl somit noch nicht als MM eingestuft. Der Onkologe möchte eine Bestrahlung machen und hofft so, dass er das solitären Plasmozytom damit vernichten kann. Es handelt sich nach seinen Aussagen nicht um einen MGUS - da ja schon ein Bruch vorliegt.

Ich habe irgendwo gelesen, dass man ein solitäres Plasmozytom durch eine OP und danach mit einer Bestrahlung heilen könne und wundere mich grade, dass keine OP angeboten ist.

Grüße

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Antwort auf: Frage zur Erstdiagnose 12 Okt 2018 19:27Uhr
  • joseph
  • josephs Avatar Moderator
  • Beiträge: 4107
  • Registriert seit:
    22. Okt 2009

Hallo

Wenn die Bestrahlung gut ist, braucht man keine OP

Ich hatte schon mehrere, kein Problem

LG

Joseph


Befürworter karibischer Pflanzenheilkunde

Gegner der Allogenen Transplantation

3ten Oktober 2018

Kappa-Leichtketten 21,2 mg/L ( 3.3 - 19.4 )
Lambda-Leichtketten 7.3 mg/L ( 5.7 - 26.3 )

Leider Quotient noch nicht im Normbereich mit 2.90 ( 0.26 - 1,65 )

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