CLE084 antwortete auf Knochenmarkpunktion
29 Mai 2017 08:44 - 29 Mai 2017 08:51
- CLE084
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11 September 2026
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Hmm... eine offizielle Beschwerde (schriftlich), das ist eigentlich eine sehr gute Idee! Damit könnte man ggf. sogar erreichen, dass generell und nicht nur in deinem persönlichen Fall darüber nachgedacht wird Knochenmarkpunktionen anders und mit entsprechender Schmerzsuppression anzugehen.
Mein Arzt hatte sich damals zwar diesen Faux Pas geleistet, aber natürlich nicht böswillig, sondern weil's halt immer so gemacht wurde. Jedenfalls war das für mich kein Grund, dass sich mein Verhältnis zu ihm und mein Vertrauen in seine Fähigkeiten geändert hätte. Ich bin immer noch der Meinung dass er sehr kompetent ist und alles tut, um mir zu helfen. Nur lasse ich mir vorher genauer erklären wie die Hilfe aussieht und vor allem welche Auswirkungen (ausser den Erwünschten) diese auf mich hat.
In diesem Zusammenhang passt vielleicht ein altes Arabisches Sprichwort:
"Vertrau' auf Gott, aber binde deinen Kamelen zuerst die Beine."*
*Damit Kamele bei der abendlichen Rast nicht einfach weglaufen, wird ihnen ein Vorderlauf zusammengebunden .
Mein Arzt hatte sich damals zwar diesen Faux Pas geleistet, aber natürlich nicht böswillig, sondern weil's halt immer so gemacht wurde. Jedenfalls war das für mich kein Grund, dass sich mein Verhältnis zu ihm und mein Vertrauen in seine Fähigkeiten geändert hätte. Ich bin immer noch der Meinung dass er sehr kompetent ist und alles tut, um mir zu helfen. Nur lasse ich mir vorher genauer erklären wie die Hilfe aussieht und vor allem welche Auswirkungen (ausser den Erwünschten) diese auf mich hat.
In diesem Zusammenhang passt vielleicht ein altes Arabisches Sprichwort:
"Vertrau' auf Gott, aber binde deinen Kamelen zuerst die Beine."*
*Damit Kamele bei der abendlichen Rast nicht einfach weglaufen, wird ihnen ein Vorderlauf zusammengebunden .
Letzte Änderung: 29 Mai 2017 08:51 von CLE084.
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Reta antwortete auf Knochenmarkpunktion
28 Mai 2017 21:14
- Reta
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11 September 2026
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Hallo,
vielen Dank für die Rückmeldungen, die sich mit meiner Einschätzung decken. Nun waren wir übers Wochenende weg, aber ein entsprechendes Schreiben an die Beschwerdestelle der Klinik habe ich schon im Entwurf fertig und werde es morgen oder übermorgen wegschicken.
Muessig fast zu sagen, dass mein vertrauensvolles und unvoreingenommenes Verhältnis zu den Ärzten der Station nachhaltig beeinträchtigt ist. Schade.
LG
Reta
vielen Dank für die Rückmeldungen, die sich mit meiner Einschätzung decken. Nun waren wir übers Wochenende weg, aber ein entsprechendes Schreiben an die Beschwerdestelle der Klinik habe ich schon im Entwurf fertig und werde es morgen oder übermorgen wegschicken.
Muessig fast zu sagen, dass mein vertrauensvolles und unvoreingenommenes Verhältnis zu den Ärzten der Station nachhaltig beeinträchtigt ist. Schade.
LG
Reta
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CLE084 antwortete auf Knochenmarkpunktion
28 Mai 2017 12:07 - 28 Mai 2017 12:12
- CLE084
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Hi 
den meissten Ärzten sind die Schmerzen ihrer Patienten vollkommen egal - es tut ihnen ja nicht weh.
Meine Punktion wurde auch ohne Sedierung durchgeführt, obwohl ich höflich darum bat, sediert zu werden. Nach der Prozedur habe ich dem Arzt dann sehr deutlich und endgültig zu verstehen gegeben, dass ich eine weitere Punktion nur noch sediert und zwar vollständig sediert erlaube. Dabei ist mir die Wahl der Narkosemittel eigentlich wurscht. Ich habe dem Arzt einfach nur zu verstehen gegeben, dass es in seinem eigenen gesundheitlichen Interesse ist (!), wenn ich nichts von der Punktion mitkriege.
:evil:
Ich denke man muss zwar nicht unbedingt gleich dem Arzt Prügel androhen, aber eine Punktion ist eine direkte Verletzung des Körpers und Knochens. Das ist schmerzhaft und der Arzt ist meiner Ansicht nach verpflichtet, diese Prozedur unter geringstmöglicher Belastung des Patienten durchzuführen. Warum Ärzte eine Sedierung erstmal generell ablehnen kann ich mir nur aus haftungsrechtlichen Gründen erklären. Sollten jedoch versicherungstechnische Gründe tatsächlich eine Rolle spielen, ist dies das Problem des Arztes und darf nicht einfach auf den Patienten abgewälzt werden.
Gruß
Chrisly
den meissten Ärzten sind die Schmerzen ihrer Patienten vollkommen egal - es tut ihnen ja nicht weh.
Meine Punktion wurde auch ohne Sedierung durchgeführt, obwohl ich höflich darum bat, sediert zu werden. Nach der Prozedur habe ich dem Arzt dann sehr deutlich und endgültig zu verstehen gegeben, dass ich eine weitere Punktion nur noch sediert und zwar vollständig sediert erlaube. Dabei ist mir die Wahl der Narkosemittel eigentlich wurscht. Ich habe dem Arzt einfach nur zu verstehen gegeben, dass es in seinem eigenen gesundheitlichen Interesse ist (!), wenn ich nichts von der Punktion mitkriege.
:evil:
Ich denke man muss zwar nicht unbedingt gleich dem Arzt Prügel androhen, aber eine Punktion ist eine direkte Verletzung des Körpers und Knochens. Das ist schmerzhaft und der Arzt ist meiner Ansicht nach verpflichtet, diese Prozedur unter geringstmöglicher Belastung des Patienten durchzuführen. Warum Ärzte eine Sedierung erstmal generell ablehnen kann ich mir nur aus haftungsrechtlichen Gründen erklären. Sollten jedoch versicherungstechnische Gründe tatsächlich eine Rolle spielen, ist dies das Problem des Arztes und darf nicht einfach auf den Patienten abgewälzt werden.
Gruß
Chrisly
Letzte Änderung: 28 Mai 2017 12:12 von CLE084.
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Nervi antwortete auf Knochenmarkpunktion
28 Mai 2017 11:36 - 28 Mai 2017 11:36
- Nervi
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11 September 2026
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Hallo in die Runde,
niemand muss heutzutage Schmerzen bei solchen Untersuchungen ertragen. Bin selber schmerzempfindlich und meine Doks spritzen nach, wenn die Dosierung nicht ausreicht.
Reta, ich würde das auf jeden Fall ansprechen und nicht einfach so hinnehmen.
Euch allen einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Nervi
niemand muss heutzutage Schmerzen bei solchen Untersuchungen ertragen. Bin selber schmerzempfindlich und meine Doks spritzen nach, wenn die Dosierung nicht ausreicht.
Reta, ich würde das auf jeden Fall ansprechen und nicht einfach so hinnehmen.
Euch allen einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Nervi
Letzte Änderung: 28 Mai 2017 11:36 von Nervi.
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MyelomaTrier antwortete auf Knochenmarkpunktion
28 Mai 2017 09:42
- MyelomaTrier
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Hallo!
Ich habe mittlerweile sechs Knochenmarkpunktionen über mich ergehen lassen und habe dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. In der Uniklinik Heidelberg hat man mir den Wunsch nach Sedierung stets ausgeredet (weil für die Klinik scheinbar etwas aufwändiger) und mich auch schlicht belogen, was die Schmerzintesität angeht. Die Durchführung erfolgte stets im Doppelpack, so dass ein anderer Patient auf der Liege neben mir die gleiche Prozedur erdulden musste und ich dessen Schmerzen dann auch gleich miterleben durfte.
Die Schmerzintensität variiert mehr oder weniger zufällig, je nachdem wo der Arzt "landet", wie die örtliche Betäubung wirkt und wie man selbst (und der Arzt) drauf ist. Mir ist einmal vor Schmerz schwarz vor Augen geworden, ein anderes Mal habe ich den Schmerz halbwegs gut aushalten können.
Mitterweile habe ich das Zentrum gewechselt und bestehe auf eine Sedierung. Dormicum hat beim letzten Mal gut funktioniert. Ich habe mich zwar wohl während der Untersuchung lautstark "beschwert", habe davon aber nichts mitbekommen. Gut so. Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, sehr nachdrücklich eine hohe Dosis Dormicum einzufordern und darauf zu bestehen und negative Erfahrungen (auch in anderen Zusammenhängen) dem Qualitätsmanagement zurückzumelden, denn starke Schmerzen müssen bei dieser Untersuchung nicht sein!
Die Wirkung von Dormicum hängt sicher auch von einigen personalen Faktoren ab. Menschen erleben Schmerz nun mal sehr unterschiedlich. Wenn gar keine Wirkung spürbar war, muss das auf jeden Fall thematisiert werden! Eine Knochmarkpunktion ist medizinisch betrachtet sicher eine völlig harmlose Untersuchung und ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Schmerzen dabei den Ärzten völlig egal sind. In MEINEM Schmerzgedächtnis bleibt die Aktion aber haften und ich werde heute noch wütend deswegen. Ob nun Manipulation am Wirkstoff, schlechte Umsetzung durch den Arzt oder personale Faktoren: lautstark Feedback geben, damit Verbesserung möglich wird. Die Patientenperspektive wird viel zu oft unter den Teppich gekehrt!
Liebe Grüße aus Trier!
Ich habe mittlerweile sechs Knochenmarkpunktionen über mich ergehen lassen und habe dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. In der Uniklinik Heidelberg hat man mir den Wunsch nach Sedierung stets ausgeredet (weil für die Klinik scheinbar etwas aufwändiger) und mich auch schlicht belogen, was die Schmerzintesität angeht. Die Durchführung erfolgte stets im Doppelpack, so dass ein anderer Patient auf der Liege neben mir die gleiche Prozedur erdulden musste und ich dessen Schmerzen dann auch gleich miterleben durfte.
Die Schmerzintensität variiert mehr oder weniger zufällig, je nachdem wo der Arzt "landet", wie die örtliche Betäubung wirkt und wie man selbst (und der Arzt) drauf ist. Mir ist einmal vor Schmerz schwarz vor Augen geworden, ein anderes Mal habe ich den Schmerz halbwegs gut aushalten können.
Mitterweile habe ich das Zentrum gewechselt und bestehe auf eine Sedierung. Dormicum hat beim letzten Mal gut funktioniert. Ich habe mich zwar wohl während der Untersuchung lautstark "beschwert", habe davon aber nichts mitbekommen. Gut so. Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, sehr nachdrücklich eine hohe Dosis Dormicum einzufordern und darauf zu bestehen und negative Erfahrungen (auch in anderen Zusammenhängen) dem Qualitätsmanagement zurückzumelden, denn starke Schmerzen müssen bei dieser Untersuchung nicht sein!
Die Wirkung von Dormicum hängt sicher auch von einigen personalen Faktoren ab. Menschen erleben Schmerz nun mal sehr unterschiedlich. Wenn gar keine Wirkung spürbar war, muss das auf jeden Fall thematisiert werden! Eine Knochmarkpunktion ist medizinisch betrachtet sicher eine völlig harmlose Untersuchung und ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Schmerzen dabei den Ärzten völlig egal sind. In MEINEM Schmerzgedächtnis bleibt die Aktion aber haften und ich werde heute noch wütend deswegen. Ob nun Manipulation am Wirkstoff, schlechte Umsetzung durch den Arzt oder personale Faktoren: lautstark Feedback geben, damit Verbesserung möglich wird. Die Patientenperspektive wird viel zu oft unter den Teppich gekehrt!
Liebe Grüße aus Trier!
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kaktusengel antwortete auf Knochenmarkpunktion
26 Mai 2017 00:16
- kaktusengel
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Hallo Reta,
die Wirkung von Dormicum ist von Pat. zu Pat. sehr variabel. Wir verwenden es als Prämedikation vor OPs. Vom Tiefschlaf bis zur scheinbaren Wirkungslosigkeit ist alles dabei...
Hatte neulich eine Magenspiegelung unter Dormicum, hab nichts mitbekommen. Danach die Darmspiegelung mit der gleichen Menge Dormicum - ich wäre auch fast vom Tisch gehüpft vor Schmerzen.
Zum Glück wusste ich das nicht davor!
LG Kaktusengel
die Wirkung von Dormicum ist von Pat. zu Pat. sehr variabel. Wir verwenden es als Prämedikation vor OPs. Vom Tiefschlaf bis zur scheinbaren Wirkungslosigkeit ist alles dabei...
Hatte neulich eine Magenspiegelung unter Dormicum, hab nichts mitbekommen. Danach die Darmspiegelung mit der gleichen Menge Dormicum - ich wäre auch fast vom Tisch gehüpft vor Schmerzen.
Zum Glück wusste ich das nicht davor!
LG Kaktusengel
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