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Pirjoinkeri antwortete auf Knochenmarkpunktion
24 Okt. 2020 13:08
  • Pirjoinkeri
  • 133 Beiträge seit
    09 Mai 2012
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Hallo,

Bei mir wurde schon 4 x KMP gemacht. Es war notwendig wegen der Diagnose und später wegen allogenen Stammzellentransplantation.
Das erste mal mit lokale Betäubung, es ging, aber in Würzburg bekam ich immer Dormicum.
Man ist kurz "out of this world" Und merkt nix. Wunderbar.
Ich verstehe nicht warum die Menschen immer tapfer und heldenhaft sein müssen. Außerdem ist das Schmerzempfinden individuell. Aber wir werden anders erzogen; sei tapfer, Indianer kennen kein Schmerz, Männer weinen nicht usw.
Das Thema Schmerz und Schmerztherapie wIrd leider auch wenig im Medizinstudium behandelt. Traurig.

Aber was Jeanny geschrieben hat zu Kosten usw. das kann ich nicht glauben.

Ich habe Vertrauen zu meinen Ärzten und bespreche meine Therapie sehr genau mit denen. Das ist gut möglich.
Man muß sich vorher aber auch gut informieren und es ist nicht jedermanns Sache sich durch englischsprachige Studien zu ackern.
Jeder Mensch ist eben anders und geht auf seiner Weise mit der Krankheit um.
Und mit seinen Schmerzen. So soll es sein.

Bleibt alle "gesund".

VG Pirjo

Landos antwortete auf Knochenmarkpunktion
24 Okt. 2020 10:46
  • Landos
  • 142 Beiträge seit
    29 Juni 2020
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Hallo,
Als ich noch im smouldering war ,wurde bei mir eine Knochenmark Punktion gemacht. Die Punktion hatte der Oberarzt gemacht und ich bekam eine schlafspritze , auch verbrachte ich eine Nacht im Krankenhaus. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.


Gruß Marion.

Franziska123 antwortete auf Knochenmarkpunktion
23 Okt. 2020 22:41 - 23 Okt. 2020 22:46
  • Franziska123
  • 535 Beiträge seit
    08 August 2018
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Da muss ich auch gleich meinen Senf zu abgeben.Ich gebe Karsten in allen Punkten recht.

Wir hatten Anfang 2019 das Thema,als meine Mutter wegen der Lungensepsis und steigenden Werten im
KH war. Da war ein Theater wegen der geplanten KMP,die sie in letzter Sekunde absagen konnte.
Ihre Onkologin hatte gemeint,das braucht sie nicht,wir wissen was sie hat.Punkt.

Nach Absage sollte sie sofort entlassen werden.Regelrechter Rausschmiss.

Eine KMP bringt dem KH ca. 7500,00 € ein und das gewonnene KM wird anschließend weiter "verkauft".
Also so nicht. Natürlich wie gesagt in Studien oder Verläufen die völlig unklar sind.

Im Blutbild sieht man alles und kann in etwa abschätzen,was da im KM sein könnte.


Man muss nicht alles mit sich machen lassen.

LG
Jeanny
Letzte Änderung: 23 Okt. 2020 22:46 von Franziska123.

Karsten antwortete auf Knochenmarkpunktion
23 Okt. 2020 19:44 - 23 Okt. 2020 19:47
  • Karsten
  • 483 Beiträge seit
    22 April 2010
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Ich muss auch meinen Senft, zur ach so tollen und schmerzlosen KMP, dazu geben.
In den 10,5 Jahren meiner Erkrankung, hatte ich nur bei der Stammzellenmobilisierung eine KMP.
Und ich weiß von den Schwestern, es kommt immer darauf an, wer die Behandlung macht. Das ist wie beim einsetzen vom Venenkatheter. Einer kan es, der nächste kann es zig mal machen, wird es aber nie Zufriedenstellend machen.

Ich frage mich immer wieder, warum lasst ihr euch überhaupt eine KMP machen? Die erste sehe ich ein, zum prüfen der evtl. Chromosomenveränderungen, Hochrisiko usw., aber danach?
Wo ist der Sinn, der Knochenschädigenden Behandlung?
Wenn man unsere Erkrankung über das Blut kontrollieren kann, warum die KMP?
Lasst euch da von euren Ärzten nichts einreden, von wegen Knochenmarksbefall in Prozent zu erfahren, oder andere angebliche tolle und sinnvolle Ergebnisse.
Das wurde hier in den Jahren schon oft diskutiert.
Mir bohrt keiner mehr im Knochen rum, um Proben zu entnehmen, das lehne ich ab und die Ärzte akzeptieren das ohne Diskutieren.
Wenn ihr natürlich in einer Studie seid, sieht die Sache ganz anders aus, dann müsst ihr da durch.

P.S..ich habe in Leipzig auf Station eine Patientin kennengelernt, bei der musste man alle 3 monate eine KMP zur Verlaufskontrolle machen, weil sich bei ihr keine Veränderungen mit Blut gezeigt haben, was das Myelom angeht. Das hat die Diagnosestellung damals zu einen Spießrutenlauf für sie gemacht, bis man gemerkt hat, was sie überhauot hat.
Gruß in die Runde
Letzte Änderung: 23 Okt. 2020 19:47 von Karsten. Begründung: Tippfehler

gex antwortete auf Knochenmarkpunktion
23 Okt. 2020 19:25
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Henry, das ist ja schön für dich, dass die KMP dir wenig Schmerzen bereitet.
Aber dein eigenes Empfinden auf andere zu übertragen und denen abzusprechen, dass sie Schmerzen empfinden, ist schon nahe am Grotesken.
Ich lasse mir z.B. die Zähne grundsätzlich ohne Spritze bohren, weil ich diese Schmerzen als aushaltbar empfinde, aber ich käme niemals auf die Idee, andern zu sagen, sie sollen sich nicht so anstellen und ohne Betäubung bohren lassen.
Für mich sind jedenfalls die Schmerzen bei einer KMP trotz lokaler Betäubung, aber ohne Schlafspritze, bei 9 auf einer 10er Skala. Zähneziehen ist viel angenehmer. Da ändert sich für mich nix, wenn es bei dir anders ist.
Hab auch gleich noch die nächste "Schauergeschichte", leider volle Realität:
Im September im Krankenhaus bei der HD/SZT war mein Zimmergenosse ein junger Mann mit Lymphom. Dem sagten die Stationärzte mal wieder nicht, dass die KMP manchen Leuten heftige Schmerzen bereitet ("bei manchen kann es ein bisschen ziehen, aber meistens geht es"), und dann zogen sie die Prozedur wie gewohnt ohne Schlafspritze durch. Der junge Mann schrie vor Schmerzen, sowas hab ich noch nie gehört. Die zogen sechs Röhrchen, es dauerte mindestens 5 Minuten. Auf die Idee, nach den ersten markerschütternden Schreien mal doch Pause zu machen und vielleicht doch dazwischen mal Dormicum oder wenigstens Diazepam/Tavor zu verabreichen, kamen die beiden Ärzte nicht. Gnadenlos. Es war übrigrens auch gerade kurz vor Schichtwechsel, da hatten die beiden offenkundig Prioritäten - nämlich den pünktlichen Feierabend. Ich habe dann die zwei richtig ausgeschimpft, die waren danach ganz kleinlaut - aber ich weiss genau, dass sie es bei zukünftigen Patienten wieder genauso durchziehen werden. Der junge Mann jedenfalls war nach dem Schock der Krebsdiagnose durch diese Prozedur endgültig komplett traumatisiert, und hat schon in den ersten Tagen völlig das Vertrauen in die Ärzteschaft verloren.
Also ich rede ja schon mit vielen Mitpatienten, und mindestens jeder zehnte, eher jeder fünfte, berichtet von Höllenschmerzen bei der KMP. Aber die meisten Ärzte scheren sich offenkundig nicht darum und haben keine Lust auf den Aufwand mit Schlafspritze. Ich muss jedesmal wieder rumstreiten, um meine Spritze zu bekommen. Es hängt mir zum Hals raus...
LG Gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

Gordon_Bloeh antwortete auf Knochenmarkpunktion
23 Okt. 2020 11:26
  • Gordon_Bloeh
  • 219 Beiträge seit
    03 April 2016
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Gestern mußte ich wieder zur Knochenmarkspunktion. Mittlerweile meine 3. im Laufe von 6 Jahren. War wieder völlig harmlos, obwohl nur örtliche Betäubung. Ausserdem verlief es nicht komplikationslos. Der Arzt kam bei der Beckenkammstanze rechts nicht durch. Bei meinen 128 KG bin ich gut gepolstert (8cm Fettschicht). Die Nadel war zu kurz. Bei aller Anstrengung konnte kein Knochenmark abgesaugt werden. Also das Gleiche nochmals Links. Das heißt, meine 4. Stanze. Jetzt ein anderer Arzt. Der kam durch. Die ganze Prozedur hat ca. 45 Minuten gedauert. Alles nur mit örtlicher Betäubung, aber keine übermässigen Schmerzen. Zähneziehen ist unangenehmer. Ich schreibe meine Erfahrung nur, weil es so viele Schauergeschichten über die Knochenmarkspunktion gibt, dass viele schon bei der Ankündigung der Durchführung einer KMP eine Panikattake bekommen. Ging mir vor meiner 1. KMP auch so. Ist aber nicht so tragisch.

Wie sagte einmal ein Myelompatient: "Geniesse das Leben, es kann länger dauern, als du denkst"!