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Jeanny150765 antwortete auf kappa-Leichtkettenwerte - wie schlimm
23 Juli 2016 13:32
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
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Lieber Joseph,

ich verstehe das ganze mit den Kappa-Leichtketten nicht.
Bei 371,00 mg/l würde ich durchdrehen.Meine Mutter ist jetzt bei 50 mg/l.
Und Du selbst hast ja auch minimal erhöht.Mich interessiert wirklich mal,ab wann
es brenzlig wird.Können erhöhte Kappa Werte auch andere Ursachen haben?


LG
Jeanny

herbert antwortete auf kappa-Leichtkettenwerte - wie schlimm
23 Juli 2016 12:55
  • herbert
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    11 September 2026
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Herzlichen Dank, Joseph.
Bin für jeden Tipp und Trost dankbar und hab mir auch die MRT notiert.
Liebe Grüße, Herbert

22 Juli 2016 21:40
  • joseph
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    11 September 2026
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Lieber Herbert

Willkommen im Forum

Ich war ein paar Tage nicht online, habe als reiner Leichtketten-Myelomler deiinen Beitrag erst heute gesehen

Ich nehme mal die Eckdaten von dir ==>
Kappa-Leichtketten von 8.7.16 .......... .......... 371.6 mg/L
Lambda-Leichtketten denke auch vom 8.07.16 ..........16.82 mg/l
Dadurch ergibt sich der kappa/lambda-Quotient auf 22.09

======================= Wichtig ist zuerst, dass man sich nicht verrückt machen lässt =========

MGUS tritt bei etwa 1 % der Bevölkerung insgesamt und bei etwa 3 % der Menschen im Alter von mehr als 70 Jahren auf. MGUS ist an sich harmlos, aber bei 16 % der Betroffenen entwickelt sich daraus im Laufe der Jahre eine bösartige Plasmazellenerkrankung.

=============== also, mal keine Panik ===== die ist momentan noch fehl am Platz.

Du selber schreibst ===> Plasmazellen 3-4 % ........ das ist nix , also nicht behandelbar

Als Absicherung, wie Gex schrieb ein EKG machen lassen , einfach zur Vorsicht bei 70 Lenzen

Ich würd auch noch ein MRT machen lassen, zwecks 99%tiger Knochen-Absicherung

Liebe Grüsse

Joseph

PS: und geh alle 6 Monate regelmässig in die Kontrolle :whistle:

herbert antwortete auf kappa-Leichtkettenwerte - wie schlimm
21 Juli 2016 10:33
  • herbert
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    11 September 2026
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Lieber gex,

herzlichen Dank für den Trost. Die gemixten Knochenmarkzahlen und Abkürzungen verstehe ich nicht. An einer Stelle heisst es: Plasmazellveränderung die 3-4% der kernhaltigen Zellen ausmacht. Mehr finde ich als absoluter Laie nicht.

Danke speziell auch für Tipp mit EKG! Das werde ich machen lassen.

Vielleicht interessiert es noch manche, wie überhaupt die ganze Geschichte rauskam:

Mir fiel vor einem halben Jahr die immer gleiche giftig gelbe bis ins orange gehende Harnfarbe auf, die vorher immer gewechselt hatte. Ein erster Test beim Hausarzt, wo wahrscheinlich was anderes untersucht wurde, brachte nix. Nachdem die Farbe gleich blieb, ging ich nach 3 Wochen nochmals hin, und er schickte die neue Harnprobe an ein Labor und die entdeckten Bence Jones Proteine und empfahlen einen weiteren Harntest nach vier Wochen. Und da hieß es schon: Deutliche Bence-Jones-Proteinurie Typ kappa 325 mg/l.

Darauf schickte mich der Hausarzt an die onkologisch/hämatologische Klinikabteilung, welche Bluttests, Knochenmark und CT machte. Und so kam alles ins Rollen. Wäre mir das nicht aufgefallen, wüßte ich gar nix (und wär vielleicht glücklicher?) Der Harn ist übrigens übergegangen in irgendwie abgestumpft gelb, schäumt aber eindeutig.

Im Oktober bin ich in der Klinik wieder bestellt.
Ein herzliches Danke für alle Antworten. Herbert

20 Juli 2016 21:05
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Lieber Herbert,
ein Quotient von 22 ist nicht irrsinnig hoch und du kannst noch lange lange leben. Man wird in der Regel erst ab einem Quotienten von 100 überlegen, ob Du in Therapie musst, aber auch dann nur je nach deinem Allgemeinzustand oder wenn starke Beschwerden vorliegen. Da bist du noch weit weg von. Und selbst Leute, die mit großen Beschwerden in Therapie müssen, leben heutzutage meist noch sehr viele Jahre.
Also Ruhe bewahren und versuchen gelassen zu bleiben.
In der Knochenmark-Untersuchung steht sicher ein %-Wert für Plasmazellen im Knochenmark. Unter 10% bedeutet Diagnose MGUS, über 10% bedeutet Diagnose Myelom. Die 10% Grenze ist dabei eher akademisch.
Gut ist, dass du nun in regelmäßiger Überwachung bist.
Evtl. wäre ein EKG hier und da auch mal gut, um das Herz zu testen, wenn nicht schon geschehen. In manchen Fällen lagern sich die Leichketten-Eiweiße in Organen ab, z.B. im Herzen. Das nennt man dann Amyloidose und das kann auch bei MGUS passieren. Amyloidose wäre dann auch wieder Anlass, ggf. eine Therapie zu beginnen.
Wenn aber auch das EKG okay ist, dann kannst du wirklich sehr beruhigt sein.

Alles Gute
gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

herbert antwortete auf kappa-Leichtkettenwerte - wie schlimm
20 Juli 2016 20:21
  • herbert
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    11 September 2026
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Danke Lisa,

für die schnelle Antwort. Habe gleich gedacht, dass was fehlt. Die freien Lambda-Leichtketten (Serum) waren beim letzten Test 16.82 mg/l. Dadurch gibt sich der kappa/lambda-Quotient auf 22.09!

Als Normbereich ist 0.26 - 1.65 angegeben. Bei den Tests vorher war es auch immer was mit 21 oder 22 als Quotient.

Ja, mein Doktor ist Hämatologe/Onkologe und ja, ich habe schon Knochenmark-Test und CT. Den Knochenmark-Test, die Daten verstehe ich überhaupt nur Bahnhof, beim CT hat man an den Knochen aber nix gefunden.

Danke für jede Antwort, ob meine kappa-Leichtketten bzw. der kappa/lambda Quotient irrsinnig hoch sind, oder ob man damit noch eine Weile leben kann.

Liebe Grüße an alle. Herbert