miregal antwortete auf Revlimid - Erfahrung
07 Juni 2021 21:42
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
120000€ jährlich für Revlimid prophylaktisch ist schon starker tobak ...
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puhsig antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 09:35
- puhsig
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Hallo Waldemar!
Ich muss sagen, bei meiner Mama wurde von Anfang 2,5 mg Revlimid verschrieben, da sie sehr schwach war. Und ihrer Werte haben sich sogar gebessert. Sie hat natürlich auch nicht so lange genommen wie du. Aber die Wirksamkeit besteht auch bei 2,5 mg Alles Gute für dich.
Ich muss sagen, bei meiner Mama wurde von Anfang 2,5 mg Revlimid verschrieben, da sie sehr schwach war. Und ihrer Werte haben sich sogar gebessert. Sie hat natürlich auch nicht so lange genommen wie du. Aber die Wirksamkeit besteht auch bei 2,5 mg Alles Gute für dich.
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Jo antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 10:29
- Jo
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Liebe Foristen, hier noch eine interessante Info zu den Nebenwirkungen von Revlimid. Warum haben so viele von Euch auch Krämpfe im Darm. Ich hatte kürzlich noch während der Revlimideinnahme zur Vorsorge eine Darmspiegelung und bat den Gasteroentologen sich auch meinen Mastdarm anzuschauen, da mich dort schon lange innere Hämorrhoiden ärgern würden. Nach der Untersuchung teilte er mir mit, dass ich wohl keine Hämorrhoiden ( sprich Gewebsschwäche) hätte. Die Schmerzen würden durch Mastdarmkrämpfe (unter Schmerzen) ausgelöst. Diese würden immer dann entstehen, wenn die feinen Kapillararterien verengt sind und ein Blutstau dabei entsteht, Revlimid kann das sicher verursachen. Die Kaskade, die darauf dann folgt ist eine Reizdarmsymptomatik, bei dem überhaupt kein Nahrungsbrei mehr eingedickt wird. Wenn man das Präparat schon nicht absetzen wolle, empfahl er Zäpfchen mit Hyaluronsäure, Strohbaum und Teebaum (rezeptfrei) zur Linderung. Mir hat das geholfen. LG Jo
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Triple M antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 11:53
- Triple M
61 Beiträge seit
30 Juni 2017
30 Juni 2017
Hallo Zusammen,
zur Diskussion um die Wirksamkeit der Dosierung mit 2,5mg/d hilft die Fachinformation weiter, die man hier herunterladen kann (Achtung: nicht die Gebrauchsinformation = Packungsbeilage)
service.celgene.de/Arzneimittelinformati...rmationen/index.html
Danach kann man bei nicht transplantierbaren Patienten und in Kombination mit anderen Medikamenten die Dosis durchaus auf 2,5 mg/d reduzieren. Für die Erhaltungstherapie nach ASCT ist dies dagegen explizit nicht vorgesehen (vgl. S. 3). Hier soll laut Fachinformation eine Dosis von 5mg/d nicht unterschritten werden. (Warum das so ist, erschließt sich mir als medizinischem Laien allerdings nicht.)
Wann diese Info in die Fachinformation aufgenommen wurde, weiß ich nicht. So ganz rumgesprochen hat es sich nach meiner Erfahrung unter den behandelnden Ärzten jedenfalls nicht. Ich selbst war vor nicht allzu langer Zeit auch mal vorübergehend auf 2,5 mg/d, was mein heimischer Onkologe da schon kritisch hinterfragt hatte.
Interessant ist vielleicht noch der Hinweis in der Fachinformation auf die mögliche ergänzende Einnahme von Wachstumsfaktoren (G-CSF), wenn man die Dosierung beibehalten möchte und Neutropenie das einzige Problem ist.
Euch allen maximalen Therapie-Erfolg und viele Grüße
Triple M
P.S.: Jo, vielen Dank für Deine immer wieder spannenden Infos in Sachen Reizdarmproblematik!
zur Diskussion um die Wirksamkeit der Dosierung mit 2,5mg/d hilft die Fachinformation weiter, die man hier herunterladen kann (Achtung: nicht die Gebrauchsinformation = Packungsbeilage)
service.celgene.de/Arzneimittelinformati...rmationen/index.html
Danach kann man bei nicht transplantierbaren Patienten und in Kombination mit anderen Medikamenten die Dosis durchaus auf 2,5 mg/d reduzieren. Für die Erhaltungstherapie nach ASCT ist dies dagegen explizit nicht vorgesehen (vgl. S. 3). Hier soll laut Fachinformation eine Dosis von 5mg/d nicht unterschritten werden. (Warum das so ist, erschließt sich mir als medizinischem Laien allerdings nicht.)
Wann diese Info in die Fachinformation aufgenommen wurde, weiß ich nicht. So ganz rumgesprochen hat es sich nach meiner Erfahrung unter den behandelnden Ärzten jedenfalls nicht. Ich selbst war vor nicht allzu langer Zeit auch mal vorübergehend auf 2,5 mg/d, was mein heimischer Onkologe da schon kritisch hinterfragt hatte.
Interessant ist vielleicht noch der Hinweis in der Fachinformation auf die mögliche ergänzende Einnahme von Wachstumsfaktoren (G-CSF), wenn man die Dosierung beibehalten möchte und Neutropenie das einzige Problem ist.
Euch allen maximalen Therapie-Erfolg und viele Grüße
Triple M
P.S.: Jo, vielen Dank für Deine immer wieder spannenden Infos in Sachen Reizdarmproblematik!
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Waldemar antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 13:44
- Waldemar
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Danke für den Hinweis auf die Fachinfo. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Auf S.3 steht nach ASZT im Rahmen einer Erhaltungstherapie als geringste Dosis in der Tabelle 5 mg, es stellt sich jedoch u.a. die Frage, ob in der Fachinfo auch die
Neue(n) Erkenntnisse zu Lenalidomid und Pomalidomid bezüglich
Proteinregulation
www.myelom.org/neuigkeiten.html?start=20
berücksichtigt sind.
Es folgt ein Zitat aus der Studie, die ich abgesehen von den weiteren Forschungsperspektiven so interpretiere, als ob Revlemid, das zu den IMiDs gehört, Krebszellen definitiv aushungert. Welche Dosierung im Rahmen einer Erhaltungstherapie dafür jedoch mindestens notwendig ist, wie langer der Effekt anhält etc. ist für mich als Laien alles sehr schwer zu beurteilen. Ich bin wie gesagt seit längerer Zeit auf 2,5 mg und frage mich, ob ich vielleicht lieber wieder auf eine größere Dosis gehen soll, da ich mittlerweile 2x gegen Corona geimpft bin. Andererseits meint meine Onkologin, dass man "normalerweise" nach 2 Jahren mit Revlemid aufhört. Ich kenne zudem ein Myelom Patienten, der wie ich eine ASZT gemacht hat und dem von seinem Arzt (einem renommierten Prof.) freigestellt wurde, kein Revlemid zu nehmen. Mit anderen Worten: Abgesehen von Schmerzmitteln nimmt dieser Patient keinerlei Mittel gegen den Krebs ein - keine Ahnung, was ich davon halten soll, aber ich glaube, ich schweife nun vielleicht doch etwas vom Kernthema ab...
"Im Multiplen Myelom sind insbesondere die Proteine CD98hc und LAT1 betroffen. Gemeinsam gewährleisten diese
Proteine üblicherweise die Versorgung der Krebszellen mit Aminosäuren. Da die Krebszellen beim Multiplen Myelom einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen wie Aminosäuren haben, kommen CD98hc und LAT1 in Myelomzellen in großen Mengen vor. Das Forschungsteam hat nun gezeigt, dass die Behandlung mit IMiDs die Aufnahme von essentiellen Aminosäuren deutlich reduziert und dadurch das Wachstum der Tumorzellen hemmt. „Die Krebszellen werden hierdurch sprichwörtlich ausgehungert“, erklärt Michael Heider, Erstautor der Studie."
Neue(n) Erkenntnisse zu Lenalidomid und Pomalidomid bezüglich
Proteinregulation
www.myelom.org/neuigkeiten.html?start=20
berücksichtigt sind.
Es folgt ein Zitat aus der Studie, die ich abgesehen von den weiteren Forschungsperspektiven so interpretiere, als ob Revlemid, das zu den IMiDs gehört, Krebszellen definitiv aushungert. Welche Dosierung im Rahmen einer Erhaltungstherapie dafür jedoch mindestens notwendig ist, wie langer der Effekt anhält etc. ist für mich als Laien alles sehr schwer zu beurteilen. Ich bin wie gesagt seit längerer Zeit auf 2,5 mg und frage mich, ob ich vielleicht lieber wieder auf eine größere Dosis gehen soll, da ich mittlerweile 2x gegen Corona geimpft bin. Andererseits meint meine Onkologin, dass man "normalerweise" nach 2 Jahren mit Revlemid aufhört. Ich kenne zudem ein Myelom Patienten, der wie ich eine ASZT gemacht hat und dem von seinem Arzt (einem renommierten Prof.) freigestellt wurde, kein Revlemid zu nehmen. Mit anderen Worten: Abgesehen von Schmerzmitteln nimmt dieser Patient keinerlei Mittel gegen den Krebs ein - keine Ahnung, was ich davon halten soll, aber ich glaube, ich schweife nun vielleicht doch etwas vom Kernthema ab...
"Im Multiplen Myelom sind insbesondere die Proteine CD98hc und LAT1 betroffen. Gemeinsam gewährleisten diese
Proteine üblicherweise die Versorgung der Krebszellen mit Aminosäuren. Da die Krebszellen beim Multiplen Myelom einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen wie Aminosäuren haben, kommen CD98hc und LAT1 in Myelomzellen in großen Mengen vor. Das Forschungsteam hat nun gezeigt, dass die Behandlung mit IMiDs die Aufnahme von essentiellen Aminosäuren deutlich reduziert und dadurch das Wachstum der Tumorzellen hemmt. „Die Krebszellen werden hierdurch sprichwörtlich ausgehungert“, erklärt Michael Heider, Erstautor der Studie."
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klein Grisu antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 19:58 - 08 Juni 2021 23:26
- klein Grisu
-
435 Beiträge seit
23 Dezember 2016
23 Dezember 2016
Hallo
hier mal 2 Studien die auch die Dauer der Erhaltung betrachten:
multiplemyelomahub.com/medical-informati...er-the-stamina-trial
acsjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/cncr.30366
Für mich mitgenommen habe ich folgendes:
eine längere Erhaltungstherapie mit Lenalidomid wirkt sich positiv auf das Progessionsfreie Überleben aus, beim Gesamtüberleben nicht.
Damit stellt sich die Gretchenfrage: Erhaltung mit mehr- oder minderschweren Nebenwirkungen ertragen und so die Zeit bis zum Progress maximieren (jedwede Rezidiv Therapie wird ungleich heftiger) oder lieber unbehandelt die wahrscheinlich kürzere PFS-Zeit geniesen?
Dosierung: die medizin. Forschung sucht fast immer das Maximum an Krankheitsbekämpfung zu erreichen, daher wird halt auch mit entsprechenden hohen Dosierungen gearbeitet bei denen Kolateralschäden der Therapie (mal gerade so) noch toleriert werden können. Erfahrungen zu Dosisreduktion werden eher im normalen Leben gesammelt.
Meiner Meinung nach ist eine niedrig dosierte Erhaltung besser als keine Erhaltung. Sind die Nebenwirkungen auch bei niedrigen Dosen nur sehr schwer ertragbar, dann lieber abbrechen.
hier mal 2 Studien die auch die Dauer der Erhaltung betrachten:
multiplemyelomahub.com/medical-informati...er-the-stamina-trial
acsjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/cncr.30366
Für mich mitgenommen habe ich folgendes:
eine längere Erhaltungstherapie mit Lenalidomid wirkt sich positiv auf das Progessionsfreie Überleben aus, beim Gesamtüberleben nicht.
Damit stellt sich die Gretchenfrage: Erhaltung mit mehr- oder minderschweren Nebenwirkungen ertragen und so die Zeit bis zum Progress maximieren (jedwede Rezidiv Therapie wird ungleich heftiger) oder lieber unbehandelt die wahrscheinlich kürzere PFS-Zeit geniesen?
Dosierung: die medizin. Forschung sucht fast immer das Maximum an Krankheitsbekämpfung zu erreichen, daher wird halt auch mit entsprechenden hohen Dosierungen gearbeitet bei denen Kolateralschäden der Therapie (mal gerade so) noch toleriert werden können. Erfahrungen zu Dosisreduktion werden eher im normalen Leben gesammelt.
Meiner Meinung nach ist eine niedrig dosierte Erhaltung besser als keine Erhaltung. Sind die Nebenwirkungen auch bei niedrigen Dosen nur sehr schwer ertragbar, dann lieber abbrechen.
Sonnige Grüße
Markus
Letzte Änderung: 08 Juni 2021 23:26 von klein Grisu.
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