AMMonline

     

puhsig antwortete auf Revlimid - Erfahrung
29 Sep. 2020 11:55
  • puhsig
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Ach Mensch liebe Undine! Dir bleibt es aber wirklich nichts erspart.
Und ja Juckreiz kann vom Revlimid kommen. Es kling zwar blöd, aber meine Mama bekam es im 3. Zyklus auch. Und es war wirklich manchmal unerträglich. Sie bekam dann Fenistil als Tropfen. Es hat bei ihr der ganze Körper gejuckt, aber besonders Stirn. Wenn sie nicht aushielt(besonders wenn sie nicht mal einschlafen konnte) machte sie sich Weizenkleie Bad(gibt es schon fertig Mischung für Baby mit Dematismus) oder Haferbad. Und danach hat sie sich auch mit der Creme mit Weizenkleie eingecremt. Ich habe es ihr bei dm gekauft, glaube vom Töpfer war das. Wenn ich wieder zu Hause bin, kann ich genauer nachschauen.
Der Onkologe war damals auch echt sprachlos. Er meinte, es ist manchmal unerklärlich, warum manche sehr viele Nebenwirkungen haben und die andere fast gar nichts.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass die Besserung von Armscherzen wenigstens anhält und es sich noch ganz bessert.

snet antwortete auf Revlimid - Erfahrung
03 Okt. 2020 07:23
  • snet
  • 27 Beiträge seit
    09 Dezember 2018
Hallo,
Ich habe jetzt 3 Wochen Revlimid hinter mir. Als Begleitmedikament habe ich zunächst ass100 erhalten. Ich habe seit 14 Tagen Schwankschwindel und starkes Ohrensausen. Beides so stark, dass ich fast nichts mehr tun kann. Vermutlich werden die Beschwerden durch ass ausgelöst. Eine Reduzierung von ass100 auf ass50 brachte eine geringe Milderung der Symptome.
Onkologe und Nephrologe (ich habe eine Niereninsuffozienz) können das Problem nicht einordnen.
Ich habe Angst, dass ass50 nicht ausreicht, Der Schwindel ist heftig.
Für Kommentare wäre ich dankbar.

snet

UndineD. antwortete auf Revlimid - Erfahrung
03 Okt. 2020 12:07
  • UndineD.
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo snet,
deine Sorgen finde ich verständlich. Das muss unbedingt weiter beobachtet bleiben, Schwankschwindel u. Ohrensausen sind ja nicht nur unangenehm. Eine gewissen leichten Schwindel habe ich auch mit Rev, aber neben den anderen Beschwerden ist das bei mir nachrangig. Nun nehme ich kein ASS sondern Eliquis (Blutverdünner). Schwer zu sagen, ob deine Beschwerden am REV oder ASS liegen. Das wäre ein Austesten. Es muss auch andere Medis für dich geben, wenn du es so nicht verträgst. Was deine Thrombosegefahr betrifft, könntest du darauf bestehen, dass dein d- dimere Wert engmaschig beobachtet wird. Wenn der nicht bedrohlich steigt kommst du vielleicht mit wenig Blutverdünner aus. Entscheidend ist auch, ob du viel Bewegung hast. Die Thrombo- Gefahr steigt ja bei Bewegungsmangel- den ich zwangsweise habe.
Ich habe jetzt den 2. Zyklus Rev angefangen. Die Wirkung des ersten war unerwartet stark. Die Ärzte sind begeistert, und ich plackere mit den NW, wie so oft. An den 2 Cortisontagen ging es mir recht gut, hoffe nun inständig weniger Schmerzen zu haben als im ersten Zyklus. Das Jucken war mit Cortison auch weitgehend weg, nun muss ich abwarten. Dauehaft geht es für mich nicht so weiter wie in den letzten Wochen, das ist unerträglich. Ich hoffe noch, dass es nur Anfangsprobleme waren.
L.G.
Undine

Karsten antwortete auf Revlimid - Erfahrung
03 Okt. 2020 12:48
  • Karsten
  • 483 Beiträge seit
    22 April 2010
Hallo Snet,

ich habe auch lange ASS100 zum Revlimid genommen, hatte dann, natürlich nicht vom ASS, einen Hörsturz. Den habe ich behandeln lassen und um weiteren Schäden an den Ohren vorzubeugen, nehme ich 2xTäglich Ginkgo als Tablette. Ginkgo verdünnt das Blut ebenfalls super.
Was ich dabei nicht beachtet habe, dass ich nun doppelt Verdünner eingenommen hatte. Beim stechen für meine Infusionen, hat man sich immer gewundert, dass mein Blut kaum aufzuhalten war. Wir haben uns dann geeinigt, ASS wegzulassen und nur Ginkgo zu nehmen.
Vielleicht solltest du das einfach mal ansprechen und auch auf Ginkgo umsteigen.
Ist nur ein Tipp von mir, bin jetzt bei knapp 60 Packungen Revlimid 25mg.

Gruß

snet antwortete auf Revlimid - Erfahrung
05 Okt. 2020 09:18
  • snet
  • 27 Beiträge seit
    09 Dezember 2018
Hallo
Ich möchte ganz herzlich für die Hinweise danken. Hoffentlich finde ich bei den Ärzten Gehör.
Danke
sner

gex antwortete auf Revlimid - Erfahrung
07 Okt. 2020 10:00
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
Zum Thema Juckreiz nochmal:
ich hatte den auch im Sommer nach gut einem Jahr Revlimid (tritt also nicht nur Anfang auf, kann jederzeit kommen)
Mein Arzt sagte, das sei bei Revlimid keine allergische, sondern eine toxische Hautreaktion.
Entsprechend helfen Antiallergika wie Fenstil eher nicht.
Mir half - wie auch bei Undine - die Einnahme von etwas zusätzlichen Dexametason, je 4mg an 2 Tagen.
Alles Gute und LG Gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR