rudi antwortete auf Wieder mal die Ernährung ...
23 Sep. 2014 23:17
- rudi
-
2203 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Bernard schrieb:
Für Knochenmarkkrebs bin ich skeptisch mit der Erklärung von Li. Im KM, also am Ort der Blutbildung, sind keine Gefäße, können also auch keine anormalen Tumor-Blutgefäße inhibiert werden. Natürlich ist das KM ans allg. Blutkreislaufsystem mit anschlossen.
Das stimmt nicht! Es ist bekannt, dass im Knochenmark Blutgefässe vorhanden sind und bei Plasmozytom bzw. MM werden durch die Krankheit noch mehr Blutgefässe gebildet um die Myelomzellnester zu versorgen.
Zitat:
Das Plasmozytom sorgt für die Bildung sehr vieler neuer Blutgefäße im Knochenmark, damit es optimal mit Nährstoffen versorgt wird und wachsen kann.
Zitat Ende:
Im englischen werden diese Blutgefässe als " blood vessels" bezeichnet und im Knochenmark bei Myelompatienten als "microvessels" und " micro vessel density", also Mikroblutgefässdichte im Knochenmark bezeichnet.
Je höher die "micro vessel density" bei Myelompatienten, desto schlechter die Überlebenszeit!
Deshalb wirkt auch Thalidomid und Revlimid und Pomalidomid, weil diese unter anderem die "blood vessel density" inhibieren bzw. reduzieren.
Hierzu folgender Link:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10955791
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
ABo antwortete auf Wieder mal die Ernährung ...
24 Sep. 2014 07:32
- ABo
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Was für Nährstoffe braucht denn dieses Zellnest? Weiss man das?
ich habe gelesen dass krebs gerne entsteht wenn wenig sauerstoff in den zellen ist, und dass man deshalb eben wohl u.a. omega 3 nehmen soll, weil das die sauerstoffzufuhr erhöht.
angenommen das wäre übertragbar, und diese Blut"äderchen" (vessels?) transportieren mehr sauerstoff, ob dass dann das "Nest" auch angreift?
ist wahrscheinlich aber zu simpel gedacht....:roll:
ich habe gelesen dass krebs gerne entsteht wenn wenig sauerstoff in den zellen ist, und dass man deshalb eben wohl u.a. omega 3 nehmen soll, weil das die sauerstoffzufuhr erhöht.
angenommen das wäre übertragbar, und diese Blut"äderchen" (vessels?) transportieren mehr sauerstoff, ob dass dann das "Nest" auch angreift?
ist wahrscheinlich aber zu simpel gedacht....:roll:
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
ABo antwortete auf Wieder mal die Ernährung ...
24 Sep. 2014 10:23
- ABo
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
und.... (sorry für die vielen Fragen, ich will einfach nur so viel wie möglich erfahren).
es geistern ja so theorien über basisch und sauer im netz, manche leute nehmen ja wohl kaiser natron um den körper ganz basisch zu halten.
was haltet ihr von so etwas?
es geistern ja so theorien über basisch und sauer im netz, manche leute nehmen ja wohl kaiser natron um den körper ganz basisch zu halten.
was haltet ihr von so etwas?
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Bernard antwortete auf Wieder mal die Ernährung ...
24 Sep. 2014 15:27
- Bernard
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Einspruch, Euer Ehren !
Die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen, sowie der Abtransport von CO2 und Stoffwechselprodukten ist im (fast) gesamten Körper gleich: Anflutung über Arterien-Arteriolen-Kapillaren (dort findet der Austausch statt)-Abtransport über: Venolen-Venen. Nicht selten legen Tumore an/in Organen neue Gefäße an (Angionese) um deren erhöhten Bedarf zu sichern. Einigen Tumoren kann man sogar diese Zugangsgefäße sklerosieren und damit den Tumor zugrunde gehen lassen.
Nun zum speziellen Fall Knochenmark. Ich erlaube mir ein copy&paste aus der wiki: "Die inneren Hohlräume der Knochen sind mit einer feinen Schicht von Bindegewebe, dem Endost, überzogen; von ihr ausgehend werden die Hohlräume mit retikulärem Bindegewebe durchzogen. Dieses Gewebe wird mittels Blutgefäßen ernährt, die in den Knochen eintreten (Vasa nutriciae) und sich dort zu langgestreckten Kavernen (Sinusoide) weiten. Die Wände dieser Kavernen werden von einem besonderen Gewebe gebildet, das zwar wie ein Epithel aussieht, aber aus Retikulumzellen gebildet wurde."
Die Vasa nutriciae ist für die allg.Versorgung des KM zuständig, nicht die im Artikel genannten microvessel. Die Dichte dieser microvessel (Mikrogefäße) ist bei Ansammlung bei Myelomzellen im KM klar erhöht, denn die malignen Zellen brauchen ihren Stoffwechsel . Angiogenese ist aber eine Ausbildung von neuen Gefäßstrukturen, die eine Endothelzell-Auskleidung sowie auch glatte Muskelzellen aufweisen. Und die ist nicht vorhanden.
Wenn die Nester an Myelomzellen mehr Platz benötigen, lassen sie die Spongiosa durch Osteoklasten abbauen -> es entstehen die typischen Knochenläsionen. Die sind laut Definition auch keine Metastasen, obwohl sie destruktiv vorgehen. Auch dies könnte man als Haarspalterei darstellen....
Thalidomid ist ein "Orphan Drug", d.h. eine Substanz zugelassen für "seltene Krankeit" (wo eigene Studiendesign zu teuer wären), eigentlich für ein anderes Einsatzgebiet konzipiert, und per Zufall eine Eigenschaft/Nebenwirkung hat, die man nun woanders einsetzt. Trauriges Bsp: Contergan, starke antiangiogenetische (Verminderung von Gefäßneubildung) Wirkung. Antiangiogenetisch ist nicht gleichbedeutend Antiangiogenese. Thalidomid wurden nicht ursprünglich für den Einsatz gegen das Multiple Myelom entwickelt! Revlimid sowie Pomalidomid sind Abkömmlinge vom Thalidomid, die nun in die Gruppe der Immunmodulatoren gerechnet werden. Was auch immer das genau bedeutet....
Und wenn diese Gruppe von Substanzen die "blood vessel density" inhibieren, stellt sich für mich die Frage, ob sie nicht auch die Versorgung der wichtigen gesunden Stammzellen/Plasmazellen beeinträchtigen. Nicht umsonst sind bekannte Nebenwirkungen: Abnahme der weißen Blutkörperchen (Neutropenie), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und der roten Blutkörperchen (Anämie), also in der Brutstätte der Blutbildung im KM. Zum Glück regenerieren sich gesunde Zellen schneller als die Malignen.
Diese Substanzen wurden untersucht und man glaubt zu wissen wie sie auf zellulärer Ebene am Menschen funktionieren. Bei den o.g. Nahrungsmitteln sehe ich oftmals nur Thesen, die eine positive Wirkung auf Tumore haben sollen. Keine Frage: was einem hilft hat seine Ligitimation. Das was William Li beschreibt, bleibt für mich "adjuvant", d.h. es kann helfen. Insofern bleibe ich persönlich skeptisch, insbesondere wenn allzuviel Hoffung in dieses Prinzip hineininterpretiert wird.
Salud !
Die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen, sowie der Abtransport von CO2 und Stoffwechselprodukten ist im (fast) gesamten Körper gleich: Anflutung über Arterien-Arteriolen-Kapillaren (dort findet der Austausch statt)-Abtransport über: Venolen-Venen. Nicht selten legen Tumore an/in Organen neue Gefäße an (Angionese) um deren erhöhten Bedarf zu sichern. Einigen Tumoren kann man sogar diese Zugangsgefäße sklerosieren und damit den Tumor zugrunde gehen lassen.
Nun zum speziellen Fall Knochenmark. Ich erlaube mir ein copy&paste aus der wiki: "Die inneren Hohlräume der Knochen sind mit einer feinen Schicht von Bindegewebe, dem Endost, überzogen; von ihr ausgehend werden die Hohlräume mit retikulärem Bindegewebe durchzogen. Dieses Gewebe wird mittels Blutgefäßen ernährt, die in den Knochen eintreten (Vasa nutriciae) und sich dort zu langgestreckten Kavernen (Sinusoide) weiten. Die Wände dieser Kavernen werden von einem besonderen Gewebe gebildet, das zwar wie ein Epithel aussieht, aber aus Retikulumzellen gebildet wurde."
Die Vasa nutriciae ist für die allg.Versorgung des KM zuständig, nicht die im Artikel genannten microvessel. Die Dichte dieser microvessel (Mikrogefäße) ist bei Ansammlung bei Myelomzellen im KM klar erhöht, denn die malignen Zellen brauchen ihren Stoffwechsel . Angiogenese ist aber eine Ausbildung von neuen Gefäßstrukturen, die eine Endothelzell-Auskleidung sowie auch glatte Muskelzellen aufweisen. Und die ist nicht vorhanden.
Wenn die Nester an Myelomzellen mehr Platz benötigen, lassen sie die Spongiosa durch Osteoklasten abbauen -> es entstehen die typischen Knochenläsionen. Die sind laut Definition auch keine Metastasen, obwohl sie destruktiv vorgehen. Auch dies könnte man als Haarspalterei darstellen....
Thalidomid ist ein "Orphan Drug", d.h. eine Substanz zugelassen für "seltene Krankeit" (wo eigene Studiendesign zu teuer wären), eigentlich für ein anderes Einsatzgebiet konzipiert, und per Zufall eine Eigenschaft/Nebenwirkung hat, die man nun woanders einsetzt. Trauriges Bsp: Contergan, starke antiangiogenetische (Verminderung von Gefäßneubildung) Wirkung. Antiangiogenetisch ist nicht gleichbedeutend Antiangiogenese. Thalidomid wurden nicht ursprünglich für den Einsatz gegen das Multiple Myelom entwickelt! Revlimid sowie Pomalidomid sind Abkömmlinge vom Thalidomid, die nun in die Gruppe der Immunmodulatoren gerechnet werden. Was auch immer das genau bedeutet....
Und wenn diese Gruppe von Substanzen die "blood vessel density" inhibieren, stellt sich für mich die Frage, ob sie nicht auch die Versorgung der wichtigen gesunden Stammzellen/Plasmazellen beeinträchtigen. Nicht umsonst sind bekannte Nebenwirkungen: Abnahme der weißen Blutkörperchen (Neutropenie), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und der roten Blutkörperchen (Anämie), also in der Brutstätte der Blutbildung im KM. Zum Glück regenerieren sich gesunde Zellen schneller als die Malignen.
Diese Substanzen wurden untersucht und man glaubt zu wissen wie sie auf zellulärer Ebene am Menschen funktionieren. Bei den o.g. Nahrungsmitteln sehe ich oftmals nur Thesen, die eine positive Wirkung auf Tumore haben sollen. Keine Frage: was einem hilft hat seine Ligitimation. Das was William Li beschreibt, bleibt für mich "adjuvant", d.h. es kann helfen. Insofern bleibe ich persönlich skeptisch, insbesondere wenn allzuviel Hoffung in dieses Prinzip hineininterpretiert wird.
Salud !
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
AngelaR antwortete auf Wieder mal die Ernährung ...
24 Sep. 2014 18:36
- AngelaR
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Lieber Bernhard,
Und wie lange helfen die Medis? Ist hier schon Jemand gesund geworden damit ?????????
In der TKK Zeitschrift gibt es übrigens einen interessanten Artikel über die gar nicht so gleiche Reaktion von Frauen und Männern auf Medikamente. Das ist bisher komplett vernachlässigt worden . ( Schreiben die)
Leider gibt es auch keine vergleichenden Studien zu Nahrungsumstellung versus keiner, Medikamenten ohne Nahrungsumstellung versus Medikamenten mit Nahrungsumstellung ect.
Wer sollte denn daran verdienen????
Ich bade übrigens neuerdings in Magnesiumchlorid, ist genial, das Magnesium wird ohne Nebenwirkungen (hatte immer Magen/ Darmprobleme mit Einnahme von entsprechenden Tabletten) aufgenommen und die Muskeln sind viel entspannter und selbst die Haut wird weicher! Zwei Wochen Weinlese sind nämlich ganz schön hart....
Vermutlich bilde ich mir das alles aber nur ein.....
Was würdest Du denn machen, wenn zu Dir die Schulmedizin sagt, Sie sind eine Rarität, wir haben keine Ahnung, wie wir Ihnen helfen sollen?
Da setzt Du automatisch bei Nahrung und allgemeiner Gesundheit, Stärkung der Abwehrkräfte ect. ein.
Help to your selber!
Ich würde mal dazu tendieren, eine gesunde Mischung aus allem, mit reiflicher Überlegung und Abwägung von Wirkung und Nebenwirkung nebst horchen auf den eigenen Körper ist vielleicht das Ideale.
Laßt Euch nicht unterkriegen, kämpfen heißt auch nachdenken und vielleicht etwas ändern im Leben, der Krebs ist ja ein deutliches Signal, das etwas nicht gestimmt hat, oder irre ich mich da auch wieder?
Ich wehre mich dagegen, dass kämpfen hier immer mit Chemo und Transplantation gleichgesetzt wird. Es gibt noch andere Formen gegen eine Krankheit anzugehen und jede ist in meinen Augen legitim, wenn sie denn hilft und da ist vieles auch subjektiv, denn jeder Körper ist anders.
In diesem Sinne, Kopf hoch und das Leben genießen, solange es noch da ist!
Angela
Und wie lange helfen die Medis? Ist hier schon Jemand gesund geworden damit ?????????
In der TKK Zeitschrift gibt es übrigens einen interessanten Artikel über die gar nicht so gleiche Reaktion von Frauen und Männern auf Medikamente. Das ist bisher komplett vernachlässigt worden . ( Schreiben die)
Leider gibt es auch keine vergleichenden Studien zu Nahrungsumstellung versus keiner, Medikamenten ohne Nahrungsumstellung versus Medikamenten mit Nahrungsumstellung ect.
Wer sollte denn daran verdienen????
Ich bade übrigens neuerdings in Magnesiumchlorid, ist genial, das Magnesium wird ohne Nebenwirkungen (hatte immer Magen/ Darmprobleme mit Einnahme von entsprechenden Tabletten) aufgenommen und die Muskeln sind viel entspannter und selbst die Haut wird weicher! Zwei Wochen Weinlese sind nämlich ganz schön hart....
Vermutlich bilde ich mir das alles aber nur ein.....
Was würdest Du denn machen, wenn zu Dir die Schulmedizin sagt, Sie sind eine Rarität, wir haben keine Ahnung, wie wir Ihnen helfen sollen?
Da setzt Du automatisch bei Nahrung und allgemeiner Gesundheit, Stärkung der Abwehrkräfte ect. ein.
Help to your selber!
Ich würde mal dazu tendieren, eine gesunde Mischung aus allem, mit reiflicher Überlegung und Abwägung von Wirkung und Nebenwirkung nebst horchen auf den eigenen Körper ist vielleicht das Ideale.
Laßt Euch nicht unterkriegen, kämpfen heißt auch nachdenken und vielleicht etwas ändern im Leben, der Krebs ist ja ein deutliches Signal, das etwas nicht gestimmt hat, oder irre ich mich da auch wieder?
Ich wehre mich dagegen, dass kämpfen hier immer mit Chemo und Transplantation gleichgesetzt wird. Es gibt noch andere Formen gegen eine Krankheit anzugehen und jede ist in meinen Augen legitim, wenn sie denn hilft und da ist vieles auch subjektiv, denn jeder Körper ist anders.
In diesem Sinne, Kopf hoch und das Leben genießen, solange es noch da ist!
Angela
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Bernard antwortete auf Wieder mal die Ernährung ...
24 Sep. 2014 18:51
- Bernard
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Hallo Angela,
ich bin, was die Lebensphilosophie anbelangt, völlig deiner Meinung. In anderen Ausführungen und Darstellungen eher nicht, aber die Unterschiede bereichern uns.
Und ja, ich bin eine Rarität. :lol:
lg
bernard
PS: in welchem Dorf wohnst Du? bin bald wieder in Figueres daueransäßig, und leckeren Wein aus der Provence mundet... :oops:
ich bin, was die Lebensphilosophie anbelangt, völlig deiner Meinung. In anderen Ausführungen und Darstellungen eher nicht, aber die Unterschiede bereichern uns.
Und ja, ich bin eine Rarität. :lol:
lg
bernard
PS: in welchem Dorf wohnst Du? bin bald wieder in Figueres daueransäßig, und leckeren Wein aus der Provence mundet... :oops:
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
