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Maggie antwortete auf Coronaimpfstoffe
05 Mai 2021 14:12
- Maggie
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01 April 2016
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Danke für die vielen interessanten Beiträge!
Im letzten Podcast mit Christian Drosten wurde erklärt, wie es sich mit den verschiedenen Gruppen der Antikörper IGA, IGG, IGM verhält. Da wurde verständlich, warum die Impfung einen selbst besser schützt als die anderen. IGA ist der Antikörper, der die Schleimhäute schützt und der wird aber relativ schnell abgebaut, also wird man selbst nicht merklich krank, da die IGGs die Infektion abwehren, aber man kann wegen fehlender IGAs Überträger sein. Das ist wohl bei Atemwegsinfektionen im Gegensatz zu Masern... der Normalfall.
Ich bekomme am Samstag meine zweite Impfung.
Liebe Grüße Maggie
Im letzten Podcast mit Christian Drosten wurde erklärt, wie es sich mit den verschiedenen Gruppen der Antikörper IGA, IGG, IGM verhält. Da wurde verständlich, warum die Impfung einen selbst besser schützt als die anderen. IGA ist der Antikörper, der die Schleimhäute schützt und der wird aber relativ schnell abgebaut, also wird man selbst nicht merklich krank, da die IGGs die Infektion abwehren, aber man kann wegen fehlender IGAs Überträger sein. Das ist wohl bei Atemwegsinfektionen im Gegensatz zu Masern... der Normalfall.
Ich bekomme am Samstag meine zweite Impfung.
Liebe Grüße Maggie
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Mapoli antwortete auf Coronaimpfstoffe
05 Mai 2021 13:52 - 05 Mai 2021 13:54
- Mapoli
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1735 Beiträge seit
18 Juni 2011
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Hallo liebe Mitpatienten,
die Myeloma Crowd hat einen sehr schönen Artikel über eine neue Studie herausgebracht, die in "The Lancet Haematology" veröffentlicht wurde. In der von Sarah Bird und Kollegen am "Institute of Cancer Research" in London geleiteten Studie wurde das Impfansprechen bei Myelompatienten nach der ersten Impfung untersucht.
In dem verlinkten Beitrag geht es um die Reaktionen von Patienten mit Multiplem Myelom auf den COVID-Impfstoff anhand britischer Erfahrungen:
www.myelomacrowd.org/multiple-myeloma-pa...-from-uk-experience/
Am Freitag gab es einen interessante Veranstaltung der Krebsberatungsstelle des UKD ("Digitale Fragestunde für PatientInnen und Angehörige"). Vielleicht hat der eine oder Andere hier es in unseren Veranstaltungen gesehen und auch daran teilgenommen. Dort sprach Prof. Dr. Gattermann davon, dass Erkrankungen, die aus dem Immunsystem entstanden sind, einen schlechten Impferfolg haben. Neutralisierende Antikörper sind bei Myelompatienten nach der ersten Impfung sogar nur zu etwa 1/4 zu finden, wenn ich mich recht erinnere.
Um den Impferfolg zu sehen, sollte man nach genügend Abstand zur Impfung zum einen die Antikörper messen, aber auch die T-Zellen, sagte in gleicher Veranstaltung ein anderer Arzt. Mit dem üblichen Antikörpertest kann man zwar messen, wie viele AK da sind, es zeigt aber nicht die Funktion derselbigen (wenn ich es richtig verstanden habe). Dazu benötigt man eine Aussage über die neutralisierenden AK, der Test dazu erfolgt über Zellkulturen. Allerdings sind die Ergebnisse dann immer noch sehr wage einzuschätzen und es ist schwierig zu sagen, wie aussagekräftig das Ergebnis ist. Wenn T-Zellen gefunden werden, kann man immer noch nicht sagen, wie hoch der Schutz ist. Man erwarte aber bis zum Herbst genauere Erkenntnisse.
Vielleicht hat ja noch jemand von Euch an der Veranstaltung teilgenommen und kann meinen Beitrag diesbezüglich ergänzen.
Das alles finde ich persönlich sehr wichtig zu wissen, um nicht zu unvorsichtig zu werden!
Und hier noch ein Link zu einer weiteren Studie, die zeigt, dass die zweite Impfung bei Krebspatienten generell eine ganz deutliche Verbesserung bringt.
www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.03.17.21253131v1
Wenn man sich als Myelompatient also für die Impfung entschieden hat, sollte man darauf achten, im vorgesehenen Zeitrahmen auch die zweite Impfung zu bekommen!
Mit meinem Beitrag möchte ich keinen verunsichern!
Ich finde es wichtig, zu wissen, dass die Impfung nicht komplett schützt!
Auch ist es wichtig, zu wissen, dass das Umfeld der anderen durch die geimpften nicht sicher geschützt ist und demzufolge trotzdem die AHA +A+L Regeln zwingend eingehalten werden sollten. Wir Myelompatienten sind eben etwas ganz Besonderes und müssen besonders geschützt werden, oder anders gesagt: wir sind schützenswerte Pflänzchen
Ich weiß, das es für viele schwer ist, besonders auch die Angehörigen machen sich Sorgen. Die Belastung ist nicht zu unterschätzen! Ich freue mich schon auf den Sommer, im Garten auf Abstand oder im Park bei Spaziergängen wird alles leichter.
Es ist eine schwierige Zeit für uns alle, für Patienten so wie auch Angehörige. Aber gemeinsam kommen wir alle da durch.
Ich wünsche Euch viel Gesundheit und weiterhin starke Nerven.
Liebe Grüße
Ma
die Myeloma Crowd hat einen sehr schönen Artikel über eine neue Studie herausgebracht, die in "The Lancet Haematology" veröffentlicht wurde. In der von Sarah Bird und Kollegen am "Institute of Cancer Research" in London geleiteten Studie wurde das Impfansprechen bei Myelompatienten nach der ersten Impfung untersucht.
In dem verlinkten Beitrag geht es um die Reaktionen von Patienten mit Multiplem Myelom auf den COVID-Impfstoff anhand britischer Erfahrungen:
www.myelomacrowd.org/multiple-myeloma-pa...-from-uk-experience/
Am Freitag gab es einen interessante Veranstaltung der Krebsberatungsstelle des UKD ("Digitale Fragestunde für PatientInnen und Angehörige"). Vielleicht hat der eine oder Andere hier es in unseren Veranstaltungen gesehen und auch daran teilgenommen. Dort sprach Prof. Dr. Gattermann davon, dass Erkrankungen, die aus dem Immunsystem entstanden sind, einen schlechten Impferfolg haben. Neutralisierende Antikörper sind bei Myelompatienten nach der ersten Impfung sogar nur zu etwa 1/4 zu finden, wenn ich mich recht erinnere.
Um den Impferfolg zu sehen, sollte man nach genügend Abstand zur Impfung zum einen die Antikörper messen, aber auch die T-Zellen, sagte in gleicher Veranstaltung ein anderer Arzt. Mit dem üblichen Antikörpertest kann man zwar messen, wie viele AK da sind, es zeigt aber nicht die Funktion derselbigen (wenn ich es richtig verstanden habe). Dazu benötigt man eine Aussage über die neutralisierenden AK, der Test dazu erfolgt über Zellkulturen. Allerdings sind die Ergebnisse dann immer noch sehr wage einzuschätzen und es ist schwierig zu sagen, wie aussagekräftig das Ergebnis ist. Wenn T-Zellen gefunden werden, kann man immer noch nicht sagen, wie hoch der Schutz ist. Man erwarte aber bis zum Herbst genauere Erkenntnisse.
Vielleicht hat ja noch jemand von Euch an der Veranstaltung teilgenommen und kann meinen Beitrag diesbezüglich ergänzen.
Das alles finde ich persönlich sehr wichtig zu wissen, um nicht zu unvorsichtig zu werden!
Und hier noch ein Link zu einer weiteren Studie, die zeigt, dass die zweite Impfung bei Krebspatienten generell eine ganz deutliche Verbesserung bringt.
www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.03.17.21253131v1
Wenn man sich als Myelompatient also für die Impfung entschieden hat, sollte man darauf achten, im vorgesehenen Zeitrahmen auch die zweite Impfung zu bekommen!
Mit meinem Beitrag möchte ich keinen verunsichern!
Ich finde es wichtig, zu wissen, dass die Impfung nicht komplett schützt!
Auch ist es wichtig, zu wissen, dass das Umfeld der anderen durch die geimpften nicht sicher geschützt ist und demzufolge trotzdem die AHA +A+L Regeln zwingend eingehalten werden sollten. Wir Myelompatienten sind eben etwas ganz Besonderes und müssen besonders geschützt werden, oder anders gesagt: wir sind schützenswerte Pflänzchen
Ich weiß, das es für viele schwer ist, besonders auch die Angehörigen machen sich Sorgen. Die Belastung ist nicht zu unterschätzen! Ich freue mich schon auf den Sommer, im Garten auf Abstand oder im Park bei Spaziergängen wird alles leichter.
Es ist eine schwierige Zeit für uns alle, für Patienten so wie auch Angehörige. Aber gemeinsam kommen wir alle da durch.
Ich wünsche Euch viel Gesundheit und weiterhin starke Nerven.
Liebe Grüße
Ma
Letzte Änderung: 05 Mai 2021 13:54 von Mapoli.
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miregal antwortete auf Coronaimpfstoffe
04 Mai 2021 17:21
- miregal
- Autor
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
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bekomme morgen meine zweite Impfung. erste war Astra, nicht mal den Piks am Arm gespürt, gar nix. Bin direkt aus dem Impfzentrum wieder nach hause geradelt. Mal sehen was sie morgen impfen. Da ich Astra so gut vertragen habe, wäre das schon eine Option, aber die Mutanten werden uns im allgemeinen Sommerurlaub wie Zombies zusetzen ...
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Franziska123 antwortete auf Coronaimpfstoffe
11 Apr. 2021 12:07
- Franziska123
-
535 Beiträge seit
08 August 2018
08 August 2018
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- Beiträge: 535
Liebe Undine,
wir machen das auch so. Und danke Ma, sehr interessant der Beitrag und eine gute Entscheidungsfindung. Schönen Sonntag noch
LG Jeanny
wir machen das auch so. Und danke Ma, sehr interessant der Beitrag und eine gute Entscheidungsfindung. Schönen Sonntag noch
LG Jeanny
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UndineD. antwortete auf Coronaimpfstoffe
11 Apr. 2021 10:11
- UndineD.
0 Beiträge seit
10 September 2026
10 September 2026
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Vielen Dank, Ma!
Ich für meine Person werde es genau so machen, wie Prof. Einsele empfiehlt.
Prof. Einsele: Nach einer hochdosierten Kortisontherapie würde ich eine Woche warten bis zur Impfung und ich würde mich auch innerhalb der ersten nächsten 7 Tage nach der Impfung auch nicht mit Kortison (oder: Kortisonpräparaten) behandeln lassen. Nach einer Stammzelltransplantation wissen wir, dass es in der Regel 2-3 Monate dauert, bis sich die Immunfunktion, vor allem die zelluläre Immunfunktion, wieder normalisiert. Von daher würde ich nach einer autologen Stammzelltransplantation 2-3 Monate warten, bis ich mich impfen lasse. Noch länger wird man nach einer allogenen Stammzelltransplantation warten müssen. Ein weiteres Thema sind die IMiDs (Revlimid, Pomalidomid): es gibt Daten, dass ein Impferfolg unter IMiDs sogar verbessert wird, aber da die Substanzen auch immunstimulierend wirken, kann man sich auch vorstellen, dass eine Nebenwirkung einer Impfung durch eine zusätzliche Gabe von IMiDs noch verstärkt wird. Von daher würde ich empfehlen, dass man das IMiD 3-4 Tage vor der Impfung weglässt und auch nach der Impfung 7-14 Tage lang nicht einnimmt.
9. Als Myelompatient nehme ich täglich ein immunmodulatorisches Medikament ein. Ich unterliege somit dem Risiko des Auftretens von Blutgerinnseln. Ich hatte bereits zwei Thrombosen der Oberschenkel-Beinvene. Habe ich beim AstraZeneca-Impfstoff ein erhöhte
Prof. Einsele: In dieser ganz speziellen Situation würde ich definitiv die immunmodulatorischen Substanzen mindestens eine Woche vor der Impfung absetzen und zwei Wochen nach der Impfung weglassen. Und ich würde trotz dem sehr geringen Risiko bei der AstraZeneca-Impfung tatsächlich hier vielleicht einen anderen Impfstoff empfehlen.
L-G.
Undine
Ich für meine Person werde es genau so machen, wie Prof. Einsele empfiehlt.
Prof. Einsele: Nach einer hochdosierten Kortisontherapie würde ich eine Woche warten bis zur Impfung und ich würde mich auch innerhalb der ersten nächsten 7 Tage nach der Impfung auch nicht mit Kortison (oder: Kortisonpräparaten) behandeln lassen. Nach einer Stammzelltransplantation wissen wir, dass es in der Regel 2-3 Monate dauert, bis sich die Immunfunktion, vor allem die zelluläre Immunfunktion, wieder normalisiert. Von daher würde ich nach einer autologen Stammzelltransplantation 2-3 Monate warten, bis ich mich impfen lasse. Noch länger wird man nach einer allogenen Stammzelltransplantation warten müssen. Ein weiteres Thema sind die IMiDs (Revlimid, Pomalidomid): es gibt Daten, dass ein Impferfolg unter IMiDs sogar verbessert wird, aber da die Substanzen auch immunstimulierend wirken, kann man sich auch vorstellen, dass eine Nebenwirkung einer Impfung durch eine zusätzliche Gabe von IMiDs noch verstärkt wird. Von daher würde ich empfehlen, dass man das IMiD 3-4 Tage vor der Impfung weglässt und auch nach der Impfung 7-14 Tage lang nicht einnimmt.
9. Als Myelompatient nehme ich täglich ein immunmodulatorisches Medikament ein. Ich unterliege somit dem Risiko des Auftretens von Blutgerinnseln. Ich hatte bereits zwei Thrombosen der Oberschenkel-Beinvene. Habe ich beim AstraZeneca-Impfstoff ein erhöhte
Prof. Einsele: In dieser ganz speziellen Situation würde ich definitiv die immunmodulatorischen Substanzen mindestens eine Woche vor der Impfung absetzen und zwei Wochen nach der Impfung weglassen. Und ich würde trotz dem sehr geringen Risiko bei der AstraZeneca-Impfung tatsächlich hier vielleicht einen anderen Impfstoff empfehlen.
L-G.
Undine
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Mapoli antwortete auf Coronaimpfstoffe
10 Apr. 2021 22:07
- Mapoli
-
1735 Beiträge seit
18 Juni 2011
18 Juni 2011
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- Beiträge: 1735
Liebe Mitpatienten und Angehörige,
unter "Neuigkeiten" findet Ihr die Aufzeichnung vom zweiten Webinar mit Prof. Dr. Einsele "Multiples Myelom und Covid-19 - Impfung" vom 22.03.2021.
In der Fragerunde wurde auch auf die Vorgehensweise mit Revlimid und anderen Medikamenten zur Myelomtherapie eingegangen. Die Fragen und Antworten sind dort schriftlich zusammengefasst.
Hier noch mal der Link dazu: www.myelom.org/neuigkeiten/736-aufzeichn...ovid-19-impfung.html
Es werden sehr hilfreiche Informationen gegeben
Liebe Grüße
Ma
unter "Neuigkeiten" findet Ihr die Aufzeichnung vom zweiten Webinar mit Prof. Dr. Einsele "Multiples Myelom und Covid-19 - Impfung" vom 22.03.2021.
In der Fragerunde wurde auch auf die Vorgehensweise mit Revlimid und anderen Medikamenten zur Myelomtherapie eingegangen. Die Fragen und Antworten sind dort schriftlich zusammengefasst.
Hier noch mal der Link dazu: www.myelom.org/neuigkeiten/736-aufzeichn...ovid-19-impfung.html
Es werden sehr hilfreiche Informationen gegeben
Liebe Grüße
Ma
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