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Lucy antwortete auf die Plauderecke
27 Nov. 2013 09:32
  • Lucy
  • 408 Beiträge seit
    12 Dezember 2012
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Ihr Lieben da draussen,

Ich danke Euch sehr für Eure Antworten. Umgeben von so viel Herzenswärme lässt sich manche Last leichter tragen.

Da es mir körperlich momentan recht gut geht, hatte das Myelom wenig Platz in unserem Alltag und in meinem Kopf und dann wird man auf einmal ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Das war eine harte Landung.

Ich kenne leider auch schon beide Seiten. Mein Vater starb an Krebs, als ich 13 war und auch ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in ähnlicher Situation sein würde. Hallo, Schicksal, was soll das? Das macht es natürlich nicht einfacher, da ich mich genau an diese Zeit erinnern kann und wie man sich so als Kind dabei fühlt.

Aber Eure Zuschriften und meine Wut im Bauch haben meinen Kampfgeist auch wieder geweckt. Niemals kampflos aufgeben und ganz viel Liebe sind die Dinge, die wir unseren Kindern (und Enkeln! du liebe old mouse) geben können. Ich drück Euch alle ganz feste.

LG,
Lucy

@ Monalisa: Nun habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen wegen der Tränen in den Augen. Das wollte ich natürlich nicht....Ich habe übrigens nur 1 Kind, den 11-jährigen Sohn. Wie alt sind denn deine Kinder?

@ Susi: Das tut mir sehr leid mit Deiner Mutter. Ich habe neulich eine Sendung über COPD gesehen, wirklich auch ein hartes Los. Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr alle schwere Zeiten mitgemacht habt.

@ Lunamay: Zu Deiner Frage wegen der Hygiene: Ich war anfangs viel zu Hause, habe überfüllte Supermärkte etc. gemieden und häufig die Hände gewaschen und desinfiziert. Gegessen habe ich im Prinzip alles, außer rohes Gehacktes oder rohen Fisch (also kein Sushi, Diddlmaus :lol:) und habe darauf geachtet, dass alles möglichst frisch war. Bei den Kindern kannst Du kaum vorbeugen, man kann sie ja nicht aus der Schule rausnehmen. Aber ich gebe zu, ich hatte auch manchmal Schweißausbrüche, wenn mein Sohn erzählt hat, dass sieben Kinder in der Klasse wegen Grippe fehlen. Ich habe ihn zu häufigerem Händewaschen erzogen und immer dann, wenn Kinder zum Spielen dagewesen sind, die Toilette desinfiziert. Wenn er mal krank war, bin ich zeitnah zum Kinderarzt gegangen, um abzuklären, was es ist und habe dem Arzt auch meine Situation erklärt. Tatsächlich habe ich mich aber bis heute kein Mal bei Sohnemann angesteckt.

Monalisa@old antwortete auf die Plauderecke
27 Nov. 2013 07:35
  • Monalisa@old
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    05 September 2013
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Liebe Lucy

Dein Bericht hat mir wirklich die tränen in die Augen getrieben.
Ich kann so gut mitfühlen und auch wenn man es nicht soll, so fragt man doch in manchen Situationen ,warum.?:evil:
Für meine Kinder ist es auch so unglaublich schwer damit zurecht zu kommen. Wir schaffen das mit ganz viel Liebe die wir uns gegenseitig geben und auch zeigen. Das macht die Sache aber nicht leichter ( für mich) denn ich denke ganz oft an den Tag der unser letzter sein wird. Und trotzdem hoffe ich das er noch weit entfernt ist.
Meine Mutter starb auch an Krebs als ich neunzehn war.
Unsere Kinder hatten keine Oma . Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es mir auch so gehen könnte. Irgendwie meinte ich das kommt nicht noch mal in einer Familie vor.:evil:
Ein Irrtum .
Ich werde auf alle Fälle kämpfen so gut ich das kann und mich nicht kleinkriegen lassen.
Das tun wir hier alle.
Wir werden es der Krankheit schon zeigen und du auch.
Ich wünsche dir ganz viel kraft um gegen deine Krankheit zu kämpfen und ganz viel Stärke für deine Kinder.
Liebe Grüße unbekannterweise
Monalisa:wink:

Hurra wir leben noch
Nach jeder Ebbe kommt auch eine Flut

lunamay antwortete auf die Plauderecke
26 Nov. 2013 20:02
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    10 September 2026
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uns geht es genauso,an manchen tagen sind meine kinder"normal" und manchmal ruhig,zurückgezogen und weinerlich nachdenklich.nächste woche habe ich termin zur kmt und dadurch diese woche viele arzttermine,meine tochter hat die kmt gegoogelt,da sie meine nervosität spürt-danach hat sie nur mehr geweint.ich weiß noch nicht was ich ihnen erzählen soll und wie....morgen sind beide wieder bei der erziehungshelferin und danach setzten wir uns gemeinsam zusammen-auch um den hl.abend vor zu planen.weihnachten war ich noch nie im kh.wie habt ihr die zeit nach der kmt zuhause verbracht-wegen der hygiene mein ich???was soll ich mit meinen kids tun,wenn sie krank werden? von der schule bringen sie ja auch genug keime mit....

Diddlmaus antwortete auf die Plauderecke
26 Nov. 2013 20:00
  • Diddlmaus
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Herzliches Beileid, Susi!!!!! Es tut mir sehr leid, dass Du Deine Mutter verloren hast....

:cry:

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

Diddlmaus antwortete auf die Plauderecke
26 Nov. 2013 19:59
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Hallihallöchen....

Ich fühl mich da auch gerade irgendwie angesprochen. Mein Sohn (6) weiss einfach, dass ich krank bin, dass die Krankheit nicht wie einer seiner zahlreichen Schnupfen wieder weggeht und dass ich halt die Behandlung brauche....Er weiss, dass die "bösen Zellen" meine Knochen zerbröseln und dass die Medis die bösen Zellen heimsuchen und sie vergiften :-?.

Das Wort "Krebs" kennt er. Er weiss, dass es ne Krankheit ist, aber er weiss nicht, dass sein Mami Krebs hat. Ich find das für ihn nicht so wichtig im Moment. Oder noch zu früh. Bei uns im Umfeld wissen nicht sehr viele Menschen von meiner Krankheit, aber sehr viele Leutchen sind drunter, die oft sehr reisserisch und in detailreich über Krebs sprechen. Da will ich nicht, dass er diese zwei Sachen zusammenbringt...

Ich finde, für ihn macht es momentan keinen Unterschied, ob meine Krankheit ein Krebs ist oder ein Fisch :lol::lol:

Was mich aber momentan beunruhigt ist die Tatsache, dass mein Sohn seit ein paar Wochen einfach spontan zwischendurch anfängt zu weinen. Wenn ich ihn dann frage, warum er weint, meint er, dass er einfach traurig wär....

Ich hab ihn auch mal gefragt, ob er Probleme hat im Kindergarten, oder ob er wegen mir traurig ist. Das hat er verneint....

Ich hab aber momentan Sorge, dass mein Häschen unter mir leidet....und ja: ich gebe es zu. Ich verliere schneller die Nerven als früher.....ich fühle mich manches Mal überfordert....ich bin nicht die optimale Mami zur Zeit....aber ich tue mein Bestes, jeden Tag....

...aber ob das reicht?????

:cry::cry::cry:

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susid.69 antwortete auf die Plauderecke
26 Nov. 2013 13:14
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Hallo Lucy !

Ich verstehe Dich sehr gut. Ich selber bin im Moment,zum Glück in CR.
Aber meine Mutti litt ungefähr 10 Jahre an COPD, einer chronischen Lungenerkrankung. Wir haben viel mit Ihr mitgemacht.
2 mal künstliches Koma und seit 4 Jahren an der künstlichen Beatmung, dabei aber geistig völlig auf der Höhe.
Am letzten Freitag ist sie nun nach einem langen Todeskampf verstorben. Trotz allem was war,hatten wir immer die Hoffnung,das es doch noch lange weitergeht. Aber es sollte nicht sein. Sie ist aber erst gegangen,als sie wußte,daß meine Werte gut sind.
Ich kann Deine Situation von beiden Seiten verstehen. Der Seite des Kindes und auch der Seite der Mutter.
Mein Sohn ist allerdings schon 20 Jahre,aber schwer ist es doch für ihn mit der Erkrankung seiner Mutter klar zu kommen.

Eins habe ich gelernt. Niemals kampflos aufgeben.
Meine Mami war das beste Beispiel. Wir hätten sie nie solange gehabt,wenn sie nicht diesen absoluten Lebenswillen gehabt hätte.
Und genau so werde ich es auch machen.

Ich wünsche Dir und Deinem Sohn viel Kraft und Liebe.
LG Susi