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Bisphosphonate und Zahn-Implantate

Antwort auf: Bisphosphonate und Zahn-Implantate 14 Feb 2017 20:32Uhr
  • Ado
  • Ados Avatar
  • Beiträge: 15
  • Registriert seit:
    21. Aug 2016

Hallo,

hier finden sich noch ein paar aktuelle Veröffentlichungen:

www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&...6050&s=Kiefernekrose
www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&...2856&s=Kiefernekrose

Ein Gruß an alle
Klaus

P.S. Vielleicht ist es bisher noch nicht verlinkt worden:"MEDIZIN: Übersichtsarbeit -
Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms"
www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&...0615&s=Kiefernekrose

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Antwort auf: Bisphosphonate und Zahn-Implantate 15 Feb 2017 18:31Uhr
  • lisa_kotschi
  • lisa_kotschis Avatar Moderator
  • Beiträge: 642
  • Registriert seit:
    26. Okt 2009

Lieber Klaus, liebe Foristen,

danke für den Verweis auf den Artikel aus dem Ärzteblatt, der ganz aktuell ist … und damit den Wunsch einiger Foristen nach neuen Erkenntnissen zur Gabe von Bifis (=Bisphosphonate) erfüllt hat.

Die meisten Studien sind älter, weil mit der Zulassung bzw. dem Einsatz von Zoledronat als bis dahin stärkstem Bifi in Europa ab 2002/2003 erst das Problem der Kieferosteonekrose vermehrt auftrat bzw. zu einem Problem wurde. Die Forschungs- und möglichen Präventionsstudien sind daher überwiegend in der zweiten Hälfte der 00er Jahre erfolgt.

Wie der o.g. Artikel zeigt, konnte mittlerweile durch geeignete Prävention das Vorkommen von Kieferosteonekrose von 4,6% auf 0,8% vermindert werden. Das ist eine verdammt gute Nachricht. Wobei zur Prävention u.a. die Sanierung des Gebisses vor Beginn der Behandlung mit Bifis gehören sowie die dauerhafte, sehr sorgfältige Zahn- und Mundpflege und der regelmäßige Zahnarztbesuch. Der Zahnarzt sollte Erfahrung mit Bifis haben und bei nötigen Zahnextraktionen unbedingt schon im Vorfeld Antibiotika einsetzen.

Ich meine, dass die Vorteile einer Bifi-Gabe zum Schutz der Knochen und möglicherweise auch einer anti-Myelomwirkung (das wird Zometa zugeschrieben) die Risiken bei weitem überwiegen.

Über die Jahre hinweg wurde und wird immer wieder über die Dauer einer Bifi-Gabe auf Ärztekongressen und Patiententagen diskutiert. Die Mayo-Klinik z.B. empfiehlt eine Gabe nur für die Dauer von zwei Jahren und ein Absetzen, wenn danach der Patient in Remission ist. In Großbritannien werden die Bifis ohne größere Folgeerscheinungen dauerhaft gegeben, allerdings meiner Erinnerung nach nur Bondronat; Zometa ist – glaube ich - nicht zugelassen. (Falls ich mich da falsch erinnere bitte Korrektur)

Viele Patienten haben hier im Forum ihre Erfahrungen mitgeteilt. Ich glaube, dass die beste Verträglichkeit beim Intervall von 3 Monaten war. Die Infundierung wurde langsam vorgenommen (nicht nur innerhalb 20 Minuten) und es wurde anschließend eine gründliche Spülung vorgenommen. Es wäre schön, wenn die versch. Erfahrungen von Forenteilnehmern hier noch einmal gepostert werden könnten, damit wir wieder eine Art Zusammenfassung haben.

Es wäre hier auch noch einmal gut zu wissen, ob und welches Bifi denjenigen MMlern gegeben wird, die Probleme mit den Nieren haben. Zometa scheint da ja eher schädlich zu sein.

An alle Neuen unter uns, die hier zu den Bifis voller Sorge gepostet haben, möchte ich – wie oben gesagt - ans Herz legen, Bifis nicht einfach wegen eines mittlerweile sehr geringen Risikos einer Kieferosteonekrose abzulehnen. Eure Knochen sind viel mehr gefährdet als eure Zähne.

Lisa

Letzte Änderung: 15 Feb 2017 19:48 von lisa_kotschi.

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Antwort auf: Bisphosphonate und Zahn-Implantate 16 Feb 2017 13:53Uhr
  • UndineD.
  • UndineD.s Avatar
  • Beiträge: 75
  • Registriert seit:
    28. Dez 2015

Ich bekomme Zometa seit 04/2016, alle 4-5 Wochen, trotz damals schlechter Nierenwerte. Allerdings wurde abgewartet, bis die Nieren einen Grenzwert erreicht hatten u. die Dosis ist 3,3 anstatt 4 (mg?).
Die Nieren sind keineswegs dadurch schlechter geworden, im Gegenteil, sie sind jetzt knapp normal.
Bei der Infusion ist für mich wichtig, dass Zometa zusammen mit Kochsalzlösung gegeben wird, das läuft 1,5-2 Std.
Einmal wurde es versehentlich separat in 15 Min. zugeführt, anschließend hatte ich extreme Schmerzen, auch im Nierenbereich. Bin aber, zur Erinnerung, auch Allergikerin u. reagiere oft übersensibel auf Medis, das muss nicht bei jedem so sein.
Angst/ Bedenken wegen Kiefernekrose- Gefahr habe ich immer. Die % -Angaben der Betroffenen gehen sehr auseinander. Ich hoffe, dass der Nutzen überwiegt, wie Lisa auch schreibt. Auf meine Zahnpflege u. Kieferkontrolle achte ich sehr, Implantate habe ich nicht u. wollte ohnehin keine.
L.G. Undine

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Antwort auf: Bisphosphonate und Zahn-Implantate 20 Feb 2017 13:44Uhr
  • drjofi
  • drjofis Avatar
  • Beiträge: 12
  • Registriert seit:
    07. Feb 2017

Hallo an ALLE,

es wäre schön, wenn etwas zu Erfahrungen mit Bisphosphonaten geschrieben würde; z. B. Medikament, Art der Verabreichung, Abstand der Verabreichung und Nebenwirkungen.
Oder gibt es Alternativen? Hat jemand schon Langzeiterfahrungen?
Danke!

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Antwort auf: Bisphosphonate und Zahn-Implantate 20 Feb 2017 13:50Uhr
  • christine
  • christines Avatar
  • Beiträge: 1840
  • Registriert seit:
    22. Okt 2009

Wie wäre es denn, wenn vor allem die Patienten mit BNJ sich melden würden?? Das sind wesentlich weniger - da ist es übersichtlicher. Vielleicht sogar ein neues Thema?


Einfache ASCT Juli 2012
Konsolidierung Dez. 2012: 25mg Revlimid + 40mg x 2 Zyklen
Erhaltung mit Unterbrechungen ab Mai 2014: 10mg Revlimid

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