Trixi antwortete auf Kann Multiples Myelom eine Berufskrankheit sein?
22 Juli 2017 14:45
- Trixi
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11 September 2026
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Liebe Monika,
genau das meine ich damit. Tatsächlich sehe ich diesen Ablehnungsgrund auch bei mir. Erst an dieser Stelle kann man, wenn man Kraft genug hat, einen Rechtsstreit beginnen. Alles vorher ist nur Papiergeschiebe. Der Vbl kann da auch nicht helfen, ausser gleich sagen das es aussichtslos ist, oder die Werte erreicht werden könnten. Ausfüllen muss man die Unterlagen allein. Der Herr von der BWG hat mir das eben so erklärt. Alles erstmal machen, dann wenn die Ablehnung kommt klagen, dann landen meine Sachen auf seinem Schreibtisch und danach kann es 4 Jahre dauern mit offenem Ausgang.
Ich wünsche dir alles Gute :kiss:
Trixi
genau das meine ich damit. Tatsächlich sehe ich diesen Ablehnungsgrund auch bei mir. Erst an dieser Stelle kann man, wenn man Kraft genug hat, einen Rechtsstreit beginnen. Alles vorher ist nur Papiergeschiebe. Der Vbl kann da auch nicht helfen, ausser gleich sagen das es aussichtslos ist, oder die Werte erreicht werden könnten. Ausfüllen muss man die Unterlagen allein. Der Herr von der BWG hat mir das eben so erklärt. Alles erstmal machen, dann wenn die Ablehnung kommt klagen, dann landen meine Sachen auf seinem Schreibtisch und danach kann es 4 Jahre dauern mit offenem Ausgang.
Ich wünsche dir alles Gute :kiss:
Trixi
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leopoldi antwortete auf Kann Multiples Myelom eine Berufskrankheit sein?
21 Juli 2017 20:20
- leopoldi
-
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23 Oktober 2009
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Hallo zusammen,
ich hatte es schon wieder aus den Augen verloren. Jetzt hab ich mir den ablehnenden Bescheid herausgesucht.
Wortlaut: "... wird in der wissenschaftlichen Begründung zur Berufskrankheit nach Nr. 1318 der Berufskrankheiten-Liste die Einwirkung einer kumulativen Benzolexposition in einer Größenordnung
von mindestens 16 bis 20 ppm-Benzoljahren
gefordert, um eine berufliche Verursachung wahrscheinlich zu machen."
LGe
Monika
ich hatte es schon wieder aus den Augen verloren. Jetzt hab ich mir den ablehnenden Bescheid herausgesucht.
Wortlaut: "... wird in der wissenschaftlichen Begründung zur Berufskrankheit nach Nr. 1318 der Berufskrankheiten-Liste die Einwirkung einer kumulativen Benzolexposition in einer Größenordnung
von mindestens 16 bis 20 ppm-Benzoljahren
gefordert, um eine berufliche Verursachung wahrscheinlich zu machen."
LGe
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
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Trixi antwortete auf Kann Multiples Myelom eine Berufskrankheit sein?
20 Juli 2017 22:26
- Trixi
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11 September 2026
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Hallo Pinoccio60,
übrigens bin ich 1960 geboren, du vielleicht auch? Bei mir geht es bislang alles gut und sachlich zu. Völlig ohne Verband. Warum soll man diesen unbedingt sofort dazuholen? Ersteinmal geht es nur um Sichtung des Antrags, der Formulare, der Artzbriefe, sowie um Zeiterfassung in der man dem Stoff xy ausgestzt war. Das allein dauert mind 6 Monate. Danach erst sieht man weiter. Man muss nicht immer gleich schwarz sehen. Es gibt auch anständige Bearbeiter. Ersteinmal dort anrufen, den Hausartzt den Antrag den man im Internet ausdruckt ausfüllen lassen, Erkrankungsdaten und Artbriefe dabei zur Hand haben. Ich habe z.B den Antrag selbst ausgefüllt, der Artzt hat drübergeschaut und unterschrieben.
Gerade fordert die BWG alle Ärtzte auf meine Unterlagen zuzusenden. Das nimmt natürlich Wochen in Anspruch wo ich zu hause schon einen Ordner voll habe. Kann also bislang nicht klagen. So geht ersteinmal alles seinen Gang. Danach marschieren die Pysiker in der Privatklink ein in der ich gearbeitet habe.
Gex:
Ich denke die Schwierigkeit mit der Anerkennung liegt nicht im Prozedere, normalerweise, sondern in der Beweislast das man bestimmte Werte "denen man ausgesetzt war" zusammenbringen muss. Diese Werte sind durch Untersuchungen und Studien festgelegt. Verständlich, irgendwo muss der Getztgeber eine Grenze ziehen. In meinem Fall sind das Dienstpläne, Arbeitszeiten, Strahlung der Durchleuchtungseinheit und vor allem die Bewegungsmuster während der Untersuchungen damals. Das alles spielt mit hinein. Da darf man die BGW nicht als Bösewicht oder Gegenspieler verurteilen. Das muss man alles sachlich und nüchtern betrachten.
In meinen Rehas habe ich einige Patienten kennengelernt die jährlich Reha machen, eben weil die BGW ihre Erkrankung ohne Umschweife als Arbeitsunfall anerkannt hat. Keiner derer hat sich über die Berufsgenossenschaft beklagt, auch habe ich von niemanden gehöhrt das er sich irgendwie von ausserhalb Hilfe holen musste. Man sollte hier nicht unnötig Unruhe und Schlechtreden verbreiten. Wenn wir an der Brücke sind- dann und erst dann gehen wir über die Brücke- Individuell.
Welchen Rechtsstreit führst du eigentlich da du solche Informationen zur Hand hast. Auch die BWGesundheit oder in einem anderen Beruf? Bist du schon beim Anwalt, oder geht es noch per Bürgerhilfe? Was sind deine Erfahrungen mit einer Anerkennung der Berufskrankheit?
Liebe Grüsse Trixi:cheer:
übrigens bin ich 1960 geboren, du vielleicht auch? Bei mir geht es bislang alles gut und sachlich zu. Völlig ohne Verband. Warum soll man diesen unbedingt sofort dazuholen? Ersteinmal geht es nur um Sichtung des Antrags, der Formulare, der Artzbriefe, sowie um Zeiterfassung in der man dem Stoff xy ausgestzt war. Das allein dauert mind 6 Monate. Danach erst sieht man weiter. Man muss nicht immer gleich schwarz sehen. Es gibt auch anständige Bearbeiter. Ersteinmal dort anrufen, den Hausartzt den Antrag den man im Internet ausdruckt ausfüllen lassen, Erkrankungsdaten und Artbriefe dabei zur Hand haben. Ich habe z.B den Antrag selbst ausgefüllt, der Artzt hat drübergeschaut und unterschrieben.
Gerade fordert die BWG alle Ärtzte auf meine Unterlagen zuzusenden. Das nimmt natürlich Wochen in Anspruch wo ich zu hause schon einen Ordner voll habe. Kann also bislang nicht klagen. So geht ersteinmal alles seinen Gang. Danach marschieren die Pysiker in der Privatklink ein in der ich gearbeitet habe.
Gex:
Ich denke die Schwierigkeit mit der Anerkennung liegt nicht im Prozedere, normalerweise, sondern in der Beweislast das man bestimmte Werte "denen man ausgesetzt war" zusammenbringen muss. Diese Werte sind durch Untersuchungen und Studien festgelegt. Verständlich, irgendwo muss der Getztgeber eine Grenze ziehen. In meinem Fall sind das Dienstpläne, Arbeitszeiten, Strahlung der Durchleuchtungseinheit und vor allem die Bewegungsmuster während der Untersuchungen damals. Das alles spielt mit hinein. Da darf man die BGW nicht als Bösewicht oder Gegenspieler verurteilen. Das muss man alles sachlich und nüchtern betrachten.
In meinen Rehas habe ich einige Patienten kennengelernt die jährlich Reha machen, eben weil die BGW ihre Erkrankung ohne Umschweife als Arbeitsunfall anerkannt hat. Keiner derer hat sich über die Berufsgenossenschaft beklagt, auch habe ich von niemanden gehöhrt das er sich irgendwie von ausserhalb Hilfe holen musste. Man sollte hier nicht unnötig Unruhe und Schlechtreden verbreiten. Wenn wir an der Brücke sind- dann und erst dann gehen wir über die Brücke- Individuell.
Welchen Rechtsstreit führst du eigentlich da du solche Informationen zur Hand hast. Auch die BWGesundheit oder in einem anderen Beruf? Bist du schon beim Anwalt, oder geht es noch per Bürgerhilfe? Was sind deine Erfahrungen mit einer Anerkennung der Berufskrankheit?
Liebe Grüsse Trixi:cheer:
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pinocchio60 antwortete auf Kann Multiples Myelom eine Berufskrankheit sein?
20 Juli 2017 16:42
- pinocchio60
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11 September 2026
11 September 2026
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hallo gex,
danke für deine ausführliche antwort.
im moment denke ich an zusammenarbeit mit einem sozialverband, bei dem ich schon mitglied bin.
grüße aus köln
marion
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im moment denke ich an zusammenarbeit mit einem sozialverband, bei dem ich schon mitglied bin.
grüße aus köln
marion
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pinocchio60 antwortete auf Kann Multiples Myelom eine Berufskrankheit sein?
20 Juli 2017 15:46
- pinocchio60
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11 September 2026
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liebe trixi,
danke schön. ich werde mal schauen.
grüße aus köln
marion
danke schön. ich werde mal schauen.
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marion
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gex antwortete auf Kann Multiples Myelom eine Berufskrankheit sein?
04 Juli 2017 23:11
- gex
-
592 Beiträge seit
15 Juni 2016
15 Juni 2016
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- Beiträge: 592
Hallo Marion,
naja, in der BK-Liste gibt es halt die BK1318, die die Erkrankungen durch Benzol auflistet, incl Myelom. Es geht also nicht um einen bestimmten Beruf, sondern um die Frage nach dem Umgang mit einem bestimmten Stoff (Benzol) - in welchem Beruf auch immer. Jetzt kann man sicher davon ausgehen, dass in all den Friseur- und Kosmetik-Chemikalien auch Spuren von Benzol vorkommen können. Zum Beispiel wird oft Toluol als Lösemittel verwendet, das in Reinstform immer noch bis 0,3% Benzol enthält, früher womöglich weit mehr... Das Problem ist halt: Du müsstest nun über die letzten 40 Jahre nachweisen, welche Mittel Du alle verwendet hast, wie viel, wie oft, wie viel Benzol die enthielten, wieviel du wohl eingeatmet hast, wieviel Du über die Haut aufgenommen hast (mit oder ohne Handschuhe gearbeitet), usw. usw. Und dann rechnet dir irgendwann die Berufsgenossenschaft Zahlenkolonnen vor, die dann aussagen, ob es genug Benzol für die Anerkennung war oder nicht (so wie bei Monika / leopoldi).
Alternativ kann das Myelom für einen bestimmten Beruf anerkannt werden, wenn das Erkrankungsrisiko in epidemiologischen Studien doppelt so hoch ist als bei der Normalbevölkerung. Die umfangreichste Studie die ich gefunden habe, zeigt zwar eindeutig ein erhöhtes Myelom-Risiko für Friseure, aber nur um 62% erhöht - nicht verdoppelt. Das könnte die Berufsgenossenschaft also prinzipiell abbügeln.... es sei denn, du findest einen super Gutachter, der dir z.B. aufgrund der langen Zeit (40 Jahre) oder weil Du Frau bist oder weil du besonders viel mit Haarfarbe zu tun hattest, doch ein mehr als doppelt hohes Risiko aus den epidemiologischen Studien herausarbeiten kann.
Die Studie ist hier in Englisch: academic.oup.com/ije/article-lookup/doi/10.1093/ije/dyp283
Wird nicht einfach, aber wenn du viel Freizeit hast, kannst du es versuchen. Ich würde dir dann auch empfehlen, die Hilfe eines Sozialverbandes in Anspruch zu nehmen.
Liebe Grüsse Gex
naja, in der BK-Liste gibt es halt die BK1318, die die Erkrankungen durch Benzol auflistet, incl Myelom. Es geht also nicht um einen bestimmten Beruf, sondern um die Frage nach dem Umgang mit einem bestimmten Stoff (Benzol) - in welchem Beruf auch immer. Jetzt kann man sicher davon ausgehen, dass in all den Friseur- und Kosmetik-Chemikalien auch Spuren von Benzol vorkommen können. Zum Beispiel wird oft Toluol als Lösemittel verwendet, das in Reinstform immer noch bis 0,3% Benzol enthält, früher womöglich weit mehr... Das Problem ist halt: Du müsstest nun über die letzten 40 Jahre nachweisen, welche Mittel Du alle verwendet hast, wie viel, wie oft, wie viel Benzol die enthielten, wieviel du wohl eingeatmet hast, wieviel Du über die Haut aufgenommen hast (mit oder ohne Handschuhe gearbeitet), usw. usw. Und dann rechnet dir irgendwann die Berufsgenossenschaft Zahlenkolonnen vor, die dann aussagen, ob es genug Benzol für die Anerkennung war oder nicht (so wie bei Monika / leopoldi).
Alternativ kann das Myelom für einen bestimmten Beruf anerkannt werden, wenn das Erkrankungsrisiko in epidemiologischen Studien doppelt so hoch ist als bei der Normalbevölkerung. Die umfangreichste Studie die ich gefunden habe, zeigt zwar eindeutig ein erhöhtes Myelom-Risiko für Friseure, aber nur um 62% erhöht - nicht verdoppelt. Das könnte die Berufsgenossenschaft also prinzipiell abbügeln.... es sei denn, du findest einen super Gutachter, der dir z.B. aufgrund der langen Zeit (40 Jahre) oder weil Du Frau bist oder weil du besonders viel mit Haarfarbe zu tun hattest, doch ein mehr als doppelt hohes Risiko aus den epidemiologischen Studien herausarbeiten kann.
Die Studie ist hier in Englisch: academic.oup.com/ije/article-lookup/doi/10.1093/ije/dyp283
Wird nicht einfach, aber wenn du viel Freizeit hast, kannst du es versuchen. Ich würde dir dann auch empfehlen, die Hilfe eines Sozialverbandes in Anspruch zu nehmen.
Liebe Grüsse Gex
Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR
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