AMMonline

     

  • thea
  • 127 Beiträge seit
    03 November 2009
Hallo Kai, bisher haben wir nur still an eurer Situation teilgenommen.Du solltest aber wissen, dass mein Mann und ich in Gedanken bei euch sind und die Daumen drücken !!!!!
Nicht aufgeben !!!!!!!!
In solchen Situationen entwickelt der Mensch Kräfte, wo man glaubt, man hätte diese nie besessen.
Alles Gute, Thea

  • carina
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Kai,
ich ziehe meinen Hut vor Dir. Du wächst glaub ich zur Zeit über dich hinaus................
Aber wie die anderen schon gesagt haben - du wirst noch länger diese Kraft brauchen - drum nimm diese Auszeiten.
Anmekrken möchte ich mal, daß sowieso viel zu wenig an die Angehörigen gedacht wird. Manchmal nervt es mich richtig, daß ich nur immer gefragt werde wie es mir geht und keiner fragt mal wie es meinem Mann geht................Deshalb schicke ich dir auch nochmal ein Kraftpaket und wir denken auch oft an euch.
LG Andrea.

  • Kai
  • 165 Beiträge seit
    02 Februar 2011
Guten Abend,

heute habe ich mich wieder mal entschieden hier einige Zeilen zu schreiben. Der Tag war extrem turbulent - es war die reinste Achterbahnfahrt.
Recht kurzfistig hatte ich am späten gestrigen Abend erfahren, dass Heike eine Trachialkanüle (Luftröhrenschnitt) eingesetzt werden soll. Heute Mittag gings dann in den OP. Aus der angekündigten Stunde für den Eingriff wurden dann gute drei Stunden. Einen Teil der Zeit habe ich bei der Krankenhausphsychologin und in der Krankenhauskapelle verbracht. Die lange Wartezeit sorgten natürlich bei mir und userer Tochter für erhöhte Nervosität und Angst. Auf Grund niedriger Thrombozyten und einer großen Schilddrüse bei Heike war die OP mit Risiko verbunden, Die Angst war jedoch völlig unbegründet, da die drei Stunden einfach durch längere Wartezeiten im OP begründet war. Nach der erfolgreichen OP waren meine Tochter und ich richtig ein wenig happy über diesen kleinen Teilerfolg. Allerdings dauerte es keine 5 Minuten, bis diese Freude wieder zu nichte gemacht wurde: Die Ergebnisse der letzten Kopf-CT lag vor. Das Plasmazytom wurde in der Schädelplatte und in den Nackenwirbeln nachgewiesen. Diese Nachricht lies alle unsere Hoffnungen wieder platzen. Wir haben die Klinik gemeinsam verlassen und Trost im Familienkreis gesucht. Bei gemeinsamen Überlegungen stellten wir fest, dass der Kopf von Heike bisher nie per CT aufgenommen wurde. Der Grund für die aktuelle Aufnahme war eigentlich auch die Ergründung der neurologischen Probleme. Dabei zeigte das Gehirn selbst wohl keine Auffälligkeiten. Ich mutmaße(hoffe) einfach mal, dass das Plasmazytom im Kopf schon seit Monaten nachweisbar gewesen wäre und sich nicht erst jetzt innerhalb der letzten Wochen dort gebildet hat. Die derzeitigen Gesamteiweißwerte liegen auf jden Fall im "normalen" Bereich. Allerdings sagte der behandelnde Arzt, dass nicht unbedingt der Gesamteiweißgehalt aussagekräftig ist. Zur weiteren Differenzierung soll dann kurzfristig eine Elektropheräse(?) zur weiteren Aufschlüsselung des Eiweisses gemacht werden. Nachdem ich mich ein wenig gefangen hatte, habe ich beschlossen, mich erneut ins Krankenhaus zu Heike fahren zu lassen. Fast hätte ich heute resigniert. Und so erlebte ich heute Nacht die glücklichsten Stunden der letzten Monate. Heike war wach und ansprechbar. Auf gezielte Fragen konnte sie mit "Augen zusammen kneifen" klar mit "ja" antworten. Ich die Frage "Schaffen wir es gemeinsam zusammen, dass du wieder gesund wirst", hat sie sehr lange die Augen zuzammen gekniffen. Ich konnte es kaum glauben. Heile konnte mich verstehen. Ich bin so glücklich. Dieses Mist-Plasmozytom macht uns so schnell nicht fertig. Heike wird kämpfen und meine Tochter und ich kämpfen mit.
In Kürze ist eine Verlegung in einer andere Klinik geplant. Es handelt sich um eine Rehaklinik. Im Vordergrund steht hier das erneute Anlernen der eigenen Atmung, die Behebung der neurologischen Lähmungen und der Aufbau der körperliche Konstitution.

Wir geben nicht auf wir kämpfen!
LG
Kai-Uwe

03 März 2011 09:50
  • Karsten
  • 483 Beiträge seit
    22 April 2010
Hallo Kai,

Wir geben nicht auf wir kämpfen! Genau so muss es sein!!!
Wie heisst es doch so schön,"Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren"

Es ist schon unbeschreiblich was ihr alles durchmachen müsst.
Da fällt es einem schon schwer deine Zeilen mit trockenen Augen durchzulesen.
Glücklicherweise kriegt deine Heike immer wieder die Kurve.
Sicherlich wird es noch ein langfristiger Prozess bis die Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist,aber mit der richtigen Einstellung wird es klappen!!!

Alles alles Gute

Gruß aus dem sonnigen Südharz
Karsten

03 März 2011 10:38
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Lieber Kai,

was kann man dir noch Tröstendes und Mutmachendes sagen,was nicht schon gesagt/geschrieben worden wäre?

Nur so viel: Ich denke oft an Euch. Aus eigener Erfahrung kann ich dir bestätigen, dass es sich lohnt, gemeinsam zu kämpfen. Trotz aller Rückschläge. Oder gerade deswegen. Man glaubt gar nicht, welche Kräfte die Liebe freisetzen kann.

Wenn es deiner Frau besser geht, sag ihr herzliche Grüße - von zwar unbekannten Menschen, die aber intensiv Anteil an eurem Schicksal nehmen und von Herzen alles Gute wünschen.

Margret



  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Lieber Kai,

du bist wirklich ein Kämpfer und deine Heike mit dir. Das mit dem Befall an der Schädelplatte und der HWS ist bei MM Stadium III ganz normal, also kein Grund zur zusätzlichen Panik.

Ich drück euch beiden die Daumen, dass es jetzt endlich nur noch bergauf geht.

Herzliche Grüße
Caro

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