AMMonline

     

Lumpi antwortete auf Allogene stammzelltransplantation
10 Nov. 2020 09:36
  • Lumpi
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo,

ich habe die Diagnose MM 2011 bekommen und hatte seitdem 2 autologe und 2015 die allogene SZT. Danach war Ruhe bis 2017, seitdem geht es mit diversen Therapien weiter.
Ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen, Aren. Unser Jüngster ist geboren worden, als ich gerade mit der ersten autologen Transplantation fertig war.

Wie aktuell die Allogene als Behandlungsoption bei MM noch ist, mögen Dir Deine Ärzte/innen sagen. In meinem Fall verstehe ich es jedenfalls so, dass das Spendersystem die zusätzliche Option eröffnet, immer wieder gezielt auf Graft-vs-Disease-Reaktionen hinzuarbeiten, sei es durch Immunmodulation (Imide etc.) oder auch durch spätere Gabe von Spenderlymphozyten (DLI), wie ich sie zurzeit erhalte.

Es geht, da stimme ich Dir zu, immer um Zeitgewinn, so dass immer neue Optionen in der Behandlung dazu kommen.
Also alles Gute, bei welcher Behandlung auch immer!

LG

PMF2SZT antwortete auf Allogene stammzelltransplantation
28 Nov. 2020 20:19 - 28 Nov. 2020 20:19
  • PMF2SZT
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo,

wir haben im lenaforum.de so einige MM-Patienten, u.a. auch mein Komoderator Kai-Uwe Parsons-Galka, inzwischen auch Vorsitzender des KMT Fördervereins Hamburg. Dort kannst Du Dich gerne mit anderen Patienten über ihre allogene SZT austauschen.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Letzte Änderung: 28 Nov. 2020 20:19 von PMF2SZT.

14 Dez. 2020 06:43
  • Kai
  • 165 Beiträge seit
    02 Februar 2011

Conny57 schrieb: ....das Problem ist, dass die jenigen die transplantiert wurden und denen es gut geht, dem Forum den Rücken gekehrt haben.
Mit mir wurde zeitgleich Heike transplantiert, der es soweit ich weiß auch gut geht. Ihr Mann"Kai" ist auch nur noch selten im Forum....

Hallo Conny,
ich habe gelesen, dass du uns hier erwähnst; da wollte ich mich kurz melden.
Heike war ja selber nie hier im Forum angemeldet. Und du hast natürlich recht, ich bin nur sehr selten hier online.
Nach wie vor ist das Leben von Heike von KH-und Arztterminen bestimmt. Seit gut einem Jahr wurden die Revlemiddosen erhöht und das macht ihr zunemend zu schaffen. Trotzdem würde wir sagen, dass es ihr ganz gut geht.

Ich hoffe ich habe durch meinen Beitrag, die Beitragskette hier nicht zu sehr gestört.

Liebe Grüße an alle.

Jockel258 antwortete auf Allogene stammzelltransplantation
03 Okt. 2022 00:08 - 03 Okt. 2022 10:25
  • Jockel258
  • 379 Beiträge seit
    22 September 2022
Hallo zusammen,

da hier schon einiges zum Thema geschrieben wurde, möchte ich kein neues thread eröffnen und einfach hier weitermachen.
Ich bin mehr als erstaunt zu lesen, dass allogene Stammzellentransplantation für MM Patienten überhaupt ein Thema ist. Bisher bekam ich immer nur die Aussage, dass das nicht ginge. Also werde ich mich wohl mit diesem Thema beschäftigen. Meine Hauptfrage ist: Welche Voraussetzungen muss ein Spender erfüllen? Da reicht doch sicher nicht nur die Übereinstimmung der Blutgruppe aus oder?
Und welche Voraussetzung muss ich mitbringen?
Sind Knochenmarkspende und Stammzellenspende das gleiche?

Liebe Grüße, Jockel

Wer Tippfehler findet, darf sie behalten

Körper sind vergänglich, Seelen nicht.
Letzte Änderung: 03 Okt. 2022 10:25 von Jockel258.

audbei antwortete auf Allogene stammzelltransplantation
03 Okt. 2022 12:06 - 03 Okt. 2022 12:07
  • audbei
  • 40 Beiträge seit
    06 Februar 2015
Hallo Jockel,
der Spender wird anhand von 10 Gewebemerkmalen gesucht, die möglichst alle mit denen des Empfängers übereinstimmen sollen. Zumindest war das 2014 so. Dafür gibt es große Datenbanken z. B. die dkm und immer wieder mal Typisierungsaktionen. Familienangehörige sind auch oft geeignet, insbesondere Geschwister.
Bei Dir geht es darum, im Vorfeld die Tumorlast möglichst weit herunter zu drücken.
Alles Gute!
Barbara
Letzte Änderung: 03 Okt. 2022 12:07 von audbei. Begründung: Schreibfehler

Mapoli antwortete auf Allogene stammzelltransplantation
03 Okt. 2022 16:37 - 03 Okt. 2022 16:39
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Jockel258,

die Bedeutung der allogenen Transplantation hat mit den unzähligen neuen Medikamenten und Behandlungsverfahren immer mehr an Bedeutung beim Multiplen Myelom verloren und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen noch angewendet, allerdings eher selten. Da muss man ganz klar Nutzen und Risiko gegeneinander abwägen. In dem Heidelberger Patientenhandbuch findest Du auf Seite 36 eine gute Erklärung dazu: www.myelom.org/component/jdownloads/?tas...tid=2&m=0&Itemid=101
Wenn Du Dich über die allogene SZT informieren möchtest, findest Du in dem Ratgeber einiges dazu: www.myelom.org/component/jdownloads/?tas...id=22&m=0&Itemid=101

Zu Deiner Frage Knochenmark oder Stammzellspende: Heute wird gerne das Verfahren der Stammzellspende verwendet, da man dazu keine OP benötigt, allerdings muss man bedenken, dass der Spender dazu bereit sein muss, sich über mehrere Tage Wachstumsfaktoren spritzen zu lassen. Blutstammzellen können aber auch durch eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm gewonnen werden, dazu wird allerdings eine Vollnarkose notwendig. Beide Verfahren haben also Vor- und Nachteile und werden sicherlich individuell mit Spender und Empfangener besprochen.

Vor so einer Überlegung würde ich mir eine Zeitmeinung in einem Myelomzentrum geben lassen.

Zu fast allen Fragen findest Du etwas bei uns unter Grundlagen, eben auch die genannten Broschüren und auch zu den Therapien, klicke Dich da mal in Ruhe durch.

Liebe Grüße und viel Erfolg bei Deiner Therapie
Ma
Letzte Änderung: 03 Okt. 2022 16:39 von Mapoli.