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CLE084 antwortete auf Lenalidomid-Erhaltung trotz CR?
06 Jan. 2018 12:58 - 06 Jan. 2018 12:59
  • CLE084
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Na dann viel Glück und Erfolg bei der Entscheidungsfindung! Ich drück Dir die Daumen, dass du für Dich alles Richtig machst! :)

Meiner Meinung nach ist es wegen der Komplexität des Themas nahezu unmöglich eine "optimale" Entscheidung zu finden. Und letztlich läuft es ja dann doch immer darauf hinaus, der Kompetenz und den Intentionen der behandelnden Ärzte zu vertrauen oder eben nicht.
Ich selbst traue weder den Ärzten noch der Wissenschaft über'n Weg. Deswegen höre ich mir gerne alle Ansichten an, aber entscheide abschließend selbst aus'm Bauch heraus was ich tue, ungeachtet den Empfehlungen.

Ob's gut oder schief geht ist dann immerhin nicht fremdbestimmt, sondern meine ganz persönliche Entscheidung und damit kann ich prima leben und sterben.

Gruß
Chrisly
Letzte Änderung: 06 Jan. 2018 12:59 von CLE084.

Emi antwortete auf Lenalidomid-Erhaltung trotz CR?
06 Jan. 2018 20:02
  • Emi
  • 230 Beiträge seit
    17 Dezember 2015
Hallo,

ich will nur kurz über die Situation meines Mannes zum Thema Revlimid Erhaltungstherapie hier berichten - als ein weiterer von vielen möglichen Fällen: Er hatte nach Induktiontherapie (Werte auf PR gefallen), HD (keinerlei Effekt auf die Werte) und anschließent KRD 5 Monate (weiter Werte gefallen, allerdings noch immer kein CR) 2 Monate Theapiepause und dann Erhaltungstherapie mit Revlimid pur (ohne Dexa). Erhatungstherapie aktuell seit 12 Monaten. Erst 10mg p.d. und dann, da sehr gute Verträglichkeit 15 mg p.d. NW: Hautekzem am Anfang (allerdings nur Verdacht, da er Neurodermitiker ist, weiß man nicht genau, ob Revlimid die Ursache war, ging mit Cortison auch wieder weg), ggf. Müdigkeit (merke ich aktuell aber kaum was von). Sonst nix. Er ist also einer, der das Medikament wohl sehr gut verträgt und bisher keine bedeutenden, andauernden NW hat. Seine Werte sind mit leichten Schwankungen seit KRD stabil. Hoffentlich bleibt es dabei. Rahmenbedingungen: "relativ" jung (46 Jahre bei Diagnose), keine weiteren gesundheitlichen Probleme bis auf Neurodermitis und Allergien, welches beides vor Diagnose deutlich anstiegen/schlimmer wurde und seit HD (und Sensibilisierungstherapie kurz vor Diagnose) quasi verschwunden ist. Heidelberg hat die Therapie bestätigt. Ein gesundes Neues Jahr 2018 allen, in welchem das Leben genossen werden kann! Emi

We don't know how strong we are until being strong is the only choice we have.

klein Grisu antwortete auf Lenalidomid-Erhaltung trotz CR?
28 Jan. 2018 01:19 - 28 Jan. 2018 01:20
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
Guten Morgen,

so ich habe meine Entscheidungsfindung Erhaltung ja/nein erstmal abgeschlossen.

Zusammen mit meinem Hämatologen bin ich Anfang der Woche meinen bisherigen Krankheits- und Therapieverlauf noch einmal durchgegangen.
  • Erstdiagnose Nov-Dez 2016: solitäres Plasmozytom in der Schulter, Serum und Urinwerte zeigen MGUS, Knochenstanze ~ 5% Infiltration, FISH zeigt keine genetischen Risikofaktoren.
  • 01/2017: Im CT wurde eine 2. kleine Läsion im Becken festgestellt und als Osteolyse bewertet. Daraufhin die Empfehlung gleich eine systemische Therapie mit SZT zu machen, anstatt nur lokal die Schulter zu bestrahlen. Weil grenzwertig Zweitmeinung gewünscht, Heidelberg hatte bestätigt.
  • Start Induktion im März mit VCD. Nach 3 Zyklen nur schlechtes Ansprechen (Werte stabil aber nicht sinkend). Schemawechsel auf RD lies meine Werte purzeln (ebenfalls 3 Zyklen)
  • Nach der Mobiliserungungschemo vor Aparese bereits VGPR (Serumswerte im Normbereich bei schwach positiver Imunfixation).
  • Nach Hochdosis+SZT serolog. CR
  • Aktuelles MRT Schulter: Der Radiologe spricht von ausgeprägter Befundbesserung. Mein Hämatologe sagt, von dem eigentlichen Tumor sei nichts mehr zu erkennen. Was auf den Bildern noch zu sehen ist, wäre ein Ödem das sich aufgrund der Behandlung gebildet hätte. Es würde sich mit der Zeit auch wieder zurückbilden. Sollten noch aktive Tumorzellen vorhanden sein, müsste sich das in den Serumswerten zeigen. Sicherheitshalber soll ich in 3-4 Monaten ein weiters Kontroll-MRT machen lassen.
  • Aktuelles Blutbild mit Elektrophorese: keinerlei Anzeichen einer Tumoraktivität, weiterhin CR
Aufgrund der Befunde und des Therapieverlaufs schlussfolgerte mein Doc: eine sehr tiefe Remission und entsprechend lange Remissionsdauer wären auch ohne Erhaltung wahrscheinlich.
Mit einer Erhaltung könnte ich die Remissionszeit ggf. noch verlängern, müsse aber mit den Nebenwirkungen leben.
Er empfehle weiterhin abzuwarten und bei Bedarf schnell + zeitnah reagieren.
Explizit danach gefragt sieht er die Vorgehensweise, Start einer Revlimid Erhaltung beim ersten Anzeichen eines Rezitiefs, als mögliche Option ... „aber das entscheiden wir wenn es soweit ist ...“
Er schloss mit dem Satz, Ich wäre der Boss und müsse letztendlich entscheiden.

Was mach ich jetzt damit???
Erstmal bin ich froh und lustig ;)
Wehrmutstropfen ist die erwiesene Untauglichkeit von Bortezomib bei mir, die ich als sehr einschränkend für die kommenden Rezitief-Behandlungen erachte. Von daher ist die Alternative „Revlimind für den Fall das es tatsächlich gebraucht wird erstmal aufzusparen“ auch nicht so abwegig. Ich denke da auch an die guten Ergebnisse der Dreier-Schemata mit Daratumumab oder Carfilzomib beim 1 Rezitief (Pollux und Aspire Studie).
Eine eindeutige klare Empfehlung Pro und Contra Erhaltung scheint es indes nicht zu geben.
Meine Frau Chefin meint sie vertraue meinem Doc und ich solle jetzt langsam aufhören das Haar in der Suppe zu suchen.
Ergo schließe ich mich an und sehe was kommt.

Sonnige Grüße

Markus
Letzte Änderung: 28 Jan. 2018 01:20 von klein Grisu.

klaus99 antwortete auf Lenalidomid-Erhaltung trotz CR?
28 Jan. 2018 12:06
  • klaus99
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
Hallo Markus,

Glückwunsch zu diesem super Ergebnis. Genieße die therapiefreie Zeit und mache dir keine schlimmen Gedanken. Denk dran, unsere Frauen haben doch immer recht B) B) B)

Gruß
Klaus

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