AMMonline

     

miregal antwortete auf Revlimid - Erfahrung
21 Mai 2021 13:45
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Ich brauche zur Zeit meinen Restbestand mit 15mg auf, alle 2 Tage. Die Dosissteigerung auf 15mg täglich aus der Studie ist mir nicht gut bekommen. Anfangs waren es bei 10mg nur kribbelnde Finger und Zehen, dann kamen Krämpfe dazu und zuletzt Dauerschmerz wie bei unterkühlten Finger/Füße wenn sie wieder warm werden. Nächste Wolche entscheiden wir, wie es weitergeht. Werde wohl noch bis zur nächsten MRD Testung durchhalten, und dann ggf. aufhören oder einen Zyklus alle 2-3 Monate. Die Immunglobuline kann man mit der Lupe suchen, die Impfungen waren absolut symtomlos. Das läge aber vorwiegend am Elotuzumab, sagt die Ärztin.

Mimau antwortete auf Revlimid - Erfahrung
22 Mai 2021 13:37
  • Mimau
  • 194 Beiträge seit
    15 Oktober 2017
Werde ich so machen. Da ich auch noch reichlich 15mg übrig habe, werde ich erst mal auf 7,5 Reduzieren ;-). Mal schauen was so passiert.
Im Vergleich zu anderen will ich ja bezüglich Nebenwirkungen auch nicht meckern.
Aber mein Credo bezüglich Arznei, so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Deshalb taste ich mich gerne daran.

Diese elenden Krämpfe, die wurden bei mir auch mehr nach dem Umstieg von 10 auf 15.
die sind mitunter sehr unangenehm und an den unmöglichsten stellen. Wo man nicht gut gegensteuern kann.

Ich hatte bisher auch noch kein Zometa etc. Obwohl meine Ärztin mir das angeraten hat. Kommende Woche noch mal Skelett CT und dann mal sehen ob und was sich verändert hat.

Triple M antwortete auf Revlimid - Erfahrung
22 Mai 2021 15:31
  • Triple M
  • 61 Beiträge seit
    30 Juni 2017
Hallo Mimau,

nach meiner Erfahrung können die regelmäßigen Pausen bei dem Einnahmeschema 21/7 echt Wunder wirken. Ich nehme seit über sechs Jahre Revlimid (nach anfänglich 10mg/d schon seit längerem 5mg/d) nach diesem Schema. Da es mir mit der Dosierung zuletzt recht gut ging, dachte ich, ich könnte ja - natürlich in Absprache mit meinem Onkologen - statt gleich die Dosis zu erhöhen, einfach mal die Pausen weglassen. Das habe ich nur ein einziges Mal versucht und dann wegen der Nebenwirkungen schnellstens wieder sein gelassen (Leukos brutal runtergeprügelt, Krämpfe, Magen-Darm....).

Liebe Grüße und viel Erfolg beim Experimentieren
Triple M

P.S.: Hast Du es in Sachen Magen-Darm eigentlich schon mit Flohsamenschalen probiert? Die waren war hier in diesem Thread in 2019 schon mal Thema. Ich nehme ein Produkt namens Flosa Balance (gibt es in der Apotheke), das enthält neben Flohsamenschalen noch Inulin (auch ein natürlicher Ballaststoff) und ein paar Geschmacksstoffe ;-) . Bei mir funktioniert das prima.

n = 1

miregal antwortete auf Revlimid - Erfahrung
22 Mai 2021 18:34
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Hier auch noch ein interessanter Artikel vom Ash bzgl. Lena Erhaltungstherapie
ashpublications.org/bloodadvances/articl...-maintenance-therapy
So wie ich das sehe, sollte man MRD negativ erreichen, und das mindestens 1 Jahr nach der Induktion/ASZT halten. Weitere Lenagaben haben kaum positive Auswirkungen. Bei MRD+ Patienten wird jedoch eine Dauergabe empfohlen, bis sie MRD- erreichen.
Pausen zwischen den Zyklen finde ich wichtig, nur sind sie eigentlich immer zu kurz :o

Waldemar antwortete auf Revlimid - Erfahrung
07 Juni 2021 18:24
  • Waldemar
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Da meine Leukos durch Revlemid auf einen extrem niedrigen Wert gedrückt wurden, nehme ich seit ca. 6 Monaten - auch wegen Corona - nur noch täglich 2,5 mg Revlemid, wobei mir nicht klar ist, ob diese Dosis überhaupt noch eine gewisse Wirksamkeit hat. Im September werde ich Revlemid zwei Jahre genommen haben. Meine Onkologin meint, dass es üblich sei, nach zwei Jahren komplett mit Revlemid aufzuhören, wenn die Blutwerte okay sind. Mir ist nicht ganz klar, warum man nach zwei Jahren aufhören soll. Wirkt Revlemid nach zweijähriger Einnahme nicht mehr?

Jo antwortete auf Revlimid - Erfahrung
07 Juni 2021 19:37 - 07 Juni 2021 19:44
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Waldemar, über die Dauer der Erhaltungstherapie mit Revlimid gehen die Meinungen stark auseinander. Fast jeder hat mit Nebenwirkungen zu tun ( Reizdarmsymptomatik, fehlende Rückresorption von Gallensäuren, perifere Durchblutungsstörungen, Polyneuropathien). Es ist daher immer eine individuelle Abwägung des Nutzens zum entstehenden Schaden. Wenn das Myelom aggressiv ist, wird dieser Modulator einen erneuten Ausbruch ohnehin nicht verhindern können. Ob Revlimid nach zwei Jahren regelmäßiger Einnahme überhaupt noch einen Nutzen bringt, ist total unklar. Man nimmt es aber vorsichtshalber weiter. Das wäre ja eigentlich eine prophylaktische Einnahme dieses Medikamentes. Niemand käme auf die Idee, so mit Schmerzmitteln zu verfahren, um nicht in Abhängigkeit zu geraten- Man diskutiert auch, ob Revlimid nach Langzeiteinnahme nicht ein stumpfes Instrument wird und Jahre später im Rezidiv vielleicht. noch einmal größeren Nutzen bringen könnte, wenn man es bei Zeiten absetzt.Unser Salwender meinte, es sei unklar, ob eine Dosis unter 5 mg den Modulationseffekt überhaupt noch richtig erfüllen kann. Ich habe im letzten Quartal des letzten Jahres meine Dosis von 10 auf 5 mg reduziert und ab Jan 2021 Revlimid komplett abgesetzt. Bespricht doch die Absetzung einmal mit deinem Onkologen. LG Jo
Letzte Änderung: 07 Juni 2021 19:44 von Jo.