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gex antwortete auf CAR-T Zell Therapie
20 Juli 2019 09:49
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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....auf jeden Fall erstaunlich, wie viel unterschiedliche Ansätze da parallel in der Entwicklung sind, und sehr positiv für uns, dass nicht nur auf ein zwei Pferde gesetzt wird, sondern auf eine ganze Herde.
Wahrscheinlich wird es ja auch zu Zulassung mehrerer Therapien kommen, und vielleicht findet man auch irgendwann heraus, welche Patienten-Subgruppen spezifisch besser auf CAR T oder ADC oder BiTe ansprechen.
Konkurrenz wird hoffentlich auch die Preise runterbringen.

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

Martin.Q antwortete auf CAR-T Zell Therapie
19 Juli 2019 17:32
  • Martin.Q
  • Autor
  • 512 Beiträge seit
    18 August 2009
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Hallo Gex,

vielen Dank f. deinen Beitrag. Inhaltlich stimme ich teilweise zu.

Mein Verstänis bisher ist, dass die erste Generation der T-zellen (z.B. bb2121) ein besseres Ansprechen haben als die erste Generation der Bi-Spezifischen Antikörper (z.B. AMG420) oder die erste Gernation der Konjugate (z.B. GSK2857916).

CAR T zellen machen bei der einmaligen Gabe sicherlich Nebenwirkungen. Alle anderen Medikamente sind Dauermedikationen und werden auch ganz sicher Nebenwirkungen machen. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Ob die Car T Zellen aufwendiger in der Herstellung sind, kann dem Patienten in meinen Augen erstmal egal sein. Die Pharmafirmen verhandeln für die CAR-T Zellen ganz neue Preismodelle. Vermutlich wir die Krankenkasse nicht einmalig für die Infusion zahlen, sondern wir jeden Monat wo das Medikament wirkt.

Vielen Dank in jedem Fall auch für den Link zu NatureResearch. Inhaltlich grundsätzlich sehr gut, aber auch teilweise fehlerhaft. Für P-BCMA-101 (mein persönlicher Favorit zusammen mit bb21217) befindet sich z.B. in der Phase I und nicht Phase II.

Ich glaube die Zukunft liegt bei den Car-T Zellen mit unterschiedlichen Zielstrukturen.... BCMA ist erst der Anfang :-)

klaus99 antwortete auf CAR-T Zell Therapie
19 Juli 2019 15:13
  • klaus99
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
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Hallo gex,

danke für den Hinweis, ich habe die beiden Fäden zusammengeführt.

Gruß
Klaus

Wir sterben nur einmal - Wir leben jeden Tag
myelom.online
facebook.com/myelom.online

gex antwortete auf CAR-T Zell Therapie
19 Juli 2019 09:06
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Wir haben jetzt zwei CAR T Fäden hier.
Der andere:
www.myelom.org/forum/therapien/3873-car-...ll-therapie?start=54
Ich fände es gut, wenn man die in einen zusammenfügt.
Wäre das okay?

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

gex antwortete auf CAR-T Zell Therapie
19 Juli 2019 09:01
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Das ist eine traurige Nachricht. Mein Mitgefühl für die Familie, deren Hoffnung so zunichte ging.

Ohne Zweifel gibt es bei der CAR T-cell Therapie noch viele offene Fragen zur Sicherheit und zu Nebenwirkungen, und sie ist kompliziert.
Vielleicht wird sie durch die rasante Entwicklung anderer Therapien überholt. Momentan läuft ein Rennen zwischen über einem Dutzend Therapien, die alle ebenfalls das B-cell maturation antigen BCMA der Myelomzellen als Ziel nutzen - CAR T therapien, Bispezifische Antikörper, Monoklonale Antikörper und Antikörperkonjugate.

Hier ein Artikel mit Übersicht dazu aus Nature:
www.nature.com/articles/d41573-019-00105-9

Sehr vielversprechende Ergebnisse hat kürzlich das Antikörperkonjugat Belantamab mafodotin (kurz: Bela) erzielt, und FDA/EMA Zulassung könnte schon 2020 erfolgen. Hier die Neuigkeit brandaktuell von Dr. Durie vorgetragen (er kann den Namen auch noch nicht mal aussprechen):
www.myeloma.org/videos/gsk-2857916-also-...belantamab-mafodotin

Bei Antikörperkonjugaten ist ein Wirkstoff an den Antikörper gebunden. Der Antikörper findet die mit BCMA markierte Myelomzelle und der Wirkstoff vernichtet sie dann gezielt am Ort. Das funktioniert also ohne T-Zellen. Solche Therapeutika wären als Fertigprodukte zu haben und benötigen nicht die komplizierten Verfahren bei jedem Patienten wie bei CAR der Fall.
Vielleicht bleibt es uns am Ende erspart, den Namen "Idecabtagene vicleucel" lernen zu müssen, unter dem offenbar Bleubirds bb2121 CAR T Therapie an den Markt gehen soll.

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

kaktusengel antwortete auf CAR-T Zell Therapie
18 Juli 2019 21:57
  • kaktusengel
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo,
hier zur Relativierung Zahlen aus den USA von 2018, entnommen der Ärztezeitung:

Wirksam sind CAR-T-Zellen offenbar auch beim multiplen Myelom. Das B cell maturation antigen BCMA ist eines der mit CAR-T-Zellen angesteuerten Antigene beim Myelom (16, 17). Es wird vorwiegend auf den malignen Zellen exprimiert, zum Teil aber auch auf reifen B-Lymphozyten. Prof. James N. Kochenderfer vom National Cancer Institute in Bethesda präsentierte Daten einer multizentrischen Phase-1-Studie mit 21 Myelompatienten, die auf mindestens 3, median 7 Vortherapien nicht mehr ansprachen (16). Auch mit diesem CAR-T-Zell-Konstrukt kamen 86 % der Teilnehmer in eine Remission. Bei den 18 Patienten, die eine höhere Dosierung erhalten hatten, waren es sogar 94 %. 8 Patienten waren auch nach 6 Monaten noch in klinischer Remission und ein Patient seit mehr als einem Jahr.

Es geht auf jeden Fall vorwärts!
Herzliche Grüße
Kaktusengel