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Wieder mein böser Untermieter. wurde erstellt von Turok
30 Juli 2017 07:09
  • Turok
  • Autor
  • 200 Beiträge seit
    12 April 2013
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Hallo zusammen,

erstmal eine kurze Zusammenfassung vom bisherigen geschehen. Letzte Chemo mit Doxorubicin 18mg, Dexa 40mg, Revlimid 25mg und Granisetron 1mg war im Januar vom 17.01.-20.01.2017. Die vierte Runde mit Chemo wurde ausgesetzt wegen Eiter unter dem linken Handrücken, der operiert werden musste. Die anderen Werte waren okay und so konnte die Hand in Ruhe abheilen.

Nun sollte eine Revlimid/Dexatherapie beginnen wie ich es schon in 2013 und 2014 gemacht hatte, damit mein Untermieter etwas Ruhe gibt. Im März ging es mit 25mg/18mg und im April sollte es mit 10mg/8mg weiter gehen. Beim sollte blieb es auch, da nach vier Tagen jeweils in den Monaten es zur Unverträglichkeit kam, mit Durchfall, Hitze und Kältewellen, Kurzatmigkeit, Atemnot und Schüttelfrost von gut acht Stunden.

Nun war wieder abwarten angesagt, was nicht lange angesagt war. Mein liebster böser Untermieter zeigte mir im März mit 38,8+ KappaKetten das er wieder da ist und drei Monate später stiegen die KappaKetten auf 278,0+ und der Kappa/Lambda-Qu. auf 20,90+ im Blutbild.

Nach vier Monaten oder 116 Tagen am 24.07.2017 hat es mich zum zweitenmal Umgehauen, weil die KappaKetten auf 54000,0+ gestiegen waren und das nach fünf Jahren in Behandlung. Mein Gott ein schönes Geschenk zum Geburtstag oder fünften Jahrestag. Ist der höchste Stand den ich bisher erreicht habe oder hatte.

Nun musste ich wegen starken Schmerzen im Beckenknochen, den Beinen und der Lendenwirbelsäule mein Morphi auf 2x24mg erhöhen und hoffe damit etwas besser laufen zu können.
Am 31.07.2017 geht's wieder mal schneller als gedacht ins KH nach Buch auf Station. Nun soll eine Antikörpertherapie helfen. Aber erstmal kommen alle anderen Untersuchungen und ein CT.

Wie ich mich fühle?, kann ich nicht sagen und wo die Kraft herkommt zum weiter machen, keine Ahnung. Wenn ich zurück schaue, frage ich mich was diesmal bei rauskommt. Wieder nur Wochen, Monate und dann? Bisher konnte mir noch keiner sagen woran es liegt oder welche Gründe dafür verantwortlich sein könnten. Habe schon abgenommen und die Geschmacksnerven spielen auch verrückt. Wenn ich nicht eine liebe Frau an meiner Seite hätte und eine große Familie im Rücken, könnte ich nicht sagen ob ich weiter machen würde, aber so gibt es noch viel zutun und die Enkel wachsen auch heran. Bin noch nicht mit allem fertig, was ich mir vorgenommen habe und darum muss ich weiter machen und das beste daraus holen.

Blöd nur wenn man so hilflos in den Seilen hängt und selber nichts machen kann. Hauptsache diese Kämpfersprüche bleiben aus, damit ist einem auch schon geholfen. Ihr wisst was ich meine, Sie können doch ganz schön Nerven und zum Schluss muss man ja selber durch. Dieses warten auf Morgen und das es weiter geht, was passiert, besser wird und man ein Ergebniss hat schlaucht ganz schön.

Ich wünsche euch ein schön Sonntag und alles Gute bis bald. LG aus Berlin, Dirk. Ich könnte mir die Knochen rausziehen vor lauter Schmerzen.

....in den Pausen passiert das Wesentliche....