AMMonline

     

  • Kai
  • 165 Beiträge seit
    02 Februar 2011
Guten Abend,

ich möchte gerne noch einmal ein paar Worte loswerden.
Zunächst einmal vielen Dank an Margret für deinen Beitrag. Wir stehen wirklich erst am Anfang, aber ich merke heute schon, dass ich an meinen Reserven nage. Heute, am Wochenende war eine Arztin da, die meine Frau am Tag der Einlieferung untersucht hat. Sie brachte zu Ausdruck, dass ich ebenso einen ausgemergelten Eindruck aufweise.
Zur Zeit läuft es aber auch wirklich mies. Ich werde versuchen, die "Besuchszeiten" anders zu oganisieren. Wobei das Wort "Besuch" natürlich falsch ist. Ich meine mehr, die "einfach-da-sein-und Hand-halten-Zeiten". Ich nehme morgen für ein paar Stunden eine Auszeit und lasse mich durch die Schwägerin meiner Frau vertreten.

Zum Therapieplan und den verabreichten Medikamenten habe ich jetzt etwas genauer informiert. Das bereits jetzt schon die Hochdosistherapie ansteht, war natürlich von mir völlig falsch verstanden. Es gab zwei Chemocyklen mit Bortozomib. Leider hatten die aber auch nicht das gebracht, was man sich erhofft hatte. Die Tumormasse wurde nicht reduziert und das Eiweiß ist wohl ebenfalls konstant geblieben. Was den zu erwartenden Verlauf der Therapie auf Basis der Chromosomuntersuchung angeht, gibt es wohl unterschiedliche Meinungen. Nr 13 hat wohl einen Defekt, aber Nr 17 wohl nicht. Jetzt hätte eigentlich die Phase der Stammzellenmobilisierung statt finden sollen. Ebenso hätte die "Wirbelzementierung" gemacht werden sollen. Aber beides ist erst einmal verschoben. Zu allem Unglück wurde die Nase aufgrund massiver Blutungen erneut tamponiert und meine Frau hat zusätzlich eine Lungenentzündung. Der Gesamtzustand verschlechtert sich täglich. Sie bekommt schlecht Luft, kann nicht schlucken, husten, geschweigeden Essen. Der Sauerstoffgehalt im Blut hat dramatisch abgenommen. Sauerstoffzufuhr über eine Maske hat die Werte auch nicht verbessert.
Es ist alles zum heulen. Ich hoffe auf den ersten kleinen Lichtblick. Jetzt koche ich für morgen erst einmal zur Stärkung eine frische Hühnerbrühe.

Vielen Dank fürs Lesen
Kai-UWe

06 Feb. 2011 01:50
  • CuMMinhoefer
  • 67 Beiträge seit
    24 Oktober 2009
Lieber Kai-Uwe,

wir drücken Euch ganz fest die Daumen, dass die Infektion schnell bekämpft und die Blutwerte stabilisiert werden können!

Herzliche Grüße, melden uns noch in der PM
Claudia + Matthias

Weil es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen fröhlich zu sein.

  • Kai
  • 165 Beiträge seit
    02 Februar 2011
Verflucht, habe soeben einen Anruf erhalten, dass meine Frau auf Intensivstation verlegt wurde. Die Atmung fällt ihr zunehmend schwerer.:cry:

  • Katrin
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Kai,
es tut mir sehr leid, dass ihr mit sovielen zusätzlichen Komplikationen zu kämpfen habt, :x
wenn die zwei zyklen bortezomib nicht den gewünschten erfolg gebracht haben, dann gibt es noch ganz viele andere wirksame medikamente.
primäres ziel ist jetzt aufjeden fall die lungenentzündung in den griff zu bekommen, leider sind durch das myelom die immunabwehrzellen geschwächt und durch eine anämie kann es zur erhöhten blutungsbildung kommen.
vll. ist das auch der grund für die intensivstation?
ich hoffe der heutige tag ist schon etwas besser......und der erste schreck einmal verdaut;(
glg
Katrin

PS: wie meinst du das bzgl. der zwei unterschiedlichen meinungen der chromosomenaberrationen?
wurde ein FISH Test gemacht?
das Ergebnis des FISH Tests, ist das was wichtig wäre,
sollten zwei unterschiedliche tests gemacht worden sein.


  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026

Kai schrieb: Verflucht, habe soeben einen Anruf erhalten, dass meine Frau auf Intensivstation verlegt wurde. Die Atmung fällt ihr zunehmend schwerer.:cry:


Lieber Kay Uwe,

lass dich mal virtuell in den Arm nehmen. Es sind in Gedanken jetzt viele bei Euch und hoffen, dass die Krise bald überstanden ist und sich die Dinge zum Besseren wenden.

Halt uns auf dem Laufenden bitte. Von Herzen alle guten Wünsche,
Margret

06 Feb. 2011 11:15
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Kai,

ich hoffe auch ganz fest mit Euch ...
Intensivstation klingt immer erschreckend; halte Dir nur vor Augen, dass sie dort noch besser versorgt und überwacht werden kann. Mein Mann hatte letztes Jahr im März bei der zweiten Autologen eine Lungenentzündung, eine knappe Woche sah ich kaum Vorwärtskommen, dann ging es ihm täglich ein kleines Stück besser. Auch wenn's im Moment schwer fällt, glaub dran, im Menschen stecken ungeahnte Kräfte, bald geht es wieder bergauf.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~