AMMonline

     

28 Mai 2024 12:51
  • Sunny
  • 584 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Liebe Eva,
das ist interessant zu lesen, ich bin davon ausgegangen, dass ein prophylaktisches Antibiotikum automatisch vom Onkologen verschrieben wird, vor allem, wenn der Patient öfter mit Infekten zu kämpfen hat. Wahrscheinlich wird dies aber in jeder Tagesklinik anders gehandhabt, je nachdem welche Einstellung der jeweilige Onkologe dazu hat und vielleicht auch je nachdem, welche Einstellung der Patient dazu hat.

Es gibt eben Menschen, die ein extremes Sicherheitsbewusstsein haben und sich nur dann gut aufgehoben fühlen, wenn sie aus schulmedizinscher Sicht alles dafür getan haben und es gibt Menschen, denen neben einem gewissen Sicherheitswunsch auch andere Dinge, wie eine gesunde Darmflora und das minimieren von unerwünschten Nebenwirkungen für den gesamte Körper und die Seele sehr wichtig sind. Beides gleichzeitig geht leider nicht und jeder muss für sich selbst entscheiden – auf der Grundlage gründlicher Recherche zu beiden Seiten – was für ihn maßgeblicher ist.

Deshalb hat auch niemand das Recht jemanden deswegen ‚verdeckt‘ als unvernünftig zu bezeichnen, nur weil er das nicht versteht und anderer Meinung ist. Auch der absolute Glauben an die Schulmedizin hat schon manchmal zu großen Irrtümern geführt und nicht jeder Arzt hat ausschließlich das Wohl seiner Patienten im Blick. Selbstschutz und Rentabilität spielt da auch oft eine Rolle. Gut, wenn man einen Arzt hat, dem man vertrauen kann und bei dem man weiß, dass er ganzheitlich denkt und nur dann heftige Medikamente verschreibt, wenn es auch wirklich sein muss.

Ich habe es jedenfalls nicht so empfunden, als wolltest gerade du andere dahingehend belehren, sie sollen keine Antibiotika oder Antivirustatika nehmen, sondern lediglich deine eigenen Erfahrungen mitteilen. Und danach habe ich schließlich auch gefragt.

Hoffentlich wird dein Beitrag nicht gelöscht, denn ich finde hier im Forum sollte Platz für jede Meinung sein und wenn die nicht respektiert wird, darf man auch mal deutlich sagen, wenn die Grenze überschritten wurde.

Ich fände es sehr schade, wenn sich nur noch die Anhänger einer bestimmten Meinung zu Wort melden würden und andere, die andere Wege und Möglichkeiten gehen und aufzeigen vergrault werden. Schließlich profitieren wir alle sowohl von den einen als auch von den anderen und nur so kann man sich selbst eine Meinung bilden, anstatt nur eine einzige Seite zu sehen und diese lediglich wie ein Papagei hinterherzuplappern.

LG Sunny

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.

28 Mai 2024 13:00 - 28 Mai 2024 13:01
  • Sunny
  • 584 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Mein Mann hat nun für den 10. Juni den Termin zur Leukapherese und die Chemos (jaja, ich weiß, es ist in Wirklichkeit keine Chemo) für die nächsten zwei Wochen abgesagt. Mich würde nun interessieren, ob die Chemos nach der Leukapherese bis zur Rückgabe fortgeführt werden? Darüber wurde bisher noch gar nicht gesprochen.

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Letzte Änderung: 28 Mai 2024 13:01 von Sunny. Begründung: Fehlte was

28 Mai 2024 13:40 - 28 Mai 2024 14:06
  • Stani
  • 371 Beiträge seit
    23 Mai 2021
Hallo, Sunny,

bei uns wurde ein sofortiges Stopp für Darzalex/Carfilzomib/Dexa von der Myelomspezialistin veranlasst als klar war, dass wir die Empfehlung zur Car-T-Zelltherapie annehmen. Die Uniklinik hat sich allerdings auch sehr bemüht, danach so wenig Zeit, wie möglich verstreichen zu lassen. Die Voruntersuchungen und Leukapherese folgten zeitnah und danach begann auch die Brückentherapie.
Diese Brückentherapie muss wohl nicht immer sein, wenn die Tumorlast gering ist und die Werte stabil, aber bei wem ist das schon so, wenn er für die Car-T-Zelltherapie zugelassen wird.
Vor Zellrückgabe folgt dann noch die Depletionschemo, wie Du sicher bereits weißt.

Zum Thema " Schulmedizin " und Naturheilkunde vertrete ich übrigens die Meinung, dass sie ZUSAMMEN unschlagbar wären, wenn sie es denn wären. So, wie es jetzt ist, wird so viel Geld in den Sand gesetzt und vorhandenes Potential verschenkt.
Letzte Änderung: 28 Mai 2024 14:06 von Stani.

Franziska123 antwortete auf Car-T-Zelltherapie und Mikrobiom im Darm
28 Mai 2024 13:52 - 28 Mai 2024 14:01
  • Franziska123
  • 535 Beiträge seit
    08 August 2018
ohhhhhh


harte Worte....
Jeder hat eine Meinung.Das sollte man respektieren.

Jeanny
Letzte Änderung: 28 Mai 2024 14:01 von Franziska123.

28 Mai 2024 15:00
  • Sunny
  • 584 Beiträge seit
    07 Januar 2024
@Franziska, genau so sehe ich das auch, tut aber aber leider nicht jeder. Und wenn dann immer unterschwelig kritisiert wird, reicht es einem irgendwann und das darf man dann auch mal klar zum Ausdruck bringen. Ich habe bisher jedenfalls nicht erlebt, dass Eva auf schulmeisterliche Weise jemanden dafür angegangen ist, dass er ‚nur‘ auf Schulmedizin setzt und ich hab auch noch nie den Eindruck gehabt, dass sie ihre Sichtweise als die einzig richtige sieht.

Sie hat auf Fragen geantwortet und von ihren Erfahrungen berichtet, nicht mehr und nicht weniger. Und ihr letzter Satz im vorherigen Post zeigt doch, dass sie weder die Schulmedizin ablehnt, noch die Naturheilkunde in den Himmel hebt, sondern beides berücksichtigt. Und so habe ich ihre Beiträge auch immer wahrgenommen.

Mir geht es wie ihr. Ich bin unendlich dankbar für die Medikamente und die Therapien, die es heute gibt, denn ohne sie wäre mein Mann schon längst nicht mehr am Leben und erst vor kurzem haben die Ärzte alles gegeben, um ihn zu retten. Das heißt aber nicht, dass ich blind dafür bin, dass es manchmal auch andere Möglichkeiten gibt.

Ich verstehe jedenfalls gut, dass es ihr einfach mal gereicht hat.

@Eva
Ich hatte das bisher so verstanden, dass wenn kurz vorher eine erfolgreiche Therapie stattgefunden hat, dann keine Brückentherapie notwendig ist, nur die drei Tage vorher vorbereitende Therapie.

Deinen letzten Sätzen kann ich nur zustimmen, es wäre phantastisch, wenn sich Schulmedizin und Naturheilkunde ergänzen würden und alle Ärzte gleichermaßen in beidem ausgebildet werden würden. Leider gibt es nur wenig Ärzte, die beides vereinen.

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.

Callosum62 antwortete auf Car-T-Zelltherapie und Mikrobiom im Darm
28 Mai 2024 15:44
  • Callosum62
  • 251 Beiträge seit
    18 September 2023
Hallo, Stani,
so wie ich es verstehe, wurde dieses Forum auch für einen Austausch von Meinungen und Wissen eingerichtet. Und dieser Austausch zu diesem Thema hat doch jetzt hier sehr viel gebracht, wir alle im Form haben dadurch allerhandlei gelernt. Es geht überhaupt nicht darum, das am Ende dieselbe Meinung haben - wie langweilig wäre das denn? Das werde ich im Übrigen auch weiterhin tun, weil ich überzeugter Anhänger eines rationalen Diskurs bin. Und dabei werde ich hoffentlich auf der Sachebene bleiben können (aber ich habe natürlich auch so meine Gedanken, sozusagen „im Innenverhältnis“). Es interessiert mich - mit Verlaub und allem gebotenen Respekt - nicht so sehr, ob ich jemandem persönlich „im Wege“ bin oder irgendwen Sachkompetenz, Selbstsicherheit oder Wissen stören könnte. Das zuweilen Oberlehrerhafte oder Siebengescheite wirkende in meinen Botschaften ist halt ein Preis, den ich für die Sache zu bezahlen habe.

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)