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Car-T-Zelltherapie und Mikrobiom im Darm wurde erstellt von Sunny
16 Mai 2024 09:36
  • Sunny
  • 584 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Hallo, ich wende mich mit dieser Frage an diejenigen hier, die in der Ernährung einen hohen Stellenwert sehen und auch mal abseits der normalen schulmedizinischen Wege wandern.

Der Arzt mit dem wir vorgestern das Aufklärungsgespräch wegen der Car-T-Zelltherapie hatten, hat unter anderem die Wichtigkeit des Mikrobioms im Darm angesprochen. Dass man in den Wochen vorher möglichst (natürlich nicht immer vermeidbar, wenn man eine Infektion hat) keine Antibiotika nehmen sollte und so weiter.

Habt ihr in dieser Richtung Tipps bekommen oder euch speziell vorbereitet? Gerne auch per persönlicher Nachricht :-).

LG Sunny

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.

16 Mai 2024 12:55 - 16 Mai 2024 12:56
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Sunny,
ich kann Dir zwar bezüglich CAR-T-Zell-Therapie keine eigenen Erfahrungen geben, aber doch einige Infos zu Deiner Frage:

Die Bakterien und Pilze unseres Darms stehen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Erkrankungen. Besonders mikrobielle Stoffwechselprodukte können die Aktivität der Immunzellen und somit die Effektivität von Immuntherapeutika modulieren. Das Mikrobiom wird als „Schatzkiste“ bezeichnet (lt. Prof. Luu Würzburg und Prof. Dr. Vesecruna Giessen-Marburg), gefüllt mit biologisch aktiven Molekülen. Das wird in der Forschung im Moment besonders genutzt, um spezielle Therapien zu entwickeln. Aber auch um die Wirksamkeit von Therapien zu verbessern. Wie weit man selbst Einfluss darauf nehmen kann, ist im Moment noch Gegenstand der Forschung. Aber sicherlich lohnend, es zu versuchen. Im Bereich Lungenkrebs wird gerade an dem Zusammenhang Mikrobiom und CARs geforscht.


Mir hat man in der Ernährungsberatung während einer anderen Myelomtherapie gesagt, man solle z.B. darauf achten, viel Joghurt, wenig Fleisch, viel Hülsenfrüchte, Haferflocken, Gemüse mehr als Obst, viel fermentiertes Gemüse usw. zu sich zu nehmen. Keine Produkte, die vorverarbeitet sind, vor allem keine Fertigprodukte und wenig zuckerhaltige Produkte! Ein Blick auf die Inhaltsstoffe von allen Lebensmitteln, die man regelmäßig nutzt, tut da schon sein übriges. Es ist oft ein Gewinn für den Geschmack und in keiner Weise ein Verzicht, wie viele denken, sich gesund und gut zu ernähren. Auch Bioprodukte sind da wertvoll, da sie mehr Vitamine enthalten. Verpackte Lebensmittel weglassen, frisch kaufen.

Vielleicht kannst Du in der Klinik, in der die CAR-T-Zell-Therapie gemacht werden soll, vorab an einer Ernährungsberatung teilnehmen. Vielleicht gibt es dort eine Abteilung für Komplementärmedizin. Wo soll die Therapie gemacht werden?
Antibiotika vorher, wenn möglich meiden, ist sicherlich wichtig und gut! Je näher die Behandlung rückt, Infektquellen meiden, Menschenmengen meiden, Maske tragen, um nicht in die Gefahr zu gelangen, einen Infekt zu bekommen.

Es ist kein weg "abseits der normalen Schulmedizin", wenn man auf die Ernährung achtet! In der modernen Medizin, vor allem in den großen Unikliniken, wird auf diesem Gebiet schon sehr intensiv geforscht.

Liebe Grüße und viel Erfolg mit der Therapie
Ma
Letzte Änderung: 16 Mai 2024 12:56 von Mapoli.

16 Mai 2024 14:05
  • Stani
  • 371 Beiträge seit
    23 Mai 2021
Hallo, Sunny,

Unter dem Thema:


Car- T- Zelltherapie

war das schon mal in der Diskussion. Ich bin erfreut, dass euer Doc euch gezielt darauf hingewiesen hat.
Ich hatte gezielt danach gefragt und man hat nur abgewinkt....
Was mich im übrigen nicht davon abgehalten hat, diesem Thema noch mehr, als sonst schon, Beachtung zu schenken.

Nach Car-T-Zelltherapie erhalten die meisten nämlich eine Prophylaxe mit Virostatika und Antibiotika über mehrere Monate.....

17 Mai 2024 12:13
  • Sunny
  • 584 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Hallo Ma,
das ist mir alles klar und geläufig. Wir ernähren uns sehr gesund, ich koche täglich frisch und ohne Fertigprodukte. Bei uns kommen fast ausschließlich Bioprodukte auf den Tisch und ich mache auch viele Dinge wie Ketchup selbst, damit gibt es also keine Probleme.

Auch eine Ernährungsberatung habe ich bereits Anfang der Diagnose meines Mannes in Anspruch genommen und sie war sehr zufrieden mit uns und hatte nur wenig Verbesserungsvorschläge. Trotz allem ist und bleibt die Darmflora jedes Myelompatienten angegriffen, allein schon durch die Therapien und die vielen Medikamente gegen Infekte, die immer wieder auftauchen.

Daher meinte ich auch Vorschläge 'abseits der Schulmedizin`oder den üblichen Wegen, die man so geht und ausprobiert. Vielleicht hat ja der ein oder andere schon irgendwelche Kuren ausprobiert oder andere Tipps, zusätzlich zu dem, was 'üblich' ist.

LG Sunny

Hallo Stani,

ich muss sagen, mich selbst hat das auch gefreut und ich war vor allem erstaunt, denn dass ein Arzt so etwas von selbst anspricht, ist durchaus unüblich. Meine Erfahrung ist, dass den Ärzten die Wichtigkeit der Ernährung und des Mikrobioms schon bewusst ist, auch, dass man sich viel bewegen und moderaten Sport treiben soll, aber leider wissen sie nichts darüber und können einem diesbezüglich auch nicht weiterhelfen. Das liegt an der Art der Ausbildung der Ärzte und dass diesem Feld leider kaum Beachtung gezollt wird. So muss man sich eben selbst schlau machen und das versuche ich gerade.

Ich glaube, ich kann mich an den Beitrag erinnern, der war nicht lange nachdem ich mich hier angemeldet habe. Ich werde versuchen ihn zu finden, vielleicht ist da etwas dabei, was mir weiterhilft.

LG Sunny

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17 Mai 2024 20:12
  • Stani
  • 371 Beiträge seit
    23 Mai 2021
Sunny, ich hab den Faden selber kaum gefunden....
Am schnellsten findest Du ihn, wenn Du auf mein Profil gehst und dort diesen Thread suchst (da er von mir gestartet wurde)

17 Mai 2024 20:38
  • Sunny
  • 584 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Danke, ich habe ihn schon gefunden und in den Links viel Interessantes gelesen.
LG

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