Viri antwortete auf Neu im Forum
21 Juni 2018 17:01
- Viri
- Autor
0 Beiträge seit
10 September 2026
10 September 2026
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Liebe Katharina,
es tut mir sehr leid, dass es Dir im Moment nicht so gut geht.
Es ist schlimm, dass Du Dich außer mit den Nebenwirkungen auch noch mit den Behörden auseinandersetzen musst,und Du solltest Dir diesbezüglich Hile holen. Der Sozialverband VdK , dem man gegen einen geringen Beitrag beitreten kann, berät und kämpft die Rente durch. Dann muss man selbst nicht diese zusätzlich belastenden Wege gehen.
Und auch die Psychotherapie solltest Du so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Es hilft so sehr, wenn man mit Jemandem alle Ängste und Gefühle besprechen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass man den anderen belastet.
Bei aller positiver Lebenseinstellung und Tapferkeit kommen doch immer wieder Augenblicke der Angst und Verzweiflung - vor allem, wenn man Schmerzen hat.
Ich habe zwar unter dem MM bisher körperlich noch nicht zu leiden gehabt, kenne aber andere Phasen von Krankheit mit Schmerzen und weiß, wie klein und hilflos man sich dann manchmal fühlt.
Es ist wunderbar, wenn man in einer solchen Situation einen lieben Menschen hat, der zu einem hält (ich habe das auch), und trotzdem ist es gut, sich Hilfe von außen zu holen. Ich habe mir schon jetzt einen Therapeuten gesucht, weil es mir schwerfällt mit der Angst umzugehen. Tagsüber geht das gut, aber nachts liege ich wach und dann kommen die Gedanken....
Vieles weiß ich theoretisch, weil ich selbst als Therapeutin gearbeitet habe, aber nun brauche ich selbst die Unterstützung.
Ja, Du hast recht - es gilt, nicht zu hadern, sondern die Diagnose anzunehmen und jedem Tag das Beste abzugewinnen. Aber kein Mensch kann immer stark sein; man darf weinen, jammern, schimpfen - sich nur nicht davon beherrschen lassen. Und alles, was helfen kann, sich von den Stimmungen nicht unterkriegen zu lassen sollte genutzt werden.
Ich wünsche Dir Kraft
Iris
es tut mir sehr leid, dass es Dir im Moment nicht so gut geht.
Es ist schlimm, dass Du Dich außer mit den Nebenwirkungen auch noch mit den Behörden auseinandersetzen musst,und Du solltest Dir diesbezüglich Hile holen. Der Sozialverband VdK , dem man gegen einen geringen Beitrag beitreten kann, berät und kämpft die Rente durch. Dann muss man selbst nicht diese zusätzlich belastenden Wege gehen.
Und auch die Psychotherapie solltest Du so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Es hilft so sehr, wenn man mit Jemandem alle Ängste und Gefühle besprechen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass man den anderen belastet.
Bei aller positiver Lebenseinstellung und Tapferkeit kommen doch immer wieder Augenblicke der Angst und Verzweiflung - vor allem, wenn man Schmerzen hat.
Ich habe zwar unter dem MM bisher körperlich noch nicht zu leiden gehabt, kenne aber andere Phasen von Krankheit mit Schmerzen und weiß, wie klein und hilflos man sich dann manchmal fühlt.
Es ist wunderbar, wenn man in einer solchen Situation einen lieben Menschen hat, der zu einem hält (ich habe das auch), und trotzdem ist es gut, sich Hilfe von außen zu holen. Ich habe mir schon jetzt einen Therapeuten gesucht, weil es mir schwerfällt mit der Angst umzugehen. Tagsüber geht das gut, aber nachts liege ich wach und dann kommen die Gedanken....
Vieles weiß ich theoretisch, weil ich selbst als Therapeutin gearbeitet habe, aber nun brauche ich selbst die Unterstützung.
Ja, Du hast recht - es gilt, nicht zu hadern, sondern die Diagnose anzunehmen und jedem Tag das Beste abzugewinnen. Aber kein Mensch kann immer stark sein; man darf weinen, jammern, schimpfen - sich nur nicht davon beherrschen lassen. Und alles, was helfen kann, sich von den Stimmungen nicht unterkriegen zu lassen sollte genutzt werden.
Ich wünsche Dir Kraft
Iris
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hase25 antwortete auf Neu im Forum
21 Juni 2018 14:05
- hase25
-
423 Beiträge seit
15 Februar 2017
15 Februar 2017
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- Beiträge: 423
Liebe Iris,
das Foto ist Ende April in Heidelberg während meiner Reha aufgenommen worden. An diesen Tag hatte ich großen Grund der Freude - meine Tochter hatte mich überraschend besucht!
Zur Zeit fühle ich mich nicht so wohl - die Nebenwirkungen der Konsolidierungs-Chemo machen mir zu schaffen. Auch bin ich nach der Therapie erst mal in ein Loch gefallen und kämpfe mich momentan mit der Beantragung der Erwerbsunfähigkeitsrente und übergangsweise Arbeitslosengeld durch. Da kommen immer wieder neue Fragen auf. Das bedeutet für mich eine extra Portion Stress. Auch ist es bei mir so, dass ich, obwohl ich gute Laborwerte aufweise, dennoch mit Ängsten und starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen habe.
Du siehst, es ist immer ein auf und ab. Dennoch versuche ich immer positiv im "Hier und Jetzt" zu bleiben - versuche es :whistle: - klappt nicht immer! Mein nächster große Schritt wird sein, eine Psychotherapie zu machen. Ich wünsche mir Hilfe von aussen, damit ich das letzte Jahr verarbeiten kann und auf die kommenden besser vorbereitet bin. Dass ich ein Stück meiner Ängste hinter mir lassen kann und wiede unbeschwerter nach vorne schaue.
Wünsche dir auch liebe Menschen, die dir zur Seite stehen. Bei uns war es so, dass wir erst einmal viel enger zusammen gerückt sind. Mein Mann ist mein Fels in der Brandung - immer für mich da!
Versuche nicht mit der Diagnose zu hadern sonder akzeptiere sie und lerne damit zu leben!
Grüße Katharina
das Foto ist Ende April in Heidelberg während meiner Reha aufgenommen worden. An diesen Tag hatte ich großen Grund der Freude - meine Tochter hatte mich überraschend besucht!
Zur Zeit fühle ich mich nicht so wohl - die Nebenwirkungen der Konsolidierungs-Chemo machen mir zu schaffen. Auch bin ich nach der Therapie erst mal in ein Loch gefallen und kämpfe mich momentan mit der Beantragung der Erwerbsunfähigkeitsrente und übergangsweise Arbeitslosengeld durch. Da kommen immer wieder neue Fragen auf. Das bedeutet für mich eine extra Portion Stress. Auch ist es bei mir so, dass ich, obwohl ich gute Laborwerte aufweise, dennoch mit Ängsten und starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen habe.
Du siehst, es ist immer ein auf und ab. Dennoch versuche ich immer positiv im "Hier und Jetzt" zu bleiben - versuche es :whistle: - klappt nicht immer! Mein nächster große Schritt wird sein, eine Psychotherapie zu machen. Ich wünsche mir Hilfe von aussen, damit ich das letzte Jahr verarbeiten kann und auf die kommenden besser vorbereitet bin. Dass ich ein Stück meiner Ängste hinter mir lassen kann und wiede unbeschwerter nach vorne schaue.
Wünsche dir auch liebe Menschen, die dir zur Seite stehen. Bei uns war es so, dass wir erst einmal viel enger zusammen gerückt sind. Mein Mann ist mein Fels in der Brandung - immer für mich da!
Versuche nicht mit der Diagnose zu hadern sonder akzeptiere sie und lerne damit zu leben!
Grüße Katharina
Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!
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Viri antwortete auf Neu im Forum
21 Juni 2018 13:22
- Viri
- Autor
0 Beiträge seit
10 September 2026
10 September 2026
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Liebe Katharina,
erst einmal ein Kompliment für Dein schönes Foto!
Ja, es ist erstmal ein Schock, weil ich auch noch sehr verunsichert bin. Wie lange schlummert das MM schon, wann wird es ausbrechen.....
Niemand weiß was kommt; ich könnte morgen von einem Baum erschlagen werden, und trotzdem ist es kein schönes Gefühl, diese Zeitbombe im Körper zu haben. Die ganzen Begriffe, die ich hier lese, sind mir noch ganz fremd.
Zum Glück hat Ingrid mich "gefunden" und wohnt mit Klaus 99 ganz in meiner Nähe, sodass wir uns treffen können. Ich freue mich sehr darauf.
Dich hat es ja gleich ganz getroffen - ohne "Schlummerphase". Das war bestimmt ein viel größerer Schock und eine ganz große Angst gewesen sein.
Du lachst so fröhlich auf dem Bild. Ich hoffe, es ist ein aktuelles, das zeigt, wie gut Du Dich trotz der Hochdosischemo wieder fühlst.
Herzliche Grüße
Iris
erst einmal ein Kompliment für Dein schönes Foto!
Ja, es ist erstmal ein Schock, weil ich auch noch sehr verunsichert bin. Wie lange schlummert das MM schon, wann wird es ausbrechen.....
Niemand weiß was kommt; ich könnte morgen von einem Baum erschlagen werden, und trotzdem ist es kein schönes Gefühl, diese Zeitbombe im Körper zu haben. Die ganzen Begriffe, die ich hier lese, sind mir noch ganz fremd.
Zum Glück hat Ingrid mich "gefunden" und wohnt mit Klaus 99 ganz in meiner Nähe, sodass wir uns treffen können. Ich freue mich sehr darauf.
Dich hat es ja gleich ganz getroffen - ohne "Schlummerphase". Das war bestimmt ein viel größerer Schock und eine ganz große Angst gewesen sein.
Du lachst so fröhlich auf dem Bild. Ich hoffe, es ist ein aktuelles, das zeigt, wie gut Du Dich trotz der Hochdosischemo wieder fühlst.
Herzliche Grüße
Iris
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Ingrid99 antwortete auf Neu im Forum
20 Juni 2018 22:36
- Ingrid99
-
168 Beiträge seit
03 Mai 2016
03 Mai 2016
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- Beiträge: 168
Hallo,
aktuelle Informationsbroschüren zum Thema findet ihr auch auf unserer Seite:
www.myelom.org/=%22index.php?option=com_...&id=42&Itemid=154%22
Gruß Ingrid
aktuelle Informationsbroschüren zum Thema findet ihr auch auf unserer Seite:
www.myelom.org/=%22index.php?option=com_...&id=42&Itemid=154%22
Gruß Ingrid
Die Zeit für das Glück ist Heute nicht Morgen.
Man kann das Leben nicht verlängern, aber verdichten. (R. Willemsen)
myelom.online
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hase25 antwortete auf Neu im Forum
20 Juni 2018 22:21
- hase25
-
423 Beiträge seit
15 Februar 2017
15 Februar 2017
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- Beiträge: 423
Liebe Iris,
ich hoffe, du hast den ersten Schock bald verarbeitet. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch ein "Smoldering MM" eine große Portion Stress verursacht. Vielleicht hast du eine Krebsberatungsstelle in der Nähe. Die bieten auch Beratungsgespräche an und können dir das ein odere andere Informationsheft aushändigen. Es gibt so viele Möglichkeiten Hilfe zu bekommen, das wäre vielleicht ein Anfang?!
Liebe Grüße vom Hasen
Katharina
ich hoffe, du hast den ersten Schock bald verarbeitet. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch ein "Smoldering MM" eine große Portion Stress verursacht. Vielleicht hast du eine Krebsberatungsstelle in der Nähe. Die bieten auch Beratungsgespräche an und können dir das ein odere andere Informationsheft aushändigen. Es gibt so viele Möglichkeiten Hilfe zu bekommen, das wäre vielleicht ein Anfang?!
Liebe Grüße vom Hasen
Katharina
Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!
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Viri antwortete auf Neu im Forum
20 Juni 2018 20:57
- Viri
- Autor
0 Beiträge seit
10 September 2026
10 September 2026
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Danke, liebe Diddlmaus, dass Du mir so ausführlich geantwortet hast.
Ich glaube, dass Deine wunderbare positive Lebenseinstellung auch Deiner Familie viel Kraft gibt, und Du kannst zu Recht stolz sein auf Deinen Kleinen, der emotional sicher viel von Dir mitbekommen hat. Das wird ihm helfen, ganz früh zu lernen, was im Leben wirklich wichtig ist und ihm die richtigen Werte vermitteln.
In Zeiten, in denen ich in meinem Leben an sehr schwierige Punkte kam, habe ich auch immer daran geglaubt, das alles irgendwie einen Sinn hat, wenn ich ihn auch in dem Moment nicht sehen konnte.
Es gilt, den Augenblick zu genießen und sich an jeder Kleinigkeit zu freuen, alles Schöne als ein Geschenk zu betrachten und sich nicht sinnlose Gedanken über die Zukunft zu machen, die ohnehin niemand kennt.
In diesem Sinne trinke ich mit Dir mit halbvollem Glas auf alles Gute und Schöne, das uns noch begegnen wird.
Iris (Viri)
Ich glaube, dass Deine wunderbare positive Lebenseinstellung auch Deiner Familie viel Kraft gibt, und Du kannst zu Recht stolz sein auf Deinen Kleinen, der emotional sicher viel von Dir mitbekommen hat. Das wird ihm helfen, ganz früh zu lernen, was im Leben wirklich wichtig ist und ihm die richtigen Werte vermitteln.
In Zeiten, in denen ich in meinem Leben an sehr schwierige Punkte kam, habe ich auch immer daran geglaubt, das alles irgendwie einen Sinn hat, wenn ich ihn auch in dem Moment nicht sehen konnte.
Es gilt, den Augenblick zu genießen und sich an jeder Kleinigkeit zu freuen, alles Schöne als ein Geschenk zu betrachten und sich nicht sinnlose Gedanken über die Zukunft zu machen, die ohnehin niemand kennt.
In diesem Sinne trinke ich mit Dir mit halbvollem Glas auf alles Gute und Schöne, das uns noch begegnen wird.
Iris (Viri)
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