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Sabine_D antwortete auf Ganz am Anfang und schon am Ende?
19 März 2016 16:16
  • Sabine_D
  • 177 Beiträge seit
    14 Januar 2015
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Liebe Anomalia,

herzlich willkommen hier im Forum.
Ich weiss wieviel Überwindung es kostet, sich Hilfe von Aussen zu holen. Aber hier bist Du gut aufgehoben. Sehr kompetente Leute und alle wissen, wovon sie reden. Ich bin auch Angehörige.
Medizinische Ratschläge kann ich Dir aber leider nicht geben.
Erfahrungswerte allerdings schon.

Bei uns war das fast genauso. Mein Mann war etwa zwei Jahre älter bei der Diagnosestellung wie Deiner. Selbes Szenario. Ständige Schmerzen, nicht zum Arzt gehen wollen, nichts darüber wissen wollen. Wir hatten auch die selben Gedanken mit der vergeudeten Zeit und mein Mann auch Osteolysen.

Wir waren auch wie gelähmt. Sobald aber eine Therapie beginnt, hat man das Gefühl "den Stier an den Hörnern zu packen". Da entwickelt man dann Kampfgeist. Ich zumindest.

Wichtig ist aber, dass man den Medizinern vertrauen kann. Wenn Ihr da in guten Händen seid ist das gut. Wenn Du aber das Gefühl hast, dass etwas nicht so gut läuft, dann suche Rat bei anderen Medizinern. Hier im Forum können Dir viele helfen, wo die guten Zentren sind.

Ärzte sind wir hier keine aber einige hier wissen so richtig gut Bescheid und haben einen aussergewöhnlichen Erfahrungsschatz. Stelle Deine Fragen und Dir wird geholfen werden.

Was auf Euch zukommt kann natürlich keiner so genau schildern, weil jede Erkrankung individuell ist. Aber wenn es die klassische Form ist, dann wird wohl eine Chemo und autologe Stammzellentransplantation angestrebt werden.
Unter der Rubrik DAS MYELOM und THERAPIEN findest Du schon mal ganz gebündeltes Wissen.

Ich wünsche Dir Mut und Kraft und glaube trotz allem an das Gute.
Uns wurde nach zwei Stammzellentransplantationen (Juni 2015) wieder eine wunderbare Zeit geschenkt in der wir uns viel wieder zurückgeholt haben.

Blick nach vorne und sei Willkommen,
Sabine


Ganz am Anfang und schon am Ende? wurde erstellt von Anomalia
19 März 2016 15:00
  • Anomalia
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo,

mein Mann hat gestern die Diagnose MM bekommen, wobei nächste Woche noch eine Biopsie gemacht wird, um das Ergebnis abzusichern.
Die Blut- und Urinwerte sprechen eine eindeutige Sprache.

Ursprünglich ist mein Mann vor 2 Wochen zum MRT gegangen mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall, es wurde aber festgestellt, dass die gesamte Wirbelsäule "zerfressen" ist. Vier Deckenplatten sind gebrochen (Schmetterlingsdeformation) und die Wirbelkörper angegriffen. Außerdem ergab ein CT letzte Woche, dass er mehrere auch ganz frische Rippenbrüche hat. Es wurde schon mit der Bisphophonatbehandlung begonnen. Eine Therapie soll nach der Biopsie angegangen werden.

Ich habe nun eine vielleicht seltsame Frage. Mein Mann hatte 1 Jahr lang wirklich schlimme Schmerzen, wollte aber nicht zum Arzt gehen und wir haben deswegen auch furchtbare Auseinandersetzungen gehabt. Wahrscheinlich hat der Krebs mindestens schon das ganze letzte Jahr gewütet. Ich habe hier schon viel gelesen und befürchte nun das Schlimmste. Kann es sein, dass es schon zu spät ist, weil die ganze Wirbelsäule und Rippen kaputt sind? Vom Schädel wurde noch gar kein Bild gemacht, weil ursprünglich der Verdacht da war, dass die Wirbelsäule voller Metastasen ist und der Primärtumor gesucht wurde, aber eben nicht gefunden wurde.

Mein Mann will von all dem nichts wissen, er will auch nicht informiert werden, aber für mich ist es wichtig zu wissen, was auf uns zukommen kann und mit was wir es zu tun haben.

Danke für eure Hinweise und viele Grüße
Anomalia

edit: Er ist 49 Jahre alt.