- joseph
11 September 2026
Pat schrieb:
Meine Frage: wie ist die Vorgehensweise bei einem MM in diesem Stadium in diesem Alter, wenn der Patient anscheinend keine Symptome verspürt?
Hi Pat
Zuerst muss ja mal das Stadium festgelegt werden vom Onkologen, denn ohne richtige Auskunft kann man auch nichts entscheiden, siehe deine Aussage ==> Ich zähle die Tage bis zur Befundbesprechung, da meine Mutter (70) meiner Meinung nach ein MM IgG Kappa Stadium IIIA hat.
Erst dann kann eine Richtung angezeigt werden.
Welche Vorgehensweise , du schreibst "anscheinend keine Symptome", sehr schwere Frage, ich kann darauf keine Antwort geben, zuviele Fragezeichen, leider
MFG
Joseph
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- Pat
- Autor
11 September 2026
joseph schrieb: Hi Pat
Manchmal ist es besser an die Lebensqualität zu denken und dann halt sich für eine verkürzte Lebenszeit zu entscheiden..........
Frage: sollte die Entscheidung einer Behandlungsverzögerung nicht von deiner Mutter ausgehen ............... es geht doch primär um Ihre Lebensabende
Ein Kampf ist doch erst verloren, wenn der Patient aufgibt, vorher nicht
Liebe Grüsse
Joseph
Hallo Joseph,
ich schreibe quasi stellvertretend für meine Mutter, denn diese hat im Moment keinen PC und wir haben eben gestern ein sehr intensives Gespräch über diese Verdachtsdiagnose gehabt.
Natürlich ist es ihre Entscheidung.
Nach meinem Recherchen haben auch Leute in diesem Stadium die Krankheit teils über 10 Jahre ertragen - nur ist das eben nicht der Regelfall.
Meine Mutter ist grundsätzlich eine sehr starke Frau, aber wir besprechen eben alle Szenarien.
Wenn es ihr noch 6 Monate gut geht, ist es vielleicht besser als wenn sie ab nächster Woche unter der Chemo leidet.
Ich kann die Sache auch nicht abschließend beurteilen, da ich ja noch nicht weiß, was die Ärzte sagen.
Meine Frage: wie ist die Vorgehensweise bei einem MM in diesem Stadium in diesem Alter, wenn der Patient anscheinend keine Symptome verspürt?
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- Jeanny150765
17 Juni 2010
- Beiträge: 1161
ich kann Dich sehr gut verstehen.......
Meiner Mutti wurde die SZT nahegelegt.
Sie hat sich dagegen entschieden.
Trotzdem hat Sie den "Kampf" angenommen und eine konventionelle Therapie über 8 Monate gemacht(VMP).Jetzt fast 2 Jahre nach Diagnosestellung geht es Ihr gut.Ich weiß nicht,was gewesen wäre,hätten wir garnichts gemacht.
2-3 ohne Therapie und dann ist vielleicht Schluss?So dürft Ihr nicht denken.Es können viel viel mehr Jahre werden.Ich bin die letzte die nicht auch die Meinung vertritt,das man eine SZT bei älteren Patienten über 70 sein lassen sollte,aber eine konventionelle Therapie ist zu schaffen,es ist auszuhalten.....und dann erholt sich der Körper auch wieder.
Natürlich ist es Eure Entscheidung,aber ich hätte positiv nach vorne geschaut,es gibt gute Medikamente.Ich habe meiner Mutti immer gut zugeredet,abgewogen,was für Sie verkraftbar ist.....aber an aufgeben haben wir nie gedacht.Schritt für Schritt ging es von einem Zyklus zum anderen.
Das schöne daran,ist zu sehen,wie die Werte purzeln....und dann schafft man den Rest....
Ich kenne eine Patientin,die ist über 80 Jahre,hat MM und macht ambulant die VMP Therapie,ganz tapfer und es geht Ihr soweit ganz gut.
Ich wünsche Euch die richtige Entscheidung.
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- joseph
11 September 2026
Manchmal ist es besser an die Lebensqualität zu denken und dann halt sich für eine verkürzte Lebenszeit zu entscheiden..........
Frage: sollte die Entscheidung einer Behandlungsverzögerung nicht von deiner Mutter ausgehen ............... es geht doch primär um Ihre Lebensabende
Ein Kampf ist doch erst verloren, wenn der Patient aufgibt, vorher nicht
Liebe Grüsse
Joseph
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- Pat
- Autor
11 September 2026
Mir ist klar, daß der ß2 Wert zu hoch ist, nur wird es ja wohl ein Unterschied sein, ob dieser zB 5,5 betragt oder 19 (was soweit ich gesehen habe jemanden hier im forum aufgrund einer zweiten erkrankung passiert ist).
Die Frage, die wir uns stellen ist tatsächlich wie sinnvoll es ist einen doch eher aussichtslosen Kampf zu führen, um ein paar Jahr zu gewinnen.
Im Mittel leben doch Leute mit MM, die nur eine Chemo machen 2-3 Jahre und eine SZT werden wir uns nicht zumuten.
Mir ist schon klar, daß das eine sehr individuelle Erkrankung ist, aber viele Ärzte würden ja selbst keine Chemo etc. machen.
Ich (32) habe in den letzten Jahren zahlreiche betagte Angehörige verloren (jeoch nicht an Krebs) und gesehen wie sie jahrelang gelitten haben und meine Mutter kennt viele krebskranke Bekannte.
Die Frage ist, will man in der medizinischen Maschinerie wirklich mitspielen, wenn es nur ein Kampf gegen Windmühlen ist.
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- Jeanny150765
17 Juni 2010
- Beiträge: 1161
der Wert sollte weniger als < 3 sein.Das wäre dann normal.
Der Wert Deiner Mutter ist schon hoch.
Aber wartet ab,was die Ärzte sagen.
Und wenn die sagen :Therapiebeginn,dann solltet Ihr das schon beginnen.
Durch die Therapie werden die Werte gut runter gebracht.Es ist zwar sehr schwer,sich dafür zu entscheiden,wenn es einem sonst gut geht,aber es muss doch sein.
Glaub mir,nach Therapie,wenn alles geschafft ist,geht es wieder aufwärts.
Aber Ihr habt dann wenigstens alles getan,um den Krankheitsverlauf für eine längere Zeit zu stoppen.
Ich wünsche Euch alles Gute und habt keine Angst.Es gibt genügend Behandlungsmöglichkeiten.
LG
Jeanny
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