sergio antwortete auf 1.ASZT -morgen gehts los
01 März 2011 21:04
- sergio
479 Beiträge seit
27 Oktober 2009
27 Oktober 2009
Hallo Katrin,
bleib cool und ruhig,
die Aerzte haben das sicher unter Kontrolle, das ist keine Kritik an dich, manchmal bin ich selber so ueber-hyperaufmerksam im nachhinein sieht man das ein wenig anders.
Also ich denke jeder von uns reagiert auf die SZT anders, bei meinen zwei hatte ich auch koerperlich ganz andere Reaktionen, durchgehend war, dass ich keine Lust hatte weder zu lesen, noch TV zu sehen, man will nur dass die Zeit moeglichst bald vergeht, mich haben Besuche gestoert, am schlimmsten war die Ehefrau meines Bettnachbarn die den ganzen Nachmittag da war und getratscht hat....
Bez. der HD, ich bekam die Chemo am Freitag und da diese aber erst nach 2 tagen wirkt, durfte ich von Freitag abend bis sonntagabend nach Hause, d.h. ich fuhr mit dem Zug von Bologna nach Florenz nach dem Melphalan (!!)(kein Witz) ... sonntag abend zurueck und da ging es mir dann nicht so gut, am Montag dann meine Stammzellenrueckgabe.
Also ich denke das handhabt jedes Zentrum anders, besonders je nach Zustand des Patienten, die Gefahr kommt ja erst in der Aplasiephase. Ich bin dann am Tag 14 nach Reinfusion entlassen worden, am Tag 12 durfte ich in die Cafeteria um Cappuccino und Broetchen zu essen.
Aber wann man entlassen wird, ist nicht so wichtig, lieber einen Tag laenger warten und es geht einem besser als zu frueh rauszukommen. Die Muedigkeit spuert man eh erst wenn man in sein gewohntes Umfeld kommt.
Also jetzt einfach durch die naechsten nicht so einfachen Tage durch, es wird schon
liebe Gruesse
bleib cool und ruhig,
die Aerzte haben das sicher unter Kontrolle, das ist keine Kritik an dich, manchmal bin ich selber so ueber-hyperaufmerksam im nachhinein sieht man das ein wenig anders.Also ich denke jeder von uns reagiert auf die SZT anders, bei meinen zwei hatte ich auch koerperlich ganz andere Reaktionen, durchgehend war, dass ich keine Lust hatte weder zu lesen, noch TV zu sehen, man will nur dass die Zeit moeglichst bald vergeht, mich haben Besuche gestoert, am schlimmsten war die Ehefrau meines Bettnachbarn die den ganzen Nachmittag da war und getratscht hat....
Bez. der HD, ich bekam die Chemo am Freitag und da diese aber erst nach 2 tagen wirkt, durfte ich von Freitag abend bis sonntagabend nach Hause, d.h. ich fuhr mit dem Zug von Bologna nach Florenz nach dem Melphalan (!!)(kein Witz) ... sonntag abend zurueck und da ging es mir dann nicht so gut, am Montag dann meine Stammzellenrueckgabe.
Also ich denke das handhabt jedes Zentrum anders, besonders je nach Zustand des Patienten, die Gefahr kommt ja erst in der Aplasiephase. Ich bin dann am Tag 14 nach Reinfusion entlassen worden, am Tag 12 durfte ich in die Cafeteria um Cappuccino und Broetchen zu essen.
Aber wann man entlassen wird, ist nicht so wichtig, lieber einen Tag laenger warten und es geht einem besser als zu frueh rauszukommen. Die Muedigkeit spuert man eh erst wenn man in sein gewohntes Umfeld kommt.
Also jetzt einfach durch die naechsten nicht so einfachen Tage durch, es wird schon
liebe Gruesse
Sergio
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Katrin antwortete auf 1.ASZT -morgen gehts los
02 März 2011 06:21
- Katrin
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
liebe caro, lieber sergio,
ich danke euch für euere schnellen antworten und dir liebe caro für die vorwarnung mit den thrombos.(:oops: ja ich neige dazu, was meine eltern betrifft immer sehr schnell auf 100 zu sein)
bin immer noch etwas unberuhigt und vertraue den ärzten nur bedingt......(ich weiß wohl, das sollte ich nicht)
liegt wohl daran, dass ein guter freund unfallchiurg ist und wir immer die horrorgeschichten seiner kollegen aufgetischt bekommen:ound ich auch aufgrund der erkrankung meiner beiden eltern dinge mitgemacht habe, die mein erfahrungspaket immer wieder aufs neue bereicherten.
(im positiven, wie auch im negativen)
ich frage mich halt, wieso er den Port nicht viel früher gelegt bekommen hat,
ein port ist doch immer ein potentieller entzündungsherd, auch noch nach wochen?
wieso wurde ihm erklärt, dass er nur eine infusion bekommt ?
vermutlich ist es besser für meinen papa, einen port zu haben,
die stecherei war immer der horror für ihn......
meine angst ist halt nur, dass der port zur falschen zeit gesetzt wurde........
aber wenn du sergio sogar zug gefahren bist...hm ......
viele liebe grüße und danke fürs Beistehen,
Katrin
ich danke euch für euere schnellen antworten und dir liebe caro für die vorwarnung mit den thrombos.(:oops: ja ich neige dazu, was meine eltern betrifft immer sehr schnell auf 100 zu sein)
bin immer noch etwas unberuhigt und vertraue den ärzten nur bedingt......(ich weiß wohl, das sollte ich nicht)
liegt wohl daran, dass ein guter freund unfallchiurg ist und wir immer die horrorgeschichten seiner kollegen aufgetischt bekommen:ound ich auch aufgrund der erkrankung meiner beiden eltern dinge mitgemacht habe, die mein erfahrungspaket immer wieder aufs neue bereicherten.
(im positiven, wie auch im negativen)
ich frage mich halt, wieso er den Port nicht viel früher gelegt bekommen hat,
ein port ist doch immer ein potentieller entzündungsherd, auch noch nach wochen?
wieso wurde ihm erklärt, dass er nur eine infusion bekommt ?
vermutlich ist es besser für meinen papa, einen port zu haben,
die stecherei war immer der horror für ihn......
meine angst ist halt nur, dass der port zur falschen zeit gesetzt wurde........
aber wenn du sergio sogar zug gefahren bist...hm ......
viele liebe grüße und danke fürs Beistehen,
Katrin
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Karsten antwortete auf 1.ASZT -morgen gehts los
02 März 2011 10:23
- Karsten
-
483 Beiträge seit
22 April 2010
22 April 2010
Hallo Katrin,
in deinem Thread stehen so viele skurile Dinge das ich so manches nicht glauben würde wenn nicht die Namen von Forumsmitgliedern dabeistehen würden die hier zu den aktivsten Stützen zählen.
Auch der Behandlungsablauf bei deinem Dad ist schon etwas merkwürdig.
Ich möchte mal kurz den Ablauf so wie er in Leipzig geschieht.
Egal ob Stammzellensammlung oder Transplantation,zuerst wird der Patient bei Erscheinen auf Viren und Bakterien geprüft.
(Blutabnahme und Abstrich aus nase und Mund)
Ist alles i.O. erfolgt am nächsten Tag das einsetzten des Venenkatheters(ZVK),dieser wird sofort auf korrekten Sitz per Röntgen oder CT geprüft. Nach der Auswertung der Bilder erfolgt die Kontrolle der einzelnen Katheterstränge(3) sind alle Frei werden bis zum nächsten Tag die Nieren mit unmengen an Flüssigkeiten über den ZVK gespült und dabei gleichzeitig geprüft wie gut der Patient ausscheidet.
Weiter gehts mit der Chemo,Melphalan wird alles auf einmal gegeben(ZVK) was nicht länger als 20min. dauert.
Danach denke ich mal läuft alles im gleichen Zeitraum ab wie in den anderen Kliniken was die Rückgabe der Stammzellen etc. angeht.
Was die Unterbringung angeht stehen entweder Einzelzimmer oder auf der 2. Station Doppelzimmer für den Patienten bereit.
Ich erwähnte hier auch schon mal das die Klinik die Hausanzüge(2 am Tag) und ALLES weitere zur Behandlung oder Körperpflege zur Verfügung stellt.Inkl.2 neue Zahnbürsten am Tag.
Selbst die Tageszeitung erhält man mit auf dem Frühstückstablett.
Man betritt sein Zimmer nur mit Laptop(ohne den wäre ich vor Langerweile gestorben),Handy und anderen mitgebrachten Elektronikartikeln.Bücher müssen noch in Folie sein.
Das Zimmer kann auch nicht verlassen werden solange bis die Aplasiephase beendet ist.(auch nicht zum Teekochen)
Besucher müssen sich in einer Schleuse komplett umziehen und bekommen dafür Anzüge gestellt.
Essbares darf nicht mitgebracht werden!
Das ist auch nicht nötig,denn auf der Station darf man sich alles bestellen was für den Körper erlaubt ist.
Gibt der Essenplan nichts brauchbares her bestelt man sich halt ein Putensteak oder Schnitzel. Hat man Bock auf Bananen,Wassereis oder sonstiges es wird versucht alles zu organisieren.
Kaffee oder Alkoholfreies Bier zwischendurch kein Thema.
Das einzigste was mich gestört hat das man im Zimmer die Fenster nicht öffnen konnte und man 20 Tage klimatisierte Luft einatmen musste.
Du siehst bei den Behandlungsmethoden ist alles dabei,wobei ich dann doch froh bin in Leipzig behandelt worden zu sein.
Alles Gute
Karsten
in deinem Thread stehen so viele skurile Dinge das ich so manches nicht glauben würde wenn nicht die Namen von Forumsmitgliedern dabeistehen würden die hier zu den aktivsten Stützen zählen.
Auch der Behandlungsablauf bei deinem Dad ist schon etwas merkwürdig.
Ich möchte mal kurz den Ablauf so wie er in Leipzig geschieht.
Egal ob Stammzellensammlung oder Transplantation,zuerst wird der Patient bei Erscheinen auf Viren und Bakterien geprüft.
(Blutabnahme und Abstrich aus nase und Mund)
Ist alles i.O. erfolgt am nächsten Tag das einsetzten des Venenkatheters(ZVK),dieser wird sofort auf korrekten Sitz per Röntgen oder CT geprüft. Nach der Auswertung der Bilder erfolgt die Kontrolle der einzelnen Katheterstränge(3) sind alle Frei werden bis zum nächsten Tag die Nieren mit unmengen an Flüssigkeiten über den ZVK gespült und dabei gleichzeitig geprüft wie gut der Patient ausscheidet.
Weiter gehts mit der Chemo,Melphalan wird alles auf einmal gegeben(ZVK) was nicht länger als 20min. dauert.
Danach denke ich mal läuft alles im gleichen Zeitraum ab wie in den anderen Kliniken was die Rückgabe der Stammzellen etc. angeht.
Was die Unterbringung angeht stehen entweder Einzelzimmer oder auf der 2. Station Doppelzimmer für den Patienten bereit.
Ich erwähnte hier auch schon mal das die Klinik die Hausanzüge(2 am Tag) und ALLES weitere zur Behandlung oder Körperpflege zur Verfügung stellt.Inkl.2 neue Zahnbürsten am Tag.
Selbst die Tageszeitung erhält man mit auf dem Frühstückstablett.
Man betritt sein Zimmer nur mit Laptop(ohne den wäre ich vor Langerweile gestorben),Handy und anderen mitgebrachten Elektronikartikeln.Bücher müssen noch in Folie sein.
Das Zimmer kann auch nicht verlassen werden solange bis die Aplasiephase beendet ist.(auch nicht zum Teekochen)
Besucher müssen sich in einer Schleuse komplett umziehen und bekommen dafür Anzüge gestellt.
Essbares darf nicht mitgebracht werden!
Das ist auch nicht nötig,denn auf der Station darf man sich alles bestellen was für den Körper erlaubt ist.
Gibt der Essenplan nichts brauchbares her bestelt man sich halt ein Putensteak oder Schnitzel. Hat man Bock auf Bananen,Wassereis oder sonstiges es wird versucht alles zu organisieren.
Kaffee oder Alkoholfreies Bier zwischendurch kein Thema.
Das einzigste was mich gestört hat das man im Zimmer die Fenster nicht öffnen konnte und man 20 Tage klimatisierte Luft einatmen musste.
Du siehst bei den Behandlungsmethoden ist alles dabei,wobei ich dann doch froh bin in Leipzig behandelt worden zu sein.
Alles Gute
Karsten
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leopoldi antwortete auf 1.ASZT -morgen gehts los
02 März 2011 11:42
- leopoldi
-
1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Hallo Karsten,
das klingt alles wunderbar. Ich kenne es auch, dass diese Station von der Gesamtversorgung "etwas besser bestückt" ist. Allerdings drängt sich spätestens hinsichtlich der Tageszeitung auf dem Frühstückstablett bei mir ernsthaft die Frage auf: bist Du gesetzlich krankenversichert?
LGe
Monika
das klingt alles wunderbar. Ich kenne es auch, dass diese Station von der Gesamtversorgung "etwas besser bestückt" ist. Allerdings drängt sich spätestens hinsichtlich der Tageszeitung auf dem Frühstückstablett bei mir ernsthaft die Frage auf: bist Du gesetzlich krankenversichert?
LGe
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
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Katrin antwortete auf 1.ASZT -morgen gehts los
02 März 2011 12:49
- Katrin
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
gerade erhielt ich einen anruf, dass mein papa auf die infektologie verlegt wurde,
weil sein zimmernachbar eine grippe hat und er möglicherweise aufgrund der inkubationszeit zu keinem zweiten mehr verlegt werden kann um diese personen nicht weiter anzustecken.
bis die grippe erkannt wurde vergingen 2 tage, weil der pfleger immer wieder meinte, dass es komplett normal sei, fieberschübe zu bekommen;(
ich hoffe die infektologie ist gut isololiert und mein papa holt sich dort nicht andere gefährliche keime,
dort kommen ja alle extrem ansteckenden erreger zusammen;(
wenn man weiß wie das mit den krankenhauskeimen so abläuft wird mir schon ganz schlecht;(
und das 2 tage nach der HD;(
:bang:
was müssen wir auch immer für ein pech haben mit solchen dingen;(
glg
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Karsten antwortete auf 1.ASZT -morgen gehts los
02 März 2011 14:12
- Karsten
-
483 Beiträge seit
22 April 2010
22 April 2010
leopoldi schrieb: Hallo Karsten,
das klingt alles wunderbar. Ich kenne es auch, dass diese Station von der Gesamtversorgung "etwas besser bestückt" ist. Allerdings drängt sich spätestens hinsichtlich der Tageszeitung auf dem Frühstückstablett bei mir ernsthaft die Frage auf: bist Du gesetzlich krankenversichert?
LGe
Monika
Hallo Monika,
ich bin gesetzlich versichert,auch wenn es vielleicht anders rüberkommt.
Die Ärzte und Schwestern waren wirklich sehr fürsorglich,allerdings auch Gnadenlos was den Behandlungsplan angeht.Das heist, man hat vom Tag an dem die Spülung beginnt rund um die Uhr mind. einen Schlauch am ZVK angeschlossen und das bis zum letzten Tag auch wenn die letzten Tage "nur" 0,5l Salzwasser durchlaufen.
Glück im Unglück hatte ich als sich mein ZVK am Tag 8 urplötzlich entzündete und er sofort entfernt wurde.
Man hat dann nur noch alle 2 Tage eine Flexüle bis zum Abend gelegt,aber ich war den blöden Schlauch los.
Das ganze Prozedere wird in Leipzig warscheinlich auch noch so lange Aufrecht erhalten solange Prof Niederwieser der Chef der Häma ist,was danach kommt wer weiß.
Ich konnte jedoch sehr gut damit leben,schon mal die Bereitstellung der täglichen Wäsche nimmt den Angehörigen doch schon einiges an Arbeit ab.
@katrin,dein Vati ist in guten Händen.Wenn er sich was weggeholt haben sollte wissen die Doks ja nun was sie für einen Infekt bekämpfen müssen.
Grüße aus dem Südharz
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