AMMonline

     

carina antwortete auf MM und PLZ doch vererbbar ?????
27 Jan. 2011 15:55
  • carina
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo in die Runde,
ihr fragt alle wie sag ichs meinem Kinde? Ich habe den umgekehrten Fall erlebt. Meine Tochter, gerade mal 24 hat mir erklärt, daß sie ja geradezu prädistiniert sei an Krebs zu erkranken, denn Uroma, Oma und Mama haben/hatten Krebs. Zwar alle einen anderen aber immerhin.
Ich war wie geplättet und konnte erst mal nichts mehr sagen. Meine Tochter bleibt aber ganz cool. Nur eines macht sie: reisen, reisen und nochmals reisen und ihr Leben geniessen.. Wann immer es geht. Und ich versuche sie dabei zu unterstützen (finanziell). Also ich hätte es von mir aus meiner Tochter auch nicht gesagt, sondern nur auf evtl.
Symptome geachtet. Ich finde, sie sollen solange es geht "sorglos" leben. Wir wussten es ja auch nicht. Ich hätte in meinem Leben auch nichts anderes gemacht..............
LG ANdrea.

GiselaKöenig antwortete auf MM und PLZ doch vererbbar ?????
27 Jan. 2011 15:57
  • GiselaKöenig
  • 378 Beiträge seit
    26 Oktober 2009
Hallo Monika,

wer schreibt denn hier etwas vom schlechten Gewissen!? Was wird mir denn da in meinen Text hineininterpretiert? Hallo!?
Bitte, wenn möglich, den Text nochmals in Ruhe lesen! Zur Beruhigung, Joseph weiß sicherlich wie ich es meine.
Nochmal für alle Leser !! Ich möchte mit meinen Beiträgen keinem ein schlechtes Gewissen machen!! Wo sind wir denn hier? Hallo!!

Viele Grüße

Gisela

Franziska antwortete auf MM und PLZ doch vererbbar ?????
27 Jan. 2011 16:02
  • Franziska
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo in die Runde,

ich bin seit längerem eine "stille" interessierte Leserin hier im Forum.
Nun möchte ich doch einen Beitrag verfassen.
Als mein Vater vor 10 Jahren die damals noch PLZ lautende Diagnose bekam, war eines der ersten Dinge, die ich von den Ärtzten mittgeteilt bekam: das kann erblich sein. Neu ist mir, dass es dominant erblich ist.
Ja, es beeinflusst mich in meinem Tun und meiner (Lebens-)Planung, obwohl ich mich (noch) nicht habe testen lassen. Es ist nicht so sehr die Angst um mein eigenes zukünftiges Leben, sondern eher wegen denen, die mein Leben mit mir teilen. Und man macht sich auch Gedanken darüber, ob es mit dem Wissen, dass diese Krankheit vererbt werden könnte, unverantwortlich wäre selbst Kinder zu bekommen und man macht sich auch darüber Gedanken was oder wie sage ich das meinem Partner? Sage ich überhaupt etwas darüber?
Ich habe meinen Vater durch diese Krankheit begleitet und habe gelernt damit umzugehen, und er war mir ein Vorbild wie er mit seiner Krankheit umging. Das ist das, was mir meine Ansgt genommen hat. Die letzten 10 Jahre hat er "doppelt" gelebt, und andere werden auf Grund von unglücklichen Umständen ebenfalls nicht älter als 50 Jahre. Trotzdem waren es auch harte Zeiten, und ich wollte das eigentlich niemandem "zumuten".
Ich weiß, dass es nicht sicher ist und dass die Art zu leben und noch viele, viele andere Dinge eine große Rolle spielen, aber ein Restrisiko bleibt nun mal.
Also gibt es auf Deine Frage, Joseph, wahrscheinlich keine eindeutige Antwort.

Viele herzliche Grüße an Euch alle
Franziska

Martin.Q antwortete auf MM und PLZ doch vererbbar ?????
27 Jan. 2011 16:39
  • Martin.Q
  • 512 Beiträge seit
    18 August 2009
Hallo,

da ich selber Angehöriger bin, ist das Thema natürlich für mich auch von Interesse. Testen würde ich mich allerdings nicht wollen.

Ich selber bin eigtl. schon immer davon ausgegangen ein erhöhtes Risiko zu haben. Doch hoffe ich sehr, dass dieses Risiko gering ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, so haben 15% aller Myelom Patienten dieses Gen, welches direkt vererbt wird. Ein vererben bedeutet darüber hinaus nicht, dass sich zwingend ein Myelom entwickelt, oder?! Ich habe es so verstanden, dass die Kinder dieser 15% ein erhöhtes Risiko haben. Wie hoch dieses Risiko ist wird dort nicht beschrieben. Ich möchte das Risiko nicht abtun, aber es nicht nicht so, dass jedes Kind eines Myelom Patienten auch ein Myelom bekommt. Im Einzelfall ist es sicherlich dramatisch, aber ich möchte mich jetzt auch nicht verrückt machen und mich "testen" lassen. Ein Test würde mir keinen Vorteil bringen im Kampf gegen die Krankheit. Wenn irgendwann ein MGUS oder ähnliches behandelt werden sollte, damit es nicht zum Myelom kommt, werde ich über ein Test nachdenken. Solange der "Wissensvorsprung" über meine Krankheit nicht in einem Überlebensvorteil mündet, lasse ich die Finder davon. Vielleicht werde ich jetzt aber noch bewusster auf meine Gesundheit achten, mehr Fisch, weniger Fleisch, mehr grüner Tee, Curcuma etc. Das kann in meinen Augen nicht schaden, unabhängig vom Myelom Risiko.

VLG

joseph antwortete auf MM und PLZ doch vererbbar ?????
27 Jan. 2011 16:50
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026

christer schrieb:
Vielleicht werde ich jetzt aber noch bewusster auf meine Gesundheit achten, mehr Fisch, weniger Fleisch, mehr grüner Tee, Curcuma etc. Das kann in meinen Augen nicht schaden, unabhängig vom Myelom Risiko.

VLG


Hi Christer

Das ist einer der Gründe, wieso ich dieses publik gemacht habe, denn auch wir "ELTERN" können damit beginnen, an unserem Essenstisch mit Vorbereitungen, ohne, dass es zu eine direkten Konfrontation mit dem MM kommt

Liebe Grüsse

Joseph

rudi antwortete auf MM und PLZ doch vererbbar ?????
27 Jan. 2011 17:54
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo,
ich bin heute in Würzburg in der Klinik angekommen und morgen beginnt meine 2. autologe SZT Prozedur.
Ich bin mit einem 75. jährigen MM Patienten gleichzeitig in einem Zimmer aufgenommen worden. Dieser macht auch eine autologe SZT ab Morgen.
Nun zum Thema:
Er hat mir vorher erzählt, das sein Bruder vor 9 Jahren mit Plasmozytom (MM) diagnostiziert worden ist und er selbst 2007.
Und der Vater der beiden ist mit 40 Jahren an "Leukämie" verstorben, da war mein Zimmernachbar gerade mal 3 Jahre alt.
Nach dieser Geschichte dachte ich spontan, mist- das MM ist anscheinend doch vererbbar!!

Und dann schalte ich den PC an und lese diese Diskussion hier - das passt voll.

Ich glaube Kinder und junge Erwachsene sind schlauer als wir glauben. Sie denken sich die Dinge selbst zurecht und wenn Vater oder Mutter Krebs haben, dann denken sie automatisch auch daran, daß sie das ja theoretisch auch mal bekommen könnten.

Aber zum Glück haben wir die wunderbare Eigenschaft unerwünschte Dinge verdrängen zu können und das positive überwiegen zu lassen. Mal ehrlich sonst wären wir doch allesamt schon durchgeknallt - oder??
Naja - reif für die Insel sind wir schon ab und zu - nicht wahr Joseph :wink:

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com