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Befinden nach ASZT wurde erstellt von Ranu
14 Apr. 2023 08:38
  • Ranu
  • 133 Beiträge seit
    04 März 2020
Hallo ,

ich habe meine 2. HD + ASZT am 17.03. erhalten. Seit 2 Wochen bin ich nun zu Hause.
Noch immer fühle ich mich total schwach, habe keinen Appetit, schmecke wenig, vor manchen Speisen ekelt es mich.
Außerdem sehe ich sehr unscharf und fühle mich oft etwas eingeschränkt im Denken.
Die ganze Situation zieht mich emotional etwas runter.
Die Blutkontrolle letzte Woche ergab, dass das Blutbild sich erholt, Leuko bei 2,8 , Hb noch etwas niedrig bei 8, Tendenz steigend.

Kennt ihr diese Symptome und wie lange können sie anhalten, bis ich mich wieder etwas kräftiger fühle?

Liebe Grüße, Ranu

Ich danke euch für eure Rückmedungen

Micha88 antwortete auf Befinden nach ASZT
14 Apr. 2023 11:18
  • Micha88
  • 153 Beiträge seit
    23 September 2015
Hallo Ranu,

Du brauchst Geduld! Ich hatte im September meine 2. SZT und es fing erst im Dezember langsam an, dass es mir körperlich etwas besser ging! Die Sehstörungen haben sogar noch länger angehalten, in Verbindung mit extrem trockenen Augen! Der Appetit sollte aber in den nächsten Wochen wiederkommen. Ein richtigen Schub gab es 6 Monate später, also 1 Monat nach der Konsolidierungstherapie und mit Beginn der Reha.

Die Phase ist emotional sehr belastend, aber sie geht bestimmt auch bei Dir vorbei, aber wie gesagt, man benötigt Geduld!

Alles Gute und Gruß
Michael

PS: Mein Hb ist jetzt immer noch bei unter 11, also auch ein langer Weg bis zur Normalität!

Viele Grüße
Michael

Erstdiagnose 11/2015
z.Zt. 3 Wochen nach CAR-T Therapie

Mapoli antwortete auf Befinden nach ASZT
14 Apr. 2023 22:01
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Ranu,
auch bei mir hat es lange gedauert. Etwas mehr als drei Monate hatte ich Probleme mit dem Geschmack. Auch die Kraft kommt erst langsam wieder. Manchmal hilft es, auf eiweißreiche Kost zu achten, damit die Muskeln Kraft bekommen. Mir hat Kräuterquark mit Kartoffeln sehr gut getan. Ausgewogen ernähren, viel Gemüse. Viel draußen an der frischen Luft spazieren gehen. Anfangs habe ich dazu einen Rollator, später einen Stock genutzt. Es hilft, wenn man akzeptiert, dass es Zeit braucht. Nicht ohne Grund sagen die Ärzte, das die 100 Tage abgewartet werden sollten. Es braucht Geduld, aber nun kommt der Frühling. Genauso wie die Natur langsam wieder aufblüht, wird bei Dir die Kraft kommen.

Gute Besserung.
LG
Ma

Ranu antwortete auf Befinden nach ASZT
16 Apr. 2023 13:21
  • Ranu
  • 133 Beiträge seit
    04 März 2020
Hallo Ma, hallo Michael,

danke für eure Rückmeldungen! Es gibt mir Zuversicht und macht mir deutlich, dass ich Geduld brauche.

Die Situation belastet mich sehr, weil ich mir kurz vor der SZT noch einen Bruch am Brustbein geholt habe, der immer noch sehr schmerzhaft ist. Ohne Schmerzmittel geht es leider nicht. Außerdem habe ich seit 1 Jahr eine Weichteilwucherung an meiner Osteolyse am Kreuzbein und seither habe ich auch Neuropathien am Fuß, weil ein Nervengeflecht betroffen ist. Seit der HD habe ich nun den Eindruck, dass die "Schwellung" am Kreuzbein zunimmt, ebenso die Neuropathie. Gibt es solche Phänomene, dass die HD, dies verschlechtern kann? Weiß das jemand von euch?

Ich bin insgesamt sehr verunsichert. Entschuldigt, wenn ich so ungeduldig Fragen stellen.
Liebe Grüße
Ranu

BB antwortete auf Befinden nach ASZT
16 Apr. 2023 14:13 - 16 Apr. 2023 14:14
  • BB
  • 142 Beiträge seit
    18 Dezember 2021
Neuropathie hab ich erst Wochen nach der Hochdosis bekommen - als Folge der ganzen Chemie, die in mich gelaufen ist. Im Krankenhaus hat es bereits gebizzelt, bis ich entlassen wurde, ging ohne Pregabalin gar nichts mehr.

Bis diese abgeklungen ist, hat es Monate gedauert. Mittlerweile ist sie ganz weg und ich möchte die auch nicht mehr wieder haben. Ärzte hatten mir allerdings gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass dies wieder weggehen würde.
Bin dankbar, dass ich neuropathiefrei bin. Aber es dauert
Letzte Änderung: 16 Apr. 2023 14:14 von BB.

Mapoli antwortete auf Befinden nach ASZT
16 Apr. 2023 18:13
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Ranu,

es ist doch ganz normal, dass die Situation verunsichert. Für Fragen ist dieses Forum da!
Und eines mussten wir alle durch das MM lernen: Geduld. Das ist nicht immer einfach.

Zu den Schmerzen am Brustbein: das kann eine ganze Weile weh tun. Ich hatte vor vielen Jahren, lange vor dem MM, dort einen Bruch nach einem Autounfall und habe viele Wochen Schmerzen gehabt. Mit jeder Bewegung der Arme und auch beim Atmen bewegt sich das Brustbein mit, darum ist auch das ein Heilungsprozess, bei dem Du Geduld brauchst.

Zu den PNP: nach der Hochdosis könne die sich auch durch die hochdosierte Chemo verschlimmern. Hast Du Dir unter "Grundlagen" den Artikel zu CIPN schon mal durchgelesen? Vielleicht ist da etwas hilfreiches dabei: www.myelom.org/grundlagen/komplementaerm...neuropatie-cipn.html

Zu dem Knubbel am Kreuzbein: wenn Du den Eindruck hast, dass er größer wird, sollte Dein Arzt auf jeden Fall noch mal drauf schauen. Manchmal hat man aber nach der Hochdosis weniger Gewicht, oder weniger Muskulatur, der ganze Körper verändert sich. Auch sitzt oder liegt man vielleicht mehr, als vorher. Dadurch kann sich das Empfinden verändern und vielleicht fällt Dir die Stelle einfach nur mehr auf, oder stört mehr, wenn weniger Hautfett darüber liegt. Aber wie gesagt, kontrollieren lassen ist sicher sinnvoll.

Gute Besserung.
LG
Ma