AMMonline

     

23 Juli 2021 06:47 - 23 Juli 2021 06:47
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Für Hochrisikopatienten gibt es eine 5-fach Therapie mit fast 80% Erfolgschance, derzeit in Uk in einer Studie und beim ASCO reportet. (8001). Da gibt es auch viel zu den Kyprolis Studien zu erfahren, evtl. intensiviert ihr einfach die bisherige Therapie
www.myelom.org/forum/therapien/4984-stud...co-kongess-2021.html
Letzte Änderung: 23 Juli 2021 06:47 von miregal.

  • LoisLane
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Wenn ich das hier weiter oben richtig verstanden habe, ist eine Intensivierung mit K zum DrD Schema nicht zugelassen, also eigentlich unmöglich, außer wir würden an dieser Studie teilnehmen.
Aber vielleicht ist es ja bald doch möglich und mein Mann noch nicht Lenalidomid resistent, dann könnte man das ja durchaus versuchen. Allerdings haben wir keinen Nachweis, dass er einen Hochrisikopatient ist. Sein Onkologe mein, das würde im Moment nichts an der Behandlung ändern, und sofern würde er aktuell noch nicht empfehlen, eine neue Knochenmarkbiopsie zu machen. Die letzte war im vergangenen Herbst, dann kam viermal VCD plus Stammzellentypisierung, 3 Monate später steigende Werte.

Ich habe auf die schnelle keinen Vergleich gefunden der aufzeigt, wie schnell die Zahlen normalerweise danach (ohne Erhaltungstherapie) steigen würden (nach vier Runden VCD plus der Hochdosis für die Stammzellmobilisierung). Aber damals hatte uns schon der Oberarzt in Hannover gesagt, wenn mein Mann keine Erhaltungstherapie macht, ist mit einem baldigen Progress zu rechnen.
Was nun baldig bedeutet..?
Also keine Ahnung ob es ein aggressives Myelom geworden ist oder was es bedeutet, aber DRd würde ja zumindest 2 Jahre mittlere progressionsfreie Zeit zum Nachdenken und Akzeptieren der ganzen Geschichte bedeuten.....

23 Juli 2021 13:08 - 23 Juli 2021 13:10
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Also wenn sich rein rechnerisch die Tumorlast in 6 Monaten verzehnfacht, ist sie unbehandelt in einem Jahr auf das Hundertfache gestiegen. Bei einem MRD- Bescheid (<10^-6) dauert es dann rechnerisch 3 Jahre bis man wieder den Ursprungszustand erreicht hat. Bei manchen ist der R-Wert höher, bei anderen stagniert er unter Behandlung. Bei mir waren es vor Behanlungsbeginn eine Verdreifachung pro Jahr ca, da sind die Aussichten dann schon besser. , also mind. 4 mal länger. Wie DAW schon geschrieben hat, können die agressiven Krebsklone stärker eliminert werden wie die harmloseren, deshalb kann es eben auch stagnieren unter Behandlung. Allgemin gilt, je schneller sich die Krebszellen vermehren, umso besser hilft eine Chemotherapie, die bei der Zellteilung ansetzt (Alkylantien)
Letzte Änderung: 23 Juli 2021 13:10 von miregal.

  • LoisLane
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Ich finde die Frage nach den Mutationen, die durch eine aggressive Behandlung (z.B. Transplantation ihrer Chemo) entstehen auch sehr interessant, denn die errechnete Steigerung des Wertes kann ja nur aufgehen, wenn die Mutation des Myeloms unverändert geblieben wäre/ist. Ich verstehe, dass das Weiterentwickeln zu u.a. der Hochrisiko Myelome mit fortschreitender Krankheitsdauer häufiger passiert, den Grund dafür aber nicht unbedingt.

Ich selbst habe das Bedürfnis, die nächsten Wochen besonders zu schauen, wie wir uns auf den Rückfall irgendwie vorbereiten können. Also schon mal Kontakt nach Würzburg aufnehmen oder auch nach Linz o.ä. (gibt es innerhalb der EU eigentlich Schwierigkeiten mit einer Kostenübernahme wenn man beispielsweise in Österreich die nächste Behandlung weiterführen würde, weiß das jemand von euch?)

Wie macht ihr denn das? Oder macht man das nicht, weil neue Optionen dazu können könnten?

Fragen über Fragen :/

  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Soweit ich das verstanden habe , kommen die Mutationen nicht von der Behandlung, sondern passieren zufällig. Je höher die Tumorlast, umso wahrscheinlicher ist eine weitere Mutation (statistisch gesehen). Deshalb weeden die Medikamente mit der Zeit auch nicht mehr wirksam, wil nur Zellen übrigbleiben, die sich trotz Behanlung weiter teilen können

23 Juli 2021 21:54
  • Unknownuser
  • 194 Beiträge seit
    15 September 2019
Hallo Miregal,
Das stimmt so nur teilweise es hängt auch ein wenig davon ab welchen Kariotyp deine Zelle hat so sind Hyperdiploide (mehr als 46 Chromosomenpaare) Klone und auch Pseudodyploide (46 Chromosomen) Klone stabiler wo hingegen Hypodiploide Klone (weniger als 46 Chromosomen) eher zu Veränderungen unter Zytostatika neigen.

Mfg Matthias

"Am Ende ist alles gut, nur davor ist manchmal echt Scheiße"

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