- klein Grisu
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23 Dezember 2016
Ob und wie eine Messung der minimalen Resterkrankung zukünftig in eine Therapieentscheidung eingeht ist auch noch nicht definiert = Messung wird nicht von der Kasse bezahlt Selbst wenn die MRD Diagnostik gemacht wurde (z.B. Selbstzahler), ergibt sich daraus keine Notwendigkeit in der einen oder anderen Weise zu reagieren.
zu " der möglichen 4 Jahre Progressionsfreiheit": so wie Du es formuliert hast, klingt es nach maximal 4 Jahre ist der Rückfall da. Dem ist nicht so. Der mediane PFS-Zeitraum in Studien ist die Zeitspanne in der die Hälfte aller eingeschlossenen Studienteilnehmer eine Rückfall (gemäß der vorher definierten Studienkriterien) erfahren hat und sagt über den maximalen Zeitraum Progressionsfreiheit nichts aus.
Sonnige Grüße
Markus
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- LoisLane
15 August 2026
Das macht es nicht leichter.
Ich hätte mir gewünscht, mit Carfilzomib anzufangen und es dann, wenn sich Nebenwirkungen zeigen, halt abzusetzen. Toll wäre auch, Revlimid nach einer Zeit dann abzusetzen und mit Kd-D weiter zu machen, statt mit Rd-D. Aber hier zeigt sich für mich einfach, dass ich es das ganze Thema angeht einfach noch total im Dunkeln tappe.
Wir werden sehen. Erst mal will mein Mann das rd-D Schema probieren und schauen/ hoffen dass es anschlägt.
Die Car-T Zell Therapie macht mir ehrlich gesagt noch sehr viel Angst, weil bei mir angekommen ist (und ich weiß darüber vermutlich noch zu/ sehr wenig), dass die Car-T-Zellen nach einem Jahr sterben und dann die Myelome so schnell und so aggressiv wie nie zuvor steigen und sich kein Plateau bildet.
Das Risiko ist so hoch, dann zu sterben, dass ich die anderen lebensverlängernden Behandlungen irgendwie momentan noch als hilfreicher empfinde, um auf die mRNA Behandlung zu warten oder die NK-Zell Therapie, die komischerweise nur so spärlich verfolgt wird. Ich weiß über die mRNA Krebsimpfung oder Behandlung nur wenig, aber es gibt dazu immerhin schon laufende Studien (Phase2 von mRNA basierter Car-T gegen Myelome "Descartes-11" - vielleicht wisst ihr ja darüber schon mehr), die in nächsten Jahren dann ja auch hoffentlich in unseren Breitengraden eine Bedeutung bekommen.
Ob der Ansatz der Gleiche ist, wie die Biontech Studie zur Krebsimpfung gegen z.B. Brustkrebs und Co? Jedenfalls so spannende und viel versprechende Ansätze...
Da das eine ganz individuelle Therapieform für jeden Patienten ist, freie ich mich da schon sehr auf die Ergebnisse (so wie bei den NK Zell Studien).
Die Hoffnung stirbt zuletzt.. gut,dass es schon so gute Behandlungsmöglichkeiten gibt, dass wir vielleicht ja noch von der Entwicklung profitieren können
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- LoisLane
15 August 2026
klein Grisu schrieb: Hallo Lois Lane
DRd ist eine sehr gute Kombination nach dem 1. Rezidiv, in der Pollux Studie wurde für Patienten nach dem 1. Rückfall eine mediane PFS Zeit von über 4 Jahren beobachtet
ashpublications.org/blood/article/134/Su...se-3-Pollux-Study-of
Bei ungenügendem Ansprechen einer dreier Kombi stellt sich eher die Frage die komplette Therapie auf andere Medikamente umzustellen als ein weiteres Medikament zur nicht erfolgreichen aktuellen Therapie zunehmen
Ihr solltet Euch auch überlegen, ob eine Stammzellentransplantation nicht doch in Frage kommt
Dir, lieber klein Grisu, für diese Studie übrigens noch mal ein extra Dankeschön (ein Danke Button gibt's hier ja leider gar nicht in Forum, aber gedacht habe ich das schon so oft während des Lesens...). Ich kannte sie nicht, aber sie ist ein toller Hoffnungsschimmer und war eine echte Entscheidungshilfe für meinen Mann heute Abend.
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- klein Grisu
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23 Dezember 2016
vielleicht noch zur Ergänzung und "Werbung" für DRD:
das Daratumumab wird (soll) ab dem 7 Zyklus auf einmal pro Monat reduziert (werden)
Daratumumab kann mittlwerweile auch subcutan verabreicht werden, Vorteile dabei: weniger Infusionsreaktionen in den ersten Therapiezyklen und eine wesentlich kürzere Behandlungszeit pro Gabe (Minuten statt Stunden..)
Lenalidomid wird täglich als Tablette in der 25mg Dosis genommen, auch hier lässt sich bei gutem Ansprechen die Dosierung im Laufe der Zeit verringern. Für das Dexamethason (40mg/Woche) gilt das im Prinzip gleiche.
Mögliche Dosisreduktionen würde ich aber vom aktuellen Stand abhängig machen (z.B. bei stabiler Remission unter Therapie) und nicht schon im Vorfeld planen. So was geht allermeist in die Hose.
Sonnige Grüße
Markus
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- Unknownuser
15 September 2019
Also ich bekomme Carfilzomib jetzt seit 16 Wochen und mein BNP Pro und der Troponienwert sind bislang unauffällig. Auch das Herzecho ist unauffällig. Zusammen mit Dara und Dexa war ich nach dem 2 Zyklus in komplett Remision. Ich bekomme Dara subkutan und habe bei der ganzen Therapie bislang null Nebenwirkungen. Die Blutbild Veränderungen sind auch moderat so dass mein Hb bei 14, meine Leokozyten bei 6000 und die Thrombos bei 150000 liegen. Das muss natürlich nicht bei jedem so sein. Aber das sind meine Erfahrungen mit den beiden Medikamenten.
Mfg Matthias
"Am Ende ist alles gut, nur davor ist manchmal echt Scheiße"
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- LoisLane
15 August 2026
Ich habe von unserem Onkologen auch noch mal eine gute Übersichtsarbeit zum 1. Rezidiv bekommen und fand diese kurze Präsentation zu den progressionsfreien Monaten (auch bei Hochrisiko) auch hilfreich.
www.professionalabstracts.com/dgho2019/p...?id=1234&system=list
Insgesamt macht mir Sorgen dass ggf ein Hochrisiko entstanden ist, aber auch da soll ja DKd 24 Monate bringen können, die wir nutzen können um - falls Hochrisiko - doch noch mal an die Transplantation zu denken.
Vielleicht ist in 2 Jahren auch eine Antikörper Therapie soweit.
Erst mal muss alles anschlagen. Eine große Herausforderung, mit dieser Angst & Unsicherheit umzugehen. Ich habe mehr und mehr Hochachtung für alle hier, die das so lange Zeit schon schaffen und zudem noch für andere mitdenken und unterstützen.. Ich drücke mir die Daumen, dass ich darin schnell besser werde und ein dickeres Fell bekomme und irgendwann auch unsere Erfahrungen mitteilen kann
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