Ulli.60 antwortete auf Rezidiv nach ASZT, welche weiteren Therapieoptionen gibt es jetzt?
10 März 2021 13:24
- Ulli.60
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Hallo,
Danke für Euer Feedback.
Ich fürchte, dass die Erkrankung gerade Fahrt in eine ganz ungute Richtung aufnimmt! Ich habe ja am Freitag bei meinem Ex einen letztendlich negativen Corona-Schnelltest gemacht, weil er ja entsprechende Symptome entwickelt hatte, zusätzlich eine deutlich verringerte Belastbarkeit und ausgeprägte Unterschenkelödeme. Wir haben das dann als Nebenwirkungen der gerade begonnenen Antikörper-Therapie interpretiert, aber am Montag in der Onkologie-Ambulanz lag das Calcium wieder > 3 mmol/l und das Kreatinin war wieder auf 1,3 angestiegen, fast genau der gleiche Zustand wie vor 14 Tagen, als das Rezidiv festgestellt worden ist. Jetzt also wieder Hypercalcämie-Therapie. Mein Ex-Mann versucht sich einzureden, dass das Folge der supereffektiven AK-Therapie und der wieder erhöhten Lenalidomiddosis und Ausdruck der Tumorzerstörung sind.
Ich halte das für grandiosen Bull-Shit und massiven Selbstbetrug. Für mich zeigt das ganz klar, dass hier hochaggressive Myelomklone am Werk sind und ich frage mich, wie lange die Niere da noch mitmacht und ob das jetzt implementierte Therapieregime ausreicht. Ich habe in der letzten Woche noch selbst eine Patientin mit einer hyperkalzämischen Krise verloren, zwar anderes Grundleiden (ossär metastasiertes Mamma-Ca) und eine Nierenersatztherapie war aufgrund des Alters der Patientin nicht gewünscht, aber ich Kriegs trotzdem nicht aus dem Kopf.
Mit hilflosen Grüßen
Ulrike G.
Danke für Euer Feedback.
Ich fürchte, dass die Erkrankung gerade Fahrt in eine ganz ungute Richtung aufnimmt! Ich habe ja am Freitag bei meinem Ex einen letztendlich negativen Corona-Schnelltest gemacht, weil er ja entsprechende Symptome entwickelt hatte, zusätzlich eine deutlich verringerte Belastbarkeit und ausgeprägte Unterschenkelödeme. Wir haben das dann als Nebenwirkungen der gerade begonnenen Antikörper-Therapie interpretiert, aber am Montag in der Onkologie-Ambulanz lag das Calcium wieder > 3 mmol/l und das Kreatinin war wieder auf 1,3 angestiegen, fast genau der gleiche Zustand wie vor 14 Tagen, als das Rezidiv festgestellt worden ist. Jetzt also wieder Hypercalcämie-Therapie. Mein Ex-Mann versucht sich einzureden, dass das Folge der supereffektiven AK-Therapie und der wieder erhöhten Lenalidomiddosis und Ausdruck der Tumorzerstörung sind.
Ich halte das für grandiosen Bull-Shit und massiven Selbstbetrug. Für mich zeigt das ganz klar, dass hier hochaggressive Myelomklone am Werk sind und ich frage mich, wie lange die Niere da noch mitmacht und ob das jetzt implementierte Therapieregime ausreicht. Ich habe in der letzten Woche noch selbst eine Patientin mit einer hyperkalzämischen Krise verloren, zwar anderes Grundleiden (ossär metastasiertes Mamma-Ca) und eine Nierenersatztherapie war aufgrund des Alters der Patientin nicht gewünscht, aber ich Kriegs trotzdem nicht aus dem Kopf.
Mit hilflosen Grüßen
Ulrike G.
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miregal antwortete auf Rezidiv nach ASZT, welche weiteren Therapieoptionen gibt es jetzt?
19 März 2021 18:06 - 19 März 2021 18:09
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Ich denke mal, dass die Antikörpertherapie und deren Begleitmedikation auch die Nieren belastet. So weit ich das verstanden habe, sind es ja meistens die Paraproteine, welche die Myelomzellen ausstoßen, die die Nieren verstopfen. 1.3 Kreatinin ist ja noch am Rande des Üblichen AFAIK. Die Hypercalcämie deutet ja doch auf massive Arbeit des Untermieters hin.. Eine ASZT setzt dem schnell ein Ende, belastet die Nieren aber zusätzlich. Vielleicht ASZT mit veringerter Dosis?
Letzte Änderung: 19 März 2021 18:09 von miregal.
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Heike-Zi antwortete auf Rezidiv nach ASZT, welche weiteren Therapieoptionen gibt es jetzt?
19 März 2021 19:47 - 19 März 2021 19:51
- Heike-Zi
250 Beiträge seit
17 Juli 2018
17 Juli 2018
Hallo Ulrike,
das hört sich momentan nicht wirklich gut an. Ich würde auch versuchen eine Zweitmeinung in Würzburg einzuholen.
Bei meinem Mann war die Situation Ende 2020 total kritisch. Seine Stammzellentransplantation war im Sept. 2018. Vorher Induktionstherapie mit Velcade, Cyclophosphamid, Dexamethason.
Im August 2019 kam schon Rezidiv, Werte stiegen schnell und es ging ihm total schlecht. Nov. wurde mit Dara, Dexa, Revlimid 25 mg begonnen. Wurde auch gut vertragen, Rezidiv aber leider schon wieder im Sept. 2020. Leichtketten stiegen wieder sehr schnell und Thrombos und HB stürzten total in den Keller. Neue Therapie Carfilzomib brachte überhaupt nichts. Ich dachte schon, dass er es nicht überlebt und nahm Kontakt mit Prof. Einsele in Würzburg auf. Dort stellte man noch eine Plasmazellleukämie fest.
Therapieregime PACE und Velcade half kurzfristig und es musste im Febr. eine erneute Stammzellentransplantation gemacht werden. Jetzt geht es meinem Mann wieder ganz gut.
Also wir haben schon so einiges durch, aber ich denke, wenn wir uns nicht umorientiert hätten, wäre es das gewesen.
Ich hoffe, dein Ex-Mann findet eine gute wirksame Therapie.
LG
Heike
das hört sich momentan nicht wirklich gut an. Ich würde auch versuchen eine Zweitmeinung in Würzburg einzuholen.
Bei meinem Mann war die Situation Ende 2020 total kritisch. Seine Stammzellentransplantation war im Sept. 2018. Vorher Induktionstherapie mit Velcade, Cyclophosphamid, Dexamethason.
Im August 2019 kam schon Rezidiv, Werte stiegen schnell und es ging ihm total schlecht. Nov. wurde mit Dara, Dexa, Revlimid 25 mg begonnen. Wurde auch gut vertragen, Rezidiv aber leider schon wieder im Sept. 2020. Leichtketten stiegen wieder sehr schnell und Thrombos und HB stürzten total in den Keller. Neue Therapie Carfilzomib brachte überhaupt nichts. Ich dachte schon, dass er es nicht überlebt und nahm Kontakt mit Prof. Einsele in Würzburg auf. Dort stellte man noch eine Plasmazellleukämie fest.
Therapieregime PACE und Velcade half kurzfristig und es musste im Febr. eine erneute Stammzellentransplantation gemacht werden. Jetzt geht es meinem Mann wieder ganz gut.
Also wir haben schon so einiges durch, aber ich denke, wenn wir uns nicht umorientiert hätten, wäre es das gewesen.
Ich hoffe, dein Ex-Mann findet eine gute wirksame Therapie.
LG
Heike
Letzte Änderung: 19 März 2021 19:51 von Heike-Zi.
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