AMMonline

     

14 Feb. 2019 18:56 - 14 Feb. 2019 19:03
  • Jo
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    15 August 2026
Ihr Lieben,
erst einmal kommen von mir ganz herzliche Wünsche an Euch alle zum Valentinstag ❤
Ich möchte noch einmal etwas zu unserer Knochenproblematik erläutern und den Teufelskreis, in dem wir uns befinden.
Wie wir alle wissen, dass unser Myelom unseren Mikrostoffwechsel im Knochen durcheinander bringt. Unsere Osteoblasten (für den Knochenaufbau verantwortlich) werden ausgebremmst und unsere Osteoklasten (für den Knochenabbau verantwortlich) werden gepuscht. Dabei sind die Osteoklasten gar nicht unsere Feinde, sie bauen ja unsere verbrauchten und verschlissenen Knochenabfälle ab. Die Osteoklasten sind nur leider nicht schlau, wenn sie von unserem Myelom getriggert werden, um auch gesunde Knochensubstanz abzubauen. Zometa bremst unsere Osteoklasten in diesem Übereifer aus, der Knochenabbau wird reduziert. Was aber passiert mit unseren Osteoblasten? Nur sie können helfen, Knochensubstanz neu aufzubauen, die Löcher /Osteolysen wieder zu stopfen. Wie können wir diese anregen. Es gibt leider nur eine Möglichkeit dazu, sagt mein Orthopäde: Bewegung und Belastung. Klar ist, dass ein frischer Bruch zunächst gerichtet, stabilsiert und ruhiggestellt werden muß. Nach einer gewissen Zeit kann aber nur Bewegung und Belastung zur Heilung führen!! Bei ständiger Ruhestellung heilt absolut nichts (Astronautensymptom). Ich kenne allerdings auch die Gratwanderung, wenn wir dabei Angst haben müssen, dass dabei erneut etwas bricht oder wenn Schmerzen die Bewegung unmöglich machen. Die gute Physiotherapie besteht daher in einer vorsichtigen Steigerung von Bewegung und Belastung. Ich hätte im ROLLSTUHL sitzend nach meinen 5 Wirbelbrüchen Ende 2017 nie daran geglaubt, dass ich heute wieder normal gehen, laufen, Fahrradfahren kann. Das hat allerdings 1 1/2 Jahre harte Trainingsarbeit gekostet. Ich habe es meinem Superdoc -Orthopäden zu verdanken. Mein letztes MRT zeigt wieder bessere Stabilität in der Wirbelsäule und auch langsam eine vermehrte Osteoblastenaktivität. Im März bekomme ich Krafttraining, um diesen Fortschritt zu forcieren. Wenn ich meine blöden Myelome in Schach halten kann, ist mein Doc da sehr zuversichtlich., schauen wir mal LG Jo
Letzte Änderung: 14 Feb. 2019 19:03 von Jo.

14 Feb. 2019 20:13
  • joseph
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    15 August 2026
Hi Jo

Deine Brüche waren MM bedingt, hier gehts um Ermüdungsbrüche der Fussknochen

Im Rollstuhl ist man eher ruhiger für den Rücken, aber Füsse laufen den ganzen Tag, leider

LG

Joseph

14 Feb. 2019 20:48
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Lieber Joseph,
naja normal sind Brüche einfach so nicht!
Überlastungsbrüche gibt es ja eigentlich hauptsächlich nach Gewalteinwirkung, bei übereifrigen Sportlern oder bei akuten Fehlstellungen der Fußknochen. So würde man bei uns doch eher davon ausgehen, dass unser MM daran nicht ganz unbeteiligt ist. Und selbst wenn der Bruch durch Gewalteinwirkung oder Überlastung zustande gekommen ist, gilt für den Heilungsprozess das gleiche, Heilung nur durch Bewegung- und Belastungstraining, das ist meine Botschaft
LG Jo

15 Feb. 2019 00:43
  • christine
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    15 August 2026
Hallo Jo,

Bewegung und Belastung sind bei Knochenbrüchen nie indiziert.......

Der erstbeste Link, der dazu aufkam:
www.netdoktor.de/krankheiten/fraktur/mittelfussbruch/

Ich denke eigentlich, dass Sybille, Joseph und ich vielleicht eine Chance ohne OP gehabt hätten, wenn wir sofort einen Gips bekommen hätten. Wir sind einfach eine 3. Kathegorie, die keiner so gut kennt - unser Knochenstoffwechsel ist eben ziemlich gestört.

Gruss, C

15 Feb. 2019 08:22
  • Diddlmaus
  • 1300 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
Guten Morgen

Ich hatte gestern Röntgenkontrolltermin beim Orthopäden. Diesmal (nach 12 Wochen kompletter Ruhigstellung im Gipsschuh!) hat sich eine deutliche Verbesserung gezeigt. Die Ärztin war der Ansicht, dass ich den Gips nicht mehr brauche und der Rest der Knochenheilung jetzt unter Bewegung geschehen soll.

Ich konnte allerdings anfangs weder die Zehen bewegen, noch das Sprunggelenk. Ich kam also in der Praxis keinen Schritt voran und bin direkt eingesunken wie Gummi...

Nun soll ich mir in einen festen Schuh eine Carbonsohle legen und unter Anleitung von Physiotherapie das Gehen wieder üben.

Eine Unsicherheit bleibt, dass der Knochen auch wirklich hält. Ich darf voll belasten, aber nicht hüpfen oder rennen oder sowas. Eine Garantie gibts natürlich nicht, abwer der Knochen sollte eigentlich stabil genug sein.

Wer weiss? Vielleicht wär so ein Schuh doch auch was für euch beide? Oder ist das irgendwann komplett zu spät?

Ich grüsse euch und wünsche einen guten Tag

Sibylle

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

15 Feb. 2019 10:32
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Ah, Sybille - Das ist ja super! Wann war denn der Bruch bei Dir und war es ein richtiger Bruch wie bei Joseph oder eher ein «angebrochen» mit Kontakt?

Bei mir liegt es jetzt schon fast 2 Jahre zurück - und nach den ersten Monaten in Ruhestellung war auch so etwas wie Besserung festzustellen, aber dann war ich sehr unvorsichtig und knacks....
Bei mir wäre ein Gipsschuh jetzt zu spät.


Also sei vorsichtig - weiterhin toitoi!

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