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lisa_kotschi antwortete auf CAR-T Zell Therapie
10 Okt. 2019 02:00 - 10 Okt. 2019 02:02
  • lisa_kotschi
  • 1139 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
Guten Morgen in die Runde,

Erstattungsbeitrag für Kymriah®, das im August 2018 als eine von zwei CAR-T Zelltherapien von der EMA in Europa zugelassen wurde, vereinbart.

Novartis hat mit dem GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag für seine CAR-T-Zelltherapie Kymriah® vereinbart. Danach kostet die Behandlung 275.000 Euro. Der Preis wird seit Anfang Oktober in der Lauer-Taxe gelistet. Im Vorfeld (März 2019) wurde vereinbart, dass die Kassen nur bei Erfolg den vollen Preis bezahlen müssen.

Weiter heißt es, ein Jahr nach Zulassung der Therapie in Europa seien in Deutschland bereits über 50 Patienten mit Kymriah® behandelt worden. In Deutschland gibt es laut Novartis inzwischen mehr als 15 Kliniken, die diese Behandlung durchführen dürfen.

Quelle: Ärztezeitung online vom 08.10.2019

P.S. Mir fällt gerade auf, dass aus der Nachricht nicht hervorgeht, ob dies für das MM gilt oder nur für bestimmte Leukämien. Ich lasse als Erstinformation für Deutschland trotzdem erst einmal stehen
Letzte Änderung: 10 Okt. 2019 02:02 von lisa_kotschi.

klaus99 antwortete auf CAR-T Zell Therapie
10 Okt. 2019 19:51
  • klaus99
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
Danke Lisa für diese Info.

Hier noch ausführliche Information zu Kymria:

www.krebsinformationsdienst.de/fachkreis...ahres-update2019.php

Danach sieht es so aus, dass Kymria leider nicht für das MM entwickelt ist, da es an den B-Zellmarker CD19 andockt. CD19 wird im Allgemeinen nicht als gültiges immuntherapeutisches Ziel bei multiplem Myelom angesehen.

Siehe: www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1504542

Schade, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Liebe Grüße
Klaus

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myelom.online
facebook.com/myelom.online

klein Grisu antwortete auf CAR-T Zell Therapie
10 Okt. 2019 19:58
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
Jeep

ist zugelassen für akute lymphatische B-Zell-Leukämie und diffuse großzellige B-Zell-Lymphome

hier die entsprechende Information der EMA: www.ema.europa.eu/en/documents/overview/...cine-overview_de.pdf

Sonnige Grüße

Markus

Martin.Q antwortete auf CAR-T Zell Therapie
10 Dez. 2019 18:29
  • Martin.Q
  • 512 Beiträge seit
    18 August 2009
Liebe Alle,

auf dem ASH 2020 wurden ganz viele tolle neue CAR-T Zell Therapien präsentiert.

Eines der Highlights ist sicherlich diese Studie von J&J:
www.onvista.de/news/janssen-praesentiert...lem-myelom-305406093

Die meisten anderen Meldungen sind bisher leider nur auf ENG verfügbar. Schaut gerne mal bei Twitter vorbei. Sobald die Meldugen aud DE verfügbar sind, poste ich diese entweder hier oder wir laden diese in "Neuigkeiten aus der Medizin" hoch.

VLG

Unknownuser antwortete auf CAR-T Zell Therapie
11 Dez. 2019 08:00
  • Unknownuser
  • 194 Beiträge seit
    15 September 2019
Die Cart Zellen von J&J haben ein 100% ansprechen gezeigt bei einer komplettremisionsrate von 69%, wenn man jetzt überlegt das daratumab damals eine ansprechraten von 30% hatte und eine komplettremisionsrate von 25% und jetzt in der erstlinie angekommen ist. Ist das ganze schon bemerkenswert.

"Am Ende ist alles gut, nur davor ist manchmal echt Scheiße"

Logopädin antwortete auf CAR-T Zell Therapie
11 Dez. 2019 19:23 - 11 Dez. 2019 19:25
  • Logopädin
  • 422 Beiträge seit
    06 Februar 2016
Lieber Unknownuser,
bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen...
Die CAR T wurden nur an 29 Patienten getestet - eine Phase 1/2 Studie, die eigentlich nur der Dosisfindung dient.
Früher bezeichneten Wissenschaftler Aussagen als unseriös, die auf Grund solch kleiner Patientenpopulationen gemacht wurden - heute werden sogar Medikamente verfrüht zugelassen nach derartigen Mini-Studien. Ob uns das als Patienten hilft, ist meines Erachtens fraglich.
Dara wurde in Phase 3 - Studien erprobt ( mit mehreren hundert Teilnehmern über Jahre hinweg ) und da ist die Sachlage eine ganz andere. Und die Aussagefähigkeit auch-besonders über das Nebenwirkungsprofil und das progressionsfreie wie auch das Gesamtüberleben.
Jedenfalls passt da ein Vergleich gar nicht.
Und der von den Würzburgern medial wirkungsvoll vorgestellte, in CR und MRD-negative MM-Patient, ist kurz nach der Präsentation schnell gestorben - an einem Rezidiv, aus dem Nichts heraus...
Ich habe mir das Video vom Wiener Professor Ludwig vom ASH angesehen und er meinte, dass die CAR T-Zellen doch sehr aufwändig wären und es inzwischen sehr gute Ergebnisse gäbe bezüglich neuer Antikörper, die vermutlich ähnlich gut funktionieren würden - (und vielleicht kostengünstiger sind? )...
Sicher sollte weiter geforscht werden an den CAR T - Zellen und beim Lymphom funktionieren sie auch ganz gut, aber der ganze Hype darum ist doch nur entstanden, weil mit ihnen die Hoffnung auf Heilung des MM verbunden war. Aber davon redet zur Zeit wohl keiner mehr. Wenn wir also die CAR T-Zellen auf das reduzieren, was sie vermutlich sind - eine Behandlungsmöglichkeit von vielen mit u.U. gravierenden Nebenwirkungen und ohne curatives Potential, aber enormen Kosten - dann erscheint mir fraglich, ob sie sich als Standard - Behandlung durchsetzen werden.
Liebe Grüße
Nicole
Letzte Änderung: 11 Dez. 2019 19:25 von Logopädin. Begründung: Rechtschreibkorrektur

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