- rudi
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23 Oktober 2009
das ist wirklich bewundernswert wie du dem MM den Kampf angesagt hast und dich nie aufgegeben hast. Und ich glaube das ist sehr wichtig!
Wer sich aufgibt und resigniert, der ist fast schon verloren!
Ich habe mal in einer Talk-Show einen Mann gesehen, der hatte Magenkrebs und die Ärzte sagten zu ihm er sei jetzt austherapiert und es gebe nichts mehr für ihn zu tun. Er solle nach Hause gehen und seine Dinge erledigen und auf den Tod warten.
Dieser Mann wollte dann seine letzte gewaltige Aktion starten und er wollte zu Fuß von Nordeutschland bis Rom zu Vatikan gehen. Begleitschutz für Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft machte seine Frau mit dem Auto.
Er ging täglich Etappen von 40 - 50 km. Über die Alpen durch die Po Ebene in Norditalien. Und es war der Sommer 2003. In der Po Ebene hatte er mit 40 Grad Hitze zu kämpfen, aber er kämpfte sich durch und er kam tatsächlich in Rom an.
Viele Jahre später ging es ihm sehr gut und in der Talk-Show ca. 2008 machte er einen sehr gesunden Eindruck.
Das sind Beispiele dafür, zu was Menschen fähig sind, wenn sie sich nicht aufgeben wollen - und oft werden sie dann wie durch ein Wunder wieder gesund.
Der innere Wille kann Berge versetzen - wenn man es wirklich will!
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com
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- Kuddel57
15 August 2026
nicht ich habe gekämpft oder gar gewonnen, auch der Magentumorpatient mit der Wanderung in die ewige Stadt hat nicht mehr geleistet als sich einen Wunsch erfüllt.
Meine Mail schrieb ich in der Absicht, Caro Mut zu machen.
Sie schien ängstlich in ihrem Beitrag, So hoffte ich zu motivieren, sie an ein Gelingen glauben zu lassen. Das schaffen wir nur mit Zuversicht. Dafür brauchen wir Freude am Leben.
Darum scheint es zu gehen, die Dinge machen die uns gefallen. Freude am Leben haben, dann wollen wir bleiben und der Körper erledigt das Erforderliche.
Von einer Frau hörte ich, dass sie keine Zeit für ihren Krebs und den lauernden Tod hatte, sie wollte erst mal die Kinder groß ziehen.
Ein anderer startete auf eine Radtour um die Welt.
Vermutlich riet ihnen ihr Umfeld von diesen „Strapazen“ und Risiken ab. Aber sie hörten nicht auf die Unkenrufe Jener, die auch noch nie gestorben sind. Sie blieben bei ihrer Entscheidung und behielten Recht.
Wie man kämpft, noch dazu gegen eine Krankheit, kann ich nicht sagen. Was mir Freude bereitet und mein Leben lebenswert macht weiß ich aber sehr gut.
Jeder von uns weiß das für sich.
Also lebt! Der letzte Tag kommt auch ohne Vorbereitung.
Schönes Wochenende
Jürgen
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- Margret
15 August 2026
Kuddel57 schrieb: Die Dinge machen die uns gefallen. Freude am Leben haben, dann wollen wir bleiben und der Körper erledigt das Erforderliche....
..... Aber sie hörten nicht auf die Unkenrufe Jener, die auch noch nie gestorben sind. .......
...Also lebt! Der letzte Tag kommt auch ohne Vorbereitung....
Für diese Sätze würde ich dir gern einenPreis für "Alltagstaugliche Philosophie" überreichen. Danke!
Ich habe inzwischen die Überzeugung gewonnen, dass es keinen Sinn macht, sich beispielsweise einen Tee (ersetze durch .... .... .... ) herunterzuwürgen, den man absolut nicht ausstehen kann - nur, weil irgendjemand behauptet, dass er soooo gesund sein soll.
Was man mit tiefem innerem Widerstand tut, bekommt dem Körper und der Seele nicht.
Wessen Lebensglück es ist, barfuß rückwärts nach Rom zu laufen, der soll es tun. Es wird ihm guttun. Und die anderen lassen es einfach bleiben und suchen sich die Dinge, bei denen ihnen ein Licht in der Seele angeht. Egal was es ist.
Leben ist jetzt.
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- Martin.Q
18 August 2009
hattest du eine "mini"- oder eine allo mit voller Dosis. Bist du seitdem in einer CR oder hattest du zwischenzeitlich noch andere Therapien.
Viele Grüße und weiterhin alles erdenklich Gute!
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- Kuddel57
15 August 2026
Hallo Christer,christer schrieb: Lieber Jürgen,
hattest du eine "mini"- oder eine allo mit voller Dosis. Bist du seitdem in einer CR oder hattest du zwischenzeitlich noch andere Therapien.
Viele Grüße und weiterhin alles erdenklich Gute!
leider kann ich Deine Frage nur mit Einschränkung beantworten, will ers aber gern Versuchen.
Die ersten zwei Transplantationen waren eigene Stammzellen. Dafür bekommt man eine Hochdosis-Chemo und wartet danach auf das Anwachsen der Cellen. Die Risiken sind etwas kleiner als bei der Fremdtransplantation. Das Anwachsen der Zellen merkt man durch pochenden Schmerz im Beckenknochen Jedenfalls spürte ich dies bei der Letzten, vermutlich deshalb erst dabei, weil der Knochen zuvor viel zu weich gewesen ist. (70 % Tumorzellen) Bei stärkerem Schmerz hilft Parazetamol, sagt der Pfleger und vertrieb die Symptome in 15 Minuten.
Bei der Frendtransplantation kommt das Risiko der Abstoßung hinzu. Sie wird unter Isolation verabreicht. Sonst konnte ich keinen Unterschied erkennen. Als problematisch empfand ich keinen dieser Eingriffe.
Danach war der Tumor lange nicht auffinbar. Noch immer bin ich jedoch in Behandlung. Gerade jetzt habe ich wieder größeren Ärger mit der Erkrankung.
So alle drei Jahre wurde es bisher problematisch und die Mediziener verloren die Hoffnung. ich baute sie wieder auf und erholte mich.
Allgemein empfand ich den Tumor trotz Endstadium meistens weniger lästig als Husten und Schnupfen.
Traf diese Antwort den Kern Deiner Frage?
Schönes Wochenende
Jürgen
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- Martin.Q
18 August 2009
ich glaube wir reden etwas aneinander vorbei.
Das die 2x eine Transplantation mit eigenen Stammzellen und einmal mit fremden bekommen hast, habe ich verstanden. Meine Frage war, ob du eine "volle" oder eine "mini" allogene gemacht hast.
Wie lange warst du denn von 2003 an in Remission und welche Therapien hast du seitdem machen müssen bzw. machst du aktuell? Musttest du nach der allogenen dein Myelom mit Velcade, Tahlidomid oder Revlimid etc. behandeln? Nimmst du noch Medikamente gegen die Abstoßung des Transplantats?
Freue mich auf deine Antwort und wünsche dir einen guten start in die Woche...
VLG
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