AMMonline

     

lisa_kotschi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 15:11
  • lisa_kotschi
  • 1139 Beiträge seit
    27 Oktober 2009

carina schrieb: Hallo Ela,
es gibt ganz unterschiedliche Anzeichen für eine Abstossung Hier die
wichtigsten:
-Fieber über 38,5
-Durchfall , also wie Wasser und grünlich
-Hautausschläge, die wie Spinnennetze aussehen
-Entzündungen in Mund und Rachen
das sind die äußeren Merkmale. Leber und andere Organe können auch befallen sein, kann man aber nur anhand der Blutwerte feststellen.

Hallo Ela,
Ich wünsche euch ganz viel Glück und halte die Daumen. Leider ist mir noch eine Möglichkeit eingefallen, unter der z.B. AndreasR zu leiden hat(te) - nämlich das trockene Auge.
Habe zu diesem Thema unter "weiterführende Links" einen Link gesetzt. Bitte wundere Dich nicht über den Schrott dieser Home-Page-Umgebung, der Betreiber selbst ist sehr in Ordnung.

Also Umarmung, Kraft, Mut und Glück + alles auf einmal wünscht euch
Lisa


rudi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 18:20
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo,
wenn Immunsuppressiva nach allogener Transplantation abgesetzt werden, dann könnte eventuell ein natürliches Immunsuppressiva "Curcumin" zur weiteren Abmilderung von GvH eingesetzt werden. Gleichzeitig würde man "anticancerogen" gegen die vielleicht wieder aufkommenden MM Zellen was tun und noch vieles anderes Gutes und das Ganze wäre sehr Nebenwirkungsarm.
Besprecht das mal mit eueren Onkologen.
Wenn diese noch nichts davon wissen, dann können sie ja diese Dr. Arbeit mal durchlesen.
deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=98236...lename=982362188.pdf

Was für Immunssuppressiva werden bei Euch denn gegeben. Ist da auch Ciclosporin dabei?

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

sergio antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 18:45
  • sergio
  • 479 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
Rudi,
wenn Curcumin jetzt immunsuppressiv wirkt, dann waere es ja in unseren Faellen, in denen wir es als Vorbeugung nehmen, eigentlich kontraproduktiv,
das Immunsystem waere ja noch geschwaechter und koennte die kranken Zellen weniger stark bekaempfen
aber wahrscheinlich entgeht mir da was...
:roll:
sergio

Sergio

rudi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 19:12
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Sergio,
bei MGUS ist da jetzt eine Diskussion mit Curcumin aufgekommen, die ein wenig zum Grübeln auffordert. Margaret hat es gepostet mit entsprechenden Links:
margaret.healthblogs.org/2010/03/28/a-wo...d-of-caution-part-1/
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Ela antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 20:29
  • Ela
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Rudi,
wir wollen nicht nur eine GvhD, wir brauchen sie sogar, sollte sie zu mild ausfallen .........

rudi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
01 Apr. 2010 12:39
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Ela,
ich habe noch keine allogene selbst mitgemacht, aber durch mein mittlerweile über 10 jähriges Studium des MM habe ich doch schon einen sehr guten Überblick und ein gutes Verständnis für die Zusammenhänge.
(Wenn auch nur in "theroretischer" Art - auf die praktischen Erfahrungen zur Vertiefung meines Wissens will ich gerne noch so lange wie es geht verzichten).

Jetzt zur GvH:
Bei der allogenen Transplantation hofft man auf einen Graft versus Myelom (GvM) Effekt, ein GvH gegen die eigenen gesunden Organe wie Haut, Leber, Nieren, Magen usw. ist dabei gänzlich unerwünscht.

Die mit dem Transplantat des Fremdspenders gegebenen "neuen" Lymphozyten und die daraus dann produzierten neuen Immunglobuline sollen die restlichen Myelom-Krebszellen aufspüren (erkennen) und dann möglichst abtöten.
Das gelingt nicht immer zufriedenstellend, wenn der Graft versus Myelom Effekt sich nicht genügend einstellt.

Die Mittel die man zur Immunsuprimierung gegen den Craft versus Host (GvH) Effekt verabreicht dämpfen ja auch das neue Fremdspender Immunsystem, das sich gerade als "neu wachsendes Plänzchen" möglichst schnell anwachsend breitmachen soll um die restlichen Myelomzellen zu bekämpfen.
Dieser Immunsupriemierende Effekt gegen das unerwünschte GvH ist also Kontraproduktiv gegen das gewünschte GvM(yeloma).
Man muß hier leider, wenn der eigene gesunde Teil des Körpers durch das Transplantat angegriffen wird auch das Myelom bekämpfende Potential mit abdämpfen.
Ein Mittelweg muß gefunden werden zwischen Lebensqualität für den allogen Transplantierten und möglichst langer Remission bzw. Heilungspotential der transplantierten Fremdspender-Abwehr.

Kurz zusammengefaßt:
Die unerwünschte GvH darf (sollte) nicht zu stark und zu lange durch Immunsuprimierung ausgeschaltet werden, weil man damit ja auch den erwünschten GvM Effekt gegen die Myelomzellen nahezu ausschaltet.

Lg
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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