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Schutz der Eierstöcke vor der Chemo? wurde erstellt von MyelomaTrier
02 Nov. 2016 16:16
  • MyelomaTrier
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Heute habe ich eine Frage an meine Mitpatientinnen: Habt Ihr Erfahrung mit der Möglichkeit, die Eierstöcke vor der Behandlung medikamentös zu schützen? Mir geht es nicht um den Erhalt der Fertilität, sondern um das Hinauszögern der chemotherapeutisch verursachten Wechseljahre. Ich habe z.B. von dem Medikament "Enantone" gehört. Weiß jemand genauer bescheid?

Margret antwortete auf Schutz der Eierstöcke vor der Chemo?
02 Nov. 2016 16:57 - 02 Nov. 2016 17:04
  • Margret
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    16 August 2026
Ich habe dazu im www dies hier gefunden:

(Zitat) Mit welchen Verfahren können heute die Eierstöcke vor den Zellgiften der Zytostatika geschützt werden? Worauf beruht die schützende Eigenschaft dieser Verfahren?

Prof. Jonat: Es handelt sich dabei um Verfahren, die in den Hormonhaushalt der Patientin eingreifen, damit die Eierstöcke während der Chemotherapie durch die Zytostatika nicht zerstört werden. Das wird erreicht, indem die Eierstöcke in ihrer Aktivität gebremst werden. Man versetzt sie vorübergehend in einen Ruhezustand und geht davon aus, dass diese „Fabrik Eierstöcke“ nach Abschluss der Chemotherapie wieder anfängt zu arbeiten. Es ist also ein „Eierstocksschutz“, den wir heute mit Medikamenten, den so genannten GnRH-Agonisten wie Goserelin, vorübergehend herbeiführen können, um so die Eierstöcke mitsamt den darin noch ungereiften Eizellen gegen den Angriff der Chemotherapie abschotten. Man spricht auch von „Wechseljahren auf Zeit“. GnRH-Agonisten blockieren die Ausschüttung bestimmter Hormonvorstufen. Die Hormonvorstufen sind nötig, um in den Eierstöcken das Hormon Östrogen zu bilden und den Eisprung anzuregen. Demnach wirken GnRH-Agonisten, als ob ein Schalter umgelegt wird, so dass die Eierstöcke nicht mehr arbeiten. Ihnen fehlen dafür die nötigen Bausteine. (Zitatende)

Quelle: Chemotherapie/Ovarien

Ob das "Anspringen" der Ovarien nach Abschluss der Chemo sicher funktioniert und welche unerwünschten Wirkungen/Folgen mit diesem Verfahren verbunden sind, geht aus dem Artikel nicht hervor. Bei (späteren) Erhaltungs- oder Rezidivtherapien zB. mit Revlimid muss aber die Möglichkeit einer Empfängnis mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen sein, weil diese Medikamente eine stark fruchtschädigende Wirkung haben. Ob einer Frau, die sich für den Schutz der Eierstöcke entschieden hat, also später Revlimid gegeben würde, kann ich nicht sagen, halte es aber für fraglich.

Generell würde ich(!) mich gegen zusätzliche Substanzen und weitere massive Eingriffe in den Körper entscheiden - die Wechseljahre sind keine Krankheit und auch die gelegentlich unangenehmen Begleiterscheinungen gehen ja nach einiger Zeit folgenlos vorüber. Meine größere Sorge würde der Wirksamkeit der Chemo und meiner zu erwartenden Gesamtüberlebenszeit und meiner Lebensqualität gelten.
Letzte Änderung: 02 Nov. 2016 17:04 von Margret.

christine antwortete auf Schutz der Eierstöcke vor der Chemo?
02 Nov. 2016 18:22 - 02 Nov. 2016 22:30
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Ich fände das schon eine nähere Untersuchung wert! Ich will hier aber nicht auf die sehr wohl anhaltenden, ja wachsenden Nebenwirkungen eingehen (es gibt ja durchaus einiges außer den offensichtlichen wie Hitzewallungen und Schlafstörungen).
Empfängnisverhütung scheint mir auch kein Argument, ..... aber ein "Mittel" zusätzlich, das "wer weiß was" mit dem MM macht, das ist zu überlegen! Ich würde zu einer Gynäkologin gehen und dann mit dem Onkologen sprechen.
Viel Glück
Letzte Änderung: 02 Nov. 2016 22:30 von christine.

dani999 antwortete auf Schutz der Eierstöcke vor der Chemo?
08 Nov. 2016 09:01 - 14 Feb. 2017 23:00
  • dani999
  • 416 Beiträge seit
    09 Juni 2013
Liebe Myeloma Trier, wen es solch eine Möglichkeit gibt, würde ich diese unbedingt nutzen. Ich hatte mit 39 die HD und pünktlich zur HD mit eigenen SZ hatte ich meine Periode. Ich bekam dann die Pille und damit wurde die Blutung hinausgeschoben. Durch die niedrigen Thrombozyten-Werte wäre das nicht gerade gut gewesen. Die Pille musste ich dann durchgehend nehmen bis die Werte wieder einigermaßen passten. Ob aufgrund der ganzen Chemos oder auch sonstigen Mittel die Haare nicht mehr so gut wuchsen, dass weiß ich leider nicht. Ich hatte jedenfalls enorme Wechselbeschwerden auf kurze Zeit. Dieser ganze Vorgang war zu den ganzen anderen Schmerzen nicht gerade toll. :( Wegen den zusätzlichen Mitteln würde ich mir keine Sorgen machen. Du bekommst so viele Medikamente, da kommt es meines Erachtens auf eins mehr oder weniger auch nicht mehr an. LG Dani
Letzte Änderung: 14 Feb. 2017 23:00 von dani999.

08 Nov. 2016 09:53 - 08 Nov. 2016 10:00
  • Mira
  • 419 Beiträge seit
    03 Februar 2014
Hallo Dani,

Wegen den zusätzlichen Mitteln würde ich mir keine Sorgen machen. Du bekommst so viele Medikamente, da kommt es meines Erachtens auf eins mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Das ist zwar irgendwie logisch, aber: jedes Medikament hat Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit andere Medikamente. Ab 3 verschiedene Mittel gelten die Wechselwirkungen als kaum noch kalkulierbar. Während der Medikamentencocktail der bei der Chemo gemacht wird bekannt ist und ausreichend Erfahrungen damit gemacht werden, ist es bei Medikamente die selten in dieser Kombination benutzt werden halt eben nicht unbedingt bekannt. Weil auch nicht jeder Mensch alle Nebenwirkungen hat. Auch beim Chemo reagieren die Menschen unterschiedlich.

LG
Mira
Letzte Änderung: 08 Nov. 2016 10:00 von Mira.

08 Nov. 2016 11:13 - 08 Nov. 2016 11:16
  • Lilith
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026

dani999 schrieb: Wegen den zusätzlichen Mitteln würde ich mir keine Sorgen machen. Du bekommst so viele Medikamente, da kommt es meines Erachtens auf eins mehr oder weniger auch nicht mehr an.


Hallo Dani,
bist du nicht diejenige, die in einem anderen Threat darüber referiert, dass sich die Pharmaindustrie mit all dem Zeug eine goldene Nase verdient, und du dort zumindest suggerierst, dass Jeder doch gut beraten wäre, dem "Ameisenhaufen" zu entfliehen und zweimal darüber nachzudenken, was man so an Pharmazeutika in sich hinein schippt. Soweit bin ich voll und ganz bei dir... Aber was soll dann obiger Satz?
Besser keine Ratschläge, als solche!

LG Lilith
Letzte Änderung: 08 Nov. 2016 11:16 von Lilith.