christine antwortete auf Bortezomib- Therapie Ohne Dexa?
20 März 2016 17:31
- christine
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Joseph
Es gibt ja ein "Therapiefenster", und das ist natürlich individuell, manchmal reicht die Menge, manchmal nicht.
Gruss
Es gibt ja ein "Therapiefenster", und das ist natürlich individuell, manchmal reicht die Menge, manchmal nicht.
Gruss
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UndineD. antwortete auf Bortezomib- Therapie Ohne Dexa?
20 März 2016 18:27
- UndineD.
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Vielen Dank euch allen! Wie ich lese wird das mit dem Dexa (o.a. Kortison) sehr unterschiedlich gehandhabt. Es hat mir niemand so genau erklärt. Der Onko rückt auch nur so nach u. nach mit einigem heraus. Ich habe z. B. am Anfang gesagt, dass ich zunächst nur die kleinste Einheit (4 Zyklen) Bortezomib nehme. Ihr erinnert euch: Meine Werte waren nicht soo schlecht u. ich vertrage Medis allgemein sehr schlecht. Nun stellt er das plötzlich in Frage, das wäre noch nicht so sicher. Ich sehe dann kein Licht mehr am Horizont, weiß den Tag nicht durchzustehen vor Übelkeit u. Brechreiz, trotz Tabletten dagegen! Tendenz der Nebenwirkungen ist übrigens steigend.Wie soll ich das noch mehr Wochen durchstehen?
Undine
Undine
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Jeanny150765 antwortete auf Bortezomib- Therapie Ohne Dexa?
25 März 2016 00:31
- Jeanny150765
1161 Beiträge seit
17 Juni 2010
17 Juni 2010
Hallo
warum wird immer oder fast immer nur Dexa gegeben?Wirkt das besser als die anderen Mittel?Ist es das Mittel der Wahl?Meine Mutter hatte damals Prednisolon bekommen,nur 4 Tage nach der Gabe von Melphalan.Erst als Infusion(bekam davon Herzrasen und Kreislaufprobleme,erst dann wurde es langsam gespritzt)und dann 3 Tage 1 Tablette.Es ging Ihr gut damit,danach allerdings immer nicht mehr so gut.Weshalb nimmt man das z.B. mit Revlimid,wirkt das dann alles besser oder ist das nur für die Nebenwirkungen?Rudi nimmt ja auch Dexa als Überbrückung.Also ist das auch ein Medikament direkt gegen MM und nicht als Begleitmedikament?Und manche berichten,das erst durch Dexa und Co,die Werte purzelten.Da frag ich mich,ob nicht die dauerhafte Gabe von "nur" Kortison die Werte zum Stillstand bringen könnten.Nicht in hoher Dosis,sondern geringe Mengen?Ach ich weiß auch nicht,man überlegt ebend...
LG
Jeanny
warum wird immer oder fast immer nur Dexa gegeben?Wirkt das besser als die anderen Mittel?Ist es das Mittel der Wahl?Meine Mutter hatte damals Prednisolon bekommen,nur 4 Tage nach der Gabe von Melphalan.Erst als Infusion(bekam davon Herzrasen und Kreislaufprobleme,erst dann wurde es langsam gespritzt)und dann 3 Tage 1 Tablette.Es ging Ihr gut damit,danach allerdings immer nicht mehr so gut.Weshalb nimmt man das z.B. mit Revlimid,wirkt das dann alles besser oder ist das nur für die Nebenwirkungen?Rudi nimmt ja auch Dexa als Überbrückung.Also ist das auch ein Medikament direkt gegen MM und nicht als Begleitmedikament?Und manche berichten,das erst durch Dexa und Co,die Werte purzelten.Da frag ich mich,ob nicht die dauerhafte Gabe von "nur" Kortison die Werte zum Stillstand bringen könnten.Nicht in hoher Dosis,sondern geringe Mengen?Ach ich weiß auch nicht,man überlegt ebend...
LG
Jeanny
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Henrika antwortete auf Bortezomib- Therapie Ohne Dexa?
25 März 2016 07:29
- Henrika
64 Beiträge seit
19 Juli 2015
19 Juli 2015
Hallo Jeanny,
an dieser Stelle empfehle ich Dir die Teilnahme an einem der von den Kliniken angebotenen Patiententage. Ich war bisher auf zwei von diesen Veranstaltungen und dort erklärten sie ziemlich genau, wozu welche Wirkstoffe dienen.
Mit dem MM haben wir es ja mit einem äußerst "intelligenten" und systemisch agierenden Krebs zu tun, der auf unterschiedlichen Ebenen ansetzt, um zu bekommen, was er braucht. Er bedient sich ganz verschiedener Mechanismen. Zum Beispiel "denkt" so ein Krebs ja in seinem Größenwahn, dass er unendlich wachsen wird und für diese unendliche Ausdehnung schafft er sich Platz im Knochen, indem er andere Zellen aufstachelt, doch den Knochen zu zerstören. [Das ist natürlich ähnlich "klug" wie die Ideologie des unbegrenzten Wirtschaftswachstums, am Ende ist der Wirt zerstört.
]
Dem zu begegnen setzen die Ärzte an verschiedenen Stellen mit ganz unterschiedlichen Wirkstoffarten an, gegen die Knochenzerstörung kommen bspw. Bisphosphonate zur Anwendung, wobei dies ja zusätzlich gegeben wird und nicht Bestandteil der Chemotherapie ist. Jeder Krebs "tarnt" sich ja auch, um unsere - normalerweise sehr umsichtig agierenden - körpereigenen Wächter zu umgehen. Um diesen Mechanismus auszuschalten und die Wächter wiederum zu stärken gibt es einen anderen Wirkstoff usw. Deshalb besteht die Induktionschemo aus einer Kombination von drei unterschiedlichen Wirkstoffen, u.a. Dexa. [Für Details, welcher Wirkstoff wo genau ansetzt, bitte mal jemanden fragen, der das fachlich sicher erklären kann.]
So bleibt der Schluß, dass die einzelnen Wirkstoffe natürlich auch einzeln etwas bewirken. Nur, wenn man dem MM auf allen Ebenen wirksam begegnen will, ist eine Kombinationstherapie sehr sinnvoll.
Ich fand bisher jeden einzelnen Vortrag, den ich hier in Berlin an der Charité und in Buch gehört habe, spannend und verständlich. Und dieses Verständnis ist ja dann auch ganz nützlich, wenn es darum geht, die Therapievorschläge nachzuvollziehen und gleichzeitig emotional und mental mitzuwirken, also die Vorstellungskraft unterstützend im Heilungsprozess zu nutzen.
an dieser Stelle empfehle ich Dir die Teilnahme an einem der von den Kliniken angebotenen Patiententage. Ich war bisher auf zwei von diesen Veranstaltungen und dort erklärten sie ziemlich genau, wozu welche Wirkstoffe dienen.
Mit dem MM haben wir es ja mit einem äußerst "intelligenten" und systemisch agierenden Krebs zu tun, der auf unterschiedlichen Ebenen ansetzt, um zu bekommen, was er braucht. Er bedient sich ganz verschiedener Mechanismen. Zum Beispiel "denkt" so ein Krebs ja in seinem Größenwahn, dass er unendlich wachsen wird und für diese unendliche Ausdehnung schafft er sich Platz im Knochen, indem er andere Zellen aufstachelt, doch den Knochen zu zerstören. [Das ist natürlich ähnlich "klug" wie die Ideologie des unbegrenzten Wirtschaftswachstums, am Ende ist der Wirt zerstört.
Dem zu begegnen setzen die Ärzte an verschiedenen Stellen mit ganz unterschiedlichen Wirkstoffarten an, gegen die Knochenzerstörung kommen bspw. Bisphosphonate zur Anwendung, wobei dies ja zusätzlich gegeben wird und nicht Bestandteil der Chemotherapie ist. Jeder Krebs "tarnt" sich ja auch, um unsere - normalerweise sehr umsichtig agierenden - körpereigenen Wächter zu umgehen. Um diesen Mechanismus auszuschalten und die Wächter wiederum zu stärken gibt es einen anderen Wirkstoff usw. Deshalb besteht die Induktionschemo aus einer Kombination von drei unterschiedlichen Wirkstoffen, u.a. Dexa. [Für Details, welcher Wirkstoff wo genau ansetzt, bitte mal jemanden fragen, der das fachlich sicher erklären kann.]
So bleibt der Schluß, dass die einzelnen Wirkstoffe natürlich auch einzeln etwas bewirken. Nur, wenn man dem MM auf allen Ebenen wirksam begegnen will, ist eine Kombinationstherapie sehr sinnvoll.
Ich fand bisher jeden einzelnen Vortrag, den ich hier in Berlin an der Charité und in Buch gehört habe, spannend und verständlich. Und dieses Verständnis ist ja dann auch ganz nützlich, wenn es darum geht, die Therapievorschläge nachzuvollziehen und gleichzeitig emotional und mental mitzuwirken, also die Vorstellungskraft unterstützend im Heilungsprozess zu nutzen.
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UndineD. antwortete auf Bortezomib- Therapie Ohne Dexa?
25 März 2016 13:36
- UndineD.
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Der Onko erklärte mir jetzt, dass Dexa die Wirkung von Bortezomib positiv verstärkt, deshalb solle man es unbedingt dazu nehmen. Ich soll jetzt an den Therapietagen jeweils 20mg Dexa nehmen, an den übrigen Tagen nicht mehr. ich will das versuchen. Meine größten Probleme sind jetzt die Nebenwirkungen der Therapie, vor allem schreckliche Übelkeit. Ich sehe mich oft nicht inder Lage annähernd die nötige Menge zu trinken, was gerade wichtig ist bei meinen Nieren. Habe schon dazu geschrieben unter: Endlose Therapie/ Nebenwirkungen. Welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht?
L. G. Undine
L. G. Undine
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leopoldi antwortete auf Bortezomib- Therapie Ohne Dexa?
25 März 2016 14:31
- leopoldi
-
1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Hallo,
@Jenny: Dexa wohl deshalb bevorzugt, weil es potenter ist als Prednisolon. Nach meinem Verständnis ist das Multiple Myelom sowas wie ein Krebs des Immunsystems. Kortison bremst das Immunsystem. Auch Revlimid wirkt immunsuppressiv, regt aber wiederum die Produktion von T-Zellen an (während die erkrankten B-Zellen gebremst werden). Sprich - Kortison kann zwar die Werte fallen lassen, in Kombination mit zB Revlimid aber ist die Wirkung gezielter, greift ineinander wie ein Zahnrad? So unterstützt/beeinflusst das eine das andere, die einzelnen Medikamente müssten ansonsten noch viel höher dosiert werden, die Nebenwirkungen wären noch viel extremer?
Bortezomib regelt Zellwachstum, blockiert die Versorgung von Krebszellen. Daneben die Unterstützung der Immunsuppression - Bremsen des Krebses - mittels Kortison, um die Dosierung von Borte bei optimalem Nutzen im für den Körper erträglichen Rahmen zu belassen?
Dies alles unter Vorbehalt, nach meinem Verständnis. Um das alles bis ins Detail zu verstehen, bräuchten wir ein Medizinstudium. Das müssen wir zum Glück gar nicht
.
Liebe Undine, das tut mir leid, dass Du so sehr unter den Nebenwirkungen leidest. Auf der einen Seite sieht man die Bedrohung durch den Krebs, die Einschränkungen von Lebensqualität und Lebenserwartung, auf der anderen Seite möchte man die Zeit der Therapie einfach nur vorbei wünschen. Vielleicht können Dir selbst-Betroffene gezieltere Ratschläge geben, wie das alles besser aushaltbar ist. Wenn mir zB unangenehme Untersuchungen/Termine anstehen, halt ich mir immer vor Augen, dass die Uhr immer gleich schnell tickt. Ist man in angenehmer Gesellschaft oder im Urlaub, vergeht die Zeit wie im Flug. Ein paar Wochen sind rückblickend so schnell vorbei. Ich weiß ... nicht, wenn man jeden Augenblick gegen Unwohlsein kämpft
. Mit den Ärzten im Gespräch bleiben, um eine optimale Therapie zu erreichen, versuchen das Unabwendbare anzunehmen, positiv anzunehmen, als Außenstehender sagt sich das leicht ... mit dem Gedanken an eine laaaangjährige Remission, ohne Beeinträchtigung durch Therapien, das wünsche ich Dir.
LGe
Monika
@Jenny: Dexa wohl deshalb bevorzugt, weil es potenter ist als Prednisolon. Nach meinem Verständnis ist das Multiple Myelom sowas wie ein Krebs des Immunsystems. Kortison bremst das Immunsystem. Auch Revlimid wirkt immunsuppressiv, regt aber wiederum die Produktion von T-Zellen an (während die erkrankten B-Zellen gebremst werden). Sprich - Kortison kann zwar die Werte fallen lassen, in Kombination mit zB Revlimid aber ist die Wirkung gezielter, greift ineinander wie ein Zahnrad? So unterstützt/beeinflusst das eine das andere, die einzelnen Medikamente müssten ansonsten noch viel höher dosiert werden, die Nebenwirkungen wären noch viel extremer?
Bortezomib regelt Zellwachstum, blockiert die Versorgung von Krebszellen. Daneben die Unterstützung der Immunsuppression - Bremsen des Krebses - mittels Kortison, um die Dosierung von Borte bei optimalem Nutzen im für den Körper erträglichen Rahmen zu belassen?
Dies alles unter Vorbehalt, nach meinem Verständnis. Um das alles bis ins Detail zu verstehen, bräuchten wir ein Medizinstudium. Das müssen wir zum Glück gar nicht
Liebe Undine, das tut mir leid, dass Du so sehr unter den Nebenwirkungen leidest. Auf der einen Seite sieht man die Bedrohung durch den Krebs, die Einschränkungen von Lebensqualität und Lebenserwartung, auf der anderen Seite möchte man die Zeit der Therapie einfach nur vorbei wünschen. Vielleicht können Dir selbst-Betroffene gezieltere Ratschläge geben, wie das alles besser aushaltbar ist. Wenn mir zB unangenehme Untersuchungen/Termine anstehen, halt ich mir immer vor Augen, dass die Uhr immer gleich schnell tickt. Ist man in angenehmer Gesellschaft oder im Urlaub, vergeht die Zeit wie im Flug. Ein paar Wochen sind rückblickend so schnell vorbei. Ich weiß ... nicht, wenn man jeden Augenblick gegen Unwohlsein kämpft
LGe
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
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