AMMonline

     

Allogene SZT wurde erstellt von gast
22 März 2015 20:06
  • gast
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Liebe Forum-Teilnehmer,

ich hatte ca. 2,5 Jahre nach der Ersttherapie mein 1.Rezidiv. Nach verschiedenen Protokollen VCD usw. ist mein M-Gradient bald wieder im Normbereich. Nun stellt sich die Frage wie es weitergeht. Es wurden mir folgende Optionen angeboten:

1. Nichts machen bis die Werte wieder schlechter werden und dann mit aktuellen Medis z.B. Antikörper und altbewährten Medis wieder behandeln.

2. Allogene Stammzelltransplantation bin 53 Jahre, außer MM gesund und einigermaßen fit, Spender (Bruder) mit 100 % Übereinstimmung vorhanden. Langfristige Erfolgsquote laut Uniklinik bei ca. 20 %, Sterblichkeit in der ersten 2 Jahren auch bei 20 %.

Ich muss mich demnächst entscheiden, habe bisher kein Bauchgefühl was ich machen soll. Ich weiß, dass ich es selber entscheiden muss, aber vielleicht könnt Ihr zu meiner Entscheidungsfindung beitragen.

Viele Grüße

Ralf

christine antwortete auf Allogene SZT
22 März 2015 20:57
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Das ist keine einfache Entscheidung; ein wenig massgebend ist wohl die Art deines MM's. Wenn Abweichungen vorliegen, fällt die Entscheidung leichter. Falls nicht, ist eine Vorbehandlung evt mit Antikörpern + eine weitere HD und dann Revlimid als auch eine Möglichkeit, noch viele weitere Jahre zu gewinnen. Viel Glück bei der Entscheidung!

joseph antwortete auf Allogene SZT
22 März 2015 22:22
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo Ralf

Ein 100%tiger Spender ist im Prinzip eine sehr gute mentale Info, die man im Hinterkopf hat und sich als Reservepolster behalten soll.

Ich war auf dem letzten Patientenforum in Würzburg, da geht man heute eher in Richtung nur noch eine Allo zu machen wenn schwerwiegende Gendefekte vorliegen, liegen die nicht vor, gehts eher Richtung neue Medis mit weniger Risiko, du sprachs die anderen 60% nicht an:wink:

Nur, wir alle hier können deine Entscheidung nicht beeinflussen, nur einen Gedankenaustausch leisten

Liebe Grüsse

Joseph

rudi antwortete auf Allogene SZT
22 März 2015 22:24
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Ralf,
weisst du was über deine genetischen Veränderdungen deiner Myelomzellen ( hast du z.B. die del 17 oder t (4-14) ?
Oder sogar beide vorhanden?

Wenn diese vorhanden sind, dann spräche alles für eine allogene SZT.

Bei einem Myelom mit günstiger Prognose würde ich eher den schon von Christine vorgeschlagenen 2. Weg gehen.

Letztendlich muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Conny57 antwortete auf Allogene SZT
23 März 2015 08:29
  • Conny57
  • 73 Beiträge seit
    20 November 2011
Hallo Ralf,
ich bin vor ca. 3 Jahren mit 55 vor der selben Entscheidung gestanden. Ich war nach der Autologen in CR, aber nach einem Jahr war des Myelom wieder voll da, ohne genetische Veränderung. Ich hab mich dann für die Allogene entschieden. Ich hab zwar viele Komplikationen gehabt, aber jetzt geht es mit gut.
Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
Lt. Prof. Einsele beim Patiententag in Wü ist das Risiko zwischenzeitlich unter 10%.
Wenn du dich für die Allogene entscheiden solltest, kann ich dir nur den Rat geben es in einer Klinik mit sehr viel Erfahrung zu machen.
LG
Conny

gast antwortete auf Allogene SZT
23 März 2015 22:09
  • gast
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Liebe Forum-Teilnehmer,

vielen Dank für die Antworten, durch den Gedankenaustausch hoffe ich, dass sich bei mir eine Entscheidung entwickelt. Ich bin in Würzburg in Behandlung und es wurden mir die zwei Optionen vorgeschlagen, ohne Empfehlung für eine Alternative.

Mein Onkologe vor Ort, den ich fachlich schätze, empfiehlt mir die allogene SZT, er ist so eingestellt, das man alles nutzen soll, was möglich ist.

Ich habe bisher keine genetische Veränderungen nach del 17 usw.

Bei den anderen 60% handelt es sich um Patienten, bei denen das nächste Rezidiv schon nach 1-3 Jahre wieder kommt, und Patienten welche mit schweren Nebenwirkungen aufgrund Abstoßreaktionen (GVHD) leben müssen. Es kann eben passieren dass der Körper nicht "nur" gegen das MM ankämpfen muss, sondern auch gegen dieses Abstoßreaktionen.

Viele Grüße

Ralf




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