jürgenk antwortete auf Therapie geändert...wirds jetzt besser?
06 Apr. 2013 10:59
- jürgenk
459 Beiträge seit
25 August 2011
25 August 2011
Hallo Sabine
Zwei gute Nachrichten von Dir. Auf die erste Therapie für Michael reagierte die Beule neben der BWS. Außerdem verträgt er die neue Behandlung mit Velcade gut und sie behindert nicht beim Backgammon. Beides ist prima.
Um die Beulen hat sich der Onkologe nie gekümmert??
Sabine, das MM verläuft bei vielen Patienten auf zwei verschiedenen Ebenen. Die eine befindet sich im Knochenmark und wird über die Paraproteine (IGG, IGA, LK usw) im Serum und Urin kontrolliert. Daran kann der Onkologe die Tumorlast und Aktivität erkennen.
Verlassen die Myelomzellen jedoch das Mark, sammeln sie sich zum Beispiel im Bindegewebe und bilden dort diese Beulen. Über Botenstoffe fordern sie den Knochenstoffwechsel an und lassen stabilisierenden Knochen um sich herum bauen. So kommt es zur Verknöcherung. Wissenschaftlich ist diese sehr vereinfachte Darstellung nicht haltbar. Für uns Laien dürfte es zur Verdeutlichung aber genügen.
Entscheidend ist für uns nun, dass diese Aktivitäten der Erkrankung nicht in den üblichen Laborwerten erkannt werden. Der Onkologe sollte über die zweite Gefahr jedoch gut Bescheid wissen und entsprechend reagieren. Es ist kein kosmetisches Problem sondern kann bei Einschluss großer Gefäße, Befall von Organen oder Bedrohung der Wirbel zu einer großen Gefahr werden. Daher ist es mir unverständlich, wieso der Experte darauf bisher nicht reagiert hat.
Wir haben hier im Forum schon mal eine Diskussion über die Laborkontrolle dieser zweiten MM-Linie geführt. Leider sprach sich ein Professor mit unzureichender Begründung gegen diese Überwachung der Knochenaktivität aus. Möglich ist sie durch die Überwachung des Knochenstoffwechsels beim Calzium, Pyr, Pyr D, Osteokalzin und AP über die Laborwerte. Diese verändern sich zwar sowohl beim Auf- als auch beim Abbau von Knochenmasse, aber bei meinem Alter und er Grunderkrankung gehe ich nicht von Längenwachstum aus sondern befürchte extramedulläre Aktivitäten des MM. Danach könnte man nach Hinweis aus dem Labor gezielt über geeignete Verfahren suchen.
Befrag Deinen Onkologen zu der Gefahr durch die Beulen für Blutgefäße und Organe, vor allem dazu, was er dagegen machen kann.
Schönes Wochenende
Jürgen
Zwei gute Nachrichten von Dir. Auf die erste Therapie für Michael reagierte die Beule neben der BWS. Außerdem verträgt er die neue Behandlung mit Velcade gut und sie behindert nicht beim Backgammon. Beides ist prima.
Um die Beulen hat sich der Onkologe nie gekümmert??
Sabine, das MM verläuft bei vielen Patienten auf zwei verschiedenen Ebenen. Die eine befindet sich im Knochenmark und wird über die Paraproteine (IGG, IGA, LK usw) im Serum und Urin kontrolliert. Daran kann der Onkologe die Tumorlast und Aktivität erkennen.
Verlassen die Myelomzellen jedoch das Mark, sammeln sie sich zum Beispiel im Bindegewebe und bilden dort diese Beulen. Über Botenstoffe fordern sie den Knochenstoffwechsel an und lassen stabilisierenden Knochen um sich herum bauen. So kommt es zur Verknöcherung. Wissenschaftlich ist diese sehr vereinfachte Darstellung nicht haltbar. Für uns Laien dürfte es zur Verdeutlichung aber genügen.
Entscheidend ist für uns nun, dass diese Aktivitäten der Erkrankung nicht in den üblichen Laborwerten erkannt werden. Der Onkologe sollte über die zweite Gefahr jedoch gut Bescheid wissen und entsprechend reagieren. Es ist kein kosmetisches Problem sondern kann bei Einschluss großer Gefäße, Befall von Organen oder Bedrohung der Wirbel zu einer großen Gefahr werden. Daher ist es mir unverständlich, wieso der Experte darauf bisher nicht reagiert hat.
Wir haben hier im Forum schon mal eine Diskussion über die Laborkontrolle dieser zweiten MM-Linie geführt. Leider sprach sich ein Professor mit unzureichender Begründung gegen diese Überwachung der Knochenaktivität aus. Möglich ist sie durch die Überwachung des Knochenstoffwechsels beim Calzium, Pyr, Pyr D, Osteokalzin und AP über die Laborwerte. Diese verändern sich zwar sowohl beim Auf- als auch beim Abbau von Knochenmasse, aber bei meinem Alter und er Grunderkrankung gehe ich nicht von Längenwachstum aus sondern befürchte extramedulläre Aktivitäten des MM. Danach könnte man nach Hinweis aus dem Labor gezielt über geeignete Verfahren suchen.
Befrag Deinen Onkologen zu der Gefahr durch die Beulen für Blutgefäße und Organe, vor allem dazu, was er dagegen machen kann.
Schönes Wochenende
Jürgen
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Julanka antwortete auf Therapie geändert...wirds jetzt besser?
06 Apr. 2013 22:11
- Julanka
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
@ Jürgen
vielen Dank für deine Erläuterungen, werde auf jeden Fall den Arzt nochmal darauf ansprechen.
@all
Übrigens hickst er nicht mehr fröhlich vor sich hin, es ist zum
fiesen Schluckauf mutiert. Teilweise bis zu vier "Hickser" ganz dicht zusammen.
Bin natürlich mal wieder für jeden Tip dankbar....
vielen Dank für deine Erläuterungen, werde auf jeden Fall den Arzt nochmal darauf ansprechen.
@all
Übrigens hickst er nicht mehr fröhlich vor sich hin, es ist zum
fiesen Schluckauf mutiert. Teilweise bis zu vier "Hickser" ganz dicht zusammen.
Bin natürlich mal wieder für jeden Tip dankbar....
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joseph antwortete auf Therapie geändert...wirds jetzt besser?
06 Apr. 2013 23:27
- joseph
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hi Sabine
guck mal, war schon 2010 ein Thema hier im Forum
=============
Verfasst am: Do., 18. März 2010 (08:05 Uhr)
AndreasR
Dabei seit: 23.10.2009
Beiträge: 99
Hallo Miinien,
bekommt Dein Vater zum Velcade auch ein Kortison, z.B. Dexamethason? Ich kenne den Schluckauf auch, allerdings nicht so heftig, wie Du ihn von Deinem Vater beschreibst. Es ist eine bekannte Nebenwirkung des Dexamethason, die durch Einnahme eines Magenschutzes wie Omeprazol etwas abgemildert werden kann.
Gruß
Andreas
===============
Versucht mal über Dexa mehr heraus zu bekommen
LG
Joseph
guck mal, war schon 2010 ein Thema hier im Forum
=============
Verfasst am: Do., 18. März 2010 (08:05 Uhr)
AndreasR
Dabei seit: 23.10.2009
Beiträge: 99
Hallo Miinien,
bekommt Dein Vater zum Velcade auch ein Kortison, z.B. Dexamethason? Ich kenne den Schluckauf auch, allerdings nicht so heftig, wie Du ihn von Deinem Vater beschreibst. Es ist eine bekannte Nebenwirkung des Dexamethason, die durch Einnahme eines Magenschutzes wie Omeprazol etwas abgemildert werden kann.
Gruß
Andreas
===============
Versucht mal über Dexa mehr heraus zu bekommen
LG
Joseph
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Julanka antwortete auf Therapie geändert...wirds jetzt besser?
06 Apr. 2013 23:44
- Julanka
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Joseph,
ich hatte diesen Beitrag schon gelesen. Als Magenschoner bekommt mein Mann Pantoprazol.
Kann mir aber nicht vorstellen das Dexa Schuld ist, das hatte er ja in viel höherer Dosierung zusammen mit Idarubicin auch schon.
Schluckauf trat wirklich jetzt das erste Mal auf.
ich hatte diesen Beitrag schon gelesen. Als Magenschoner bekommt mein Mann Pantoprazol.
Kann mir aber nicht vorstellen das Dexa Schuld ist, das hatte er ja in viel höherer Dosierung zusammen mit Idarubicin auch schon.
Schluckauf trat wirklich jetzt das erste Mal auf.
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christine antwortete auf Therapie geändert...wirds jetzt besser?
07 Apr. 2013 00:24
- christine
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Ich hätte auf das Gleiche wie Joseph getippt - auch durch Höhlen kommen Hinweise auf Dex und Schluckauf auf!
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Julanka antwortete auf Therapie geändert...wirds jetzt besser?
07 Apr. 2013 11:36
- Julanka
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Einen schönen, sonnigen guten Morgen,
es hickst nicht mehr
(heut Nacht im Schlaf noch ein paarmal )
aber jetzt ist es wieder gut, Bin ich froh, hatte das selber mal über drei Tage richtig schlimm und hätte morden können :evil:
Mal sehen, morgen gibt's die nächste Ladung.
Viel Sonne für Euch und einen schönen Sonntag
es hickst nicht mehr
aber jetzt ist es wieder gut, Bin ich froh, hatte das selber mal über drei Tage richtig schlimm und hätte morden können :evil:
Mal sehen, morgen gibt's die nächste Ladung.
Viel Sonne für Euch und einen schönen Sonntag
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