- Beiträge: 255
Callosum62 antwortete auf Coronaimpfung ja / nein
16 Okt. 2023 10:10
- Callosum62
255 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Weniger
Mehr
Hallo,
Vertrauen in das eigene Tun finde ich grundsätzlich gut (reduziert Stress), und es braucht nicht selten Mut zur Vertretung eigener Überzeugungen. Für mich besteht eine gute Versorgung des Immunsystem in erster Linie aus einer Zuführung der notwendigen Nährstoffe sprich Vitamine und Mineralstoffe, flankiert durch ausreichend Schlaf. In Deutschland besteht kein Mangel an nährstoffreicher Nahrung, auch, wenn das immer mal wieder gerne behauptet wird. Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes ist die Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln in den letzten Jahren beständig gestiegen, genauso wie die Preise. Insgesamt geben die Deutschen mindestens 3 Milliarden Euro im Jahr dafür aus, meistens in Apotheken. Wobei auch die Anzahl der Hersteller gestiegen ist, und Nahrungsergänzungsmittel (anders als bei Medikamenten) keiner besonderen Überprüfung auf ihre Inhaltsstoffe unterliegen. Die Pandemie hat wohl auch dazu geführt, dass die Leute mehr Angst vor Infektionen haben und meinen, sie könnten diese durch ein mit Nahrungsergänzungsmitteln vorbeugend hochgerüstetes Immunsystem verhindern (was nicht funktioniert). Mit solchen Ängsten lässt sich ein Menge Geld verdienen, und das wird auch gemacht.
Ich denke, das Problem besteht in Deutschland nicht in der Verfügbarkeit der Nährstoffe, sondern in der persönlichen Auswahl der Nahrungsmittel, die leider auch etwas mit Zeit und Geld zu tun hat. Industriell gefertigte hochverarbeitete Lebensmittel sind eben leichter erhältlich, schneller in der Zubereitung und auch billiger, aber in der Regel nährstoffärmer und vollgepumpt mit Zucker und Salz. Lebensmittel in Bioqualität aus der Region sind teuer, die Zusammenstellung und das Kochen einer vollwertigen Mahlzeit ist zeitaufwändig. Wenn man aber das Geld investieren und sich diese Mühe machen kann, wird man m.E. in vielfacher Hinsicht belohnt, auch mit einem gut versorgten Immunsystem. Nahrungsergänzungsmittel sind dann nur noch bei Erkrankungen oder bestimmten Symptomen (z.B. Magnesium bei Krämpfen) sinnvoll, beim MM helfen nach meiner Kenntnis vor allem Vitamin D3 und Calcium.
Genetische Vorbedingungen, die man sich ja nicht aussuchen und die man in der Regel auch nicht wissen kann, sind wichtige Rahmenbedingungen für das Immunsystem. Meine Frau hatte die genetische Prädisposition für eine Zöliakie (einige Fälle in ihrer Familie), die aber erst im Erwachsenenalter ausgelöst und spät erkannt wurde. Bei der Zöliakie (ist nicht heilbar) führt das Weizen-Gluten zu einer Autoimmunreaktion und damit chronischen Entzündung im Dünndarm. Das Ausweichen auf Urgetreide wie Emmer oder Einkorn ist nicht möglich. Vor 20 Jahren war es noch sehr schwierig, sich glutenfrei zu ernähren, mittlerweile ist das kein Problem mehr, weil sich die Auswahl und Verfügbarkeit glutenfreier Alternativen erheblich verbessert hat - genauso wie bei den Nahrungsmitteln insgesamt. Wir haben schon immer mehr Geld für Lebensmittel ausgeben und Zeit für die Zubereitung investieren müssen, dafür haben wir auf andere Sachen verzichtet. Und wir kochen und backen beide sehr gerne (meine Frau besser als ich und mit glutenfreiem Sauerteig) in unserer gut ausgerüsteten Küche und gehen nur selten essen. Wir wohnen ländlich und können auch Produkte beim Bauern um die Ecke einkaufen, wir ergänzen durch Lebensmittel aus dem eigenen Garten (ich habe zwei Hochbeete, ich kann mich nur schlecht bücken). Was ich bei der jüngeren Generation sprich meiner Kinder beobachte: die kochen seltener und gehen oft essen, mein Sohn holt sich zuweilen sogar das Frühstück fertig zubereitet beim Bäcker, wo die Leute morgens schon für Schlemmerschnitten Schlange stehen. Und es wird mehr vergiftetes Wasser sprich Energy-Drinks getrunken. Da kommt rein immunologisch was auf uns zu...
Vertrauen in das eigene Tun finde ich grundsätzlich gut (reduziert Stress), und es braucht nicht selten Mut zur Vertretung eigener Überzeugungen. Für mich besteht eine gute Versorgung des Immunsystem in erster Linie aus einer Zuführung der notwendigen Nährstoffe sprich Vitamine und Mineralstoffe, flankiert durch ausreichend Schlaf. In Deutschland besteht kein Mangel an nährstoffreicher Nahrung, auch, wenn das immer mal wieder gerne behauptet wird. Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes ist die Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln in den letzten Jahren beständig gestiegen, genauso wie die Preise. Insgesamt geben die Deutschen mindestens 3 Milliarden Euro im Jahr dafür aus, meistens in Apotheken. Wobei auch die Anzahl der Hersteller gestiegen ist, und Nahrungsergänzungsmittel (anders als bei Medikamenten) keiner besonderen Überprüfung auf ihre Inhaltsstoffe unterliegen. Die Pandemie hat wohl auch dazu geführt, dass die Leute mehr Angst vor Infektionen haben und meinen, sie könnten diese durch ein mit Nahrungsergänzungsmitteln vorbeugend hochgerüstetes Immunsystem verhindern (was nicht funktioniert). Mit solchen Ängsten lässt sich ein Menge Geld verdienen, und das wird auch gemacht.
Ich denke, das Problem besteht in Deutschland nicht in der Verfügbarkeit der Nährstoffe, sondern in der persönlichen Auswahl der Nahrungsmittel, die leider auch etwas mit Zeit und Geld zu tun hat. Industriell gefertigte hochverarbeitete Lebensmittel sind eben leichter erhältlich, schneller in der Zubereitung und auch billiger, aber in der Regel nährstoffärmer und vollgepumpt mit Zucker und Salz. Lebensmittel in Bioqualität aus der Region sind teuer, die Zusammenstellung und das Kochen einer vollwertigen Mahlzeit ist zeitaufwändig. Wenn man aber das Geld investieren und sich diese Mühe machen kann, wird man m.E. in vielfacher Hinsicht belohnt, auch mit einem gut versorgten Immunsystem. Nahrungsergänzungsmittel sind dann nur noch bei Erkrankungen oder bestimmten Symptomen (z.B. Magnesium bei Krämpfen) sinnvoll, beim MM helfen nach meiner Kenntnis vor allem Vitamin D3 und Calcium.
Genetische Vorbedingungen, die man sich ja nicht aussuchen und die man in der Regel auch nicht wissen kann, sind wichtige Rahmenbedingungen für das Immunsystem. Meine Frau hatte die genetische Prädisposition für eine Zöliakie (einige Fälle in ihrer Familie), die aber erst im Erwachsenenalter ausgelöst und spät erkannt wurde. Bei der Zöliakie (ist nicht heilbar) führt das Weizen-Gluten zu einer Autoimmunreaktion und damit chronischen Entzündung im Dünndarm. Das Ausweichen auf Urgetreide wie Emmer oder Einkorn ist nicht möglich. Vor 20 Jahren war es noch sehr schwierig, sich glutenfrei zu ernähren, mittlerweile ist das kein Problem mehr, weil sich die Auswahl und Verfügbarkeit glutenfreier Alternativen erheblich verbessert hat - genauso wie bei den Nahrungsmitteln insgesamt. Wir haben schon immer mehr Geld für Lebensmittel ausgeben und Zeit für die Zubereitung investieren müssen, dafür haben wir auf andere Sachen verzichtet. Und wir kochen und backen beide sehr gerne (meine Frau besser als ich und mit glutenfreiem Sauerteig) in unserer gut ausgerüsteten Küche und gehen nur selten essen. Wir wohnen ländlich und können auch Produkte beim Bauern um die Ecke einkaufen, wir ergänzen durch Lebensmittel aus dem eigenen Garten (ich habe zwei Hochbeete, ich kann mich nur schlecht bücken). Was ich bei der jüngeren Generation sprich meiner Kinder beobachte: die kochen seltener und gehen oft essen, mein Sohn holt sich zuweilen sogar das Frühstück fertig zubereitet beim Bäcker, wo die Leute morgens schon für Schlemmerschnitten Schlange stehen. Und es wird mehr vergiftetes Wasser sprich Energy-Drinks getrunken. Da kommt rein immunologisch was auf uns zu...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
leopoldi antwortete auf Coronaimpfung ja / nein
15 Okt. 2023 21:55
- leopoldi
-
1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1197
Ein Teil Eigenstudium, ein Stück weit Begleitung durch einen ganzheitlichen Arzt. Bauchgefühl, Mut und vor allem Vertrauen in das eigene Tun.
Die Meinung vom Podcast, Nahrungsergänzungsmittel helfen fast nie, finde ich... schade, Lehrmeinung eben. Alles was der Körper über die Ernährung aufnehmen kann, ist sicher das Optimum. Dass uns manche essentielle Dinge nicht immer ausreichend zur Verfügung stehen ist aber auch nicht neu. Seien es ausgelaugte Böden, unsere Lebensgewohnheiten oder was auch immer. Nicht zuletzt spielt sicher auch die Genetik eine Rolle. Kürzlich hatte ich eine Publikation gefunden, wie bestimmte Genvariationen mit der Häufung von Krankheiten korrelieren. Da erinnere ich mich zb an Varianten bei der gehäuft Vitamin D3 Mangel auftritt. Andere Varianten zeigen gehäuft Depressionen.
Wenn Nahrungsergänzungsmittel nicht helfen, dann ists wohl das Vertrauen in das eigene Tun, dass es bis hierher ganz gut funktioniert hat.
Die Meinung vom Podcast, Nahrungsergänzungsmittel helfen fast nie, finde ich... schade, Lehrmeinung eben. Alles was der Körper über die Ernährung aufnehmen kann, ist sicher das Optimum. Dass uns manche essentielle Dinge nicht immer ausreichend zur Verfügung stehen ist aber auch nicht neu. Seien es ausgelaugte Böden, unsere Lebensgewohnheiten oder was auch immer. Nicht zuletzt spielt sicher auch die Genetik eine Rolle. Kürzlich hatte ich eine Publikation gefunden, wie bestimmte Genvariationen mit der Häufung von Krankheiten korrelieren. Da erinnere ich mich zb an Varianten bei der gehäuft Vitamin D3 Mangel auftritt. Andere Varianten zeigen gehäuft Depressionen.
Wenn Nahrungsergänzungsmittel nicht helfen, dann ists wohl das Vertrauen in das eigene Tun, dass es bis hierher ganz gut funktioniert hat.
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Callosum62 antwortete auf Coronaimpfung ja / nein
15 Okt. 2023 19:04
- Callosum62
255 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Weniger
Mehr
- Beiträge: 255
Hallo, Monika,
Du hast recht, tatsächlich sind es nicht 80%, sondern 90% unbemerkte Infektionen. Das hatte ich falsch erinnert, sorry. Wer das gerne nachhören will, kann das hier tun (Erstausstrahlung vom 25.11.2022, jetzt vom 09.10.2023, dauert 22 Minuten, also ein mal Abspülen oder ein paar Hemden bügeln
www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/...res-koerpers/1808488
Keine Ahnung, ob die 90% eine Schätzung oder ein wissenschaftlich begründbarer Wert sind. Erstaunlich und wunderbar finde ich, dass das eben "automatisch" so gut funktioniert, das die meisten Infektionen für uns symptomlos bleiben. Aber natürlich kann man das nicht verallgemeinern, denn gegen wirklich gefährliche Bakterien und Viren funzt das Immunsystem eben oft nicht schnell genug - das Hauptproblem ist wohl, das manche Viren und Bakterien in der Zeit, die das Immunsystem zur Produktion wirksamer Abwehrzellen braucht, schon so viel Schaden anrichten können, das der gesamte Organismus nicht mehr in der Lage ist, das für ein Immunsystem notwendige Funktionieren sicher zu stellen. Besonders schlimm ist es natürlich, wenn ein Virus das Immunsystem selbst angreift, wie z.B. bei AIDS.
Ist mir schon klar: mit zunehmenden Alter steigt die Anzahl der Fehler bei der Zellteilung (auch in den Stammzellen) an, Zellen mutieren dann dysfunktional, in der Regel kein Problem für ein gesundes Immunsystem, das diese Zellen schnell erledigt. Krebszellen schaffen es aber manchmal, das Immunsystem auszutricksen, indem sie sich als körpereigene "gute" Zellen tarnen. Da hilft dann auch das beste Immunsystem nicht mehr. Leider wird auch das Immunsystem selbst mit zunehmendem Alter schlechter, Stichwort Thymus. Beim MM können dysfunktionale B-Lymphozyten nicht mehr ausreichend genug Antikörper (z.B. IgG) bilden. Antikörper sind nach meiner Kenntnis die Vermittler des immunologischen Gedächtnisses im menschlichen Körper.
Soweit ich die aktuelle wissenschaftliche Diskussion über das Immunsystem verfolge, geht es in vielen Studien darum, die Spezifität also Zielgenauigkeit einzelner Komponenten (wie z.B. der T-Lymphozyten) gegenüber Infektionen und Krebszellen zu verbessern und nicht darum, das Immunsystem unspezifisch oder allgemein stärker zu machen. Bei Autoimmunerkrankungen wie z.B. MS geht es wohl auch darum, zu verstehen, warum in der Schule des Immunsystems das Wächtersystem es nicht mehr schafft, fehlprogrammierte T-Lymphozyten, die sich gegen den eigenen Organismus richten, in ausreichendem Ausmaß zu zerstören. Ja, ein zu starkes oder ungerichtetes Immunsystem kann auch gefährlich werden...
Was meinst Du denn genau mit einem gut versorgten Immunsystem?
Du hast recht, tatsächlich sind es nicht 80%, sondern 90% unbemerkte Infektionen. Das hatte ich falsch erinnert, sorry. Wer das gerne nachhören will, kann das hier tun (Erstausstrahlung vom 25.11.2022, jetzt vom 09.10.2023, dauert 22 Minuten, also ein mal Abspülen oder ein paar Hemden bügeln
www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/...res-koerpers/1808488
Keine Ahnung, ob die 90% eine Schätzung oder ein wissenschaftlich begründbarer Wert sind. Erstaunlich und wunderbar finde ich, dass das eben "automatisch" so gut funktioniert, das die meisten Infektionen für uns symptomlos bleiben. Aber natürlich kann man das nicht verallgemeinern, denn gegen wirklich gefährliche Bakterien und Viren funzt das Immunsystem eben oft nicht schnell genug - das Hauptproblem ist wohl, das manche Viren und Bakterien in der Zeit, die das Immunsystem zur Produktion wirksamer Abwehrzellen braucht, schon so viel Schaden anrichten können, das der gesamte Organismus nicht mehr in der Lage ist, das für ein Immunsystem notwendige Funktionieren sicher zu stellen. Besonders schlimm ist es natürlich, wenn ein Virus das Immunsystem selbst angreift, wie z.B. bei AIDS.
Ist mir schon klar: mit zunehmenden Alter steigt die Anzahl der Fehler bei der Zellteilung (auch in den Stammzellen) an, Zellen mutieren dann dysfunktional, in der Regel kein Problem für ein gesundes Immunsystem, das diese Zellen schnell erledigt. Krebszellen schaffen es aber manchmal, das Immunsystem auszutricksen, indem sie sich als körpereigene "gute" Zellen tarnen. Da hilft dann auch das beste Immunsystem nicht mehr. Leider wird auch das Immunsystem selbst mit zunehmendem Alter schlechter, Stichwort Thymus. Beim MM können dysfunktionale B-Lymphozyten nicht mehr ausreichend genug Antikörper (z.B. IgG) bilden. Antikörper sind nach meiner Kenntnis die Vermittler des immunologischen Gedächtnisses im menschlichen Körper.
Soweit ich die aktuelle wissenschaftliche Diskussion über das Immunsystem verfolge, geht es in vielen Studien darum, die Spezifität also Zielgenauigkeit einzelner Komponenten (wie z.B. der T-Lymphozyten) gegenüber Infektionen und Krebszellen zu verbessern und nicht darum, das Immunsystem unspezifisch oder allgemein stärker zu machen. Bei Autoimmunerkrankungen wie z.B. MS geht es wohl auch darum, zu verstehen, warum in der Schule des Immunsystems das Wächtersystem es nicht mehr schafft, fehlprogrammierte T-Lymphozyten, die sich gegen den eigenen Organismus richten, in ausreichendem Ausmaß zu zerstören. Ja, ein zu starkes oder ungerichtetes Immunsystem kann auch gefährlich werden...
Was meinst Du denn genau mit einem gut versorgten Immunsystem?
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
leopoldi antwortete auf Coronaimpfung ja / nein
15 Okt. 2023 18:05 - 15 Okt. 2023 18:06
- leopoldi
-
1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1197
Hallo Colossum,
das Immunsystem hat tagtäglich mit Keimen zu tun, wehrt solche erfolgreich ab. Deswegen vermute ich fast, dass es mehr als 80 % sind, bzw kann man das nicht verallgemeinern.
Daneben hat das Immunsystem auch die Aufgabe, entartete Zellen zu erkennen und zu eliminieren. Daher die Aussage - jeder Mensch trägt Krebszellen in sich.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko dass bei der Zellteilung Fehler passieren.
Deshalb geht der Königsweg mE insgesamt über ein gut versorgtes Immunsystem.
LGe
Monika
das Immunsystem hat tagtäglich mit Keimen zu tun, wehrt solche erfolgreich ab. Deswegen vermute ich fast, dass es mehr als 80 % sind, bzw kann man das nicht verallgemeinern.
Daneben hat das Immunsystem auch die Aufgabe, entartete Zellen zu erkennen und zu eliminieren. Daher die Aussage - jeder Mensch trägt Krebszellen in sich.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko dass bei der Zellteilung Fehler passieren.
Deshalb geht der Königsweg mE insgesamt über ein gut versorgtes Immunsystem.
LGe
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
Letzte Änderung: 15 Okt. 2023 18:06 von leopoldi.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Callosum62 antwortete auf Coronaimpfung ja / nein
15 Okt. 2023 14:39
- Callosum62
255 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Weniger
Mehr
- Beiträge: 255
Hallo, Jeanny,
auch ich bin immer wieder erstaunt über die außerordentliche Leistungsfähigkeit unseres Immunsystem - das ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Neulich habe ich gehört, dass 80 % aller Infektionen unbemerkt bleiben, weil das Immunsystem mit Eindringlingen fertig geworden ist, bevor Symptome auftreten konnten.
Seit ich am MM erkrankt bin, habe ich viel über das Immunsystem gelesen; bemerkenswert finde ich diesbezügliche Forschungsergebnisse der letzten Jahre zur Bedeutung des Mikrobioms im Darm und zur Psychoneuroimmunologie, also z.B. inwieweit chronischer Stress das Immunsystem nachhaltig schädigen kann. Ich als MM-Kranker versuche also, in meine Ernährung fermentierte Lebensmittel einzubeziehen, weil diese das Mikrobiom fördern (ich fermentiere selbst, Sauerkraut und Kimchi). Ich denke, mit angemessener Bewegung an der frischen Luft und einer ausgeglichenen Lebensweise kann ich als Privatier dem Stress gut entgegenwirken. In den dunklen Monaten, die jetzt kommen, nehme ich eine Tablette Dekristol 20.000 i.E. pro Woche - Vitamin D3 ist in dieser Jahreszeit nicht so leicht selbst herstellbar.
Gestatte mir eine Anmerkung zu Deiner Aussage, Corona sei eine "Erkältung". Ich finde, hier sollten wir im Hinblick auf eine Impfung sprachlich präzisieren und besser "Covid-19" sagen. Es ist doch so, dass es viele unterschiedliche Corona-Viren gibt; neben Rhinoviren, Adenoviren, und RSV-Viren können diese auch eine Erkältung verursachen (insgesamt geht man bei Erkältungen von 200 unterschiedlichen Viren aus). Die Symptome einer Erkältung sind von denen einer Infektion mit Covid-19 zumindest am Anfang oder bei leichten Verläufen nicht unterscheidbar: Es beginnt oft mit Halsschmerzen und geht weiter mit Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und auch mal leichtem Fieber. Welcher Virus einen bei einer reinen Erkältung erwischt hat, wissen wir in der Regel nicht - wer lässt sich schon auf 200 verschiedene Viren testen? Meistens ist eine Erkältung in einer Woche bis 10 Tagen folgenlos ausgestanden, wobei der Husten schon mal länger dauern kann (das kenne ich auch so). Im geschwächten Zustand während oder nach einer Erkältung ist als Folgeerkrankung eine bakterielle Infektion möglich, bevorzugte Orte sind hier die Nasennebenhöhlen oder die Lunge.
Eine Infektion mit dem Corona-Virus Covid-19 lässt sich als solche identifizieren, weil es dafür einen leicht verfügbaren Test gibt. Bei vielen Infizierten bleiben die Symptome erkältungsartig, es soll sogar Leute geben, die gar nichts davon bemerken. In diesem Fall kann eine Covid-19-Infektion dann tatsächlich analog wie eine "Erkältung" bewertet werden.
Bei Immungeschwächten besteht bei einer Covid-19-Infektion allerdings eine erhöhte Gefahr, Fieber zu entwickeln. Ab 38,5 Grad über längere Zeit läuten bei mir da immer die Alarmglocken. Daneben können Symptome wie Kurzatmigkeit, Atemnot und Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Auch weitere ganz unterschiedliche Symptome sind möglich, die beispielsweise die Haut, das Nervensystem oder das Herz-Kreislauf-System betreffen können. Und nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus Covid-19 kann es auch zu körperlichen und seelischen Langzeitfolgen kommen (Long COVID). In neurologischen Rehakliniken versucht man derzeit, ein Konzept zur Diagnose und Behandlung von Long COVID zu finden, was aber schwierig ist, weil jeder Einzelfall eine andere Kombination von Langzeitsymptomen zeigt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Eine Infektion mit Covid-19 kann von der Symptomatik her "erkältungsartig" bleiben; sie kann aber auch gefährlicher werden und deutlich größere Schäden als die üblichen Folgeerkrankungen einer Erkältung verursachen.
Ich selbst bin bisher 4 mal gegen Covid-19 geimpft, immer ohne Neben- oder Nachwirkungen, und bisher bin ich um eine Infektion mit Covid-19 herumgekommen (aber leider nicht um diverse Erkältungen). Nächste Woche Mittwoch bekomme ich meine Grippeimpfung (Wirkstoff Elfluelda - wird für Ältere empfohlen) gemeinsam mit der Impfung gegen XBB.1.5 - daher habe ich vor 4 Tagen mein Lenalidomid vorerst abgesetzt.
auch ich bin immer wieder erstaunt über die außerordentliche Leistungsfähigkeit unseres Immunsystem - das ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Neulich habe ich gehört, dass 80 % aller Infektionen unbemerkt bleiben, weil das Immunsystem mit Eindringlingen fertig geworden ist, bevor Symptome auftreten konnten.
Seit ich am MM erkrankt bin, habe ich viel über das Immunsystem gelesen; bemerkenswert finde ich diesbezügliche Forschungsergebnisse der letzten Jahre zur Bedeutung des Mikrobioms im Darm und zur Psychoneuroimmunologie, also z.B. inwieweit chronischer Stress das Immunsystem nachhaltig schädigen kann. Ich als MM-Kranker versuche also, in meine Ernährung fermentierte Lebensmittel einzubeziehen, weil diese das Mikrobiom fördern (ich fermentiere selbst, Sauerkraut und Kimchi). Ich denke, mit angemessener Bewegung an der frischen Luft und einer ausgeglichenen Lebensweise kann ich als Privatier dem Stress gut entgegenwirken. In den dunklen Monaten, die jetzt kommen, nehme ich eine Tablette Dekristol 20.000 i.E. pro Woche - Vitamin D3 ist in dieser Jahreszeit nicht so leicht selbst herstellbar.
Gestatte mir eine Anmerkung zu Deiner Aussage, Corona sei eine "Erkältung". Ich finde, hier sollten wir im Hinblick auf eine Impfung sprachlich präzisieren und besser "Covid-19" sagen. Es ist doch so, dass es viele unterschiedliche Corona-Viren gibt; neben Rhinoviren, Adenoviren, und RSV-Viren können diese auch eine Erkältung verursachen (insgesamt geht man bei Erkältungen von 200 unterschiedlichen Viren aus). Die Symptome einer Erkältung sind von denen einer Infektion mit Covid-19 zumindest am Anfang oder bei leichten Verläufen nicht unterscheidbar: Es beginnt oft mit Halsschmerzen und geht weiter mit Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und auch mal leichtem Fieber. Welcher Virus einen bei einer reinen Erkältung erwischt hat, wissen wir in der Regel nicht - wer lässt sich schon auf 200 verschiedene Viren testen? Meistens ist eine Erkältung in einer Woche bis 10 Tagen folgenlos ausgestanden, wobei der Husten schon mal länger dauern kann (das kenne ich auch so). Im geschwächten Zustand während oder nach einer Erkältung ist als Folgeerkrankung eine bakterielle Infektion möglich, bevorzugte Orte sind hier die Nasennebenhöhlen oder die Lunge.
Eine Infektion mit dem Corona-Virus Covid-19 lässt sich als solche identifizieren, weil es dafür einen leicht verfügbaren Test gibt. Bei vielen Infizierten bleiben die Symptome erkältungsartig, es soll sogar Leute geben, die gar nichts davon bemerken. In diesem Fall kann eine Covid-19-Infektion dann tatsächlich analog wie eine "Erkältung" bewertet werden.
Bei Immungeschwächten besteht bei einer Covid-19-Infektion allerdings eine erhöhte Gefahr, Fieber zu entwickeln. Ab 38,5 Grad über längere Zeit läuten bei mir da immer die Alarmglocken. Daneben können Symptome wie Kurzatmigkeit, Atemnot und Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Auch weitere ganz unterschiedliche Symptome sind möglich, die beispielsweise die Haut, das Nervensystem oder das Herz-Kreislauf-System betreffen können. Und nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus Covid-19 kann es auch zu körperlichen und seelischen Langzeitfolgen kommen (Long COVID). In neurologischen Rehakliniken versucht man derzeit, ein Konzept zur Diagnose und Behandlung von Long COVID zu finden, was aber schwierig ist, weil jeder Einzelfall eine andere Kombination von Langzeitsymptomen zeigt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Eine Infektion mit Covid-19 kann von der Symptomatik her "erkältungsartig" bleiben; sie kann aber auch gefährlicher werden und deutlich größere Schäden als die üblichen Folgeerkrankungen einer Erkältung verursachen.
Ich selbst bin bisher 4 mal gegen Covid-19 geimpft, immer ohne Neben- oder Nachwirkungen, und bisher bin ich um eine Infektion mit Covid-19 herumgekommen (aber leider nicht um diverse Erkältungen). Nächste Woche Mittwoch bekomme ich meine Grippeimpfung (Wirkstoff Elfluelda - wird für Ältere empfohlen) gemeinsam mit der Impfung gegen XBB.1.5 - daher habe ich vor 4 Tagen mein Lenalidomid vorerst abgesetzt.
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
leopoldi antwortete auf Coronaimpfung ja / nein
15 Okt. 2023 11:39 - 15 Okt. 2023 11:41
- leopoldi
-
1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1197
Ja Jenny, da geb ich Dir weitgehend recht.
Nicht Krebs und Herz...
Herz lässt sich teilweise frühzeitig positiv beeinflussen durch dem Begegnen von Arterienverkalkung, zb mit Vitamin K2.
Aber gerade bei Krebs ist das Immunsystem so wichtig. Und dann ist da das MM, das krebsige Immunsystem. Auch bei MS stellt man auf die Schiene - eine Fehlsteuerung des Immunsystems, autoimmun.
Und doch ist die Behandlung von MM ein Grat zwischen Immunsuppression und Immunmodulation
Wenn die Hütte brennt, bin ich dankbar um medizinischen Rat. Aber erstaunlicher Weise hats die letzten Jahre sehr gut funktioniert. Auch was das Myelom betrifft. Bei unserem letzten Termin meinte der Arzt wieder "Sie sind ein Phänomen!"
Das Myelom ist definitiv nicht weg, manchmal zeigt sichs kurz, isoliert.
Im Bewusstsein dass es uns jederzeit einholen kann. Bis dahin leben wir mit gutem Gefühl, der Krankheit ein paar Jahre gemopst zu haben:)
Letztendlich hängt alles zusammen, Herz, Immunsystem, Krebs...
Nicht Krebs und Herz...
Herz lässt sich teilweise frühzeitig positiv beeinflussen durch dem Begegnen von Arterienverkalkung, zb mit Vitamin K2.
Aber gerade bei Krebs ist das Immunsystem so wichtig. Und dann ist da das MM, das krebsige Immunsystem. Auch bei MS stellt man auf die Schiene - eine Fehlsteuerung des Immunsystems, autoimmun.
Und doch ist die Behandlung von MM ein Grat zwischen Immunsuppression und Immunmodulation
Wenn die Hütte brennt, bin ich dankbar um medizinischen Rat. Aber erstaunlicher Weise hats die letzten Jahre sehr gut funktioniert. Auch was das Myelom betrifft. Bei unserem letzten Termin meinte der Arzt wieder "Sie sind ein Phänomen!"
Das Myelom ist definitiv nicht weg, manchmal zeigt sichs kurz, isoliert.
Im Bewusstsein dass es uns jederzeit einholen kann. Bis dahin leben wir mit gutem Gefühl, der Krankheit ein paar Jahre gemopst zu haben:)
Letztendlich hängt alles zusammen, Herz, Immunsystem, Krebs...
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
Letzte Änderung: 15 Okt. 2023 11:41 von leopoldi.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.